CH151028A - Einrichtung zur Verhinderung des Ansprechens des Schnellschlussventils einer Dampfturbine bei plötzlicher Entlastung. - Google Patents

Einrichtung zur Verhinderung des Ansprechens des Schnellschlussventils einer Dampfturbine bei plötzlicher Entlastung.

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CH151028A
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CH
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turbine
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D21/00Shutting-down of machines or engines, e.g. in emergency; Regulating, controlling, or safety means not otherwise provided for
    • F01D21/02Shutting-down responsive to overspeed

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description


  Einrichtung zur     Verhinderung    des     Anspreehens    des     Schnellschlussventils    einer  Dampfturbine bei plötzlicher Entlastung.    Dampfturbinen rüstet man bekanntlich  mit einem     Schnellschlussventil    aus, das die  Dampfzufuhr zur     Maschine    absperrt, wenn  die Drehzahl einen bestimmten, vorher     ein-          sestellten        Höchstwert    erreicht hat.

   Die Mög  lichkeit, dass das     Schnellschlussventil    an  spricht, besteht nicht nur dann,     wenn    tat  sächlich die Gefahr eines     Durchgehens    der  Turbine auftritt, sondern auch dann, wenn  die Maschine plötzlich entlastet wird, wobei  sie auf Leerlauf     heruntergehen    muss. Denn  jede Regelung arbeitet nicht augenblicklich,  sondern mit Verzögerung gegenüber der Än  derung des Zustandswertes, von .dem der Re  gelimpuls ausgeht.

   Auch der     Fliehkraftreg-          ler    einer Maschine wird infolgedessen bei  plötzlicher Entlastung nicht sofort die Treib  mittelzufuhr zur Maschine auf einen Wert  einstellen, der einen unzulässig hohen Dreh  zahlanstieg unmöglich macht, sondern die  Drehzahl der Maschine steigt zunächst  augenblicklich auf einen hohen Wert an und    wird dann erst durch den Regelvorgang auf  den gewünschten Wert zurückgeführt.  



  Das Ansprechen des     Schnellschlussventils     im Falle plötzlicher Entlastung ist dabei  eine     unerwünschte    Erscheinung, da das er  neute Anfahren der Maschine eine Reihe von  Vorgängen     erfordert,    die Zeit beanspruchen.  



  Die Erfindung will verhindern, dass bei  plötzlicher     Entlastung    einer     Turbine    deren       Schnellschluss    anspricht. Sie besteht darin,  dass ein Punkt des     Reglergestänges    zwischen  Regler und Ventilsteuerung unter den Ein  fluss der Belastung des Stromerzeugers ge  stellt ist, derart, dass bei plötzlicher Ent  lastung des Stromerzeugers die Regelung der       Turbine    unabhängig von der Stellung des       Fliehkraftreglers    augenblicklich auf     Schlie          ssen    beeinflusst wird, so dass der der Ent  lastung .

   folgende, kurzzeitige Drehzahl  anstieg der Turbine nicht die     Schnellschluss-          grenze    erreicht.      Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung  ist in der Abbildung schematisch dargestellt.  



  Der     Fliehkraftregler    1 verstellt in be  kannter Weise über eine Hilfssteuerung 2  und den Kraftkolben 3 das     Einlassv        entil        1-          einer        Dampfturbine.    5 ist die bekannte Ein  richtung zur Drehzahlverstellung von Hand  und elektrisch. Der Punkt 6 des Regler  gestänges ist bei normalen Ausführungen als  fest zu denken. Schlägt der Regler     1@weiter     aus, so wird, da der Punkt 7 zunächst als  fest zu denken ist, der Steuerkolben 2 ange  hoben und dem durch die Leitung 8 zuströ  menden Drucköl der Weg zur Leitung 9 und  zu dem Raum 10 oberhalb des Kolbens 3  freigegeben, so dass das Ventil 4 weiter ge  schlossen wird.

   Bei der Schliessbewegung  des Ventils 4 wird, da der Punkt 11 jetzt als  fest zu denken ist, der Steuerkolben 2 durch  das     Rückführgestänge    12 wieder in seine  Decklage gegenüber der Hülse 13 zurück  geführt.  



  Die eben     beschriebene    Einrichtung würde  im Falle einer plötzlichen Entlastung nicht.  ausreichen, um ein Ansprechen des Schnell  schlussventils, das nicht dargestellt ist, zu  verhindern. Man, erreicht diese Verhinderung  auch nicht, wenn man gemäss einem älteren  Vorschlag bei plötzlicher Entlastung auf die  Drehzahlverstellung     einwirkt.    Denn dieser  Eingriff verläuft nicht schnell genug, um  einen unzulässigen Drehzahlanstieg zu ver  hindern. Die Anordnung gemäss der Erfin  dung ermöglicht es jedoch. Der Punkt 6 ist  nämlich nicht fest im Raum, sondern an  einer Spindel 14 befestigt, die einerseits zum  Beispiel unter der Wirkung einer     Zugfeder     15, anderseits unter der Wirkung eines der  Feder 15 entgegenwirkenden Hubmagnetes  16 steht.

   Der Erregerstrom des Hubmagnetes  7.6 wird vom Stromkreis des Stromerzeuger:  abgenommen. Tritt jetzt eine plötzliche Ent  lastung der Turbine ein, zum Beispiel da  durch,     dass    das Netz auf das der Stromerzeu  ger arbeitet, ausfällt, so lässt der Hubmagnet  16 los und die Feder 15 zieht die Spindel 14  plötzlich nach oben und hebt dadurch gleich  zeitig, da in diesem Augenblick die Muffe 17    noch als ruhend zu denken ist, den Steuer  kolben 2 an.

   Es wird also unabhängig von  der Stellung des     Fliehkraftreglers    1 sofort  das Ventil 4 in eine so weitgehende Schliess  stellung gebracht,     .dass    der nicht vermeidbare       Drelizahla.nstieg    nicht die     Schnellschluss-          grenze    erreicht. Voraussetzung hierbei ist  natürlich, dass für die Bereitstellung ge  nügender     Ölmengen    für den Steuervorgang  gesorgt ist (zum Beispiel     Ölspeicher    oder  grosse     Ölpumpe).     



  Die dargestellte Ausführungsform mit  Feder und Hubmagnet ist selbstverständlich  nur als Beispiel zu werten, ohne dass die Er  findung hierauf beschränkt wäre.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Verhinderung des An- sprechens des Schnellschlussventils einer Dampfturbine bei plötzlicher Entlastung ihres Stromerzeugers, dadurch gekennzeich net, dass ein Punkt des Reglergestänges zwi schen Regler und Ventilsteuerung unter den Einfluss der Belastung des Stromerzeugers ist, derart, dass bei plötzlicher Entlastung des Stromerzeugers die Regelung der Turbine unabhängig von der Stellung des Flie@kraft- reglers augenblicklich auf Schliessen beein flusst wird,
    so dass der der Entlastung fol gende kurzzeitige Drehzahlanstieg der Tur bine die Schnellsehlussgrenze nicht erreicht. UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an einem Punkt des Reglergestänges ein Hubmagnet angreift, dessen Kraft von der Stromerzeugerbelastung abhängt, und der den .Punkt so lange fest hält, bis eine plötzliche Entlastung des Stromerzeugers eintritt, worauf dieser Punkt durch eine Kraft in eine Stellung gebracht wird, die der Stellung des Reglergestänges für eine stark verringerte Drehzahl der Tur bine entspricht.
CH151028D 1929-08-27 1930-08-04 Einrichtung zur Verhinderung des Ansprechens des Schnellschlussventils einer Dampfturbine bei plötzlicher Entlastung. CH151028A (de)

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