Wertstempelmasehine. Die Erfindung betrifft eine Wertstempel- mnaschine derjenigen bekannten Art, bei wel cher in einem hohlen Druckzylinder auf einer gemeinsamen Achse mehrere zueinan der verstellbare Stempelräder angeordnet sind, wie sie zum Beispiel zum Frankieren von Briefen und Karten, Frachtbriefen usw. verwendet werden. Bei bekannten Maschinen mit einzelnen einstellbaren Stempelrädern ist die Achse der Stempelräder gleichliegend zur Zylinderachse angeordnet.
Es ist auch schon der Vorschlag gemacht worden, den Druckzylinder mit nur einem Stempelrad mit mehreren unveränderlichen Wertstempeln quer zur Längsrichtung des Zylinders liegen der Achse anzuwenden und das Stempelrad durch eine von Hand längsverschiebbare Zahnstange zwecks Einstellung auf einen be stimmten Stempelwert zu drehen bezw. ein zustellen. Diese Maschinen können aber nicht zum Stempeln beliebiger Werte benützt werden.
Demgegenüber zeichnet sich die Wert- stempelmaschine nach der vorliegenden Er findung dadurch aus, dass die Stempelräder, die auf einer quer zur Zylinderachse liegen den Achse unmittelbar nebeneinander gela gert sind, einzeln durch Zahnräder eines neben dem Stempelrädersatz angeordneten Zahnradsatzes und durch in der Längsrich tung des Druckzylinders verschiebbare Zahn stangen, sowie durch in deren Längsrichtung zueinander versetzte Getriebe mit auf dem Zylindermantel drehbaren Sprossen-Einstell vorrichtungen für mit dem Zylinder umlau fenden Sprossenräder in Bewegungsverbin dung stehen.
Auf der Zeichnung, die ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes dar stellt, ist Fig. 1 ein Längsschnitt desselben, Fig. 2 -ein Teilschnitt analog der Fig. 1, Fig. 3 ein Teilschnitt nach Linie 3--3 der Fig. 1, Fig. 4 eine Draufsicht auf den untersten Teil .des Maschinengestelles;- .
Fig. 5 und 6 sind Schnitte nach Linie 5-5 der Fig. 1; Fig. 7 ist ein Querschnitt nach Linie 7-7 der Fig. 1, Fig. 8 ein Teilschnitt analog der Fig. 7; Fig. 9 zeigt in grösserem Massstab ein Getriebe zur Übertragung der Drehbewegung eines Sprossenrades auf eine Zahnstange zum Einstellen eines Stempelrades; Fig: 10 ist eine Innenansicht eines Teils des Druckzylinders von rechts der Fig. 1, bei herausgenommenem Stempelrad, und Fig. 11 ein Schnitt durch das Stempelrad nach Linie 11-1l der Fig. 1; Fig. 12 und 13 zeigen die ganze Ma schine in einer Seitenansicht und in einer Stirnansicht; Fig. 14 bis 20 sind Einzelheiten.
Das nur in den Fig. 12 uud 13 gezeich nete Gehäuse der dargestellten Wertstempel maschine besteht aus einem Unterteil 1 und einem haubenförmigen Oberteil 2. Der Un terteil 1 nimmt zur Hauptsache den elek trischen Antriebsmotor 3 und den Antriebs mechanismus (nicht gezeichnet) der Förder- walzen 4 für die abzustempelnden Briefe, Karten üsw. auf. Mit 5 ist der Einlegetisch mit seitwärts verstellbarer Anschlagleiste 6 für die Einlegestücke bezeichnet.
Der Schlitz 7, durch den die Einlegestücke beim Abstem peln hindurchgehen, befindet sich zwischen den beiden Gehäuseteilen 1 und 2 und er -streckt sich auf etwa Dreiviertel der ganzen Länge der Maschine, wodurch das Einlegen von sehr grossen Briefumschlägen usw. ermög licht wird. Der Gehäuseoberteil 2 ist unten durch einen den Schlitz 7 nach oben begren zenden Boden 8 geschlossen. In einer vom Boden 8 nach oben- vorstehenden Stirnwand 9 ist mittelst eines Lagers 10 der in Fig. 1 am linken Ende eines liegenden Hohlzylin ders (Druckzylinders) 11 durch eine Flansche 12 und Schrauben 13 befestigte Drehzapfen 14 gelagert.
Der Druckzylinder 11 ist an seinem in Fig. 1 rechten Endteil mittelst eines auf ihm festsitzenden Ringes 15 und eines- feststehenden Lagerringes 16 in einer vom Böden 8 nach oben vorstehenden Zwi- schenwand 17 drehbar gelagert. Der rechts des Lagerringes befindliche Endteil des Druckzylinders ist gegenüber dem linkssei tigen erheblich erweitert und trägt auf seinem äussern Umfang die Druckplatten. Auf dem Drehzapfen 14 ist lose drehbar eine Büchse 19 gelagert und zwischen dieser und der Flansche 12 des Drehzapfens 14 sitzt eine Scheibe 20 fest.
Die letztere trägt auf einem Zapfen 21 einen Kupplungshebel 22, der un ter dem Ei influss einer mittelst eines Schub bolzens 23 auf eine abgeschrägte Nase 24 desselben wirkenden Feder 25 mit seiner Klaue 26 (Fig. 6) in ein Kupplungsrad 27 eingreift, das am rechten Ende der Büchse 19 fest sitzt. Der Schubbolzen 23 ist längs verschiebbar in einem an der Scheibe 20 festsitzenden Kopf 28 verschiebbar geführt. Auf der Büchse 19 ist zwischen einem Nabenring 29 und dem Kupplungsrad 927 eine Mitnehmernabe 30 drehbar gelagert.
Da mit die Nabe 30 die Büchse 19 in nur einem Drehsinne mitnehmen kann, ist die Büchse mit einer Steigradverzahnung 31 versehen, in die ein Sperrkegel 32 eingreift, welcher in einer Ausnehmung 33 der Mitnebmernabe auf einem Bolzen 34 gelagert und mit Hilfe einer Feder 3-5 mit der Verzahnung 3.1 in Eingriff gehalten ist.
Die Mitnehmernabe 30 -trägt ein-Kegelrad 36, das -von dem im Gehäuseunterteil 1 befindlichen Motor 3 aus; vorzugsweise mittelst eines nicht gezeichne- ten Schneckengetriebes und eines von diesem angetriebenen Kegelrades 36 .dauernd in Um drehung versetzt wird.
Im Bereich- des Kupplungshebels 22 befindet sich die Nase 38a eines bei 3 7 gelagerten winkelförmigen Sperrhebels 3$,_ welcher unter dem Einfloss einer von unten auf seinen liegenden Arm wirkenden Feder 3-9, bei seiner Freigabe durch die .Sperrnoeke 40 aus der Stellung in Fig. 5 in die- Stellung nach Fig. 6 bewegt wird und dabei den Kupplungshebel 22 frei gibt.
Der liegende -Arm des -Sperrhebels 38 besitzt einen runden Hals 38b und ausserhalb desselben einen seitwärts, abstehenden und nach oben gebogenen Lappen 38e, welch letz terer in den Bereich des Kupplungshebels 22 - ragt. An seinem längeren Arm weist der Kupplungshebel 22 eine Auflauffläche 92a Fig. 5 und 6 für den Lappen 38e auf, so dass der Sperrhebel <B>38</B> beim Auflaufen des Lap pens 38c auf die Fläche 22a des in eingerück tem Zustand in der Pfeilrichtung umlaufen den Kupplungshebels 22 aus der Stellung in Fig. 6 in die in Fig. 5 gezeichnete Stellung umgestellt wird.
Die Ruhestellung des Sperrhebels 38 ist durch einen auf dem Boden 8 befestigten Anschlagwinkel 41 be grenzt. In seiner Arbeitsstellung (Fig. 5) greift der Sperrhebel 38 mit seiner Nase 38a über einen Absatz 20a der auf dem Umfang exzentrischen und an einer Stelle desselben abgesetzten Scheibe 20 und verhindert da durch zugleich, dass der Druckzylinder 11 gedreht werden kann, solange der Sperrhebel 38 vom Sperrnocken 40 nicht freigegeben ist. Die Auslösevorrichtung für den Sperrhebel 38 ist weiter unten beschrieben.
In den erweiterten Teil des Druckzylin ders 11 ist ein ringförmiger Lagerkörper 42 eingeschoben, welcher durch Schrauben 43 mit dem Druckzylinder fest verbunden ist und einen in den engere Teil des Druck zylinders hineinragenden Korb mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Stirn wänden 44 und 45 besitzt. Zum besseren Verständnis der im folgenden beschriebenen Zahnstangengetriebe zum Einstellen der im erweiterten Teil des Druckzylinders befind lichen, auf einer quer zur Längsachse des letzteren in zwei Armen 46 des Trägers 42 gelagerten Achse 47 lose drehbaren Stempel räder 48, ist der im erweiterten Teil des Druckzylinders befindliche Teil des Trägers 42 zu dem obern Teil des Korbes 44, 45 etwa um 45 verdreht gezeichnet.
In zwei Aus schnitten 49 der Stirnwände 44 und 45 ist eine an ihren Enden nach aussen (oben) gebo gene, mit denselben in einen Längsschlitz 18 des Zylinders 11 ragende Lagerschiene 50 eingesetzt, die mittelst zweier Stege 51 eine innere Lagerschiene 52 trägt. In den beiden Lagerschienen 50 und 52 sind im gezeichne ten Beispiel fünf in der Längsrichtung des Druckzylinders zueinander versetzte, radiale Achsen 53 gelagert. Diese Achsen tragen radial zueinander versetzte Zahnräder 54a bezw. 54b, 54c, 54d, 54e, von denen jedes in eine Zahnstange 55a bezw. 55b, 55e, 55d, 55e, eingreift.
Die Zahnstangen 55 sind in ihrem Querschnitt entsprechenden Schlitzen 56 (Fig. 14) der Stege 51 in der Längsrichtung des Druckzylinders verschiebbar geführt; jede der Zahnstangen 55 greift in dem erwei terten Teil des Druckzylinders 11 mit einer zweiten Verzahnung 55', in ein Zahnrad 57a bezw. 57b, 57e, 57d, 57e. Das Zahnrad 57a und das erste Stempelrad 48a, sitzen auf der Achse 47 fest (Fig. 11). Das Zahnrad 57b ist durch eine auf der Achse 47 löse drehbare Hohlwelle 58 mit dem zweiten Stempelrad 48b fest verbunden. Die Zahnräder 57e, 57d, 576 sind in analoger Weise durch hohle Wel len, die auf der jeweils nächst innern hohlen Welle lose drehbar sind, mit dem jeweils zu gehörigen Stempelrad 48e bezw. 48d, 48e starr verbunden.
Durch Verschieben einer der Zahnstangen 55, wird somit das mit ihr im Zwangslauf stehende Stempelrad 48 in an sich bekannter Weise um einen- der Grösse der Verschiebung entsprechenden. Winkel ge dreht. Das Verschieben der Zahnstangen 55 wird .durch eine der nachstehend'beschriebe- nen Einstellvorrichtungen bewirkt.
Jede der Achsen 53 trägt ausserhalb der Lagerschiene <B>50</B> ein Kegelrad 59 (Fig. 1 und 9). Die Kegelräder- 59 sind mit je einem Kegelrad 60 in Eingriff, welch letztere Kegelräder auf einer .gemeinsamen, in den Enden der Lagerschiene 50, gelagerten Achse 61 lose drehbar sind. Von den Kegelrädern 60, greift jedes mit einer am Umfang vorhau- denen Stirnrädverzahnung 60' in eine Innen verzahnung 62 eines auf dem äussern Umfang .des Zylinders 11 drehbaren Ringes 63.
In Fig. 1 sitzt links neben jedem- Ring 63 eine Sprossenradscheibe -64 fest auf dem Druck zylinder 11. Jede Sprossenraadscheibe 64-be- sitzt auf der .Seite des zugehörigen Ringes 63 zehn in radialen Schlitzen verschiebbare Sprossenzähne 65 für :den Antrieb eines nicht zur Erfindung gehörenden und daher nicht ;dargestellten Zählwerkes.
Neun dieser Spros- senzähne greifen mit einem am innern End- teil derselben seitwärts abstehenden Zapfen 66 in eine Kurvennut 67 des betreffenden Ringes- 68; der zehnte Sprossenzahn 65' (Fig. 7), welcher zur Zehnerübertragung des Zählers vorgesehen ist, ist lose verschiebbar und wird durch den Zehnerübertragungs mechanismus des Zählers gesteuert. Mit je dem Sprösseneinstellring 63 ist ein mit einer Innenverzahnung 68 versehener Antriebsring 69 starr verbunden. Neben dem Antriebs ring 69 ist ein von Hand mittelst Einstell griff 70 drehbarer Ring 71 gelagert, mit welchem ein zweiter Antriebsring 69' mit Innenverzahnung 68' starr -verbunden ist. Die beiden Antriebsringe 69 und 69' sind also um die Dicke des Ringes 71 auseinan dergerückt.
Um (bei Stillstand des Druck zylinders) die Drehung der Ringe 71 und 69' auf die Ringe 69 und 63 zu übertragen und damit eine der Grösse der Drehung entspre chende Anzahl Sprossenzähne aus der innern in die äussere Endstellung (Arbeitsstellung) einzustellen, ist für jedes Ringpaar 69, 69' ein durch einen Längsschlitz 18' des Zylin ders 11 hindurchragendes Übertragungs- bezw. Kupplungsraid 72 vorhanden. Die Kupplungsräder 72 sind auf einer gemein samen, in den beiden Stirnwänden 44, und 45 längsverschiebbar gelagerten Achse 73 mit- telst je einer abgesetzten Distanzbüchse 74 löse drehbar gelagert.
Mit dem Verschieben der Achse 73 werden auch alle Kupplungs räder 72 gleichzeitig achsial verschoben, und zwar so, dass sie entweder, wie Fig. 1 zeigt, mit den -beiden- Ringen 69 und 69' jedes Ringpaares, oder nur mit dem Ring 69 in Eingriff stehen. In ersterem Falle sind die Ringe 69 und 69' miteinander gekuppelt, in letzterem Falle ist diese Verbindung gelöst. In ersterem Falle überträgt das Kupplungs rad 72 die Drehung des Ringes 69' auf den Ring 69, und damit auf den Sprosseneinstell ring 63, in letzterem Fall kann sich der Druckzylinder 11 mit den Ringen 69, 63, 64, jedoch hie in nachstehend beschriebener Weise festgestellten Ringe 69' und 71 drehen. Die Kupplungsräder 72 sind in der in Fig, 1 gezeichneten Stellung frei drehbar.
In der in Fig. 2 gezeichneten Stellung sind dagegen die Kupplungsräder 72 durch einen zwischen den Stirnwänden 44 und 45 ange ordneten Sperr-Rechen 75 gegen jede Drehung relativ zum Druckzylinder gesperrt. Damit, wie bereits angedeutet, die Ringe 69' -und 71 beim Drehendes Druckzylinders infolge Rei bung nicht mitgenommen werden sind die Ringe 71 auf dem untern Teil ihres -Um fanges in bekannter Weise mit Rasten 76 versehen, in die unter der Einwirkung von Federn 77 Klinken 78 eingreifen. Die letz teren werden durch eine später beschriebene Vorrichtung beim Auslösen der Maschine selbsttätig gesperrt. Alle Klinken 78 sind auf einer gemeinsamen Achse 79 (Fig. 7) gelagert, die in einem auf dem Böden 8 an geordneten Lager 80 ruht.
Ausser den ge nannten Ringen trägt der Druckzylinder einen mit Steigverzahnung versehenen Sperr kranz 11a, in den eine das Zurückdrehendes Druckzylinders verhindernde Spe rrklinke (nicht eingezeichnet) eingreift.
Jedes Stempelrad besitzt auf dem Um fang elf radial verschiebbare Stempel (Typenträger) 81, von denen zehn die Ziffer 0 bis 9 tragen und der elfte an Stelle einer Ziffer irgend ein anderes Zeichen trägt. Die Stempel 81 reichen in ihrer innern Endstel- lung mit ihren äussern Enden innerhalb einer durch eine Druckplatte 82 abgeschlossenen Öffnung 8'3 des Zylinders 11 nicht- an den äussern Umfang des erweiterten-Zylinderteils. Um. die gegenüber einer Öffnung- 84 .der Druckplatte 822 eingestellten Stempel in die Öffnung
84 einzuführen und in der Höhe der äussern, das Markenbild tragenden Fläche der Druckplatte 82 zu halten, ist felgende, für alle gleichzeitig zum Abdruck zu. bringenden Stempel gemeinsame Einstellvorrichtung vor gesehen. Der Lagerring 16 weist auf der in Fig.-1 rechtenSeite eineSteuernut85 auf;in die ein mit einer Gleitrolle versehener Zapfen 8,6 eines- Schiebers 87 eingreift.
Der Schieber 87 ist am äussern, in Fig. 1 untern Ende in einer Nut eines am Lagerkörper -42 befestig ten Stucken 88 und am innern, in Fig. 1 obern, als Gabelkopf ausgebildeten Ende an einer Achsre 89 radial verschiebbar gelagert.
Die Achse 89 fällt mit der Längsachse des Druckzylinders zusammen, ist in den beiden Stirnwänden 44 und 45 des Lagerkörpers 42 gelagert und trägt, am Schieber 87 anlie gend, einen nach der Seite der Stempelräder 48 hin bis an die quer zum Zylinder liegen den Achsebenen der letzteren hin reichenden Arm 90; der letztere steht durch einen Kur belzapfen 91 und eine über diesen greifende seitwärts vom Schieber 87 abstehende Gabel 87' (Fig. 10) mit dem Schieber 87 derart in Bewegungsverbindung, dass eine Verschie bung des Schiebers eine Drehung des Armes 90 zur Folge hat. Das freie Ende des Armes 90 ist gegen die Stempelräder hin gebogen, besitzt eine abgeschrägte Spitze 90' und dringt mit dieser bei der Drehung des Armes 90 in Fig. 11 im Uhrzeigerdrehsinne -in ent sprechende Ausschnitte 92 der Stempel 81 ein.
Hierdurch werden diese nach aussen in die Öffnung 84 der Markendruckplatte 82 ge schoben und darin gehalten. Bei einer Dre hung des Armes 90 in entgegengesetzter Richtung gibt der Arm 90 die Stempel frei. die durch eine für alle Stempel jedes Stem pelrades gemeinsame, auf der Zeichnung nicht ersichtliche Ringfeder nach innen und damit aus der Öffnung 84 der Druckplatte 82 zurückgezogen werden.
Damit die zum Abdruck zu bringenden Stempel vor dem Verschieben nach aussen genau auf die Druckplattenöffnung 84 ein gestellt sind, ist auf einem Achszapfen 95 eines vom Lagerkörper 42 in Fig. 1 nach rechts abstehenden Armes 96 ein Hebel 9 7 gelagert, welcher an einem Ende Gleitrollen- zapfen 98 in die Steuernut 85 eingreift und am andern Ende fünf Zähne 99 trägt, die in je eine Zahnlücke der Zahnräder 57a bis 57e eingreifen, wenn sie einwärts bewegt wer den. Die Räder 57a bis 57e dienen also sowohl zum Drehen der Stempel räder 48, 81, als auch zum Feineinstellen der letzteren in bezug auf die Druckplattenöff nung 84.
Natürlich erfolgt dieses Feinein stellers der Stempelräder vor dem Einschie- ben der Stempel in die Öffnung 84, und zwar erfolgen beide Funktionen selbsttätig nach einander, sobald der Druckzylinder in Dre hung versetzt worden ist. Die Nut 85 hat zwei kreisbogenförmige Teile mit verschie denem Radius (Fig.
10), deren Übergangs stellen einander diametral gegenüberliegen, während die Zapfen 86 und 98 in der Dreh richtung so zueinander versetzt sind, dass bei der Drehung des Druckzylinders in der Pfeilrichtung der Zapfen 98 zuerst in den nach aussen führenden Kurvenübergang 85' und nachher der Zapfen 86 indem Kurvenüber gang 85" einwärts geführt, das heisst zuerst durch den Hebel 97 die Stempelräder genau eingestellt und dann durch den Schieber 87 und den Arm 90 die zum Abdruck zu brin genden Stempel nach aussen geschoben wer den.
Die Begrenzung der Ausgangsstellung des Druckzylinders 1-1, welcher gewöhnlich nach jeder Umdrehung stillgesetzt wird, das Entsperren der Kupplungsräder 72 und die Freigabe der Sperrklinken 78 durch einen die letzteren beherrschenden, auf dem Boden 8 verschiebbaren Sperr-Rechen 100 erfolgt gleichzeitig mittelst nachstehend beschriebe ner Vorrichtung. Der Sperr-Rechen 100 ist durch den einen Flansch eines mit seinem Steg auf dem Boden 8 liegenden U-förmigen Schiebers 101 gebildet, dessen anderer Flansch an seinem in Fig. 1 rechten Ende einen Ausschnitt 10,2 aufweist, in den von oben ein auf der. Achse 73 festsitzender Arm 10'3 eingreift.
Der Arm 103 trägt einen Zap fen 104, welcher durch eine Durchbrechung des Ringes 15 hindurchragt und unter dem Einfluss einer die Achse 73 nach rechts zie henden Feder 105 an der Ringfläche 16' des Ringes 16 anliegt. Die Feder 10,5 bewirkt, da3 der Zapfen 104 in einen Ausschnitt (Ver tiefung) 106 (Fig. 3) der Ringfläche 16' ein- tritt, sobald er diesen Ausschnitt erreicht. Dadurch wird der Druckzylinder angehalten und gegen Drehen gesichert.
Gleichzeitig werden durch die Verschiebung der Achse 73 die Kupplungsräder 72 und der Schieber 101 aus der Stellung in Fig. 2 in :die Stellung nach Fig. 1 verschoben, das heisst die Sper rung der Einstellringe 71 aufgehoben. In einen Längsschlitz 107 des einen Flansches des Schiebers 101 greift ein Zapfen 108 des einen Armes eines bei 109i gelagerten Win kelhebels 110, dessen anderer Arm gabelför mig ausgebildet ist und über den runden Hals 38u des Sperrhebels 38 greift. Die auf den letzteren wirkende Feder 39 ist jedoch stärker als die die Achse 73 nach rechts zie hende Feder 105, weshalb die letztere nur dann eine Verschiebung der Achse 73 mit den mit ihr gekuppelten Teilen bewirken kann, wenn der Sperrhebel 38 in seiner Sperr stellung (Fig. 5) gehalten ist.
Das Spiel des Zäpfens 108 im Schlitz 107 ermöglicht es, dass der Hebel 38 durch den Kupplungshebel 22 aus seiner Ruhelage (Fig. 6) in seine Arbeitsstellung bewegt werden kann, ohne den Schieber 101 nach rechts zu schieben. So lange nämlich der Zapfen 104 nicht zum Ausschnitt 106 des feststehenden Lager ringes 16 gelangt ist, verhindert der letztere eine Verschiebung des Schiebers 101 nach rechts und damit auch ein Einstellen der Ein stellringe 71 und der Stempelräder, bevor der Druckzylinder seine Ausgangs- respektive Sperrstellung erreicht.
Die Auslösung der Maschine bezw. die Freigabe des Sperrhebels aus seiner Arbeits stellung (Fig. 5) wird bewirkt durch nach stehend beschriebene Vorrichtung. Mit der Sperrnocke 40 in ein Haken 111 gelenkig ver bunden, welcher durch eine Feder 112 nach unten gezogen wird. Der Haken 111 greift mit seinem nach unten gebogenen Ende über den mit einer Aüslösenase 1l3 versehenen, nach oben ragenden Arm eines auf einer lie genden Welle 115 festsitzenden Winkelhebels 11G, dessen nach einwärts ragender Arm mit einem Stift 117 von seitwärts mit Spiel in eine Öffnung 118 eines Lappens 119 des Hakens 111 eingreift.
Der Stift 117 hebt den Haken 111 nicht sofort über die Nase 113, wenn der Winkelhebel 116 aus der Stel lung in Fig. 5 in die in Fig. 6 gezeigte Stel lung bewegt wird, sondern die Hebelnase 113 zieht den Haken 111 zuerst etwas nach links. Die Welle 115 trägt an ihrem vordern End- teil neben dem erweiterten Teil des Druck zylinders einen schräg abwärts gerichteten, gabelförmigen Fühler 120, welcher bei ge sperrter Maschine nach unten über drei im Abstand nebeneinander auf einer gemein samen Welle 121 (Fig. 4) angeordnete Füh rungsrollen 122 vorsteht (Fig. 5). Eine auf den Hebel 116 wirkende Feder 123 hält den Fühler 120 stets in dieser Stellung.
Durch die Betätigung des Fühlers 120 durch einen in die Maschine eingeführten Brief wird die Welle 115 mit dem Hebel 116 entgegen der Wirkung der Feder 128 links herum gedreht. Diese Drehbewegung der Welle 115 kann vorzugsweise auch von Hand, zum Beispiel durch Niederdrücken einer auf der Welle 115 sitzenden, nicht gezeichneten Haltetaste be wirkt werden, wenn dies beispielsweise zum Frankieren eines Briefes von aussergewöhn lich grossem Format nötig sein sollte. Dabei zieht der Hebel 116 mit seiner Nase<B>1.13</B> den Haken 111 und mit diesem den Sperrnocken 40 nach links, der mit zwei übereinander angeordneten Nasen 40' und 40" versehen ist. In seiner Arbeitsstellung ist der Sperrhebel 38 durch die Nase 40' gehalten.
Sollte aus irgend einem Grunde der Schieber 10,1 an einer Verschiebung nach links (Fig.-1 und 2) verhindert sein, zum Beispiel weil einer der Ringe 71 nicht so eingestellt ist, dass die be treffende Klinke 78 in eine der Rasten 76 eintreten kann und infolgedessen- der Schie ber an der betreffenden Klinke anstösst, so kann der Hebel 38 infolge seiner Verbin dung mit dem,Schieber 101 durch den Hebel 110 nicht nach oben über die Nase 40" hin ausschwingen. Der Sperrhebel 38 wird ,dann durch diese Nase 40" gehalten. In einem solchen Falle kann dann die Maschine nicht ausgelöst werden.
Vorerst muss .durch eine richtige Einstellung die Ursache -der Stö rung behoben und erst dann die Auslösung der Maschine, bewirkt werden. Zum Antrieb des Druckzylinders von Hand auf der linken Seite der Maschine ist der Ring 29 mit einem Zahnrad 124 versehen, das mit einem Zahn rad 12-5 kämmt, welches'eine Hohlnabe 126 zum Einstecken einer Handkurbel von aussen besitzt.
Um die Maschine von Hand auf der rechten Seite mittelst Handkurbel antreiben zu können, ist mit dem Zahnrad 124 durch ein Zahnradgetriebe 127, 128 eine auf die ganze Länge der Maschine sich erstreckende Welle 129 in Bewegungsverbindung, die am rechten Ende eine Büchse 130 zum Einstek- ken der Handkurbel trägt.
Die Handhabung und Wirkungsweise der beschriebenen Wertstempelmaschine ist kurz zusammengefasst, folgende.
Die zum Drucken eines bestimmten Wer tes dienenden Stempel 81 werden bei in Fig. 1 dargestellter Grundstellung der Ma schine durch Drehen der Einstellringe 70, 71 (Fig. 1, 7) der Öffnung 84 der Druckplatte 82 gegenüber eingestellt. Beim Einführen eines Briefes in die Maschine wird der Füh ler 120 aufwärts bewegt, die Welle 115 ge dreht, durch deren Hebel 116 und den Haken 111 der Sperrnocken 40 zurückgezogen. Der frei gewordene Sperrhebel<B>38</B> gibt dann den Kupplungshebel 22 frei, welcher die Kupp lung schliesst und den Antrieb des Druck zylinders, sei es mit dem Motor oder mit der Handkurbel ermöglicht.
Gleichzeitig mit dem Ausschwingen des Hebels 38 wird durch den mit ihm gekuppelten Hebel 110, der Schieber 101 mit dem Sperr-Rechen 100 ver schoben, durch den letzteren die Klinken 78 und die Einstellringe 70, 71 gesperrt, der Stift 104 aus dem Ausschnitt 106 heraus gezogen, die Stange 73 mit den Kupplungs rädern 72 aus der Stellung in Fig. 1 in die Stellung nach Fig. 2 verschoben und dadurch die Einstellringe 70, 71 von den Ringen 69 entkuppelt. Zu Beginn der Drehung des Druckzylinders werden durch den von der Nut 85 gesteuerten Hebel 97 dessen Zähne 99 mit den Zahnrädern 57a bis 57e in Ein griff gebracht und hierdurch die Stempel räder bezw. deren zum Abdruck zu brin gende Stempel genau auf die Druckplatten- öffnung 84 eingestellt.
Unmittelbar nachher werden diese Stempel ebenfalls von der Nut 85 aus durch den Schieber 87 und den Hebel 90 in die Öffnung 84 hineingeschoben und darin festgehalten. Nachdem der Abdruck auf dem Einlegestück, Brief, Karte usw. er zeugt ist, kurz bevor der Druckzylinder seine Ausgangsstellung wieder erreicht und die Zahnräder 57a bis 57e durch die Sperrzähne 99 freigegeben sind, wird der Hebel 90 aus den zum Abdruck gebrachten Stempeln her ausgezogen. Gleichzeitig wird der Sperr hebel 38 vom Kupplungshebel 22 eingerückt und der letztere durch den Sperrhebel 38 aus gerückt.
Sobald der Druckzylinder seine Ausgangs- respektive Sperrstellung erreicht, tritt der Zapfen 104 in die Rast 10e6 und sperrt zusammen mit dem Hebel 38 den Druckzylinder. Alsdann kann eine neue Einstellung der Stempelräder vorgenommen, oder, wenn dies für den nächsten Abdruck nicht erforderlich ist, der Druckzylinder in .der vorbeschriebenen Weise von neuem aus gelöst und wieder um eine Umdrehung ge <B>iz</B> werden.