CH162725A - Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem und veredeltem Kaffee. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem und veredeltem Kaffee.

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CH162725A
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A-G Coffex
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Coffex A G
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  verfahren zur     (Herstellung    von     coffeinfreiem    und     veredeltem    Kaffee-    In einer französischen Patentschrift wird  ein Verfahren zur Herstellung von     coffein-          freiem    Kaffee und Extraktion beschrieben,  nach welchem als Extraktionsmittel     "dichlo-          rure        -d'acethylene        symetrique"    (in chemi  schem Sinne nicht eindeutig, vielfach kurz       "dichlorethylene"    genannt) zur     Verwendung     kommt.  



  Zur Klasse der     Dichloräthylene    gehören  verschiedene Verbindungen. Man unterschei  det zwei symmetrische und ein unsymme  trisches     Dichloräthylen.    Diese Verbindungen  haben zum Teil sehr verschiedene Eigenschaf  ten, aber die beiden Verbindungen<B>"</B>     dichlorure          d'acethylene    cis" und     "dichlarure        d'ac6thy-          len.e    traps" .sind einander sehr ähnlich, so  dass in der Literatur verschiedentlich Ver  wechslungen vorkamen.  



  Die erwähnte französische Patentschrift  bezieht sich auf .die Verwendung eines Ge  misches der     symmetrischen        Dichloräthyl.ene.       Versuche ergaben, dass sich für die Extrak  tion von     Coffein    aus     Kaffee    zum Zwecke  der     coffeinfreien    Kaffeeherstellung beson  ders das     "dichlorure        cl'acethylene        syme-          trique        traps"        (CHCl    :     CHCl)    eignet, welches  zu diesem Zweck eigens hergestellt wird.

   Es  hat den grossen Vorteil der     Beständigkeit.     Ferner besitzt es die vorzügliche Eigen  schaft, den Kaffee schnell zu benetzen (er  wird also von diesem rasch aufgesogen, wo  durch die Diffusion rasch vonstatten geht).  Das     trans-Dichloräthylen    hat auch     gegenüber     andern     Chlorkohlenwasserstoffen    den Vor  teil, ein verhältnismässig niedriges spezi  fisches Gewicht zu besitzen. Bei der zu ver  wendenden Menge Lösungsmittel kommt es  auf seinen Volumenanteil in erster Linie  und nicht auf die Gewichtsmenge an..

   Unter  ,den gleichen Bedingungen löst es     etwas     weniger an     "Kaffee-Lipoiden"    auf als ähn  liche, für diesen     Zweck    vorgeschlagene  Extraktionsmittel. Die     Verdampfungswärme         ist eine relativ niedrig. Es besitzt aber  nicht die grosse     Tension    wie     Methylenchloricl          (CHzC12),    daher .sind die Verluste im Be  triebe durch Verdunstung viel geringer.

   Das       Methylenchlorid    besitzt für die Extraktion  von Kaffee noch weitere     Nachteile,    so     .dass     es zweckmässig -ist, von der Verwendung       dieses    Mittels zwecks Isolierung von     Coffein     aus Kaffee abzusehen.    Das Verfahren zur     Entcoffeinierung    und  Veredlung von rohen Kaffeebohnen -durch  Extraktion gemäss der Erfindung ist dadurch  gekennzeichnet, dass man als Extraktions  mittel     trans-Dichloräthylen        (CHCl    :     CHCl)     verwendet.  



  Vorteilhaft werden zur Herstellung von       coffeinfreiem        Kaffee    keinerlei alkalisch oder  sauer reagierende Chemikalien benutzt. Nach  J.     MacLang    kommen nur neutrale,     geruch-          und    geschmacklich     indifferente,    chemisch  beständige Extraktionsmittel in Frage. Die  Einwirkung grösserer Mengen Wasser wird  in allen Phasen zweckmässig vermieden.  



  Wasser selbst wäre ein vorzügliches       Extraktionsmittel    für die Isolierung von       Coffein    aus Kaffee. Es löst aber ausser     Cof-          fein:    andere wichtige Kaffeebestandteile auf.  



  Es kommen also für die Isolierung von       Caffein        ernstlich    nur, solche Extraktions  mittel in Betracht, die ausser     Coffein    keine  oder nur äusserst minimale Mengen anderer       Naffeebestandteile    lösen. Zu diesen Extrak  tionsmitteln gehört insbesondere das     trans-          Dichloräthylen.     



  Zwecks     Zellstofferweichung,        Quellung     und     Erweichung    der     Kaffeebohnen    wurden  dem Kaffee von aussen trockener oder nasser  Wasserdampf     zugeführt-    oder Wasser oder  wässerige Flüssigkeiten zugesetzt.     Detlefsen     erkannte, dass die Einwirkung von zugefüg  tem Wasser oder extra eingeleitetem     Wasaer-          dampf    unnütz ist, ja unter     gewissen    Um  ständen schädlich.

       Detlefsen    nahm die Vor  behandlung der     Kaffeebohnen    einfach in der  Weise vor, dass er sie     ohne    weitere Vorberei  tung in einem geschlossenen Gefäss nach     und       nach auf<B>150'</B> C erhitzte. Nachprüfungen  ergaben, dass durch das im Kaffee vorhan  dene Wasser eine Erweichung und eine     Q,uel-          lung    stattfindet. Die Bohnen verfärben sich  jedoch. Noch schädlicher ist aber die Um  setzung von gewissen     Kaffeebestandteilen.     Es erfolgen also chemische Reaktionen. Es  hat sich jedoch gezeigt, dass sich .die Vor  behandlung zweckmässig durchführen lässt,  indem man den Kaffeeeinfach unter Rück  fluss auf niedrigere Temperaturen erwärmt.

    Der natürliche Wassergehalt des Kaffees er  fährt hierbei keine Veränderung. Es werden  jedoch gewisse flüchtige Stoffe (in     kleinster     Menge) abgeführt, wodurch .die Eigenschaft  des Kaffees etwas verbessert wird.  



  Nach den in verschiedenen Patentschrif  ten gemachten Ausführungen     werden    die  Bohnen solange mit Dampf oder Wasser be  handelt, bis sie einen Feuchtigkeitsgehalt  von 18 .bis<B>30%</B> aufweisen. Da die Kaffee  bohnen durchschnittlich 10 % natürliches  Wasser besitzen, so wird also hierbei zu  nächst 8 bis 20% Dampf zugeleitet oder  eine Wassermenge zugesetzt, dass darnach  ,der Gesamtwassergehalt 18 bis 30 % beträgt.  Nachdem .erfolgt die Extraktion.

   Diese Ar  beitsweise wurde damit begründet,     ,dass    bei  einem in den angegebenen Grenzen     gehal-          tenenWassergehalt    (18 bis 30 %) die Extrak  tion sehr erleichtert     würde    und zugleich  hierdurch ermöglicht würde, das     Coffein     restlos zu extrahieren.  



  Bei der Ausführung des Verfahrens ge  mäss der Erfindung ist es nicht     notwendig;     die     Kaffeebohnen    extra mit Dampf oder  Wasser vor der Extraktion zu behandeln  Es gelingt bei Einhaltung der     "trockenen          Kochung"    und bei Durchführung der Extrak  tion unter Verwendung des speziellen Lö  sungsmittels,     .das        Coffein    zu isolieren, so dass  der     behandelte    Kaffee in der Regel nur noch  einen     Coffeingehalt    von     0,001-5    % besitzt.  



  Es wurde weiterhin festgestellt, dass ein  etwas höherer Wassergehalt der     Kaffee-          bohnere        hei    dem Verfahren gemäss der Er  findung erst nach der     Extraktion    von Wich-           tigkeit    ist. Durch die Einhaltung eines be  stimmten Wassergehaltes     lä,sst    sich nämlich  das Lösungsmittel viel besser und schneller  entfernen. Nur bei dieser Phase ist es zweck  mässig, .den Gesamtwassergehalt der Kaffee  bohnen auf über 1295' zu bringen. Dabei  verfährt man zum Beispiel in der Weise, dass  man gespannten, wenig überhitzten Wasser  dampf in den mit Kaffeebohnen beschickten  Autoklauen leitet.

   Durch die Anwendung  von leicht überhitztem Dampf und Einhal  tung von bestimmten Verhältnissen kann  eine weitere Eigenschaftsverbesserung er  reicht werden. Durch die Verwendung des       trans-Dichloräthylens    als Extraktionsmittel  werden, wie Versuche ergaben, ausser dem       Coffein    in sehr geringen Anteilen zwei be  reits chemisch näher festgestellte Körper  entfernt, wovon .der eine giftiger ist als     Cof-          fein,    der ändere einen ekelerregenden Geruch  und äusserst scharfen Geschmack besitzt.  Dieser Körper ist bei über 100   C merklich  mit Wasserdampf flüchtig.

      <I>Beispiel:</I>  Man     heschickt    einen sich drehenden  Autoklauen, welcher mit aller erforderlichen  Ausrüstung versehen ist, mit 1000 kg     Santos-          Kaffee        (Coffeingehalt    zum Beispiel 1,1     %,     und wässeriger     Extraktivstoffgehalt    zum  Beispiel 27,5     %)    und erhitzt den Kaffee     zwi=     sehen 80 bis 125   C unter     Rückflusskühlung.     Durch das im Kaffee enthaltene, Wasser  wird     .derselbe    erweicht. Alsdann lässt man  den Kaffee abkühlen.

   Darnach pumpt man  bei geschlossenem Ventil in die Leitung zum  Kühler 750 kg     trans-Dichloräthylen    ein.  Man extrahiert fortlaufend oder absatzweise  (periodisch) auf bekannte Weise. Sobald in  einem Liter Lösungsmittel nicht mehr als  50 mg     Coffein    mehr nachweisbar sind, wird  die Extraktion beendet und das Extraktions  mittel abgezogen. Der Kaffee besitzt .dann  erfahrungsgemäss einen     Coffeingehalt    von  weniger als 0,08 %. Nun leitet man 40 kg  leicht überhitzten Dampf ein.

   Nachdem der  selbe von den Kaffeebohnen aufgenommen  wurde, erhitzt man den Kaffee im Auto-    klauen auf 115 bis 120' C und leitet dar  nach soviel     leicht    gespannten, überhitzten  Dampf ein, dass die eingeführte Menge der       abdestillierten    Menge entspricht. Dazu ist  erforderlich, .das Ventil zum Kühler nur  leicht zu öffnen. Man richtet es so; dass der  Wassergehalt .des Kaffees zwischen 12 bis  17 % liegt bei     Innehaltung    einer Temperatur  von 115 bis<B>120'C.</B>  



  Im Autoklauen kann man unter Rück  fluss und .bei Atmosphärendruck, also offen  erhitzen. Der     Autoklav    ist im vorliegenden  Fall mit     Brüdenleitung    und Kühler, sowie  mit einem dazwischenliegenden Ventil     ver-          Bunden.    Ist das Ventil geschlossen, so ar  beitet man unter Druck, ist es hingegen ge  öffnet, so arbeitet man offen unter Rück  fluss.  



  Nach verhältnismässig kurzer Zeit gelingt  es, auf diese Weise den Kaffee restlos vom  Extraktionsmittel zu befreien. Im     Extrak-          teur    herrscht Überdruck, und an gewissen  Stellen des Kühlers und in der angeschlos  senen Vorlage herrscht Vakuum. Dies ist  durch den besonderen     Apparaturbau    erreich  bar.  



  Nach dieser Phase folgt wie üblich  Trocknung.  



  Der wässerige     Extraktivstoffgehalt    des  auf diese Weise     entcoffeinierten    Kaffees  liegt bei 25 % ; wird ein Kaffee verwendet,  dessen     Extraktgehalt    höher als 27,5 % ist, so  liegt natürlich derselbe bei dem     entcoffeinier-          ten    Kaffee auch entsprechend höher.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entcoffeinierung und Ver edlung von rohen Kaffeebohnen durch Extraktion, dadurch gekennzeichnet, dass man als Extraktionsmittel trans-Dichlor- äthylen (CHCl : CHCl) verwendet. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Kaffee vor der Extraktion in einem offenen Gefäss erhitzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Kaffee vor der Extraktion am Rückflusskühler er hitzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch i gekennzeichnet, dass_ man einen mehr als 12 % Wasser enthaltenden, extrahierten Kaffee im Autoklaven mit direktem Dampf bei Temperaturen von. über 100'C behandelt.
CH162725D 1931-10-27 1932-10-21 Verfahren zur Herstellung von coffeinfreiem und veredeltem Kaffee. CH162725A (de)

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