CH161961A - Metalldampfgleichrichter mit Anodenschutzrohr. - Google Patents

Metalldampfgleichrichter mit Anodenschutzrohr.

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CH161961A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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      Netalldampfgleichrichter    mit     Anodenschutzrohr.       Fei     Metalldampfgleichrichtern    darf die  Stromdichte an der Anodenoberfläche einen  vom Material abhängenden Höchstwert nicht  überschreiten, weil sonst die     Anoden    schmel  zen würden. Ausserdem nehmen bei zu hoher       'Temperatur    auch die die Rückzündungen     be-          bünstigende        Elektronenemission    des Anoden  materials und die auf den Anoden durch den  Materialtransport im Bogen stets vorhan  denen     Verunreinigungen    zu.

   Es ist deshalb  gebräuchlich, für die Gleichrichter grosser  Stromstärke Anodenzahl und     -abmessungen     zu vergrössern. Dem     Parallelschalten    von  Anoden und auch :dem starken Vergrössern       ;ler    Anoden steht     jedoch,die    fallende Strom  spannungskennlinie des Lichtbogens ent  gegen, die das Vorschalten von so grossen       Ohm'schen    oder induktiven Widerständen  vor jede der an     dieselbe        Transformatorphase     angeschlossenen Anoden erforderlich macht,  dass diese Reihenschaltung von Widerstand  und Lichtbogen eine steigende Stromspan  nungskennlinie hat.

   Dieses komplizierte    Verfahren hat vor allem ausser dem grossen  Aufwand an Kupfer und dem .grossen Platz  bedarf den Nachteil, dass der Gleichrichter  mehr vakuumdichte Stromeinführungen be  nötigt. Es ist deshalb vorgeschlagen wor  den, diese Widerstände dadurch in das Va  kuumgefäss     hineinzuverlegen,    dass die Anode  unterteilt     wird    und je ein Widerstand einer  seits mit dem allen Teilen gemeinsamen       Stromdurchführungsleiter,    anderseits mit je  einem dieser Anodenteile verbunden ist.

    Selbst wenn der     spez.    Widerstand des Ano  denmaterials sehr gross ist, so dass durch  einfaches Einfräsen tiefer Schlitze und Spal  ten in .die Anode die den Oberflächenelemen  ten vorgeschalteten Widerstände aus dem  Anodenmaterial selbst in einfacher Weise  gewonnen werden, haftet diesem Verfahren  ein Mangel an, der in der Hauptsache darin  besteht, dass die Anode unnötig erhitzt wird.  



  Im Gegensatz zu den bekannten Anord  nungen wird bei der Anordnung nach der  Erfindung der Widerstand in :die Gasstrecke           belegt.    Erfindungsgemäss wird dieses da  durch erreicht,     dass    in einem .die Anode um  gebenden Rohr     Einbauten    in Form von  radialen Führungswänden vorgesehen sind.  Das genannte Rohr ist bei Gleichrichtern  mit     Metallgefäss    meistens sowieso vorhanden  und wird dort als     Anodenschutzrohr    bezeich  net.

   Dadurch, dass die Einbauten innerhalb  des Rohres erfindungsgemäss als radiale  Führungswände ausgebildet sind, ist nicht  nur eine Aufteilung der     Lichtbogenbahn    in  verschiedene Teilbahnen und damit eine       selbsttätige    Anpassung der wirksamen Ano  denfläche an den Belastungsstrom erzielt,  sondern in besonders vorteilhafter Weise  auch dafür Sorge getragen, dass die nach  Ablauf der positiven Halbwelle noch vor  handenen positiven Ionen wirksam aus der  Entladungsbahn entfernt werden, ohne dass  die Entladung in der     Vorwärtsstromrich-          tung        ungünstig        beeinflusst    wird.  



  Infolge der Ausbildung der Einbauten  als radiale Führungswände wird den zu be  seitigenden Ionen eine verhältnismässig grosse  Fläche     dargeboten,    und dabei nicht die Dif  fusion der     Ionen-    zu den Wänden .des     Ano-          denschutzrohres    hin (in radialer Richtung)  unterbunden. Die erfindungsgemässen Ein  bauten stellen eine     grosse    Gesamtfläche dar,  obwohl ihr     Querschnitt    (senkrecht zur  Achse der Entladungsbahn) eine verhältnis  mässig sehr kleine Fläche besitzt.

   Die Ein  bauten nach der Erfindung     haben    aus den       genannten    Gründen den besonderen Vorzug,  dass sie zwar in der angegebenen Weise  Rückzündungen wirksam unterdrücken, da  gegen die Entladungsbahn für den Vorwärts  strom nur insoweit beeinflussen, als eben  wünschenswert ist.  



  Die erfindungsgemässen Führungswände  sind vorteilhaft so     angeordnet,,dass    eine zen  trale     Bahn    für den     Liehtbogen    unbehindert  frei bleibt,     derart;    dass bis zu gewissen  Stromstärken der Spannungsabfall im Licht  bogen nicht nennenswert erheblich, dagegen  bei grösseren .Stromstärken, sobald sich der  Lichtbogen mehr den äussersten     .Stellen    der  Führungswände nähert, der Spannungs-         abfall    des Lichtbogens hinreichend     steigend     wird,

   und dadurch weiter aussen gelegene  Teile der Anode an der Entladung beteiligt  werden und nach Art von parallel geschal  teten Anoden der Gesamtspannungsabfall  nicht in unzulässiger Weise erhöht wird.  



  Die Einbauten sind     geeignet,    um die  Stromverteilung an der Anode     selbsttätig    zu  regeln, und daher auch besonders vorteilhaft  anzuwenden, wenn mehrere Anoden parallel  geschaltet sind. Wenn diese verschiedenen  parallel geschalteten Anoden in der erfin  dungsgemässen Weise mit Einbauten aus  gerüstet sind, so ist sichergestellt, dass nach  dem anfänglich nur eine Anode Strom ge  führt hat, von -einer     gewissen    Stromstärke  ab, soweit der Spannungsabfall zwischen       ,dieser    Anode und der Kathode hinreichend  steigend wird, eine     weitere    der parallel ge  schalteten Anoden die Stromzuführung zu  sätzlich übernimmt.

     Die gemäss der Erfindung vorgesehenen  Führungswände können von     Einbeulungen     des die Anode umgebenden Rohres (Anoden  schutzrohres) gebildet werden. Um sicher  zustellen, dass bei Beginn der negativen  Halbperiode der Anodenspannung aus dem  Entladungsraum der Anode zueilende posi  tive     Ionen    wirksam abgefangen werden, und  es nicht dazu kommt, dass etwa von der  Anode ausgehende Elektronen Dampfmole  küle ionisieren, ist es vorteilhaft,     dass    die       achsiale    Länge der Querwände grösser ist als  ihre radiale Länge.

   Insbesondere kann es  zweckmässig sein, die     (achsiale)    Länge der  Querwände     bezw.        Einbeulungen    grösser als  den Durchmesser des     Anodenschutzrohres    zu  wählen, so dass sie praktisch gleich oder  grösser     oder    aber zum mindesten in der  Grössenordnung der freien Weglänge der  Elektronen ist.  



  In andern Fällen ist es vorteilhaft, die  Führungswände so anzuordnen, dass sie, auf  einanderstehend, den Raum innerhalb des  die Anode umgebenden Rohres kreuzen.  



  Die     Führungswände    bestehen     zweckmässig     aus Metall. Besonders vorteilhaft hat es sich      erwiesen, Querwände aus Graphit herzu  stellen.  



  In     Fig.    1 und 2 der Zeichnung ist eine  Ausführungsform des Erfindungsgegenstan  des dargestellt, bei der die Führungswände  von     Einbeulungen    des     Anodenschutzrohres     gebildet werden. Unterhalb der Anode 34  ist die Anodenkammer durch     Einbeulungen     41 verengt. Wie aus der     Fig.    1 zu erkennen  ist, ist die Länge der     Einbeulungen    grösser  als der Durchmesser der Anodenkammer.       Fig.    4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Er  findung, bei dem innerhalb des die Anode  umgebenden Rohres senkrecht aufeinander  stehende Führungswände 42, 43, die den  Raum innerhalb des Rohres kreuzen, vor  gesehen sind.

   Die Führungswände 42, 43  bestehen vorzugsweise aus Graphit.  



  Für die Beurteilung der     Wirkungsweise     ist es erforderlich, die Entladungsvorgänge  im     Gleichrichtergefäss    zu erläutern. Bekannt  lich nimmt der Spannungsabfall von     Queck-          silberdampflichtbögen    von kleinem Strom  an bis zu dem Strom, den man bisher als       Vollaststrom        bezeichnete,    mit zunehmendem  Strom ab. Solche     Stromspannungscharak-          teristiken    nennt man "fallend" oder man  spricht von einem     "negativen"    Widerstand.

    Wird ein solcher Widerstand von Strom  durchflossen, so wird nach dem     Joule'schen     Gesetz auch in ihm Wärme erzeugt, wie in  einem eben so grossen positiven Widerstand.  



  Es hat sieh nun herausgestellt,     dass    bei  höherem Strom der Spannungsabfall wieder  zunimmt und schliesslich bei grossem Strom  auf einen beträchtlichen Wert ansteigt.  Diese Zunahme des     Lichtbogenabfalles    mit  zunehmendem Strom ist kennzeichnend für       Quecksilberdampfgleichrichter    mit niedrigem  Dampfdruck und hoher Belastung, während  in dem vorher erwähnten Bereich des nega  tiven     Lichtbogenwiderstandes    der Dampf  druck vorzugsweise hoch und die Strom  stärke niedrig ist. Der positive Widerstand  ist daher wahrscheinlich eine Folge der An  näherung an den Zustand restloser Ioni  sation aller in dem Raum vor den Anoden  befindlichen Quecksilberatome.

   Ein Beispiel    einer derartigen Kurve ist mit a in     Fig.    3  gezeichnet.  



  Es hat sich ferner herausgestellt, dass der       Grenzstrom,    der mit Sicherheit durch eine  Anode bewältigt werden kann, beträchtlich  über dem Wert liegt, bei dem der Licht  bogenwiderstand positiv wird.  



  Wenn mehrere Anoden parallel geschaltet  sind, führt die Anode, die die kleinste     Zünd-          spannung    hat, bei kleiner Belastung den  Gesamtstrom, und dieser Zustand bleibt bei  zunehmendem Gesamtstrom während des  fallenden Teils der     Stromspannungskennlinie     des Lichtbogens und im steigenden Teil die  ser Kurve bis zu dem Punkt     bestehen,    bei  dem die Zündspannung einer andern der  parallel geschalteten Anoden überwunden  wird. Dann beginnt auch diese Anode, Strom  zu führen.  



  Diese Verhältnisse sind in     Fig.3    dar  gestellt. Mit a ist die     Stromspannungskenn-          linieeines    mit niedrigem Dampfdruck arbei  tenden     Quecksilberdampfgleichrichters    wie  dergegeben, bei dem der     Lichtbogenabfall,     also die Spannung zwischen Anode und Ka  thode, als Ordinate und der Anodenstrom als  Abszisse aufgetragen sind. Der Grenzstrom  für eine einzelne Anode liegt beispielsweise  ungefähr beim Punkt 30 der Kurve a, und  er entspricht einer Spannungsdifferenz von  ungefähr 50     V    zwischen Anode und Ka  thode. Die Kurven b und c stellen den  Strom dar von zwei parallel geschalteten  Anoden.

   Wenn der als Abszisse aufgetra  gene Strom klein ist, wird er vollkommen  durch eine Anode fliessen, wie es die Kurve       b    wiedergibt. Der     Lichtbogenabfall    nimmt  nämlich bei so kleinem Strom mit zunehmen  dem Strom ab, so dass der Gesamtverlust  kleiner ist, wenn eine Anode den ganzen  Strom führt, als wenn zwei parallel  geschaltete Anoden je etwa .den halben  Strom führen.

   Wenn der Strom den Bereich  des negativen     Lichtbogenwiderstandes    über  s     e        'hritten        und        einen        bei        31        angedeuteten        angedeuteten     Wert erreicht hat, der dem Punkt<B>32</B> im       positiven    Bereich des Widerstandes der  Kurve a entspricht, bei dem der Spannungs-           abfall    gerade so gross ist wie die     Zündspan-          nung    der zweiten Anode, beginnt diese  Anode, Strom zu führen, wie Kurve c dar  stellt.

   Von diesem Punkt an beginnt die  gleichmässigere     Verteilung    der parallel  geschalteten Anoden. Der noch bestehende  Unterschied des von ihnen geführten Stro  mes ist hauptsächlich eine Folge des durch  die Verschiedenheit der Länge des Licht  bogens zwischen Anode und Kathode ver  ursachten Unterschieds im     Lichtbogenwider-          stand.     



  Da beim Punkt     .31    der Strom kleiner ist  als der höchste, für eine einzelne Anode zu  lässige Strom, nämlich kleiner als der Strom  bei Punkt 30, ist die ungleichmässige Ver  teilung bis zu dieser kleinen Belastung nicht  nachteilig für die allein     brennende    Anode.  Bei grossen     Belastungen,    die sich dem Grenz  wert 30 nähern, verteilt sich der Strom     ziem-.,          lich    gleichmässig auf die Anoden. Es ist  demnach der Gesamtstrom, der durch das  Anodenpaar übertragen werden kann, un  gefähr doppelt so gross wie der, der mit  Sicherheit durch eine einzige Anode     ülber-          tragen    werden kann.

   In derselben Weise  können drei oder mehr Anoden miteinander  oder mit einer einzigen Transformator  klemme verbunden werden. Der gesamte       Anodenstrom    kann dann auf das Drei- oder  Mehrfache desjenigen     Stromes    vergrössert  werden, der durch eine einzige Anode glei  cher Grösse     übertragen    werden kann, ohne  dass äussere     Mittel    zur Stabilisierung der  Parallelschaltung erforderlich sind.  



  Ein weiterer     Schritt,    der besonders für  Gleichrichter mit Metallgefäss, bei denen der  Querschnitt des Durchführungsleiters sehr  gross gewählt werden kann, von Bedeutung  ist, besteht in der Vereinigung dieser klei  nen Anoden zu einer grossen Anode mit  einem bis dicht vor die     Anodenoberfläche     unterteilten     Lichtbogenführungsrohr.    An  statt also die parallel geschalteten Anoden  ausserhalb des Metallgefässes miteinander zu  verbinden, können sie innerhalb des Gefässes  miteinander verbunden oder sogar zu einer  einzigen grossen Anode vereinigt sein, zu der    der Lichtbogen über zwei oder mehr parallele  Wege geleitet wird.

   Es hat sich heraus  gestellt, dass eine Anode, der in dieser Weise  der Strom zugeführt wird, denselben Strom  mit Sicherheit führen kann wie zwei oder  mehrere kleinere in der oben beschriebenen  Weise parallel geschaltete Anoden. Wenn  jedoch eine einzelne grosse Anode innerhalb  eines grossen Anodenarmes mit einem ein  zigen zu ihr führenden     Durchlass        angeordnet     ist, arbeitet sie bei demselben Dampfdruck       nicht    so zufriedenstellend wie die kleineren  Anoden bei demselben Dampfdruck. Es  muss vielmehr der Druck soweit erniedrigt  werden, dass die grosse Anode     nicht    mehr  Strom führt als eine einzelne kleine Anode.

    Beispielsweise muss eine in einem Arm von  25 cm Durchmesser angeordnete Anode bei  einem Druck von ungefähr 0,0006 mm     Rg     arbeiten, damit sie denselben Strom führen  kann wie eine in einem Arm von 7,5 cm       angeordnete    und bei ungefähr 0,005 mm  Dampfdruck arbeitende Anode. Falls in bei  den. Fällen nur eine Gleichspannung von  3000 V entnommen werden soll, ist es nicht  erforderlich, dass die parallelen Wege zu der  Anode vollkommen getrennt verlaufen, son  dern sie können auch dicht     nebeneinander     liegen.  



  Ohne sich auf eine bestimmte Theorie       festzulegen,    kann man annehmen, dass das  Kriterium für eine geeignete Bauart von der  Wahrscheinlichkeit abhängt,. mit der ein  Elektron, das von der Anode zur Kathode  wandert, die Wände oder     Lichtbogenführung     oder des Gefässes     berührt,    bevor es mit einem       Quecksilberatom    zusammentrifft. Wenn diese  Wahrscheinlichkeit unterhalb eines bestimm  ten Wertes liegt, ist ein     zufriedenstellendes     Arbeiten möglich. Wenn diese Wahrschein  lichkeit ,grösser ist, können Rückzündungen  auftreten.

   Die kritische     Zusammenstosswahr-          scheinlichkeit    hängt von der gleichzurichten  den Spannung ab, und sie ist     umso    kleiner,  je höher die Spannung ist.  



  Die     Lichtbogenführungsrohre    müssen so  bemessen sein,     dass    oberhalb eines Strom-      wertes, bei dem ein einem Führungsrohr zu  geordnetes Oberflächenelement der Anode  durch den Gesamtstrom überlastet würde,  der     Lichtbogenwiderstand    positiv ist und  gross genug, um eine ausreichende gleich  mässige Verteilung des Stromes auf die  parallel geschalteten Rohre zu bewirken. Es  ist klar, dass die     Lic.htbogenführung    ihren  Zweck nur erreicht, wenn die Führungs  wände bis unmittelbar an die Anoden ge  führt werden.     Beträgt,der    Abstand     zwischen     ihrem Ende und der Anode mehr als 10 cm,  so hört die Wirkung vollkommen auf. Die  günstigste Entfernung ist etwa 1 cm.

   Bei  zu kleinem Abstand stört die im Anodenfall  freiwerdende Wärme, weil durch sie die       Führungswände        schmelzen.    Hinsichtlich der  Abmessungen der Führungskanäle hat man  einen weiten Spielraum, da mit langen, wei  ten Kanälen dieselbe Wirkung erzielt wer  den kann wie     mit    kurzen, engen.  



  Die .durch diese Führungen erzwungenen       Lichtbogenverluste    sollten schon mit Rück  sieht auf den Wirkungsgrad nicht unnötig  gross gemacht werden. Es besteht aber auch  die Gefahr, dass bei zu grossem zusätzlichen       Lichtbogenabfall,    der eine Potentialdiffe  renz zwischen dem Eingang und     Ausgang     des     Bogens    in den Kanal darstellt, diese  Differenz sich über die Führungswände des  Kanals, falls sie aus Leitern bestehen, aus  gleichen. Es bildet sich dann an der der  Anode zugewandten Seite eine     ano-dische     Entladung.

   Diese Gefahr kann durch Ver  wendung von Führungswänden aus Isolier  material     oder    auch durch     Unterteilen    der  Führungswände in voneinander .isolierte Ab  schnitte beseitigt werden.  



  Wenn anderseits die Stromdichte zu .gross  gewählt wird, ist ein zu grosser Prozentsatz  der Dampfatome     ionisiert.    Diese Ionen wer  den aus dem Führungskanal durch das elek  trische Feld entfernt, und es tritt ein Man  gel an Dampf und damit an Ionen ein. Der       Lichtbogenabfall    nimmt dann während jeder  Stromperiode von Anfang bis zum Ende zu.  Der Lichtbogen reisst dann häufig gerade bei  grosser Stromstärke in so kurzer Zeit     ab"dass       wegen der     Induktivität    des vom Anoden  strom durchflossenen Kreises sehr hohe       Überspannungen    auftreten.  



  Von besonderer Bedeutung ist die Besei  tigung der Ionen, welche am Ende einer  positiven     Halbperiode    in den Raum unter  halb der Anoden verbleiben. Wenn diese  Ionen nicht schnell absorbiert werden, kön  nen sie die Anode     bombardieren    und auf ihr  einen     Kathodenfleck    erzeugen. Um diese  Ionen zu absorbieren, ist der Raum unter  halb der Anode innerhalb der Anodenkam  mer in die erwähnten engen und verhältnis  mässig langen Räume unterteilt; deren Ober  flächen zum Absorbieren von Ionen geeignet  sind.

   Auch für diese Wirkung der Füh  rungswände ist es nicht unbedingt notwen  dig, dass sie aus leitendem Material bestehen;  Wände aus Isoliermaterial haben vielfach  dieselbe Wirkung.     Selbstverständlich    dürfen  Wände aus leitendem Material weder mit  der Anode noch mit der Kathode in leiten  der Verbindung     stehen.    Die Dimensionie  rung von Grösse und Abstand derartiger  Oberflächen hängt von der an die Anoden  anzulegenden Spannung und vom Strom ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Metalldampfgleichrichter, dadurch ge kennzeichnet, dass in einem die Anode um gebenden Rohr Einbauten in Form von radialen Führungswänden vorgesehen sind, zum Zwecke, den Widerstand der vom Licht bogen durchlaufenen Gasstrecke zu erhöhen. UNTERANSPRü(j'HE 1. Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die achsiale Ausdehnung der Führungswände grösser ist als ihre radiale Ausdehnung. 2. Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Füh rungswände den Raum innerhalb des Rohres kreuzend angeordnet sind. 3.
    Gleichrichter nach dem Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass die Füh rungswände so angeordnet sind, dass sie einen zentralen Innenraum freilassen. 4. Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbau ten aus Graphit bestehen. 5. Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbau ten aus Metall bestehen. 6. Gleichrichter nach dem Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Füh rungswände von radialen Einbeulungen des die Anode umgebenden metallischen Rohres gebildet werden. 7.
    Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Einbauten in Richtung der Achse des Rohres grösser ist als der Durchmesser des Rohres. b. Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbau ten an der Grenze des Anodenfallraumes beginnen und sich von dort in Richtung der Entladungsbahn erstrecken.
    9. Gleichrichter nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Verhinderung der Überlastung von parallel geschalteten Anoden oder Anoden teilen durch den Lichtbogenstrom, bei wel cher durch die Einbauten im Anoden schutzrohr Verengungen im Lichtbogen wege entstehen, deren Grösse, Länge und Lage derart bemessen und zueinander abgestimmt sind, dass bei geringen Be lastungen des Gleichrichters der Licht bogenstrom praktisch vollständig von einer Anode bezw. einem Anodenteil übernommen ist, und erst, wenn der Lichtbogenstrom einen Wert erreicht,
    der in der Nähe der maximal zulässigen Be lastung dieser Anode bezw. dieses Ano denteils liegt, der Stromzuwachs von den andern mit ihr- bezw. ihm parallel ge schalteten Anoden bezw. Anodenteilen aufgenommen wird.
CH161961D 1929-08-13 1930-08-11 Metalldampfgleichrichter mit Anodenschutzrohr. CH161961A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE766054C (de) * 1938-09-01 1952-12-22 Aeg Gas- oder dampfgefuellte Roentgenroehre mit fluessiger Kathode

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE766054C (de) * 1938-09-01 1952-12-22 Aeg Gas- oder dampfgefuellte Roentgenroehre mit fluessiger Kathode

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