CH157021A - Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem Kaffee. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem Kaffee.

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CH157021A
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CH
Switzerland
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coffee
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Inventor
A-G Coffex
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Coffex A G
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/20Reducing or removing alkaloid content; Preparations produced thereby; Extracts or infusions thereof
    • A23F5/206Reducing or removing alkaloid content; Preparations produced thereby; Extracts or infusions thereof by extraction of the beans with selective solvents other than water or aqueous bean extracts, including supercritical gases

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     coffeinfreiem        Kaffee.       Zur Herstellung von koffeinfreiem Kaffee  sind bereits eine grössere Anzahl von Verfah  ren bekannt. Die vorzüglichsten zur Isolie  rung von Koffein zum vorgenannten Zwecke  sind diejenigen, welche keinerlei sauer oder  alkalisch reagierende Stoffe benutzen und  wobei die     Extraktionen        mit    ungiftigen, che  misch beständigen, geruch- und geschmack  losen, also in allen Beziehungen indifferen  ten     Extraktionsmitteln    durchgeführt     wird,     bei Temperaturen,<B>_</B> die über dem Siedepunkt  des Lösemittels stehen.  



  Eine ganz besondere Sorgfalt muss man  also der Auswahl der     Extraktionsmittel    zu  wenden. Es erwies sich als     unbedingt    not  wendig, Stoffe zu verwenden, die an sich un  schädlich sind. Diese dürfen auch keinen Ge  ruch oder Geschmack im Kaffee hinterlassen,  falls trotz sorgfältigster Behandlung noch  ganz geringe Spuren in diesem vorhanden  sein sollten.  



  Man war in früheren Jahren im Glauben,       daZ    die     niedrigsiedenden    Extraktionsmittel,  von beispielsweise mit Siedepunkten zwischen    30 bis 45   C, sich unbedingt besser aus dem  Kaffee     entfernen    lassen als höher siedende,  zum Beispiel als solche mit Siedegrenzen von       45    bis<B>80'</B> C. Dies ist unrichtig. Der höhere  oder niedere Siedepunkt hat mit der leichten  und schnellen Entfernung des     Extraktions-          mittels    aus den Bohnen nichts zu tun.

   Die  Ursache der schlechten Entfernung liegt ganz  wo anders.     Früher    nahm man auch an, dass  die rasche und hohe Löslichkeit des Koffeins  in den betreffenden     Extraktionsmitteln    eben  falls von besonderer Wichtigkeit sei. In der       Praxis    durchgeführte- Versuche ergaben je  doch, dass Extraktionsmittel von sehr grosser  Lösekraft schwerer aus dem Kaffee zu ent  fernen sind, als solche von viel geringerem  Lösevermögen.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung von koffeinfreiem  Kaffee, welches dadurch gekennzeichnet ist,       da3    der Rohkaffee mit einem     Dichloräthan,     zum Beispiel mit     Alpha-Alpha-    oder     Alpha-          Beta-Dichloräthan    oder einem Gemisch von       Alpha-Alpha-    und     Alpha-Beta-Dichloräthan,         extrahiert wird, zum Beispiel bei Tempera  turen, die über dem Siedepunkt des Lösemit  tels stehen.  



  Die     Dichloräthane    besitzen eine bedeutend  geringere     Tension    als das     Dichlormethan.    Sie  zeichnen sich ferner durch ihre vorzüglichen       Benetzungseigenschaften    aus, was im vorlie  genden Falle ebenfalls von Wichtigkeit ist.  Ferner besitzen sie nur schwachen Geruch,  und mit Kaffeebestandteilen gehen sie auch  bei langem Gebrauch keine Verbindungen  ein. Die Kaffeelipoide sind in ihnen prak  tisch unlöslich.

      <I>Beispiel:</I>       Man    beschickt     einen        rotierenden        Extrak-          tionsautoklaven    mit 1000 kg Rohkaffe, leitet  soviel Dampf oder Wasser ein, bis der Total  feuchtigkeitsgehalt des Kaffees höchstens       1.6%    beträgt, verschliesst den     Autoklaven     und erhitzt den Doppelmantel mit Dampf von  4 Atü, wonach der     Extrakteur    in Bewegung  gesetzt     wird.    Im Verlaufe von einer     Stunde     erwärmt man das Kesselinnere auf 125   C.

    Diese Temperatur behält man     etwa        BO    bis  40 Minuten bei und lässt darnach auf etwa  100   C abkühlen. Hierauf pumpt man unter  Druck 700 kg     vorerwärmtes        Dichloräthan     ein und extrahiert bei erhöhter Temperatur  40 Minuten lang. Darnach wird das Extrak  tionsmittel unter Druck nach einem Apparat  für     Ausschüttelung    geleitet und eine frische  Menge von Extraktionsmittel nach dem     Ex-          trakteur    eingelassen. Die Prozedur wieder  holt man. Inzwischen wird das Extraktions  mittel vom Koffein befreit. Die Extraktion  wird so lange durchgeführt, bis der Kaffee  einen Koffeingehalt besitzt, der unter 0,08  liegt.  



  Nach dem letzten Abzug werden die rest  lichen Anteile des Extraktionsmittels aus  dem Rohkaffee zweckmässig derart entfernt,  dass man andere Flüssigkeiten oder Dämpfe  als Wasser oder Wasserdampf unter Druck  und bei     Temperaturen,    die höher liegen als  der Siedepunkt des Extraktionsmittels, ein-    leitet. Darnach entlüftet man den rotieren  den     Extraktionsautoklaven,    wobei die Löse  mittelreste abziehen, und zwar so lange, bis  im abgehenden Kondensat, wie auch in dem  Extraktionsgut keine Spur fremder Stoffe  mehr nachweisbar ist.  



  Darnach erfolgt die Trocknung des  Kaffees unter vermindertem Druck.  



  Der Prozess lässt sich einschliesslich der  Zeit für die     Vorbehandlung,    der eigentlichen  Extraktion und der nachfolgenden Phasen  innerhalb 16 bis 18     .Stunden    durchführen.  Der Kaffee entspricht nach sachgemässer       Röstung    in allen Teilen den im Lebensmittel  gesetz niedergelegten Anforderungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von koffein freiem Kaffee durch Extraktion von rohen Kaffeebohnen, dadurch gekennzeichnet, dass als Extraktionsmittel ein Dichloräthan ver wendet wird. UNTERANSPRtrCHE Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor der eigentlichen Extraktion der Kaffee im Autoklaven bei einem Totalfeuchtigkeitsgehalt von höch stens 16 % erhitzt wird. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Extraktionen bei einer über dem Siedepunkt des Extrak tionsmittels liegenden Temperatur vor genommen wird.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die letzten Spuren des Extrak tionsmittels aus dem Kaffee derart ent fernt, da-ss man eine andere Flüssigkeit oder einen andern Dampf in den Extrak- teur einleitet, dieses unter Druck und bei Temperaturen, die höher liegen als der Siedepunkt des Extraktionsmittels.
CH157021D 1932-04-04 1932-04-04 Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem Kaffee. CH157021A (de)

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CH157021D CH157021A (de) 1932-04-04 1932-04-04 Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem Kaffee.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0012365A1 (de) * 1978-12-08 1980-06-25 HAG Aktiengesellschaft Verfahren zum Entcoffeinieren von Rohkaffee

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0012365A1 (de) * 1978-12-08 1980-06-25 HAG Aktiengesellschaft Verfahren zum Entcoffeinieren von Rohkaffee

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