CH166966A - Verfahren zur Darstellung einer Verbindung des Sparteins mit Diäthylbarbitursäure. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung einer Verbindung des Sparteins mit Diäthylbarbitursäure.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung einer Verbindung des Sparteins mit Diäthylbarbitursäure. Verbindungen des Sparteins mit C, C-disub- stituierten Barbitursäuren sind noch nicht bekannt. Es wurde nun gefunden, dass Spartein mit C, C-disubstituierten Barbitursäuren gut kristallisierende salzartige Verbindungen ein geht. Sie entstehen, wenn man die Ausgangs- stoffe in geschmolzenem Zustande .oder in einem Lösungsmittel aufeinander einwirken lässt.
Man kann die Verbindungen auch durch doppelte Umsetzung gewinnen, indem man Salze des Sparteins mit Salzen von C, C-disub- stituierten Barbitursäuren in einem geeigne ten Lösungsmittel zur Reaktion bringt. Je nach der Arbeitsweise erhält man Verbin dungen, die Spartein und Barbitursäuren im Molekularverhältnis 1:1 oder 1:2 enthalten.
Zur Herstellung von Verbindungen, bestehend aus einem Molekül Spartein undzwei Molekülen einer C,C-disubstituierten Barbitursäure ver fährt man derart, dass man die Ausgangs- stoffe im berechneten Verhältnis unmittelbar oder in einem geeigneten Lösungsmittel ge- gebenenfalls unter Verwendung eines Über schusses des einen Ausgangsstoffes aufeinan der einwirken lässt.
Dass Verbindungen von einem Molekül Spar tein mit ein oder zwei Molekülen C, C-disub- stituierten Barbitursäuren erhalten werden, geht deutlich aus den Auftauschmelzdia- grammen nach Rheinboldt (Journal für prak tische Chemie, 2. Folge, Band 111, 1925, Seite 242) hervor. Die Verbindungen kommen auch in wässeriger Lösung vor, was sich aus der Tatsache ergibt, dass man sie durch Auskristallisieren aus wässeriger Lösung ge winnen kann.
Spartein wird in der Heilkunde zur Ver besserung der Herz- und Kreislauftätigkeit angewandt. Es hat sich gezeigt, dass die Herz- und Kreislaufwirkung des Sparteins durch gleichzeitige Darreichung von C, C- disubstituierten Barbitursäuren vorteilhaft un terstützt wird. Durch die Darstellung der neuen Verbindungen ist die Möglichkeit ge- boten, die beiden Komponenten in Form von leichtlöslichen, haltbaren Salzen von be stimmter Zusammensetzung und besonderer Wirksamkeit zu verabfolgen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Darstellung einer Ver bindung des Sparteins mit Diäthylbarbitur- säure, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man Spartein und Diäthylbarbitursäure im Molekularverhältnis 1:1 aufeinander ein wirken lässt. Die Einwirkung erfolgt im ge schmolzenen Zustand oder in einem Lösungs mittel.
Das diäthylbarbitursaure Spartein bildet weisse Prismen, die bei<B>138'</B> schmelzen. Es ist in Wasser, Alkohol, Äther, Aceton und Benzol leicht, in Petroläther schwer löslich. Die wässerigen Lösungen reagieren alkalisch.
Die neue Verbindung soll als Arzneimittel Verwendung finden.
<I>Beispiel 1:</I> 234 Teile Spartein und 184 Teile Diäthyl- barbitursäure werden gemischt und erhitzt, bis eine klare Schmelze entstanden ist. Man kühlt unter Rühren ab, wobei die Schmelze zu einer festen Masse erstarrt. Sie wird zer schlagen und gepulvert. Man erhält so die Verbindung von einem Molekül Diäthylbar- bitursäure mit einem Molekül Spartein als helles Pulver vom Schmelzpunkt<B>1350.</B> Sie lässt sich aus Alkohol umkristallisieren und bildet dann weisse Prismen, die bei<B>1380</B> schmelzen.
<I>Beispiel 2:</I> 234 Teile Spartein und 184 Teile Diäthyl- barbitursäure werden in 1000 Teilen Chloro form gelöst. Dann destilliert man 500 Teile Chloroform ab. Aus der verbleibenden Lösung fallen beimAbkühlen Drusen von nadelförmigen Kristallen aus,* die abfiltriert und getrocknet werden. Sie schmelzen bei 135-136" und zeigen die Eigenschaften der in Beispiel 1 beschriebenen Verbindung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer Verbin dung des Sparteins mit Diäthylbarbitursäure, dadurch gekennzeichnet, dass man Spartein und Diäthylbarbitursäure im Molekularver- hältnis 1:1 aufeinander einwirken lässt. Das diäthylbarbitursaure Spartein bildet weisse Prismen, die bei<B>138"</B> schmelzen. Es ist in Wasser, Alkohol, Äther, Aceton und Benzol leicht, in Petroläther schwer löslich. Die wässerigen Lösungen reagieren alkalisch. Die neue Verbindung soll als Arznei mittel Verwendung finden.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einwirkung in einem Lösunzsmittel erfolzt.
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1933
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