CH149711A - Verfahren zur Darstellung einer sauerstoffhaltigen, polycyklischen Verbindung. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung einer sauerstoffhaltigen, polycyklischen Verbindung.Info
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Verfahren zur Darstellung einer sauerstoffhaltigen, polycyklischen Verbindung. Es wurde gefunden, dass Diketone de.s Naphtalins, die benachbart zu jeder der Car- bonylgruppen ein Halogenatom und ein Wasserstoffatom in verschiedenen Kernen enthalten, sowie ihre Homologen und Substi- tutionsprodukte sich beim Erwärmen mit schwach alkalisch wirkenden, säurebinden den Mitteln unter doppeltem Ringschluss zu Chinonen kondensieren, lassen.
Die Reaktion kann in Gegenwart oder Abwesenheit kata lytisch wirkender Zusätze ausgeführt wer den, wobei die Ketone in gelöster oder ge schmolzener Form oder auch in der Gasphase angewendet werden können. Als säurebin dende Mittel kommen beispielsweise in Frage: Kaliumacetat, Natriumkarbonat, Na- triumcyanid, Phtalimidkalium oder derglei chen. Die Umsetzung wird zweckmässig bei Temperaturen zwischen 270 und 400' C durchgeführt.
Man erhält beispielsweise durch Erhitzen von 1-. 5-(o. o'-Dichlordiben- zoyl)-naphtalin mit säurebindenden Mitteln (las 3. 4. 8. 9-Dibenzpyrenchinon-5. 10:
EMI0001.0020
Diese Reaktion war überraschend, den:i es musste damit gerechnet werden, dass ein;, o-Chlorbenzoylgruppe abgespaltet würde, da bei alkalischen Mitteln immer eine Hydro lyse zu erwarten ist. Auch ein Ersatz des Halogens durch die Hydroxylgruppe war zu erwarten.
Das neue Verfahren bedeutet einen tech nischen Fortschritt, da man nunmehr die äusserst wertvollen Farbstoffe der Pyrei4- chinonreihe ohne Anwendung von Alumi- niumhalogeniden erhalten kann.
Gegenstand dieses Patentes ist ein Ver fahren zur Darstellung einer sauerstoffhal tigen, polycyklischen Verbindung, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man 1. 5- (o. o'-Dihal(>gendibenzoy 1)-naphtalin in Ge genwart eines schwach alkalisch wirkenden, säurebindenden Mittels auf höhere Tempera tur erhitzt.
<I>Beispiele:</I> 1. 100 Gewichtsteile 1 . 5-(o. ö -Dichlor- dibenzoyl)-naphtalin werden mit 50 Ge wichtsteilen Kaliumacetat unter Rühren er hitzt. Das Gemisch schmilzt zu einer homo genen Masse zusammen und bei über 800 C setzt eine - heftige Reaktion ein, wobei die Temperatur ohne weitere Wärmezufuhr un ter lebhaftem Sieden stark ansteigt. Durch Extraktion des Reaktionsgemisches mit Benzol oder durch Ausküpen erhält maii 3.4.8.9-Dibenzpyrenchinon-5.10, welches sich in konzentrierter Schwefelsäure mit blauvioletter Farbe löst.
2. 100 Gewichtsteile 1 . 5-(o. o'-Dibrom- dibenzoyl)-naphtalin werden mit 40 Ge. wichtsteilen Kaliumacetat unter Rühren er hitzt. Bei über 800 C setzt eine heftige Reaktion ein unter Schäumen und Sublimie ren eines orangebraunen Produktes. Die Aufarbeitung zum Dibenzpyrenchinon er folgt wie im Beispiel 1.
B. 100 Gewichtsteile 1 . 5-(o . o'-Diehlor- dibenzoyl)-naphtalin werden mit 25 bis 30 Gewichtsteilen Natriumcyanid innig ge- mischt und unter Rühren auf etwa 800 C erhitzt. Es setzt plötzlich eine heftige Re aktion ein unter stärkstem Sublimieren des Dibenzpyrenchinons in orangebraunen Dämp fen, die in einer Vorlage gesammelt werden.
4. 100 Gewichtsteile 1. 5-(o. o'-Dichlor- dibenzoyl)-naphtalin werden mit 25 bis 30 Gewichtsteilen wasserfreier Soda innig ge mischt und bei etwa 850 C erhitzt. Unter starkem Sublimieren des Dibenzpyrenchinons setzt die Reaktion ein; so dass das Sublimat zweckmässig wie bei Beispiel 3 aufgefangen wird.
5. In 400 Gewichtsteilen geschmolzenem Kaliumacetat werden 40 Gewichtsteile 1 . 5- (o. o'-Dichlordibenzoyl)-naphtalin gelöst. Bei einer Temperatur von über 800 C setzt die Farbstoffbildung ein, was an der Färbung einer Probe in konzentrierter Schwefelsäure zu erkennen ist. Nach einiger Zeit hat sich das Reaktionsprodukt über dem geschmol zenen Kaliumacetat abgeschieden. Die Auf arbeitung der Schmelze erfolgt wie in Bei spiel 1 angegeben.
6. In 100 Gewichtsteile geschmolzenen 1 . 5-(o. o'-Dibromdibenzoyl)-naphtalin wer den<B>75</B> Gewichtsteile Phtalimidkalium ein getragen und das Gemisch so lange auf über 300 C erhitzt, bis die Farbstoffbildung be endet ist. Nach dem Erkalten wird mit Was ser ausgekocht. Die Aufarbeitung erfolgt wie üblich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer sauer stoffhaltigen, polycyklischen Verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man 1. 5-(o. o'- Dihalogendibenzoy1)-naphtalin in Gegenwart eines schwach alkalisch wirkenden, säure bindenden Mittels auf höhere Temperatur erhitzt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Kaliumacetat als schwach alkalisch wirkendes, säurebinden des Mittel verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei einer Temperatur von 800 C vor nimmt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE149711X | 1929-08-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH149711A true CH149711A (de) | 1931-09-30 |
Family
ID=5673495
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH149711D CH149711A (de) | 1929-08-08 | 1930-07-28 | Verfahren zur Darstellung einer sauerstoffhaltigen, polycyklischen Verbindung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH149711A (de) |
-
1930
- 1930-07-28 CH CH149711D patent/CH149711A/de unknown
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