CH149107A - Regelbare Schmiereinrichtung an Einzelletterngiessmaschinen. - Google Patents
Regelbare Schmiereinrichtung an Einzelletterngiessmaschinen.Info
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Description
Regelbare Sehmiereinrichtung an Einzelletterngiessmaschinen. Vorliegende Erfindung betrifft eine regel bare Schmiereinrichtung an Einzellettern giessmaschinen, welche als Besonderheit einen durch Wärmeleiter mit dem Metallbad ver bundenen, als Vorwärmer dienenden Ölbehäl ter aufweist, dessen tropfenweise Ölabgabe an die Giessfarm mittelst anhand von Skalen einstellbarer Nadelventile regelbar ist, wobei die Abtropfstellen so angeordnet sind, dass die Tropfen auf die konischen Wandungen von trichterförmigen,
in einem Verteilerkopf vorgesehenen Eintrittsöffnung von an die Giessform angeschlossenen Rohrleitungen fal len, damit sie sich zu zusammenhängenden dünnen Ölfäden zusammensetzen, wodurch eine gleichmässige und ununterbrochene Schmierung der Arbeitsflächen der Giessform und damit ein gleichmässiges Format, saubere Buchstabenbilder und nicht zusammenkle bende Zeilen gesichert sind.
Eine sorgfältige gleichmässige, aber regel bare Schmierung der Formen von Einzel letterngiessmaschinen ist von grosser Wichtig- keit, sofern Wert auf ein gleichmässiges For mat, saubere Buchstabenbilder und nicht zu sammenklebende Zeilen gelegt wird. Mit den besten bisherigen Einrichtungen, sogar mit dem sogenannten Siphonöler, konnte die Schmierung nur tropfenweise erfolgen, was den Übelstand hervorrief, dass die Zeilen ab wechselnd trocken und fettig erschienen und deshalb ein gleichmässiges Format mit Giess maschinen unmöglich machten. Neben dein unvollkommenen Format bildete aber auch die durch die tropfenweise erfolgende, teil weise aussetzende Schmierung bewirkte ra schere Abnützung der teuren Giessformen einen weiteren Übelstand.
Wenn die Zuleitungen zur Giessform reichlich weit gewählt werden und die ganze Schmiervorrichtung genügend hoch an der Giessmaschine angebracht wird, ist die Mög lichkeit vermieden, dass der in gewissen La gen des Matrizenrahmens durch die Giess form in diese Leitungen eintretende, zur Ab kühlung des Matrizenrahmens dienende Kühl- luftstrom das Öl zurückstaut, und dass durch mitgeführten Bleistaub und andere Unreinig- keiten die Leitungen verstopft werden und dieser Schmutz nach dem Giessforminnern geführt wird.
Die bisherigen Se.hmiervor- richtungen wurden wegen ihrer mehr oder weniger tiefen Lage durch verbrannte Ölteile und Bleistaub öfters verschmutzt und ver stopft, und es wurde das eine Hal zu viel und das andere Mal zu wenig geschmiert. Jede neue Ölsorte machte auch eine andere Regulierung nötig.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt; darin ist Fig. 1 eine teilweise im Schnitt gezeieli- nete Seitenansicht, Fig. 2 ein Horizontalschnitt nach Linie II-II in Fig. 1 von unten gesehen, Fig. 3 eine Vorderansicht eines Nadel ventilhandgriffes, Fig. 4 eine Draufsicht auf den Verteiler kopf, Fig. 5 eine schematische Draufsicht zur Veranschaulichung der Anordnung der Schmiereinrichtung gegenüber der Giessform, Fig. 6 eine Draufsicht auf eine den Öl..
Behälter der Schmiereinrichtung tragenden Schiene und Fig. 7 eine Ansicht eines zur Bestimmung der Lage des Ölbehälters gegenüber einem Verteilerkopf verwendbaren Montagegerätes.
Nach Zeichnung ist ein, vorzugsweise aus Kupfer als gutem Wärmeleiter bestehender zylindrischer Ölbehälter 1 mittelst einer Schiene 2 und einer Wärmeschutzplatte 3 als Zwischenlage auf der Brücke 4 der Einzel letterngiessmaschine befestigt. Der Ölbehäl ter ist darin mit einem Dreikant 5 eingepasst, um dadurch die Lage des Ölbehälters gegen Verdrehung zu sichern. Im aufgeschraubten Deckel 6 des Behälters ist ein durch ein Nadelventil 7 regelbarer Belüftungskanal 8 vorgesehen und am zylindrischen Teil eine Flüssigkeitsstandröhre 9.
Am zylindrischen Teil sitzen auch- zwei Rohrschellen 10 fest, welche zwei in das geschmolzene Metall der Maschine eintauchende, gut wärmeleitende Metallstangen 11, vorzugsweise aus Alumi nium, festhalten. Im Boden 12 des Behälter sind drei enge Austrittskanäle 13 gebohrt, in welche unten seliief abgeschnittene Tropf rölirchen 1-1 eingesteckt sind, deren Dureh- flussmenge durch drei Nadelventile 15 genau geregelt werden kann.
Um diese Durchfluss- inenge auf ein bestimmtes Mass bringen zu können, tragen die Handscheiben 16 dieser Ventile an ihrem Umfang durch eine Skala bezeichnete Kerben 17, in welche ein federn der Stella.rin 18 einfallen kann. Ausserdem weist die Handscheibe ein Vierhautloch 19 zum Einsetzen eines Schlüssels auf. Die Tropfröhrchen l-1 ragen unten aus der Schiene 2 heraus und ebenso auch das Drei kant 5, welches mittelst eines runden Splin tes 5' im Boden des Ölbehälters festgepresst ist.
Unter der Schiene 2 ist ein zylindrischer Verteilerkopf 22 angeordnet. In diesem Kopf sind unter den Tropfröhrchen drei exzen trisch gegenüber diesen Röhrchen versetzte. Durchgangskanäle 23 mit trichterförmigen Auffangöffnungen vorgesehen, und ist es von Wichtigkeit, dass diese Auffangöffnun gen so unter den Tropfröhrchen 14 liegen, dass die abfallenden Öltropfen nicht in die Öffnungen 23 direkt, sondern auf die koni schen Seitenflächen der Auffangtrichter fallen.
Um sich diese Lage der Trichter auch nach wiederholtem Wegnehmen und Wieder einstecken des Ölbehälters zu sichern, bedient man sich bei der Montage der Schiene 2 vor teilhaft eines Gerätes nach Fig. 7. Dieses Gerät, ein Zapfen 20, wird mit einem zen trischen Stift 20' in ein zentrisches Loch 21 des Verteilerkopfes gesteckt, darnach die Schiene über einen exzentrischen Stift 20" dieses Zapfens gesteckt, so dass die Dreieck sehen des Dreieckloches der Schiene die Zy linderflächen des Zapfens berühren und dann werden die Löcher 2' (Fig: 6) für die Be festigungsschrauben auf der Brücke 4 ange zeichnet.
Dadurch ist die Lage der Schiene 2 gegenüber der Giessform ein für alle Mal festgelegt und werden auch die Tropfröhr chen stets so gegenüber den Auffangtrich tern zu liegen kommen, dass die Tropfen nur die konischen Oberflächen treffen können. Die Exzentrizität des Stiftes 20" zum Stift 20' beträgt ungefähr drei Millimeter und richtet sich nach dem Durchmesser der Durchtrittskanäle 28.
In die schlank konisch ausgedrehten Aus trittsöffnungen dieser Durchtrittskanäle 23 sind als Zuleitungen zu der Einzellettern giessform 24 mehrfach gebogene Röhrchen 25 eingesteckt. Die Verbindung zwischen Giess form und diesen Röhrchen ist ebenfalls durch konische Passflächen bewirkt; ebenso sind die Röhrchen im Verteilerkopf schlank ko nisch eingeschliffen. Dadurch wird ein stets sicherer Anschluss erzielt im Vergleich zu Gewindeverbindungen, welche bei dem öfters nötig werdenden Wegnehmen der Röhrchen bald durch Abnutzung locker und .undicht würden.
Durch die Abbiegungen der Röhr chen 25 wird stets eine kleine Ortsverände rung des Kopfes 22 gegenüber den Abtropf- röhrchen 13 möglich gemacht. Zum Festhal ten des Verteilerkopfes an der Giessform und der Röhrchen 25 in ihren Lagen dient eine mit federnden Armen 26 versehene, auf dem Verteiler festgeklemmte Rohrschelle 27. Mit telst dieser Arme 26 werden die Röhrchen federnd und doch leicht lösbar in ihren La gern gehalten.
Dank der Vorwärmung durch die. Stäbe 11 wird die Dünnflüssigkeit des Öls ganz unabhängig von der äussern Lufttemperatur aufrechterhalten. Dadurch wird nicht nur ein sicherer und gleichmässiger Durchfluss des Öls erzielt, sondern auch eine feine Einstel lung der Nadelventile 15 möglich und eine rasche, gesicherte Ausbreitung der auf die Trichterflächen der Kanäle 23 auffallenden Tropfen. Dadurch ziehen sich die einzelnen Tropfen rasch in die Länge und verbinden sich mit Sicherheit zu einem zusammenhän genden Ölfaden, wodurch eine ununterbro chene Schmierung bewirkt wird.
Ein zu gro sser oder zu geringer Ölzufluss ist durch rieh- tige Einstellung der Ventile 15 leicht zu ver meiden.
Durch die erwähnte Einstellung des ÖI- behälterträgers gegenüber dein Verteilerkopf mittelst des Hilfsgerätes 20 nach Fig. 7 wird die Schmierung der Form zu einer indirekten gestaltet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: flegelbare Schmiereinrichtung an Einzel letterngiessmaschinen, gekennzeichnet durch einen durch Wärmeleiter init dem Metallball verbundenen, als Vorwärmer dienenden<B>Öl-</B> behälter, dessen tropfenweise Ölabgabe an die Einzelletterngiessform mittelst anhand von Skalen einstellbarer Nadelventile regelbar ist.wobei die Abtropfstellen so angeordnet sind, dass die Tropfen auf die konischen Wandun gen von trichterförmigen, in einem Verteiler kopf vorgesehenen Eintrittsöffnungen von a3i die Giessform angeschlossenen Rohrleitungen !.'allen, damit sie sich zu zusammenhängenden dünnen Ölfäden zusammensetzen, -\vodurch eine gleichmässige und ununterbrochene Schmierung der Arbeitsflächen der C,'-iessforni und damit ein gleichmässiges Format, sau bere Buchstabenbilder und nicht zusammen klebende Zeilen gesichert sind. UNTERANSPRüCHE 1.. Schmiereinrichtung nach Patentanspruch.dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme leiter aus Metallstäben bestehen. welche durch Rohrschellen mit dem Vor -ärmer verbunden sind. ?. Schmiereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Siehe - rung der gegenseitigen Lage von Vorwär- iner und Verteilerkopf der erstere durch ein Verbindungsglied mit der Maschine verbunden ist,um das Auffallen der Öl- tropfen auf die konischen Wandungen der trichterförmigen Eintrittsöffnung des Ver teilerkopfes und nicht direkt in die Lei tungsöffnungen zu bewirken. 3. Schmiereinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass, um die Betriebsgefährdung der Schmiereinrich tung durch in den Ölkanal eindringenden, von der Kühlluft des Matrizenrahmens mitgerissenen Schmutz und Metallstaub zu vermeiden, der Verteilerkopf höher als der Matrizenrahmen angeordnet ist,und das Verbindungsglied zwischen Vorwär- mer und Maschine eine mit der hochgele genen Brücke der Maschine verschraubte, den Vorwärmer tragende Schiene ist, so dass beim Einstecken des Vorwärmers in diese Schiene die richtige Betriebslage ohne weitere Einstellung hergestellt ist.Schmiereinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Giessform angeschlossenen Rohrleitungen mittelst konischer Passflächen an den Ver teilerkopf und an die Giessform anschlie ssen und von am Verteilerkopf festsitzen den Armen in Lage gehalten werden und so abgebogen sind, dass eine kleine Orts- veränderung des Kopfes möglich bleibt, ohne den dichten Absehluss zu gefährden. 5.Schmiereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorwär- mer aus einem guten Wärmeleiter besteht und mit Flüssigkeitsstandanzeiger und re gelbarer Entlüftung ausgestattet ist. 6.Schmiereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbin dungsleitungen zwischen Verteilerkopf und Giessform mit dem Verteilerkopf nielit verschraubt, sondern in diesen mittelst konischer Passflächen eingesteckt und so weit gewählt sind, dass vom Matrizen rahmen durch die Giessform eindringende Kühlluft den Schmierölfaden nicht stauen oder den Zufluss durch mitgerissenen Blei staub und Schmutz verstopfen kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE149107X | 1929-10-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH149107A true CH149107A (de) | 1931-08-31 |
Family
ID=5673145
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH149107D CH149107A (de) | 1929-10-07 | 1930-09-26 | Regelbare Schmiereinrichtung an Einzelletterngiessmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH149107A (de) |
-
1930
- 1930-09-26 CH CH149107D patent/CH149107A/de unknown
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