CH156433A - Verfahren zur Darstellung des y-Laktons der a-(Dekahydro-1-oxynaphtyl-2)-propionsäure. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung des y-Laktons der a-(Dekahydro-1-oxynaphtyl-2)-propionsäure.

Info

Publication number
CH156433A
CH156433A CH156433DA CH156433A CH 156433 A CH156433 A CH 156433A CH 156433D A CH156433D A CH 156433DA CH 156433 A CH156433 A CH 156433A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
lactone
decahydro
oxynaphthyl
propionic acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
A-G C H Boehringer Sohn
Original Assignee
C H Boehringer Sohn A G
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by C H Boehringer Sohn A G filed Critical C H Boehringer Sohn A G
Publication of CH156433A publication Critical patent/CH156433A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung des     r-Laktons    der     a-[Dekahydro-l-oaynaphtj-1-2]-          propionsäure.       Bekanntlich besitzen viele in der Natur  vorkommende, physiologisch wirksame Sub  stanzen, wie zum Beispiel     Santonin,    die       r-Laktongruppe.    Dieser Gruppe wird auch  die Wirkung des     Santonins    auf Darmpara  siten zugeschrieben. Auf Grund dieser Er  kenntnis hat man bereits einfach konstituierte       r-Laktone,    wie zum Beispiel     Phtalid,    auf  ihre wurmtreibende Wirkung geprüft; es  kommt ihnen jedoch keine therapeutische  Bedeutung zu.  



  Man hat auch schon Verbindungen, die  eine ähnliche Konstitution wie     Santonin    be  sitzen, dargestellt, doch wurden nach diesen  bekannten Verfahren zunächst zum Beispiel  durch Reaktion von     a-Halogenketonen    mit       Natriummalonester        r-Ketomalonsäuren    er  zeugt, welche durch Reduktion der     Karbonyl-          gruppe,    Abspaltung von Kohlensäure und       Laktonisierung    in die gewünschten Produkte  übergeführt wurden. Ein einfacher Weg zur    Herstellung     santoninähnlicher    Produkte ist       somit'bisher    nicht bekannt geworden.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  nun ein Verfahren zur Herstellung des     r-Lak-          tons    der     a-[Dekahydro-l-oxynaphtyl-2]-pro-          pionsäure    vom Kp. 145   (0,6 mm), durch  welches dieses     Lakton,    das dem     Santonin     in seiner Konstitution und seiner Wirkung  besonders nahe kommt und welches bisher  noch nicht dargestellt wurde, leicht zugäng  lich wird.  



  Es wurde nämlich gefunden, dass man  das     r-Lakton    der     a-[Dekahydro-l-ogynaphtyl-          2]-propionsänre,    welchem die Formel  
EMI0001.0027     
      zukommt, durch Behandlung von     a-[Deka-          hydro-2-oxynaphtyl-2]-propiorisäureesterr)    der  Formel  
EMI0002.0003     
    worin R     Alkyl    bedeutet, mit Mineralsäuren,  wie Schwefelsäure oder     Bromwasserstoffsäure,     in der Hitze erhalten kann.  



  Als Ausgangsmaterial dienende     ss-Oxy-          säureester,    als welche zum Beispiel der     Me-          thyl-    oder     Äthylester    der     a-[Dekahydro-2-          oxynaphtyl-2]-propionsäure    in Frage kommen,  können in an sich bekannter Weise nach  der Synthese von     Reformatsky    aus     a-Halo-          genfettsäureestern,        2-Oxodekahydronaplitaliri     und Zink erhalten werden.  



  Bei der erfindungsgemässen Überführung  der genannten     ss-Oxysäureester    in das ge  wünschte     Y-Lakton    werden die ersteren ver  mutlich zunächst durch     Wasserabspaltung    in  ungesättigte Ester verwandelt und diese  durch     Verseifung    in die     f-r-ungesättigten     Säuren übergeführt, welche durch erneute  Wasseranlagerung in die     r-Oxysäuren    um  gewandelt werden, worauf dann die     Lakton-          bildung    erfolgen kann. Möglicherweise können  die einzelnen Reaktionsstufen in anderer  Reihenfolge oder auch nebeneinander durch  laufen werden.  



  Die Konzentration der zur     Laktonisierung     verwendeten Säuren hängt zweckmässig von  der Löslichkeit- des verwendeten     ss-Oxysäure-          esters    und insbesondere von der Reaktions  temperatur ab. Bei Siedetemperatur genügt  zur völligen     Laktonisierung    eine Säure mitt  lerer     Konzentration,    z. B. eine etwa 50 bis       60        %ige        Schwefelsäure,        während        bei        Er-          hitzung    auf Temperaturen von 50-60 0  zweckmässig eine hochkonzentrierte, z. B.

    eine 80--85     %ige    Schwefelsäure verwendet  wird. In ähnlicher Weise wird auch bei Ver  wendung anderer Säuren, wie zum Beispiel       Bromwasserstoffsäure,    bei höheren Behand-         lungstemperaturen    vorteilhaft eine     geringer     konzentrierte Säure benutzt.  



  Das erfindungsgemäss erhaltene     Laktön     ist in Soda und Ammoniak unlöslich, lässt  sich durch Laugen aufspalten und liefert  dann beim vorsichtigen Ansäuern die freie       f-Oxysäure.    Aus ihr kann durch Behandlung  mit Mineralsäure in der Hitze wieder das       r-Lakton    zurückerhalten werden, wodurch  diese Verbindung als     Analogum    der schon  bekannten     r-Laktone    gekennzeichnet ist.  



  Das nach dem beschriebenen Verfahren  erhaltene     r-Lakton    kann als     Alittel    gegen  tierische Parasiten, z. B. als     Wurmmittel,     ferner als Schädlingsbekämpfungsmittel usw.  verwendet werden.  



       Beispiel:     76     gr        2-Oxodekahydronaplitalin    (0,5     Mol)     werden mit zirka 50     gr    Zinkspänen und  84     gr        a-Brompropionsäuremethylester    (0,5     Mol)     in     benzolätherischer    Lösung nach     Reformatsky     umgesetzt. Es werden 110     gr    (= 92 % d.     Th.)     an     a-(2-Oxodekahydronaphtyl-2)-propionsäure-          methylester    vom Kp. 128 0 (0,6 mm) erhalten.

    Dieser     ss-Oxysäureester    wurde in 500 cm'  70     "/oiger    Schwefelsäure unter Rühren bei  75-80 0 eingetragen und einige Zeit auf  dieser Temperatur gehalten. Nach dem Zer  setzen mit Eis wird das ausgefallene ölige       y--Lakton    in Benzol aufgenommen, der beim  Verdampfen des Benzols verbleibende Rück  stand zum Zwecke der Reinigung mit ver  dünnter Natronlauge (25     gr        NaOH    in 200     cm3     Wasser) verseift und nach Abtrennung des       Unverseiften    durch Ansäuern die     r-Oxysäure     gefällt,

   die durch     Laktonisierung    mittelst       70        %iger        Schwefelsäure        wieder        in        das        8oda-          unlösliche        r-Lakton    vom Kp. (0,6 mm) 145 0       übergeführt        wird        (Ausbeute        76        gr        =        80        %     d.     Th.).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung des r-Laktons der a-[Dekahydro-l-oxynaphtyl-92]-propion- säure vom Kp. 1450 (0,6 mm), dadurch ge kennzeichnet, dass man a-[Dekahydro-2-oxy- naphtyl-2]-propionsäureester mit Mineralsäure in der Hitze behandelt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass a-[Dekahydro-2-ogy- naphtyl-2]-propionsäuremethylester mit Mi neralsäure in der Hitze behandelt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass a-[Dekahydro-2-ogy- naphtyl-2]-propionsäureäthylester mitMine- ralsäure in der Hitze behandelt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung durch Schwefelsäure bewirkt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erhitzung auf Siedetemperatur eine Schwefelsäure mittlerer Konzentration ver wendet wird.
    5, Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ei'rhitzung auf Temperaturen vorn 50 bis 60 eine hochkonzentrierte Schwefel säure benutzt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung durch Bromwasserstoffsäure bewirkt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erhitzung auf Siedetemperatur eine Bromwasserstoffsäure mittlerer Konzen tration zur Anwendung gelangt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erhitzung auf Temperaturen von 50 bis 60 eine hochkonzentrierte Brom- wasserstoffsäure benutzt wird.
CH156433D 1930-05-17 1931-05-07 Verfahren zur Darstellung des y-Laktons der a-(Dekahydro-1-oxynaphtyl-2)-propionsäure. CH156433A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE156433X 1930-05-17
DE250630X 1930-06-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH156433A true CH156433A (de) 1932-08-15

Family

ID=25753056

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH156433D CH156433A (de) 1930-05-17 1931-05-07 Verfahren zur Darstellung des y-Laktons der a-(Dekahydro-1-oxynaphtyl-2)-propionsäure.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH156433A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2721264C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Di-n-propylessigsäure und deren nichttoxischen Alkali- und Erdalkalimetallsalzen
DE2811480C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Glyoxylsäure-hemiacetalestern aus Destillationsrückständen
CH420120A (de) Verfahren zur Herstellung von Metallsalzen der a-Hydroxy-y-methylmercaptobuttersäure
CH156433A (de) Verfahren zur Darstellung des y-Laktons der a-(Dekahydro-1-oxynaphtyl-2)-propionsäure.
DE2624177A1 (de) Verfahren zur herstellung von m-benzoylhydratropsaeure
DE2263880B2 (de) Hemisuccinate von dl-, d- oder 1-Allethrolon sowie deren Ephedrinsalze und Verfahren zur Aufspaltung von dl-Allethrolon
DE673485C (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Ascorbinsaeure
DE1951294B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxy-2-methyl-y-pyron (Maltol)
CH250806A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Oxyhydrophenanthren-Derivates.
DE575364C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen organischen Salzen, insbesondere Seifen
DE414190C (de) Verfahren zur Darstellung von Zitronensaeuretribenzylester
DE81068C (de)
AT164552B (de) Verfahren zur Herstellung von Vitamin C
AT269899B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylestern der 0,0-Dimethyldithiophosphorylessigsäure
DE945926C (de) Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Acetyl-lysin
AT204190B (de) Verfahren zur Herstellung von Vitamin-A-Estern
DE1518246C (de) Verfahren zur Herstellung von Saccharose estern von substituierten Stearinsäuren
DE969341C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeuredimethylester
DE941372C (de) Verfahren zur Herstellung von kern-mono-acylierten Phloroglucinen
AT210419B (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridincarbonsäurealkylestern
DE3423548A1 (de) Verfahren zur herstellung von succinylobernsteinsaeuredialkylestern
DE1543804C (de) Furylmethylalkohole und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE493482C (de) Verfahren zur Darstellung von p-Menthol-3
AT205016B (de) Verfahren zur Herstellung der neuen Alkalimetallsalze der 2,3-Dichlorisobuttersäure
DE2350710C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Eriodictyol (5,7,3,4'-Tetrahydroxyflavanon)