CH156440A - Verfahren zur Darstellung von Alkylhalogeniden. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Alkylhalogeniden.Info
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Description
Verfahren zur ]Darstellung -von Alkylhalogeniden. Alkylhalogenide werden durch langsames Erhitzen der entsprechenden Alkohole mit Halogenalkalien und Schwefelsäure hergestellt, wobei sieh intermediär die freie Halogen- wasserstoffsäure bildet, die dann auf die Alkohole einwirkt.
Bei der technischen Durch führung des Verfahrens bereitet die Apparatur- frage insofern Schwierigkeiten, als alle Me talle ausser Silber und den noch wertvolleren Edelmetallen durch die anwesende Halogen- wasserstoffsäure angegriffen werden, und bei der notwendigen Grösse des Reaktionsgefässes infolge der grossen Mengen von Wasser das durch die Reaktion mitgeführt wird, die Ver wendung von Silber wegen der Grösse der zu bedeckenden Fläche unwirtschaftlich ist. Ausserdem leiden alle diese Verfahren darun ter, dass neben den Alkylhalogeniden in be trächtlicher Menge Äther gebildet wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren, um mit verhältnismässig kleiner Appa ratur Alkylhalogenide zu gewinnen, welches Verfahren kontinuierlich ausgeführt werden kann.
Es wurde die Beobachtung gemacht, dass die Bildung von Halogenalkylen aus Alkoho len und wässerigen Halogenwasserstoffsäuren ausserordentlich beschleunigt wird, wenn man bei Temperaturen über<B>100 0 C</B> und solchen Drucken arbeitet, die höher sind als der Dampfdruck des niedrigst siedenden Ausgangs- Stoffes, so dass also alle Ausgangsmaterialien in flüssigem Zustand gehalten werden, da in der Gasphase praktisch keine Reaktion statt findet.
Vorteilhaft wird man den Druck bei der Darstellung der niedrig siedenden Alkyl- ohloride, wie Äthylehlorid, Propylohlorid in der Nähe der Dampfdrucke dieser Körper bei der Arbeitstemperatur halten.
Die Reaktionsgeschwindigkeit nimmt mit steigender Temperatur sehr schnell zu, so dass bei<B>1300</B> zum Beispiel die Reaktion in <B>15-20</B> Minuten beendet ist, bei<B>150 0</B> in <B>3-5</B> Minuten, bei<B>170 0</B> in zirka 2 Minuten. Trotz der hohen Temperatur ist die Bildung von Dialkyläthern sehr gering, da diese Äther soweit sie entstehen, durch Halogenwasser- stoffsäure in die Alkylhalogenide übergeführt werden. Eine Bildung von Olefinen tritt auch bei den höchsten Temperaturen nicht auf.
Dadurch, dass nur flüssige Materialien mitein ander reagieren und die Ums etzungszeiten so ausserordentlich klein sind, hat das neue Ver fahren den Vorteil auch kontinuierlich aus führbar zu sein, was ermöglicht, mit sehr kleiner Apparatur zu arbeiten, so dass die Anwendung von Edelmetallen, besonders Sil ber, wirtschaftlich wird.
Zur Umsetzung<B>-</B> wird vorteilhaft<B>1</B> Mol des Alkyls, als Alkohol, mit etwas mehr als <B>1</B> Mol wässeriger Halogenwasserstoffsäure ver mischt und in Druckgefässen auf Tempera turen über<B>100 '</B> erhitzt. Die Druckgefässe können bei geeigneter Form kontinuierlich beschickt werden, wobei ein Überströmventil auf der Austrittsseite für Aufrechterhaltung des nötigen Druckes sorgt.
<I>Beispiel<B>1:</B></I> Ein Gemiseh von<B>10 kg</B> Äthylalkohol und 24 kg technischer Salzsäure 36 % wird durch ein Rohr oder Rohrbündel oder andern zum Wärmeaustausch geeigneten Apparat, dessen Innenfläche mit Silber belegt ist, gedrückt. Das Reaktionsgemisch wird hierin auf<B>125 0</B> erhitzt. Die Strömungsgeschwindigkeit ist so zu bemessen, dass der Reaktionsraum in 25 Minuten durchflossen -wird.
Nach wenigen Minuten stellt sich ein Druck von ungefähr <B>16</B> Atmosphären ein. Am Ende des Reaktions raumes wird das Gemisch, das nunmehr aus Chloräthyl und Wasser mit einigen 'I/o Salz säure besteht, entweder gekählt, wobei sich das Chloräthyl flüssig absoheidet und abge trennt wird, oder es wird entspannt, wobei sich das Chloräthyl verflüchtigt und nach Waschen und Trocknen kondensiert wird. Die Ausbeute beträgt zirka<B>85</B> (l/o der Theorie.
Gegenüber den üblichen Verfahren wird mit dem gleichen Reaktionsraum das<B>10-50</B> fache an Chloräthyl in gleicher Zeit gewonnen. <I>Beispiel 2:</I> 10 kg Methylalkohol und 55 kg 40 %ige Bromwasserstoffsäure werden wie in Beispiel <B>1</B> auf 140<B>'</B> erhitzt. Die Umsetzung ist in <B>6</B> Minuten bei einem Druck von 25 Atmo sphären beendet.
Claims (1)
- PATENTANSPR-UCII: Verfahren zur Darstellung von Alkyl- halogeniden durch Umsetzung von Alkoholen mit wässerigen Halogenwasserstoffsäuren, da durch gekennzeichnet, dass man bei Tempera turen über<B>1000</B> und bei solchen Drucken arbeitet, die höher sind als der Dampfdruck des niedrigst siedenden Ausgangsstoffes. UNTERANSPRUCII:Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktionsbe standteile mit solchem Druck durch einen zum Wärmeaustausch geeigneten Apparat durchführt, dass die Ausgangsmaterialien in flüssigem Zustand gehalten werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH156440D CH156440A (de) | 1930-04-29 | 1931-04-28 | Verfahren zur Darstellung von Alkylhalogeniden. |
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