CH159202A - Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformstücken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformstücken.

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CH159202A
CH159202A CH159202DA CH159202A CH 159202 A CH159202 A CH 159202A CH 159202D A CH159202D A CH 159202DA CH 159202 A CH159202 A CH 159202A
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CH
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hard metal
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sintering
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Wolfram Molybdaen A G
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Wolfram & Molybdaen A G
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/02Compacting only
    • B22F3/04Compacting only by applying fluid pressure, e.g. by cold isostatic pressing [CIP]

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Hartmetallfoimstücken.            Hartmetallformstücke    werden bisher aus  den technisch wichtigsten     Sinterhartmetallen     im allgemeinen in der Weise hergestellt, dass  man     Hartmetallpulver    zunächst in     Pressformen     bei Zimmertemperatur verdichtet und die ge  pressten Stücke bei Temperaturen von 700  bis 1100   C     vorsintert.    Aus den     vorgesinter-          ten        Presslingen    arbeitet man mittelst -form  gebender Werkzeuge die Profilstücke heraus,  die man schliesslich zu kompakten,

   harten  und technisch verwendbaren     Hartmetallform-          stücken    bei Temperaturen von zirka<B>1500'</B> C       hochsintert.    Dieser umständliche Arbeitsvor  gang musste deswegen durchgeführt werden,  weil die in der bisher üblichen Weise ge  pressten und noch nicht     vorgesinterten    Stücke  noch eine zu geringe Festigkeit haben, um  eine mechanische Bearbeitung ohne Schwie  rigkeiten zu ermöglichen.

   Im besonderen ist  es fast stets unmöglich, aus den einseitig in  einer Form gepressten Stäben, Klötzen oder  dergleichen die einzelnen Profilstücke derart  durch die üblichen Bearbeitungsmethoden,  wie Schleifen, Drehen, Sägen, Bohren usw.,    herauszuarbeiten, dass sie scharfe ganten und  Ecken, an denen das Pulver nicht     ausbrök-          kelt,    erhalten. Es ist daher notwendig, den       Presslingen    erst durch     Vorsinterung    einen  festen Zusammenhalt und eine solche Festig  keit zu verleihen, dass in diesem Zustande  eine Formgebung zu Profilstücken ohne die  geschilderten Nachteile möglich ist.

   Man hat  zwar versucht, die Festigkeit der     Presslinge,     unter Beibehaltung des üblichen     Pressverfah-          rens,    und unter Vermeidung des     Vorsinterns,     dadurch zu steigern; dass man den einseitig  wirkenden     Pressdruck    erhöhte. Diese Mass  nahme ist jedoch deswegen praktisch nicht  anwendbar, weil innerhalb des     Presslings    me  chanische Spannungen entstehen, die beim  Hochsintern zur Ursache von Sprüngen und  Rissen werden, welche die gesinterten Hart  metallstücke in vielen Fällen unbrauchbar  machen.  



  Die Erfindung bezweckt die beschriebenen  Nachteile zu vermeiden und die Wirtschaft  lichkeit des Herstellungsverfahrens zu erhöhen.  Der Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde,      unter Ausschaltung der     Vorsinterung,    die eine  zeitraubende und kostspielige Zwischenope  ration darstellt, dem     Pressling    durch einen  von mehr als einer Seite wirkenden Druck  eine erhöhte Festigkeit zu verleihen, so dass  die Formgebung mittelst Werkzeuge ohne  Schwierigkeit möglich wird.  



  Gemäss der Erfindung presst man Hart  metallpulver unter allseitigem Druck zu     Press-          lingen,    verarbeitet diese mittelst formgeben  der Werkzeuge zu Profilstücken von der ge  wünschten Form und erzeugt durch Hoch  sintern der letzteren die     Hartmetallformstücke.     



  Metallpulver bei allseitigem Druck zu  pressen ist an sich bekannt, zum Beispiel  für die Herstellung von     Wolframröhren,    wie  sie als Widerstandskörper für elektrische Öfen  zur Anwendung kommen. Jedoch ist hier die  Fertigungsart und der Verwendungszweck  ein völlig anderer.  



  Das Verfahren kann zum Beispiel in fol  gender Weise durchgeführt werden: Das Hart  metallpulver wird in möglichst gleichmässiger  Verteilung in einen Mantel, z. B. einen Schlauch  aus Gummi oder einem andern elastischen  Material, der von einem mit Löchern     verse-          henen    Eisenrohr umgeben ist, eingebracht,  z. B. eingestampft. Der Schlauch kann ganz  oder teilweise eine Form aufweisen, die der  jenigen des zu erzeugenden     Presslings    ent  spricht.

   Der mit dem Pulver gefüllte, an den  Enden verschlossene Schlauch wird in einem  mit Wasser oder einer andern Flüssigkeit  gefüllten Druckzylinder eingebracht.     Mittelst     eines von einer hydraulischen Presse oder  dergleichen betätigten Kolbens wird die Zy  linderflüssigkeit unter Druck gesetzt, wobei  sich der Druck in der Flüssigkeit allseitig  fortpflanzt, so dass der Schlauch samt dem  eingefüllten     Hartmetallpulver    allseitig unter  Druck gesetzt und letzteres gleichmässiger  und weit intensiver als bei den bisher ange  wendeten Verfahren verdichtet wird.  



  Durch das geschilderte Verfahren ist ein  vollkommenes spannungsfreies Pressen bis zu  Drucken möglich, die ein Vielfaches von den  jenigen betragen, die beim einseitigen Druck  erfahrungsgemäss zur Anwendung kommen    dürfen, z. B. 10000     kg/cm'    anstatt 1000     kg/crn2.     Gegebenenfalls kann dem Pulver eine ge  ringe Menge eines Bindemittels, z. B. einer  Lösung von Kampfer in Benzol, Äther oder  dergleichen in bekannter Weise hinzugesetzt  werden, um die Bearbeitungsfestigkeit weiter  zu erhöhen. Nach dem Pressen wird der     Press-          ling    dem Schlauch entnommen.

   Ohne weitere  Massnahmen ist er nun so fest und kompakt,  dass ein Herausarbeiten der verschiedenartig  sten Profile durch die üblichen Bearbeitungs  methoden ohne jegliche Schwierigkeit möglich  ist. Es lassen sich sehr scharfe Kanten,  Ecken, Rundungen, Bohrlöcher, gerade Flä  chen usw. sehr leicht und einwandfrei er  zielen.  



  Diese bereits die endgültige Form auf  weisenden Profilstücke werden nunmehr in  bekannter Weise hochgesintert, wobei es sich  in manchen Fällen als zweckmässig erwiesen  hat, das Hochsintern unter zunächst langsamer  Temperatursteigerung vorzunehmen, also zum  Beispiel derart, dass man die Profilstücke mit  langsamem Vorschub oder gegebenenfalls  unter vorherigem Durchlaufen eines Raumes,  dessen Temperatur um mehrere 100   niedri  ger ist als die     Hochsintertemperatur,    in den       Hochsinterofen    einschiebt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Hartmetall formstücken, dadurch gekennzeichnet, dass man Hartmetallpulver unter allseitigem Druck zu Presslingen presst, diese mittelst formge bender Werkzeuge zu Profilstücken von der gewünschten Form verarbeitet und durch Hochsintern der letzteren die Hartmetallform- stücke erzeugt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Hartmetall pulver in einem Mantel aus elastischem Material presst, welcher allseitig von einem unter Druck befindlichen Medium umgeben ist. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel wenigstens teilweise eine Form aufweist, die derjeni gen des zu erzeugenden Presslings ent spricht. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der Presslinge einen Druck von mehr als 1000 kg/cm' anwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Profilstücke unmittelbar vor dem Hochsintern einen Raum durchlaufen lässt, dessen Tempera tur niedriger ist als diejenige des Hoch sinterns.
CH159202D 1932-07-09 1932-07-09 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformstücken. CH159202A (de)

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CH159202D CH159202A (de) 1932-07-09 1932-07-09 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformstücken.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750464C (de) * 1941-02-23 1945-01-17 Verfahren zur Herstellung von sehr duennwandigen nahtlosen Roehren (z. B. 1/10 mm Wandstaerke und darunter) aus hochschmelzenden Metallen
DE754803C (de) * 1941-10-14 1952-08-21 Willi Lohmann Zahnbohrer

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750464C (de) * 1941-02-23 1945-01-17 Verfahren zur Herstellung von sehr duennwandigen nahtlosen Roehren (z. B. 1/10 mm Wandstaerke und darunter) aus hochschmelzenden Metallen
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