CH156110A - Verfahren zur Darstellung eines Harzsäureesters. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Harzsäureesters.

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CH156110A
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins
    • C09F1/04Chemical modification, e.g. esterification

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Description


  Verfahren zur Darstellung eines     Harzsäureesters.       Die bekannten, aus     Abietinsäure    und Al  koholen erhältlichen Harzester haben eine  weitgehende Verwendung in der Lack- und  Kunststoffindustrie gefunden, besitzen aber  eine Reihe von Nachteilen, die gerade in die  sen Industrien unangenehm empfunden wer  den. Insbesondere ist hier die geringe Licht  echtheit und die grosse Empfindlichkeit die  ser Harzester gegen Temperatursteigerungen  zu nennen.  



  Es wurde nun gefunden, dass man einen  von diesen Nachteilen völlig freien Harz  säureester erhält, wenn man     Abietinsäure,     ein     Hydrierungsmittel    und Methylalkohol  aufeinander einwirken lässt. Das hierbei er  hältliche Produkt stellt ein farbloses 01 von  sehr grosser Lichtbeständigkeit dar, aus dem  bei längerem Stehen der     Methylester    der hy  drierten     Abietinsäure    in sehr reiner Form  auskristallisiert. Der Ester kann insbeson  dere zur Herstellung von Lacken, Polituren,       Anstrichfarben,    Klebstoffen     etc.    Verwendung    finden, ferner als Zusatz zu Hartharzen, wie  Kondensationsprodukten aus     Phenolen    oder  Harnstoff mit Aldehyden.

   Der Ester ist. in  den     meisten    Lösungsmitteln leicht löslich.  Vermöge seiner Löslichkeit in Kohlenwasser  stoffen eignet er sich als Zusatzmittel zu na  türlichen und künstlichen Kautschukarten.  Wertvoll ist, dass sich der Ester mit fast  allen     Zellulosederivaten    leicht homogen ver  arbeiten lässt.  



  Bei der Ausführung des Verfahrens kann  man zunächst die     Abietinsäure    mit dem     Hy-          drierungsmittel    zur Umsetzung bringen. Man       kann    aber auch das     Hydrierungsmittel,        rlie          Abietinsäure    und den Methylalkohol vorteil  haft unter Zusatz von Kondensationsmitteln  gleichzeitig aufeinander einwirken lassen.  Endlich kann man auch den durch Einwir  kung von     112ethylalkohol    auf     Abietinsäure    er  haltenen Ester der Hydrierung unterwerfen.  Die Hydrierung kann auf katalytischem  oder anderem Wege erfolgen.

        <I>Beispiel:</I>  400 Teile     Abietinsäure    werden in 900  \feilen Methylalkohol gelöst. Die Lösung  wird mit 25 Teilen     eines        chromhaltigen        Nik-          kelkontaktes    versetzt und in ein Druckgefäss  gegeben. Nach     Aufpressen    von Wasserstoff  bis zu einem Druck von 75     at    wird so lange  auf 100   C erhitzt, bis keine weitere Druck  abnahme mehr     stattfindet,    was nach Auf  nahme von zirka 1     Mol.    Wasserstoff pro  1     Mol        Abietinsäure    der Fall ist.  



  Die erkaltete     methylalkoholische    Lösung  der hydrierten     Abietinsäure    wird nunmehr  vom Katalysator     abfiltriert,    mit 20 Teilen  kristallisierter Borsäure versetzt und mehrere  Stunden lang bei 230 bis 240   C im Druck  gefäss erhitzt. Nach Beendigung der Reak  tion lässt man erkalten und destilliert den  Methylalkohol ab.

   Der Rückstand wird bei  hohem Vakuum destilliert, wobei, bei 4 min  Druck von 200 bis 205  C übergehend, der       Methylester    der hydrierten     Abietinsäure    ein  dickflüssiges farbloses 01 von sehr grosser  Lichtbeständigkeit erhalten wird; bei län  gerem     Stehen    kristallisiert sehr reiner     Me-          thylester    aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Harz- säureesters, dadurch gekennzeichnet, dass man Abietinsäure, ein Hydrierungsmittel und Me thylalkohol aufeinander einwirken lässt. Das Produkt stellt ein farbloses, sehr lichtbeständiges 01 dar, aus dem bei län gerem Stehen der Methylester der hydrierten Abietinsäure auskristallisiert. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Abie- tinsäure zunächst hydriert und dann das Hydrierungsprodukt verestert. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Ilydrie- rungsmittel Abietinsäure und Methylalko hol gleichzeitig aufeinander einwirken lässt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Abie- tinsäure zunächst verestert und dann den Ester hydriert.
CH156110D 1931-05-20 1931-05-20 Verfahren zur Darstellung eines Harzsäureesters. CH156110A (de)

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