Wärmeübertragungsvorrichtung. Vorrichtungen zur Wärmeübertragung iiiittels.t Dampf sind bekannt, bei :denen ein Dampfgenerator und ein Dampfkondensator vorgesehen sind, die durch Leitungen mit einander verbunden sind, wobei das Kond-n- sat vom Kondensator zwecks wiederholter Dampfbildung zum Dampfgenerator zurück geleitet wird.
Man hat für die Regulierung der Rückleitung des Kondensates vorgeschla gen, in die Kondensationsleitung von Hand betätigbare oder automatisch wirkende Ven tile einzusetzen. Derartige Ventile kompli zieren jedoch die Anlage, und ausserdem ist dieselbe dann nicht vollkommen betriebs sicher. Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung einer Wärmeübertragungsvor- richtung, mittelst deren ohne irgendwelche bewegliche, mechanische Teile die übertra gene Wärmemenge automatisch so geregelt wird, dass sie dem Wärmebedarf entspricht.
Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung wird das Mittel, an das Wärme übertragen werden soll, durch Wasser in einem Warm wassererzeuger gebildet, wobei die übertra gene Wärmemenge automatisch erhöht wird, wenn ein Verbrauch von Warmwasser statt findet, und verringert wird, wenn kein Was ser verbraucht wird, um in der Hauptsache eine konstante Temperatur etwas unter dem Siedepunkt des Wassers im Warmwasserer- zeuger einzuhalten.
Für die Wärmeübertragung verwen det man zum Beispiel einen Dampf generator, der im Innern eines akkumu lierenden Herdes angeordnet ist. Dieser Dampfgenerator bildet mit dem Kondensator, der im Innern eines mit Wasser gefüllten Behälters angeordnet ist, welch letzterer den Warmwassererzeuger darstellt, einen ge schlossenen Rohrzug. Das Wasser in diesem wird also auf indirektem Wege bei der Kon densation des Dampfes vom Dampfgenerator erhitzt, und das Kondensat wird durch sein eigenes Gewicht zum Dampfgenerator zu- rückgeführt. Der Rohrzug ist dabei mit einem Expansionsbehälter verbunden, um die erforderliche Verdrängung von Flüssigkeit bei der Dampferzeugung zu ermöglichen. Das Expansionsgefäss ist zu diesem Zweck.
zweckmässig mit dem geschlossenen Rohrzug an einer Stelle verbunden, die infolge beson derer Massnahmen ständig mit Flüssigkeit an gefüllt ist.
Die Zeichnung zeigt in den Fig. 1, 2, 3 imd 4 schematisch verschiedene Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes.
In Fig. 1 bezeichnet 10 einen Behälter für Warmwasser, zum Beispiel für Haus haltungszwecke, aus dem Wasser durch das Rohr 11 abgelassen werden kann, während gleichzeitig Wasser durch das Rohr 12 ein gelassen wird. Der Behälter 10 ist von einer Schicht Isoliermasse 13 umgeben.
Im untern Teil des Behälters 10 ist eine Rohrschlange 14 angeordnet, von deren obern Ende ein Rohr 15 durch eine Büchse 1-6 im Boden des Behälters nach aussen führt. In analoger Weise vom untern Ende der Rohr schlange 14 ein Rohr 17 durch die Büchse 16 aus .dem Behälter hinaus. Vom höchsten Punkt des Rohres 15 führt schliesslich ein Rohr 18 mit Hahn 19 durch die Büchse 16 aus dem Behälter hinaus.
Die Rohre 15 und 17 sind an das obere bezw. das untere Ende einer Rohrschlange 20 angeschlossen, die den Heizraum 21 eines Herdes 22, der ein Akkumulationstyp ist, umgibt. Dieser Herd besitzt .einen zylindri schen, wärmespeichernden Teil 23, dessen un terer mantelförmiger Teil 24 sich nach unten gegen die innerhalb des Heizraumes 21 an geordnete Feuerstätte 25 erstreckt. Abnehm bare Deckel 26 und 27 .ermöglichen die Ein führung eines festen Brennstoffes, wie An thraeit oder Koks, in den Brennstoffschacht 28 innerhalb des Mantels 24. Dem Rost 29 wird Luft von einer nicht gezeichneten Öff nung von unten her zugeführt und die Ver brennungsgase passieren durch das Heizrohr 30 zum Schornstein 31.
Aus der Zeichnung geht hervor, dass die Rohrschlangen 14 und 20, sowie die Rohre 15 und 17 einen geschlossenen Rohrzug bil den, der mit "32" überwiesen werden soll. Die Rohrschlange 20 bildet den Dampfgene rator, und die Rohrschlange 14 ist der Kon densator für die Kondensation desjenigen Dampfes, der in der Schlange 20 erzeugt wird. Am Rohrzug ist bei der Biegung 33 am untern Teil des Rohres 17 eine Abzwei gung angeordnet, die ständig mit Wasser ge füllt sein soll. Die Rohrbiegung 33 befin det sich unter dem tiefsten Teil der Schlange 20.
An die Abzweigung ist ein Rohr 34 angeschlossen, das also mit dem tiefsten Punkte des Rohrzuges 32 verbunden ist, und das in seinem untern Teil in eine halb kreisförmige Biegung 35 endet und in seinem obern Teil an den untern Teil des Behälters 36 angeschlossen ist. Dieser Behälter liegt höher als die höchste Stelle des Rohrzuges 3'2 und steht durch ein Loch 37 mit der Aussenluft in offener Verbindung. Es ist vorteilhaft, den Behälter 36 auf den 'Ober teil des Behälters 10 zu montieren, wie aus der Zeichnung ersichtlich. Im Rohr 34 ist durch eine Verengung 3.8 eine Drosselstelle angeordnet.
Eine analoge Drosselstelle 39 ist im Rohr zug 32, und zwar in der Biegung 33 zwi schen der Schlange 20 und der Abzweigung zum Rohr 34 angeordnet.
In der Annahme, dass der Behälter 10 mit Wasser gefüllt ist, das erwärmt werden soll, funktioniert die Vorrichtung auf folgende Weise: Der Rohrzug 32 wird durch das Gefäss 36 und das Rohr 34 mit Wasser gefüllt, wobei der Hahn 19 geöffnet ist, damit das Wasser in dem geschlossenen Rohrzug von dessen tiefstem Teil in die Höhe steigen kann und um die verdrängte Luft vom höchsten Punkt des Rohrzuges durch das Rohr 18 entweichen zu lassen. Das System wird zweckmässig bis zu einer solchen Höhe gefüllt, dass der Be hälter 36 teilweise gefüllt ist, so dass das Flüssigkeitsniveau bei 40 liegt.
Wenn nun im Herd 22 Brennstoff ver brennt, wird Wärme vom Heizraum sowohl durch Leitung wie auch durch Strahlung auf die Rohrschlange 20 übertragen, und es wird in der Rohrschlange Dampf erzeugt. Der Dampf passiert durch das Rohr 15 nach oben zur Schlange I-1 unter Verdrängung von Wasser aus dem Rohr 15 und der Schlange 14. Das während der Dampferzeugung ver drängte Wasser strömt. zum Rohr 34 und zum Behälter 36, der auf diese Weise als Expansionsgefäss dient.
Infolge der verhält nismässig grossen Weite des Behälters 36 ver ändert das Wasser, das durch den Dampf im geschlossenen Rohrzug nach oben in den Be hälter 36 gedrängt wird, die Höhe des Was serspiegels in diesem nicht nennen-3wert, so dass die Schwankung im statischen Flüssig keitsdruck im System ganz ausser Acht ge lassen werden kann, das .,System praktisch gesprochen unter konstantem Druck arbeitet.
Der Dampf, der in die Rohrschlange 14 gelangt, wird kondensiert und gibt hierbei seine Wärme an das Wasser im Behälter 10 ab, und das sich in der Schlange 1.4 bil dende Kondensat wird durch die Rückleitung 17 zum untern Ende der Schlange 20 zu rückgeführt.
Die Zirkulation des Dampfes im System wird infolge des Gewichtsunterschiedes zwi- sehen der Wassersäule im Rohr 17 und der Wassersäule im Rohr 15 aufrechterhalten.
Die wärmeabsorbierende Fläche der Schlange 20, welche den Grad der Verdamp fung des Wassers im Rohrzug 32 bestimmt, und die für die Kondensation erforderliche Fläche der Schlange 14 müssen nach den bekannten Wärmeübertragungsgesetzen be rechnet werden, derart, dass die Geschwindig keit, mit der dem Wasser im Behälter 10 Wärme zugeführt werden soll, und infolge dessen auch die Geschwindigkeit, mit der ein Behälter mit kaltem Wasser auf die erfor derliche Temperatur gebracht werden soll, den an die betreffende Anlage gestellten, be sonderen Ansprüchen entsprechen.
Während der Erwärmung von kaltem Wasser im Behälter 10 muss der gesamte, in der Schlange 20 erzeugte Dampf in der Schlange 14 kondensiert werden, so dass sich im Rohr 17 auf ganze Höhe eine Wasser säule bildet, wodurch schnellstmögliche Wärmeübertragung erreicht wird.
Mit stei gender Temperatur des Wassers im Behälter 10 verringert sich die Fähigkeit, Wärme durch die Wände der Sehlange 14 abzugeben, weshalb auch die Kondensationsgeschwindig keit nachlässt. Wenn nun der Dampfbil dungsgrad in der Schlange 20 höher ist als der Kondensationsgrad in der Schlange 14, so wird eine gewisse Menge Dampf durch die Schlange 14 passieren ohne kondensiert worden zu sein; demzufolge verringert sich die Höhe der Flüssigkeitssäule in der Rück leitung 17. Dies bewirkt, dass sich der hydro statische Druck, der die Zirkulation erzeugt, verringert, und infolgedessen wird auch die Zirkulationsgeschwindigkeit herabgedrückt. Hierdurch wird auch die Dampfbildungsge- schwindigkeit vermindert.
Es ist klar, dass Variationen in der Wassermenge im geschlos senen Rohrzug 32 entsprechende Variationen in der Wassermenge im Behälter 36 hervor rufen, und hiermit auch eine vor- und zu rücklaufende Strömung im Rohr 34.
Nimmt man an, dass sowohl Konden sator wie Generator mit Dampf gefüllt sind, so ist es wichtig, dass ein unbegrenzter Zu fluss einer homogenen Wassersäule zur Gene ratorschlange verhindert wird, da - falls man dies zulassen würde - eine beträchtliche Wassermenge zum Generator fliessen und dort hastig vergast würde, wodurch eine explosive Wirkung mit kräftigen Schwin gungen und "Wasserhammer"-Wirkungen im System entstehen würde. Uni derartige Schwingungen zu vermindern, ist die Drossel stelle 33 im Rohr 34 angeordnet, die als Puffer dient, und die andere Drosselstelle 39 ist für denselben Zweck im Rohr 17 an geordnet.
Es ist klar, dass bei Verdampfung von Flüssigkeit im geschlossenen Rohrzug Was ser und nicht Dampf aus diesem Rohrzug in die Expansionsleitung 34 eindringen wird, da diese Leitung an die Biegung 33 am tiefsten Punkte des Rohrzuges 32 angeschlos sen ist. Aua obiger Darlegung ergibt sieh, dass die Temperatur des Wassers im Behälter 10 bis zu einer geeigneten, bestimmten Grenze steigt, um darnach in .der Hauptsache kon stant zu bleiben. In einem Wasserwärmer für Haushaltungszwecke ist diese Tempera tur tiefer als die Temperatur des Dampfes.
Im Beharrungszustande soll die Wärme menge, welche dem Wasser im Behälter zu geführt wird, gerade gleich seinen Strah lungsverlusten sein, sofern verhindert wer den soll, dass die Temperatur des Wassers den bestimmten, wünschenswerten Grad überschreitet.
Eine derartige automatische Temperatur kontrolle im Behälter erhält man also, wie oben erwähnt, nach der vorliegenden Erfin dung dadurch, dass sich die Zirkulationsge- schwindigkeit in dem geschlossenen Rohrzug 32 automatisch in Abhängigkeit von der Kondensationsgeschwindigkeit des Dampfes in der Schlange 14 ändert.
Die Fig. 2 zeigt eine andere Ausführung: form der Vorrichtung gemäss der vorliegen den Erfindung. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, das Expansionsrohr 34 an das Rohr 17 an einer Stelle in der Nähe des Be hälters 10 anzuschliessen. Durch diese Vor- riehtung wird unter anderem erzielt, dass in das Rohrsystem eingedrungene Luft dieselbe leichter verlassen kann. Um das Risiko, dass Dampf in das Expansionsrohr eintreten kann, zu vermeiden, ist der Kondensator in beson derer Weise ausgebildet.
Der Dampf, der in der Schlange 20 erzeugt wird, wird durch das Rohr 15' nach oben geleitet; dieses Rohr endet oben im obern Teil eines Kondensators, der in Form eines geschlossenen Zylinders 40a ausgebildet ist. Der Zylinder 40a ist durch eine Wand 41 in einen obern und in einen untern Raum 42 bezw. 43 aufgeteilt. Die -\Vand 41 ist mit einem kleinen Loch 44 versehen, wodurch eine Verbindung zwi schen den beiden Räumen hergestellt wird.
Um zu ermöglichen, dass das Rohrsystem 32', in dem ein Kreislauf stattfindet, gefüllt wird, ist -das Rohr 18' angeordnet, das mit dem obern Teil des Raumes 42 in Verbindung steht. Die Strömung durch dieses Rohr wird mittelst eines ausserhalb des Behälters 10 liegenden Hahnes 19' kontrolliert.
Kaltwasser wird den Behälter 10 durch das Zuleitungsrohr 12' zugeführt und Warm wasser wird durch das Rohr 11' abgelassen.
Der Expansionsbehälter 36' ist mit der Rückleitung 17' durch das Rohr 34' verbun den, aber wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist das Rohr 34' mit dem Rohrsystem 32' an einem Punkt verbunden, der höher lieg l als bei der Vorrichtung nach Fig. 1, und die Drosselstelle 39' ist im Rohr 17' unterhalb der Stelle angeordnet, wo sich die Rohre 17' und 34' vereinigen. Die Drosselstelle 39' ver hindert eine allzu schnelle Wasserzufuhr zum Generator, und zwar sowohl vom Expansions rohr 34' wie auch vom untern Teil des Kon- densators her.
Der Zweck der Wand 41 und des Loches 44 ist, das Eindringen von Dampf in das Ex pansionsrohr 34' zu verhindern. Dies erreicht man durch die Bremswirkung des Loches 44. Es ist eine bekannte Tatsache, dass eine ge nügend starke Drosselung eine Dampfmenge passieren lässt, deren Gewicht abgerundet nur 0,03 des Gewichtes der Wassermenge beträgt, die die gleiche Drosselung bei gleichem Druckunterschied passieren lässt, vorausge setzt, dass der Dampf eine Temperatur von 100 C hat und sich in der Hauptsache unter Atmosphärendruck befindet.
Der in der Sehlange 20 erzeugte Dampf steigt durch das Rohr 15' nach oben und ver drängt eine gewisse Wassermenge im Raum 42 des Kondensators. Wenn das Wasser im Behälter 10 verhältnismässig kalt ist, findet eine erhebliche Kondensation statt. Die Höhe des Wasserspiegels im Raum 42 wird durch die Temperatur des Wassers im Behälter 10 bestimmt, indem der obere Teil des Raumes 42 oberhalb des Wasserspiegels die Konden sation des Dampfes bewirken muss. Mit stei gender Temperatur des Wassers im Behälter 10 sinkt die Kondensationsgesehwindigkeit. Das Gleichgewicht zwischen Dampfbildung und Kondensation wird dadurch aufrecht- erhalten, dass das Flüssigkeitsniveau im Raum 42 sinkt.
Bei einer bestimmten Tem peratur des Wassers im Behälter 10 erreicht der Wasserspiegel im Raum 42 die Wand 41, und wenn nun die Temperatur des Wassers im Behälter 10 weher steigt, so würde das Flüssigkeitsniveau unter die Wand 41 sin ken. In diesem Fall wird auch der obere Teil des Raumes 43 Dampf enthalten, der durch die Üffnung 44 einströmt. Die Hemm wirkung der Öffnung 44 tritt nun in Kraft, und die Zirkulationsgeschwindigkeit im Rohrsystem 32' verringert sich, wodurch eine geringere Dampfmenge vom Generator zum Kondensator passiert. Auf diese Weise wird die Wärmeübertragung automatisch verrin gert.
Die Kondensationsfähigkeit des untern Raumes 43 im Kondensator muss gross genug sein, um den ganzen Dampf kondensieren zu können, der die ()ffnung 44 durchströmt, so dass kein Dampf in das Rohr 34' eindrin gen kann.
Fix. 3 zeigt schematisch eine der Vorrich tung nach Fix. 1 ähnliche Ausführungsform, bei der das Expansionsrohr 34 in der Nähe des Kondensators 14 an die Rückleitung 17 angeschlossen ist. Um zu verhindern, dass Dampf in den Behälter 36 eintritt, ist ein zweiter Kondensator 14a im untern Teil des Rohres 34 angeordnet. Falls in das Rohr 34 Dampf hineinkommen sollte, so wird dieser im Kondensator 14a kondensiert und gibt hierbei seine Wärme an das Wasser im Be hälter 10 ab.
Ein anderer Vorteil dieser Vorrichtung liegt darin, -dass - falls in das System Luft hineinkommen sollte, beispielsweise da durch, dass Luft mit Wasser vermischt wor den ist - diese Luft im Kondensator 14 angesammelt würde, wo sie mit Dampf ver mischt und die Kondensationsgeschwindig keit herabsetzen würde. Wenn sieh der Be hälter 10 unter hoher Temperatur befindet, kann der Dampf im Kondensator 14 nicht ganz kondensiert werden, wodurch erreicht wird, dass mit Luft vermischter Dampf in die Rohre 17 und 34 eintritt. Hierbei steigt der Dampf nebst der Luft zum Kondensator 14a, wo der Dampf kondensiert wird. Die Luft setzt ihren Weg durch das Rohr 34 nach oben fort und verlässt das System im Behälter 36.
Auf diese Weise wird wieder holt Luft automatisch aus dem System ent fernt, wodurch kontinuierliche Wärmeüber tragung sichergestellt ist..
Im Schema bezeichnet 20 den Generator, der an die Rückleitung 17 und die Dampf leitung 15 angeschlossen ist.
Im Expansionsrohr 34 ist eine Drossel stelle 38 angeordnet, und eine weitere Dros selstelle 39 ist in dem tiefsten Teil der Kon- densatleitung 17 angebracht. Diese Drossel stellen haben die gleiche Aufgabe, wie oben in bezug auf Fig. 1 und 2 beschrieben wurde.
Fig. 4 zeigt in grösserem Miassstab einen Teil einer für den Handel geeigneten Aus führung der Vorrichtung. Bei diesem Bei spiel ist .der Kondensator vom gleichen Schlangenrohrtyp, wie aus Fig. 1 ersichtlich, und er ist über dem Boden des Behälters 10a angebracht, der mit einem Ablassrohr 11a und einem Einfüllrohr 12a versehen ist.
Die Rohrschlange 14a ist in einen obern und einen untern Teil 14b bezw. 14e aufge teilt, und der innerhalb des Behälters lie gende Teil des Dampfzufuhrrohres 15a ist von einer Hülse 45 in Abstand umgeben, um einen Isolationsraum 46 zwischen den beiden Rohren zu schaffen. Diese Vorrichtung hat zur Folge, da.ss sich die Dampfkondensation in jenen. Teilen des Systems verringert, wo das Kondensat durch das Eintrittsrohr 15a zurückströmen könnte.
Die zwei Teile 14b und 14e des Konden- sators sind über ein Drosselorgan miteinan der verbunden. Dieses weist anstatt einer einzigen kleinen Offnung mehrere, in Reihe geschaltete derartige bffnungen in Plättchen auf, welche in dem Stutzen 16a mittelst eines Stöpsels 48 und einer Feder 49 in richtiger Lage gehalten werden.
Der oberste Teil des Kondensators wird durch das Rohr 18a entlüftet, das entweder mittelst eines aussen angeordneten Hahnes be- einflusst werden kann, wie aus Fig. 1 ersicht lich ist, oder auch mittelst ,eines abnehmbaren .Stöpsels 50. Ein weiteres Entlüftungsrohr 18b wird zweekmässigerweise für die Ent- lüftung des untern Teils 14e des Konden- sators angeordnet.
Auch dieses Rohr ist mit- telst eines Aussenventils oder eines abnehm baren Stöpsels 51 verschliessbar.
Zwischen demjenigen Ende des schrauben förmigen Teils 14e des Kondensators, das Kondensat abgibt, und der Rückleitung 17a ist ein weiteres Drosselorgan 52 angeordnet, die mittelst eines Stöpsels 53 und einer Feder 54 auswechselbar in ihrer Lage befestigt ist.
Das Expansionsrohr 34a, das von Be hälter 36a ausgeht, ist oberhalb des Drossel- organes 52 an den Kreislauf angeschlossen. Das Einlassrohr 15a und das Rückleitungs rohr 17a sind an einen Generator angeschlos sen, der zweckmässig die in Fig. 1 darge stellte Form haben kann; dieser Generator ist schematisch mit 55 angedeutet.
Die Arbeitsweise dieses Beispiels der Vor- richtung ist im Grossen und Ganzen dieselbe, wie die Arbeitsweise -des zuletzt beschrie benen Beispiels.
Das Drosselorgan 47 bietet den erforderlichen Widerstand gegen den Dampfstrom, wenn die Kondensationsge- schwindigkeit niedrig ist, wobei der durch das Drosselorgan strömende Dampf im untern Teil 14 des Kondensators kondensiert wird. Die Drosselstelle 52 bietet den erforderlichen Widerstand, um eine etwa unzulässig hastige Wasserzufuhr zum Generator zu verhindern, wodurch die "Wasserhammer"-Wirkung in der Vorrichtung, die auf allzu schnelle lokale Dampferzeugung im Generator zurückzufüh ren ist, vermieden wird.
Es hat ,sich in der Praxis gezeigt, dass bei richtiger Ausführung der Vorrichtung der Druckunterschied oder die Flüssigkeits- niveau-Differenz, die die Zirkulation im Kreislauf aufrechterhalten soll, mittelst einer Flüssigkeitssäule von etwa 0,08 m Höhe vorausgesetzt, dass Wasser als Zirkulations- flüssigkeit verwendet wird - erreicht wer den kann, wobei das im Kreislauf angeord nete Drosselorgan so abgepasst ist,
dass es unter den vorhandenen Druckverhältnissen nur ein unbeträchtliches Dampfgewicht im Vergleich zum Gewicht der Wassermenge, die passieren kann, hindurchlässt. Wenn das Drosselorgan durch eine Scheibe mit kleiner Öffnung gebildet wird, hat es sich gezeigt., dass eine Öffnung von 0,06 mm zufrieden stellend funktioniert. da eine solche Öffnung nur etwa 3 % des Flüssigkeitsgewichtes an Dampf passieren lässt.
Man kann jedoch auch anstatt eines einzigen. Loches mit äusserst kleiner Weite, zum Beispiel eine Reihe von sechs Löchern mit einem Durchmesser von 1,2 mm anordnen, welche Lochserie die gleiche hemmende Wirkung erzeugt (Fix. 4).
Das Expansionsrohr kann - je nach den Umständen - zur Aussenluft geöffnet sein oder nicht, und es ist offenbar, dass die Ex- pansionsleitung nicht aus einem besonderen Rohr und einem von diesem getrennten Be hälter zu bestehen braucht, sondern nur aus dem Rohr bestehen kann, vorausgesetzt, da.ss dieses genügend Kapazität hat, um die er forderliche Expansion zuzulassen.
Verwendet man Wasser als wärmeüber tragendes Medium, so kann zweckmässiger- weise die Flüssigkeit in der Expansions- leitung mit einer Schicht leichterer Flüssig keit, zum Beispiel 01, bedeckt werden, wo durch ein Verdunsten des Wassers vermieden und auch eine Luftabsorption des Wassers verhindert wird.
Wenn die Temperatur, bis zu welcher man das betreffende Medium erwärmen will, höher ist als die Dampfbildungstemperatur des wärmeübertragenden Mediums bei Atmo sphärendruck, so kann das letztere Medium, um dessen Dampfbildungstemperatur zu er höhen, dadurch unter jedem geeigneten Druck gehalten werden, .dass die Expansions leitung, die in diesem Fall gegen die Aussen luft geschlossen sein muss, an eine beliebige Flüssigkeitsdruckquelle angeschlossen wird.
Eine Veränderung des Druckes, unter dem das wärmeübertragende Medium arbeitet, kann auch dadurch erreicht werden, dass die Höhe der Flüssigkeitssäule in der Expan- sionsleitung geändert wird.
Aus der vordersten Beschreibung geht hervor, dass man nach der vorliegenden Er findung eine automatische Regulierung der Geschwindigkeit der Wärmeübertragung auf das zu erwärmende Medium in Abhängigkeit von der Temperatur dieses Mediums ohne Hilfe irgend eines Reguliermechanismus er hält, so dass die Vorrichtung den wesentlichen Vorteil bietet, dass Thermostate und andere Apparate, die von Zeit zu Zeit schadhaft werden und repariert oder .ersetzt werden müssen, erübrigt werden können.