DE766054C - Gas- oder dampfgefuellte Roentgenroehre mit fluessiger Kathode - Google Patents
Gas- oder dampfgefuellte Roentgenroehre mit fluessiger KathodeInfo
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- DE766054C DE766054C DEL98896D DEL0098896D DE766054C DE 766054 C DE766054 C DE 766054C DE L98896 D DEL98896 D DE L98896D DE L0098896 D DEL0098896 D DE L0098896D DE 766054 C DE766054 C DE 766054C
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J35/00—X-ray tubes
- H01J35/22—X-ray tubes specially designed for passing a very high current for a very short time, e.g. for flash operation
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Description
Es sind gas- oder dampfgefüllte Röntgenröhren mit flüssiger Kathode und dem
Anodenkörper vorgelagerten Einbauten, die durch Verengung der Entladungsbahn unter
Mitwirkung einer im Anodenkreis angeordneten Induktivität eine selbsttätige Stromunterbrechung
bewirken, bekannt. Erfindungsgemäß wird die Wiederzündung der Entladung bei solchen Röntgenröhren nach jeder
Stromunterbrechung durch einen dauernd innerhalb einer Kühlschlange brennenden
Hilfslichtbogen bewirkt. Es sind bereits
Quecksilberdampfgleichrichter bekannt, bei denen die Wiederzündung der Entladung nach
jeder Stromunterbrechung durch einen dauernd brennenden Hilfslichtbogen erfolgt.
Überraschenderweise kann man einen solchen Hilfslichtbogen auch bei den. erfindungsgemäßen
Röntgenröhren verwenden, obgleich bei diesen zur Entstehung der hohen Spannung am Entladungsgefäß ein außerordentlich
niedriger Dampfdruck in dem Augenblick der Unterbrechung der Bodenentladung herrschen muß. Durch die den Hilfslichtbogen
umgebende Kühlschlange wird jedoch anscheinend eine so schnelle Kondensation des
Dampfes der Kathodenflüssigkeit erreicht, daß der Lichtbogen in außerordentlich kurzer
Zeit abreißt.
Die Figuren zeigen in schematischer Weise Ausführungsbeispiele der Erfindung. In Fig. ι
ist eine Röhre dargestellt, die aus einem zweiteiligen Glaszylinder besteht. Der untere, die
ίο Quecksilberkathode aufnehmende Teil ist durch eine Metallplatte ι abgeschlossen, während
der obere Teil die Anodenteile aufnimmt. Die Platte ι trägt eine Kühlschlange 2.
die zur Begrenzung des Quecksilberdampfdruckes während des Betriebes dient. Von der
Elektrode 3 brennt eine Hilfsentladung zur Kathode 4, die mit einer bekannten Tauchelektrode
5 gezündet wird. Der Kathodenfleck dieser Hilfsentladung kann in bekannter
Weise durch einen Ring 6 begrenzt werden. Die Hilfsentladung wird aus einer Gleichstromquelle
7 über einen Widerstand 8 gespeist.
Der obere Teil des Glasgefäßes trägt den Anodenstiel 9, der mittels einer fließenden
Kühlflüssigkeit gekühlt wird. An dem Anodenstiel ist ein Teil 10 angebracht, der in einer
Bohrung ir die Antikathode 12 aufnimmt. Die
Antikathodenfläche ist zur Achse des Entladungsgefäßes geneigt angeordnet, so daß die
Röntgenstrahlen seitlich durch die Bohrung 13 auftreten können. Durch die Platte 14 wird
die Entladung auf einer bestimmten Länge der Entladungsbahn eingeengt. Eine weitere
Einengung erfolgt durch den eine innere Öffnung von etwa 1 cm Durchmesser aufweisenden
Ring 15. 16,17 und 1^ smd Schutzringe,
die die von den beschleunigten Elektronen in der Xähe der Anode gebildeten Ionen auffangen und zur elektrostatischen
Abschirmung dienen sollen. Die Anbringung von mehreren die Entladung begrenzenden
Ringen 19, 20 und 21 in Fig. 4 macht es möglich, daß die Anordnung mit höheren
Spannungen betrieben wird als im Fall eines einzigen Ringes.
Das Entladungsgefäß ist über die Induktivität 25 und den Widerstand 22 an die
Gleichstromquelle 23 von einigen hundert Volt angeschlossen. 24 ist ein im Hauptentladungskreis
liegendes Amperemeter, mit dem die Größe des Lichtbogenstromes festgestellt wird. Parallel zu der Induktivität 25
und dem Entladungsgefäß ist ein Kondensator 26 geschaltet, der durch ein Voltmeter
2y überbrückt ist. Dem Entladungsgefäß ist eine Funkenstrecke 28 in Serie mit einem
Widerstand 29 parallel geschaltet. Diese Funkenstrecke stellt eine Begrenzung der am
Entladungsgefäß auftretenden Spannung nach oben dar.
Sobald nach einmaliger Zündung der Strom durch das Entladungsgefäß fließt, bildet sich
in demselben eine Bogenentladung von verj hältnismäßig geringem Spannungsabfall aus.
Unter den geschilderten Umständen steigt nunmehr der Lichtbogenstrom linear mit der
ί Zeit an, wie es in der Fig. 2 durch die Strecke A dargestellt ist. Die Geschwindigkeit
des Anstieges der Stromstärke ist in erster Linie durch den Wert der Induktivität
25 bestimmt. Sobald eine bestimmte Stromstärke erreicht ist (Punkt B in Fig. 2), erlischt
plötzlich die Leitfähigkeit des Rohres, so daß der Strom plötzlich absinkt (C in
Fig. 2).
Eine strenge Theorie dieser Erscheinung scheint zur Zeit noch nicht möglich zu sein.
Man kann sich jedoch diesen Vorgang etwa folgendermaßen erklären: Wenn der Strom
ansteigt, so wird durch die wechselseitige Bewegung der Ionen und Elektronen, insbesondere
in der engen Öffnung 30. ein großer Teil der Gas- oder Dampfmoleküle aus dem Gebiet
dieser Öffnungen in Richtung auf die Anode bzw. Kathode mitgerissen, so daß eine
Entladung in Form eines Lichtbogens nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Eine
Entladung ist von nun ab nur mehr unter alleiniger Wirkung der Elektronen möglich,
so daß die Charakteristik des Rohres nunmehr die einer reinen Elektronenentladung
wird. Es ist somit möglich, daß an der öffnung 30 bzw. 31, t,2, 33 sich große elektrische
Felder ausbilden können.
Wenn bei diesem Vorgang die Induktivität 25 einen genügend großen Wert hat, so kann
durch den geschilderten \~organg am Entladungsrohr eine Spannung hervorgerufen
werden, die zur Erzeugung von Röntgenstrahlen ausreicht. Der Verlauf der Spannung
am Entladungsgefäß ist in Fig. 3 über demselben Zeitmaßstab wie in Fig. 2 dargestellt.
Wie man dieser Figur entnimmt, nimmt die Spannung beim Zusammenbruch des Lichttogens
im Punkt B sehr hohe Werte gegenül)er der normalen Lichtbogenspannung an.
Solange diese hohe Spannung am Entladungsrohr liegt, werden sämtliche Elektronen, die zufällig in der Umgebung der off- no
nung 30 vorhanden sind, mit großer Geschwindigkeit auf die Anode beschleunigt, wo sie
Röntgenstrahlen von großer Intensität und Härte auslösen.
Der Ouecksilberdampfdruck kann sich l>ei
einer solchen Anordnung in den Grenzen von einigen Bruchteilen eines tausendstel Millimeters
bis zu einigen tausendstel Millimetern bewegen. Im Fall von Xeon kann der Gasdruck
mehrere Male so groß sein. In jedem Fall jedoch ist der bei solchen Entladungsü'efäl.!en
verwendete Druck mindestens ro- bis
ioomal größer als in den bekannten gasgefüllten
Röntgenröhren mit kalter Kathode.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Gas- oder dampf gefüllte Röntgenröhre mit flüssiger Kathode und dem Anodenkörper vorgelagerten ringförmigen Einbauten, die durch Verengung der Entladungsbahn unter Mitwirkung einer inίο dem Anodenstromkreis angeordneten Induktivität eine selbsttätige Stromunterbrechung bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiederzündung der Entladung nach jeder Stromunterbrechung durch einen dauernd innerhalb einer Kühlschlange brennenden Hilfslichtbogen erfolgt.
- 2. Entladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmigen Einbauten mit Kühlvorrichtungen versehen sind.·
- 3. Entladungsgefäß nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der der Anode zu gelegenen Seite der ringförmigen Einbauten Schutzkörper vorgesehen sind, die die von den beschleunigten Elektronen in der Nähe der Anode gebildeten Ionen auffangen.
- 4. Entladungsgefäß nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmigen Einbauten und Schutzkörper aus Metall bestehen.
- 5. Entladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Durchmesser der Einbauten im Verhältnis zum Durchmesser der freien Kathodenoberfläche klein ist.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:Deutsche Patentschrift Nr. 566669;österreichische Patentschrift Nr. 143 570:schweizerische Patentschriften Nr. 161 961, 170 211.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 5610 12.52
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US227927A US2206710A (en) | 1938-09-01 | 1938-09-01 | Pool-type X-ray tube |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE766054C true DE766054C (de) | 1952-12-22 |
Family
ID=22855014
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL98896D Expired DE766054C (de) | 1938-09-01 | 1939-08-26 | Gas- oder dampfgefuellte Roentgenroehre mit fluessiger Kathode |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2206710A (de) |
| BE (1) | BE436501A (de) |
| DE (1) | DE766054C (de) |
| FR (1) | FR859683A (de) |
| GB (1) | GB532479A (de) |
Families Citing this family (6)
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|---|---|---|---|---|
| US2429217A (en) * | 1942-05-07 | 1947-10-21 | Electronized Chem Corp | Device for treatment of matters with high-speed electrons |
| US2438191A (en) * | 1943-06-19 | 1948-03-23 | Westinghouse Electric Corp | High-pressure modulator tube |
| US2428616A (en) * | 1943-11-02 | 1947-10-07 | Philco Corp | Electrical protective device |
| US2508529A (en) * | 1948-03-06 | 1950-05-23 | Bell Telephone Labor Inc | Gaseous electronic discharge device |
| US2840632A (en) * | 1952-06-02 | 1958-06-24 | Henry W Parker | Cathode spot television receiving system |
| US3254255A (en) * | 1963-01-04 | 1966-05-31 | Westinghouse Electric Corp | Mercury vapor discharge device having a novel brazing alloy |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| CH161961A (de) * | 1929-08-13 | 1933-05-31 | Aeg | Metalldampfgleichrichter mit Anodenschutzrohr. |
| CH170211A (de) * | 1932-03-03 | 1934-06-30 | Meaf Mach En Apparaten Fab Nv | Entladeröhre mit Gas- oder Dampffüllung. |
| AT143570B (de) * | 1934-06-26 | 1935-11-25 | Meaf Mach En Apparaten Fab Nv | Vakuumentladeröhre. |
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0
- BE BE436501D patent/BE436501A/xx unknown
-
1938
- 1938-09-01 US US227927A patent/US2206710A/en not_active Expired - Lifetime
-
1939
- 1939-08-26 DE DEL98896D patent/DE766054C/de not_active Expired
- 1939-08-30 FR FR859683D patent/FR859683A/fr not_active Expired
- 1939-08-31 GB GB25011/39A patent/GB532479A/en not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2206710A (en) | 1940-07-02 |
| FR859683A (fr) | 1940-12-24 |
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| GB532479A (en) | 1941-01-24 |
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