CH156889A - Verfahren zur Herstellung von Vitamin D. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vitamin D.

Info

Publication number
CH156889A
CH156889A CH156889DA CH156889A CH 156889 A CH156889 A CH 156889A CH 156889D A CH156889D A CH 156889DA CH 156889 A CH156889 A CH 156889A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
vitamin
irradiation
light
rays
filter
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gloeilampenfabrieken N Philips
Original Assignee
Philips Nv
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Nv filed Critical Philips Nv
Publication of CH156889A publication Critical patent/CH156889A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description


  Verfahren zur     Herstellung    von Vitamin D.    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur  Herstellung von Vitamin D.  



  Es ist bekannt, dass     Ergosterin    durch Be  strahlung mit ultraviolettem Licht in Vita  min D umgewandelt wird, ein Produkt, das  sich als von grossem Wert als Arznei gegen  Rachitis erwiesen hat.  



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren, durch  das auf diese Weise Vitamin D hergestellt  wird und bezweckt, die Reinheit des durch  Bestrahlung erzeugten Vitamins zu erhöhen.  



  Die Tatsache, dass früher erzielte Ergeb  nisse nicht befriedigten, hat man bisher auf  die Einwirkung des für die Bestrahlung ver  wendeten Lichtes auf das gebildete Vitamin  D zurückgeführt. Das Vitamin D wird näm  lich vom ultravioletten Licht teilweise in an  dere Produkte zersetzt, die in folgendem mit  dem Namen "Abbauprodukte" bezeichnet  werden sollen. Zur Verhütung dieser Zer  setzung hat man schon vorgeschlagen, den  Teil des ultravioletten Spektrums, der Licht  enthält von kürzeren Wellenlängen als 270     ssa,       das man für die Abbauwirkung verantwort  lich macht, zu schwächen, um so diesen Ab  bau auf ein unschädliches Mass herabzusetzen.  



  Im Gegensatz zu den bestehenden Auf  fassungen ist jetzt gefunden worden, dass der       Spektrumteil,    auf den man die Zersetzung des  Vitamins D zurückführte, in dieser Hinsicht  keineswegs in grösserem Masse als der übrige  Teil des ultravioletten Spektrums wirksam  ist. Mit der angewendeten Schwächung ist  daher eine gehörige Verbesserung nicht erzielt  worden.  



  Es gibt jedoch einen andern Grund, aus  dem die bisher bekannten Herstellungsver  fahren nicht so reines Vitamin D ergaben,  wie es sich mit dem nachstehend beschrie  benen Verfahren erzielen lässt. Man hat näm  lich gefunden, dass bei der Bestrahlung des       Ergosterins    ausser Vitamin D eine Anzahl  bisher nicht bekannter Produkte gebildet  werden. Diese Stoffe, die in folgendem, zum  Unterschied gegenüber den Zersetzungspro  dukten des gebildeten Vitamins D, mit dem      Namen "Nebenprodukte" bezeichnet werden  sollen, weisen keine antirachitische Wirkung  auf und sind insofern als Verunreinigungen  des gebildeten Vitamins D zu betrachten.  



  Es ist des weiteren gefunden worden, dass  das ultraviolette Spektrum Teile aufweist,  denen hauptsächlich die Bildung des Vita  mins D zu verdanken ist und keine oder doch  verhältnismässig wenig Nebenprodukte bilden  (Licht von Wellenlängen grösser als 270     ssu),     dass sich aber daneben Strahlungen kürzerer  Wellenlängen angeben lassen, die, praktisch  gesprochen, .zur Bildung von Vitamin D nichts  beitragen, worauf aber in der Hauptsache die  Bildung der Nebenprodukte zurückzuführen ist       (Licht    von Wellenlängen kürzer als 270     ssss).     



  Nach der Erfindung wird ein besonders  reines Vitamin D dadurch erzielt, dass für die  Bestrahlung des     Ergosterins    ultraviolettes  Licht verwendet wird mit Wellenlängen  grösser als 270     ssss,    und dass das gebildete D  Vitamin der Bestrahlung entzogen wird, bevor  weitere Bestrahlung die Reinheit des gebilde  ten D Vitamins wesentlich verringern würde.  Die Bedingung der Abwesenheit von Strah  lung von kürzerer Wellenlänge als 270     ssu     ist dann als erfüllt zu betrachten, wenn nur  deren aktivische Wirkung so schwach ist,  dass die Menge der dadurch gebildeten Ne  benprodukte     vernachlässigbar    ist.  



  Sehr ergiebig für die Bildung von Vita  mia D sind Strahlen, deren Wellenlänge     zwi-          sehen    270 und 300     ssu    liegen.  



  Das Verfahren nach der Erfindung kann  durch Benutzung eines Filters, der die un  erwünschten Strahlen absorbiert und die  Vitamin D bildenden Strahlen möglichst  durchlässt, oder durch Verwendung einer  Lichtquelle ausgeübt werden, die keine  Strahlen aussendet, welche auf das     Ergoste-          rin    eine unerwünschte Wirkung ausüben.  Meist kann ein genügendes Ergebnis in der  Weise erzielt werden, dass man das von einer  geeigneten     Lichtquelle,    etwa einer Queck  silberbogenlampe, ausgesandte Licht durch  einen Filter fallen lässt, der von einer Menge  gegebenenfalls, zum Beispiel mit Alkohol, ver  dünnten Benzols gebildet wird.

   Bedingung ist,    dass der Filter die aktivischen Strahlen von  einer Wellenlänge von weniger als 270     uff,     die für die Bildung des Vitamins D nicht von  Bedeutung sind, so stark absorbiert, dass diese  Strahlen praktisch nicht auf das     Ergosterin     einwirken, während die übrigen ultravioletten  Strahlen möglichst ungestört durchgelassen  werden müssen. Die Dicke des Filters hängt  natürlich stark von der Konzentration ab.  Bei einer 5     o/oigen    Lösung von Benzol in Al  kohol zum Beispiel lassen sich unter sonst  geeigneten Verhältnissen bei einer Filterdicke  von ungefähr 10 mm gute Ergebnisse erzielen.

    In gewissen Fällen, zum Beispiel wenn als  Lichtquelle eine elektrische     Entladung    in       Magnesiumdampf    verwendet wird, kann es  erwünscht sein, die Ausschliessung noch weiter  zu treiben und Strahlen bis 282     ssss    auszu  schliessen. Strahlen mit Wellenlängen zwischen  270 und 282     pu    werden vom     Ergosterin    al  lerdings verhältnismässig stark absorbiert,  aber es ist diesen Strahlen, besonders wenn  in diesem     (äebiet    starke Intensitäten auftreten,  auch eine schädliche Wirkung zuzuschreiben;  es werden nämlich durch diese Strahlen auch  noch Nebenprodukte gebildet.

   Es ist daher  empfehlenswert, Licht mit Wellenlängen un  terhalb<B>282 ass</B> nicht zu verwenden, wenn  auch die Reaktion infolgedessen etwas weni  ger schnell vor sich geht, für welchen Zweck  sich sehr gut ein-Filter aus einer alkoholi  schen     Parogyllösung,    besonders in Verbindung  mit einer elektrischen Entladung in     Wismuth-          oder    Quecksilberdampf oder einer ähnlichen  Lichtquelle, verwenden lässt. Es kann nach  dem oben Gesagten zweckmässig sein, ein  Licht zu verwenden, dem auch die Strahlen  von grösserer Wellenlänge als 300     ssla,    prak  tisch gesprochen, fehlen, weil auch diese  Massnahme für die Reinheit des zu erzielen  den Vitamins D nützlich sein kann.  



  Die Dauer der Bestrahlung ist von der  Intensität der Lichtquelle, dem Mass, in dem  die Strahlen absorbiert werden, und der  Menge des zu behandelnden Präparates ab  hängig. Man wird die Bestrahlung nicht fort  setzen, bis alles     Ergosterin    umgewandelt  worden ist, weil jeweils ein Teil des gebil-           deten    Vitamins D in Abbauprodukte umge  wandelt wird und dadurch das erzeugte Vi  tamin schliesslich wieder ganz zerstört- wird.  Aus diesem Grunde wird gemäss vorliegendem  Verfahren das gebildete Vitamin D der Be  strahlung entzogen, bevor weitere Bestrahlung  die Reinheit des gebildeten Vitamins wesent  lich verringern würde.  



  Man kann zum Beispiel, um das gebildete  Vitamin der weiteren Wirkung des Lichtes  zu entziehen, das Verfahren- beendigen, nach  dem 60      /o    des     Ergosterins    umgewandelt wor  den ist.  



  Das     Ergosterin    kann in fester Form oder  in Lösung, beispielsweise in Äther oder     Hexan,     der Bestrahlung ausgesetzt werden.  



  Die Zeichnung veranschaulicht an einem  Beispiel eine zur Ausübung des Verfahrens  nach der Erfindung dienende Einrichtung,  und zwar ist     Fig.    1 ein Schema der ganzen  Einrichtung und     Fig.    2 ein Schnitt durch den  vorgesehenen Filter.  



  Das ultraviolette Licht wird von einer       Quecksilberdampflampe    1 mit einer Queck  silberelektrode 2 und einer festen Elektrode  3 ausgestrahlt. Der Strom wird der Röhre  durch einen Transformator 4 über einen Vor  schaltwiderstand 5 zugeführt. Die Wandung  der Röhre besteht aus Quarz; der das vom  Quecksilberbogen ausgestrahlte Licht gleich  mässig durchlässt. Dieses Licht trifft einen  Behälter 6, in dem das zu bestrahlende Ma  terial eingeschlossen ist. Dabei treten die  Lichtstrahlen aber durch einen dazwischen  gesetzten Behälter 7, dessen Wandung ebenso  wie die des Behälters 6 aus Quarz besteht.

    Der Behälter 7 ist mit einer Flüssigkeit, zum  Beispiel einer     Benzollösung,    die Licht mit  einer kürzeren Wellenlänge als 270     aa    auf  hält, oder besser noch mit einem Stoff gefüllt,  der Strahlen bis zu 282     ssss    absorbiert, län  gere Wellenlängen dagegen so gut wie un  gestört durchlässt, beispielsweise nebst dem       Benzolfilter    eine alkoholische Lösung von       Paraxylol.    Im     Behälter    6 ist eine Lösung  von     Ergosterin    in Äther,     Hexan    oder der  gleichen enthalten.

   An dieses Gefäss sind    Rohre 8 und 9 angeschlossen, durch welche  die Flüssigkeit zu-     bezw.    abgeleitet werden  kann, so dass eine ununterbrochene Herstellung  erzielt wird. Die Geschwindigkeit, mit der  die Flüssigkeit das Gefäss 6 durchgiesst, ist  derart zu regeln, dass das gebildete Vitamin  D der Bestrahlung entzogen wird, bevor wei  tere Bestrahlung die Reinheit des gebildeten  Vitamins D wesentlich verringern würde.  



       Fig.    2 ist ein Schnitt durch den Behälter  7. Dieser besteht aus einem Zylinder aus       Quarz    10 von geringer Höhe, der zu beiden  Enden von ebenfalls aus     Quarz    bestehenden  dünnen Platten 11 abgeschlossen ist. An den  Zylinder sind Rohre 12 und 13     angeschmol-          zen,    durch die das Gefäss entlüftet und die  Flüssigkeit eingeführt werden kann. Nach der  Füllung werden diese Rohre abgeschmolzen.  Die restlichen Teile können der Befestigung  dienen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Vitamin D durch Bestrahlung von Ergosterin mit ultra violettem Licht, dadurch gekennzeichnet; dass in dem zur Bestrahlung verwendeten Licht der den Strahlen mit Wellenlängen kürzer als die von der Grössenordnung von 270 entsprechende Spektrumsteil, praktisch ge sprochen, fehlt, und dass das gebildete Vita min D der Bestrahlung entzogen wird, bevor weitere Bestrahlung die Reinheit des ge bildeten Vitamins D wesentlich verringern würde. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zur Bestrah lung verwendeten Licht der den Strahlen von kürzeren Wellenlängen als 282 a,u ent sprechende Spektrumanteil, praktisch ge sprochen, fehlt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zur Bestrah lung verwendeten Licht der den Strahlen von längeren Wellenlängen als 300 uu ent sprechende Spektrumanteil, praktisch ge sprochen, fehlt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlung been digt wird, sobald annähernd 60'/o des Er gosterins umgewandelt worden sind. 4. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bestrahlung ein Filter, der Paragylol enthält, verwen det wird. 5.
    Verfahren nach Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter in Verbindung mit Licht verwendet wird, das von einer elektrischen Entladung in Wis- muthdampf ausgesandt wird. 6. Verfahren nach Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter in Verbindung mit Licht verwendet wird; das von einer elektrischen Entladung in Queck silberdampf ausgesandt wird.
CH156889D 1929-07-20 1930-06-27 Verfahren zur Herstellung von Vitamin D. CH156889A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL156889X 1929-07-20
NL300430X 1930-04-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH156889A true CH156889A (de) 1932-08-31

Family

ID=26643473

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH156889D CH156889A (de) 1929-07-20 1930-06-27 Verfahren zur Herstellung von Vitamin D.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH156889A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE768161C (de) * 1935-06-20 1968-08-22 Philips Patentverwaltung Verfahren zur Herstellung von antirachitisch wirksamen Praeparaten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE768161C (de) * 1935-06-20 1968-08-22 Philips Patentverwaltung Verfahren zur Herstellung von antirachitisch wirksamen Praeparaten

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0182007B1 (de) Nifedipin enthaltende Darreichungsform und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3151494A1 (de) Verfahren zur phototherapie von dermatosen, insbesondere von psoriasis
DE19646977A1 (de) Stabiler Extrakt aus Hypericum perforatum L., Verfahren zu seiner Herstellung und pharmazeutische Zubereitungen
DE3032741A1 (de) Hautbraeunungs-fluoreszenzlampe mit einer phosphoren-kombination
DE2129653A1 (de) Lichtschutzmittel
DE2826527C2 (de)
DE634146C (de) Verfahren zur Herstellung von Vitamin D-Praeparaten
DE681540C (de) Verfahren zur Erhoehung der Nutzwirkung bei der kuenstlichen Erzeugung von Radioaktivitaet durch Neutronenbombardement
DE590906C (de) Elektrische Glimmentladungsroehre mit positiver Saeule, einem fuer ultraviolette Strahlen durchlaessigen Glasgefaess und einer Fuellung aus verduennten Gasen fuer Bestrahlungszwecke
DE876501C (de) Verfahren zur Vitaminisierung von Stoffen, beispielsweise von Milch und Butter
AT121657B (de) Verfahren zur Verstärkung der aktivierenden Wirkung der Ultraviolettlichtbestrahlung bei anorganischen und organischen Stoffen, insbesondere Heilstoffen und Nahrungsmitteln.
DE331938C (de) Verfahren zur Ermoeglichung der medizinischen Anwendung haertester Roentgenstrahlen
US1904751A (en) Process of preparing vitamin d
Shirado ÜBER DAMPFDRUCKMESSUNGEN WÄSSRIGER BLAUSÄURE BEI 18° C
AT113123B (de) Verfahren zur Herstellung antirachitisch wirkender Präparate.
AT125486B (de) Verfahren zur Herstellung von antirachitisch wirkenden Präparaten.
DE572491C (de) Verfahren zur Vitaminisierung von Lebensmitteln, insbesondere von Milch
AT147920B (de) Verfahren zur Herstellung extern anzuwendender Heilmittel durch Bestrahlung von anorganischen Salzen oder anorganischen Salzen mit einem Säureradikal oder Metallen.
CH363342A (de) Verfahren zur Herstellung von Tachysterol oder andern Verbindungen mit Tachysterolstruktur
AT154587B (de) Verfahren zur Herstellung eines Streupulvers.
DE1800482A1 (de) Verfahren zur Zubereitung von Insekticiden sowie Wirkstoffspender
DE1030618B (de) Insektizide Mittel
DE2358740A1 (de) Verfahren zur herstellung entzuendungshemmender lichtschutzpraeparate
DE725560C (de) Verfahren zur Herstellung eines therapeutisch wirksamen Praeparates
Kadoyama Wirkung des Harmans auf das Zentralnervensystem