CH155460A - Verfahren zur Darstellung eines Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe.

Info

Publication number
CH155460A
CH155460A CH155460DA CH155460A CH 155460 A CH155460 A CH 155460A CH 155460D A CH155460D A CH 155460DA CH 155460 A CH155460 A CH 155460A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
preparation
condensation product
anthraquinone series
weight
parts
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH155460A publication Critical patent/CH155460A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung eines Kondensationsproduktes der     Anthrachinonreihe.       Es wurde gefunden, dass man zu neuen       Phenolsubstitutionsprodukten    des     Chinizarins     gelangt, wenn man auf     2-Halogenchinizarvi     aromatische     Phenole    oder     Substitutions-          produkte    derselben zweckmässig in Form  ihrer     Alkalisalze        bezw    in Gegenwart alka  lisch wirkender Mittel bei erhöhter Tempera  tur einwirken lässt. Bisweilen wird die Um  setzung durch Zusatz von Kontaktsubstanzen,  wie Kupfer oder dessen Salze begünstigt.

   Die  auf diese Weise entstehenden     2-Phenoxy-          chiriizarine    sind rotbraune Körper, die sich  in konzentrierter Schwefelsäure blaustichig  rot bis violett, in verdünnten Alkalien blau  lösen und aus organischen Lösungsmitteln,  wie Eisessig,     Amylalkohol,        Dichlorbenzol     usw. umkristallisiert werden     können.     



  Die Art der     Sulfierung    hängt von der  Natur des jeweiligen     Phenolderivates    ab.  Während beispielsweise das nicht substi  tuierte     2-Phenoxychinizarin    bereits in Mono  hydrat bei Zimmertemperatur     sulfiert        wird,       muss bei dem     p-Kresol-        bezw.        p-Chlorphenol-          derivat    zirka 5--20 %     iges        Oleurn    und eine  Temperatur von ungefähr<B>30-70'</B> C an  gewandt werden.

   Die aus     p-Oxybenzoesärire-          methylester    erhaltene Verbindung erfordert  sogar bei Verwendung von     30%Igem        Oleum     eine Temperatur von     140-150",    wobei die       Sulfogruppe    wahrscheinlich in den     Antlira-          chinonkern    eintritt. In andern Fällen wie  derum hat sich eine Mischung aus Mono  hydrat und     Chlorsulfonsäure    als sehr brauch  bar erwiesen.

   Die fast durchweg gut kristal  lisierenden     Natriumsalze    lösen sich in Was  ser mit oranger bis gelbbrauner     Farbe.    Sie  sind fernerhin dadurch ausgezeichnet, dass sie  bei der Behandlung von mit zur Lackbildung  geeigneten Metallverbindungen bisher un  bekannte klare rote Lackfarbstoffe von sehr  guten Echtheitseigenschaften     liefern.    In Be  tracht kommen Verbindungen von Metallen,  wie Beryllium, Aluminium, Kupfer usw., ins  besondere deren     Hydroxyde,    Karbonate und      dergleichen.

   Die     Verlackung    selbst wird  nach an sich bekannten Methoden vorgenom  men, so zum Beispiel durch Auflösung der       Phenoxychinizarinsulfosäure    in Wasser und  Ausfällung des Lackes durch Zusatz eines       Metallhydroxyds,    wie     Tonerdehydrat,    oder  man kann die zu     verlackende        Sulfosäure    in  Gegenwart von Aluminiumsulfat in Wasser  auflösen und den Lack mit Soda ausfällen.  Nachkurzem. Aufkochen wird abgesaugt, ge  waschen und getrocknet.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Darstellung eines Konden  sationsproduktes der     Anthrachinonreihe,    da  durch gekennzeichnet, dass man ein     2-Halo-          genchinizarin    mit Phenol umsetzt und das so  erhältliche     2-Phenoxychinizarin    mit einem       sulfierenden        Mittel    bis zur Aufnahme von       2-SulfogTuppen    behandelt.  



  Die so erhaltene     2-Phenoxychinizarin-          disulfosäure    soll insbesondere für die Her  stellung von Farblacken Verwendung finden.  <I>Beispiel:</I>  15 Gewichtsteile 2 -     Bromchinizarin,    7,5  Gewichtsteile     Natriumphenolat    und 0,4 Ge  wichtsteile Kupferacetat     werden    in 150 Ge  wichtsteilen Phenol unter Rühren zum Sie  den erhitzt. Die anfänglich violett gefärbte  dicke Schmelze wird allmählich orangefarben  und dünnflüssig. Sobald unverändertes Aus  gangsmaterial nicht mehr nachzuweisen ist,  wird abgekühlt und bei<B>70'</B> C mit 300 Ge  wichtsteilen Methanol verdünnt.

   Das in  schönen orangeroten     Nädelehen    ausgefal  lene     2-Phenoxychinizarin        wird    bei Raum  temperatur abgesaugt, ausgewaschen und ge  trocknet. Es kristallisiert aus Eisessig oder       p-Chlortoluol    in prachtvollen orangeroten  Nadeln, die bei 209-211   schmelzen.

      10 Gewichtsteile des so erhaltenen 2  Phenoxychinizarins, sowie 4 Gewichtsteile  kristallisierte Borsäure werden in 80 Ge  wichtsteilen 20%igem     Oleum    bis zur voll  ständigen Lösung auf<B>80'</B> erwärmt; alsdann  setzt man 80 Gewichtsteile     .10        %o        iges        Oleum     nach unter gleichzeitiger Steigerung der  Temperatur auf     135-140'.    Die     Sulfierung     wird unterbrochen, wenn sich die sehr leicht  lösliche     Disulfosäure    gebildet hat und     eine     aufgearbeitete Probe sich in Schwefelsäure       gelbstichig    rot auflöst.  



  Die fertige Schmelze giesst man auf Eis  wasser, setzt etwas     Bilsulfit    hinzu und salzt  mit Chlorkalium aus; beim Anwärmen auf  <B>60-70'</B> nimmt das     Kaliumsalz    kristalline  Struktur an. Nach dem     Erkalten    werden die  Kristalle     abgenutscht    und nach mehrmaligem  Waschen mit     Chlorkaliumlösung    getrocknet.  



  Das reine     Kaliumsalz    enthält 10,8  Schwefel, berechnet für die     Disulfosäure          11,3%        S.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Konden sationsproduktes der Anthrachinonreihe, da durch gekennzeichnet, dass man 2-Halogen- chinizarin mit Phenol umsetzt und das er hältliche 2-Phenoloxychinizarin mit einem sulfierenden Mittel bis zur Aufnahme von 2 Sulfogruppen behandelt.
    Die so erhaltene 2- Phenoxychinizarin- disulfosäure löst sich in Schwefelsäure gelb stichig rot und bildet ein gut kristallisiertes, in Wasser leicht lösliches Kaliumsalz. Sie soll insbesondere für die Herstellung von Farblacken Verwendung finden.
CH155460D 1930-06-04 1931-06-03 Verfahren zur Darstellung eines Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe. CH155460A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE155460X 1930-06-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH155460A true CH155460A (de) 1932-06-30

Family

ID=5677029

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH155460D CH155460A (de) 1930-06-04 1931-06-03 Verfahren zur Darstellung eines Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH155460A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH155460A (de) Verfahren zur Darstellung eines Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe.
US1652584A (en) Hydroxyl-aryl-p-diamino-anthrarufin compounds and process of making same
DE541714C (de) Verfahren zur Darstellung neuer Kondensationsprodukte und Lackfarbstoffe der Anthrachinonreihe
DE821384C (de) Verfahren zur Herstellung von lebhaften violetten Walkfarbstoffen der Anthrachinonreihe
DE946171C (de) Verfahren zur Herstellung von Walkfarbstoffen der Anthrachinonreihe
DE734975C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe
DE677860C (de) Verfahren zur Herstellung von Chromierungsfarbstoffen der Anthrachinonreihe
US1086123A (en) Anthracene dyes and process of making same.
DE551182C (de) Verfahren zur Darstellung von Aminohalogenanthrachinonsulfosaeuren
DE647014C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Leukoverbindungen
CH274524A (de) Verfahren zur Darstellung eines lebhaften violetten Walkfarbstoffes der Anthrachinonreihe.
DE807210C (de) Saure Farbstoffe der Anthrachinonreihe
SU7470A1 (ru) Способ получени синих красителей антрахинонового р да
AT61471B (de) Verfahren zur Darstellung β-phenoxylierter Wollfarbstoffe.
DE583871C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten der Anthrachinonreihe
US1779279A (en) Manufacture of acid dyestuffs of the phenonaphthosafranine series
US1498913A (en) Vat dyes of the thioindigo series and process of making same
DE836828C (de) Verfahren zur Herstellung von lebhaften sauren Farbstoffen der Anthrachinonreihe
US1004107A (en) Violet wool-dye.
US688966A (en) Blue acid dye.
AT156581B (de) Verfahren zur Darstellung von substituierten Anthrachinonen und den entsprechenden Aroylbenzoesäuren.
DE409689C (de) Verfahren zur Darstellung von Dibenzanthronen
DE666408C (de) Verfahren zur Herstellung von Chromierungsfarbstoffen der Anthrachinonreihe
US2278961A (en) Triarylmethane dyestuffs and process of preparing them
CH168624A (de) Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Farbstoffes.