CH160090A - Photoelektrische Zelle. - Google Patents
Photoelektrische Zelle.Info
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Description
Photoelektrische Zelle. Irn Hauptpatent ist bereits vorgeschlagen worden, den photoelektrischen Stoff der licht empfindlichen Elektrode einer photoelek trischen Zelle auf einer Zwischenschicht an- ziibringen, die eine chemische Verbindung und elektrisch leitende Teilchen enthält. Wie dort angegeben, können diese Teilchen aus Teilchen des photoelektrischen Stoffes selbst bestehen, wobei es, vorteilhaft ist, da.ss die Schicht ausser den Teilchen :dieses photoelek- trischen Stoffes noch Teilchen eines andern leitenden Stoffes enthält.
Unter einem photoelektrischen Stoff ist im nachstehenden ein Stoff zu verstehen, der bei Bestrahlung Elektronen emittieren kann.
Die Erfindung hat den Zweck, die Emp findlichkeit einer derartigen photoelek trischen Zelle, das heisst den durch eine be stimmte Bestrahlung der photoelektrischen Elektrode in der Zelle herbeigeführten Strom, zu vergrösseren.
Eine photoelektrische Zelle gemäss der Er findung enthält ein photoelektrisches Metall, das sieh auf einer Zwischenschicht befindet, die ausser Teilchen dieses Metalles und Teil chen eines andern leitenden Stoffes auch noch Teilchen des. Oxyds des photoelektrischen Metalles enthält.
Die auf dieser Zwischen schicht befindliche Schicht :des. photoelek trischen Metalles ist zweckmässig sehr dünn und kann zum Beispiel die Dicke von einem oder einigen Molekülen haben. Die dieses photoelektrische Metall tragende Schicht, das heisst die obenbeschriebene gemischte Schicht, ist zweckmässig dick, zum Beispiel mehr als <B>100</B> Moleküle. Als photoelektrisches Metall werden zweckmässig die Alkalimetalle be nutzt, aber es können auch andere Stoffe; zum Beispiel die Erdalkalimetalle, wie Barium, verwendet werden.
Eine derartige photoelektrische Zelle wird zweckmässig auf die folgende Weise her gestellt. In :der Zelle wird zunächst eine Schicht eines Metalloxyds, zum Beispiel eine Silberoxydschicht, hergestellt, was durch Oxydation einer zum Beispiel durch Ver- dampfeng im Vakuum gebildeten Metall schicht erfolgen kann. Die 3VIetalloxydschicht kann jedoch auch auf andere Weise her gestellt werden, zum Beispiel durch Ver dampfung eines Metalloxyds, das sich auf einem in der Zelle angeordneten Glühkörper befindet.
Nach der Herstellung der Metall oxydschicht wird, gegebenenfalls nach Ent lüftung der Zelle, ein Überschuss eines photo elektrischen Metalles, zum Beispiel eines Alkalimetalles, in die Zelle eingebracht, worauf die nicht an eine Vakuumpumpe an geschlossene Zelle auf eine solche Tempera tur erhitzt wird, dass das -Metalloxyd redu ziert und ein Oxyd .des photoelektrischen Metalles, zum Beispiel Alkalioxyd, gebildet wird. Dem im Überschuss vorhandenen photoelektrischen Metall wird Gelegenheit gegeben, in das hergestellte Gemisch von Metallteilchen und Oxydteilchen einzudrin gen.
Es ist vorteilhaft, die Zelle zu diesem Zweck etwas zu erhitzen, zum Beispiel auf etwa<B>100'</B> C, wobei sich auf der hergestellten Schicht auch ein dünnes Alkalimetallhäut- chen absetzt.
Beim Reduzieren des Metalloxyds muss darauf geachtet werden, dass die Zelle nicht so hoch erhitzt wird, da das Oxyd des photoelektrischen Metalles zerlegt oder ver flüchtigt wird, oder -dass die gebildeten Me tallteilchen zusammenklumpen.
Die Zeichnung veranschaulicht beispiels weise eine photoelektrische Zelle gemäss der Erfindung durch Fig. 1 im Schnitt; Fig. 2 ist eine Darstellung eines Einzel teils dieser photoelektrischen Zelle.
Die in Fig. 1 ,dargestellte photoelektrische Zelle hat eine kugelförmige Wand 1, an die eine Röhre 2 angeschmolzen ist, die mit einem die Elektrode 4 der Zelle tragenden Fuss: 3 versehen ist. Wie aus Fig. 2 deutlich er sichtlich ist, besteht diese Elektrode aus einem nahezu geschlossenen Metallring, des sen Enden mit den Stromzuleitungsdrähten 5 und 6 verbunden sind.
Auf der Wand 1 befindet sich eine Silberschicht 7, die mit dem Stromleitungsdraht 8 in elektrisch lei- tender Verbindung steht und mit einer dün nen Schicht 9 überzogen ist, die aus. gut ver mischten Silber-, Caesium- und Caesium- oxydteilcllen besteht. Auf dieser Zwi..schen- schicht befindet sich ein dünnes Caesium- häutchen 10.
Bei der Herstellung der Zelle wird zu nächst auf der Wand eine Silberschicht an gebracht. Es kann zu .diesem Zwecke auf der Elektrode 4, bevor sie in der Zelle ange ordnet wird, ein wenig Silber befestigt wer den, das nach Entlüftung .der Zelle mittelst einer an das Entlüftungsröhrchen 11 an geschlossenen Vakuumpumpe durch Erhit zung der Elektrode 4 verdampft wird. Das verdampfte Silber schlägt sich auf der Zel lenwand nieder, wobei ein in der Zeichnung nicht dargestellter Schirm den Niederschlag auf einem Teil 12 .der Zellenwand verhindert. Dieser Teil 12 bildet das Fenster, durch das hindurch beim Betrieb Lichtstrahlen in die Zelle treten können.
Die Silberschicht kann auch auf andere Weise als durch Verdamp fung im Vakuum, zum Beispiel durch Nie derschlagen aus einer Silberverbindung, er halten werden.
Nach der Herstellung der Silberschicht wird Sauerstoff, zum Beispiel in der Form von Luft, in die Zelle eingelassen, und es wird zwischen der Elektrode 4 und der Silberschicht eine elektrische Entladung her beigeführt, wodurch die Oberfläche der Silberschicht oxydiert wird. Die Oxydation wird zweckmässig so lange fortgesetzt,
bis sich eine ziemlich dicke Silberoxydschicht g o leichmässiger Struktur gebildet hat. Die Zelle wird sodann wieder entlüftet und nach .der Pumpe zu abgeschlossen, worauf Caesium im Überschuss in die Zelle eingebracht wird; dies kann zum Beispiel durch Destillation von einem an das Röhrchen 13 angeschlos senen, nicht dargestellten Behälter aus ge schehen.
Das Caesium kann auch, zum Bei spiel durch Erhitzung eines Gemisches einer Caesiumverbindung und eines geeigneten Reduktionsmittels, in der Zelle entwickelt werden. Wird nach dem Einbringen des Caesiums die. Zelle auf etwas 200' C erhitzt, so wird das Silberoxyd reduziert und es ent steht Caesiumoxyd. Man muss darauf achten, dass bei dieser Erhitzung die Zelle nicht an die Vakuumpumpe angeschlossen ist, da sonst das Caesium aus der Zelle herausgetrieben würde.
Ferner darf die Temperatur nicht zu hoehgesteigert werden. Sollte die Zelle zum Beispiel auf<B>250'</B> C erhitzt werden, so würde sich das Caesiumoxyd, das die Zusam- inensetzung C.320 hat, verflüchtigen und bei höherer Temperatur sogar zerfallen. Die Silberteilchen würden überdies bei dieser hohen Temperatur zusammenschmelzen, so dass sie sich nicht mehr in feinzerteiltem Zu stande in der Schicht vorfinden würden.
Während und nach der Herstellung des Gemisches von Silberteilchen und Caesium- oxyd wird dem Ca.esiumüberschuss Gelegen heit gegeben, in das Gemisch einzudringen. Dieses Eindringen kann durch Erhitzung, zum Beispiel auf 100 C, der nicht an eine Vakuumpumpe angeschlossenen Zelle be schleunigt werden. Es wird auf diese Weise eine Schicht erhalten, in der Silberteilchen. Caesiumteilchen und- Caesiumoxyd in ver mischtem Zustand vorhanden sind.
Ein Teil des Ca.esiums setzt sich als dünne Schicht auf dieser Zwischenschicht ab. Sollte die Zelle noch freies Caesium enthal ten, so kann dieses gegebenenfalls dadurch aus der Zelle entfernt werden, dass letztere mit einer Vakuumpumpe verbunden und kalt entlüftet wird. Die Zelle kann auch mit einem Seitenröhrchen verbunden werden, das gekühlt und dann abgeschmolzen wird. Es kann auch in die Zelle ein Stoff, zum Bei spiel feinzerteilter Kohlenstoff, eingebracht werden, der den Caesiumübersehuss absorbie ren kann, oder es kann eine chemische Ver bindung, zum Beispiel Bleioxyd benutzt wer den, die den Caesiumüberschuss binden kann.
Zu diesem Zwecke kann der Fuss .der Zelle aus Bleiglas hergestellt sein.
Es ist einleuchtend, dass der photoelek trische Stoff ausser aus Caesium auch aus an- (lern Alkalimetallen oder aus andern Stoffen, zum Beispiel Barium, bestehen kann, und dass in der Zwischenschicht auch Teilchen eines andern Metalles als Silber vorhanden sein können.
Die Zelle wird zweckmässig als Hoch vakuumzelle benutzt, sie kann aber auch mit einer Gasfüllung versehen sein.
Die photoelektrische Zelle gemäss. der Er findung besitzt eine sehr grosse Empfindlich keit. In Hochvakuumzellen können zum Bei spiel Ströme von 40 lblikroampere je Lumen erzielt werden. Diese sind etwa zehn Mal stärker als die in Hochvakuumzellen gemäss dem Hauptpatent erzielten Ströme. Die Zel- len-lassen sich überdies so herstellen, dass sie einander vollkommen ähnlich sind, so. dass. sie sich zur Massenherstellung eignen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Photoelektrische Zelle nach Patentan spruch I des Hauptpatentes, die ein photo elektrisches Metall enthält, .das sich auf einer Zwischenschicht befindet, die eine chemische Verbindung, Teilchen des photoelektrischen Metalles und Teilchen eines andern leitenden Stoffes enthält, .dadurch gekennzeichnet, dass die chemische Verbindung ein Oxyd des photoelektrischen M.etalles ist. UNTERANSPRUCH: 1.Photoelektrische Zelle nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das photo- elektrische Metall ein Alkalimetall und dementsprechend .die chemische Verbin dung ein Alkalioxyd ist.PATENTANSPRUCH II: Verfahren nach Patentanspruch II des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zelle eine Netalloxydschicht gebildet wird, worauf ein Überschuss an photoelek- trischem Metall in die Zelle eingebracht und diese dann ohne Anschluss an eine Vakuum pumpe auf eine solche-Temperatur erhitzt wird, dass das Metalloxyd reduziert und ein Oxyd des photoelektrischen Metalles gebildet wird,und dass man den Überschuss des photo- elektrischen Metalles in das hergestellte Ge misch eindringen lässt. UNTERANSPRUCH: 2. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man den Überschuss des photoelektrischen Ivletalles durch Erhitzung in das hergestellte Ge misch eindringen lässt.
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