CH168877A - Verfahren zur Darstellung von kristallisierten Estern der weiblichen Keimdrüsenhormone. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von kristallisierten Estern der weiblichen Keimdrüsenhormone.

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CH168877A
CH168877A CH168877DA CH168877A CH 168877 A CH168877 A CH 168877A CH 168877D A CH168877D A CH 168877DA CH 168877 A CH168877 A CH 168877A
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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  Verfahren zur Darstellung von kristallisierten Estern  der weiblichen Keimdrüsenhormone.    Bisher ist die Darstellung kristallisierter  Ester der weiblichen Keimdrüsenhormone  immer so ausgeführt worden, dass man aus  gehend von den kristallisierten weiblichen  Keimdrüsenhormonen     (Follikelhormon    der For  mel     C1sH2208,        Follikelhormonhydrat    der For  mel     CisEs40s)    durch Anwendung der üblichen       Acylierungsmethoden    zu den kristallisierten  Estern dieser Hormone gelangt.     (Butenandt,     Untersuchungen     d.weibl.    Sexualhormons,<B>1931,</B>  S. 61 und S.

   62.) Da dieses Verfahren in al  kalischem Medium durchgeführt wird, bildet  sich     vorgängig    der     Acylierung    die     Alkaliver-          bindung    des Hormons.  



  Aus den rohen, die Keimdrüsenhormone  enthaltenden     (Ölen,    wie sie im Gange der  Isolierung dieser Stoffe aus den natürlichen  Vorkommen erhalten werden, sind     kristalli-          aerte    Ester der Hormone bisher nicht     darge-          stellt    worden.

   Man hat aber beispielsweise  durch     Acetylieren    des rohen     (Öls    aus Follikel-         flüssigkeit        (Doisy,        Ralls    und Jordan,     Endo-          orinology    10, 273     [1926])    ein öliges     Acetyl-          derivat    erhalten und     Butenandt    (Untersuchun  gen über das weibliche Sexualhormon, 1931,  S.

   59) beschreibt ein öliges     Benzoat,    das durch       Benzoylierung    eines aus Schwangerenharn  stammenden     Rohhormonöls    mit einer Wirk  samkeit von 1 Million     Mäuse-Einheiten    pro  Gramm gewonnen wurde.  



  Wir haben nun gefunden, dass man auch  aus     Rohhormonölen,    sogar solchen mit einer  Wirksamkeit weit unter der von     Butenandt     verwendeten von 1 Million Mäuse-Einheiten  pro Gramm, überraschenderweise kristalli  sierte Ester der Keimdrüsenhormone erhalten  kann, wenn man das     Rohhormonöl    mit     Al-          kalien    behandelt, die     Alkalisalze    der Keim  drüsenhormone, nach Abtrennung der neu  tralen Substanzen, in wässeriger Lösung     acy-          liert    und das     Acylprodukt    des Hormons zur  Kristallisation bringt.

   Das so erzielbare Re-           sultat    ist um so überraschender, als man  durch Behandlung der     Rohhot-monöle    mit     Al-          kalien    bekanntlich kein kristallisiertes Hormon  abscheiden kann.  



  Man kann beispielsweise so vorgehen, dass  man das     Rohhormonöl    mit verdünntem wäs  serigen Alkali auskocht und die     Neutralteile     durch Filtrieren von der wässerigen alkali  schen Hormonlösung abtrennt, oder dass man  das rohe Hormonöl in einem mit Wasser nicht  mischbaren Lösungsmittel, beispielsweise  Äther     etc.,    löst und die Lösung nun mit kon  zentrierter     Alkalilauge    ausschüttelt, wobei die       Neutralteile    in der ätherischen Lösung ver  bleiben und das gesamte Hormon an das Al  kali gebunden wird.

   Nach Abtrennen der  ätherischen Hormonlösung von dem Alkali  salz des Hormons wird dieses mit Wasser zu  einer Lösung verdünnt und hierauf der Ein  wirkung von     Acylierungsmitteln    unterworfen.  



  Es sei bemerkt, dass das     Rohhormonöl     verschiedene     Follikelhormone,    darunter auch       Föllikelhormonhydrat        bezw.    deren Derivate,  enthält, und dass unter dem Ausdruck     "Fol-          likelhormon"    hier diese Vielheit der Hormone  verstanden wird.         Beispiel   <I>1:</I>    10     gr    eines Hormonöls von     ca._   <B>300000</B>  Mäuse - Einheiten pro Gramm werden, mit       50        ;oiger    wässeriger Kalilauge erwärmt.

   Nach  dem Erkalten wird die alkalische Lösung  durch Filtrieren vom ungelösten Öl befreit  und in der üblichen Weise nach     Schotten-          Baumann        benzoyliert.    Das ausgeschiedene  Reaktionsprodukt wird in Äther aufgenom  men. Nach dem Verdampfen des Äthers ver  bleibt ein hellgelbes Öl, das beim Verreiben  mit Alkohol kristallisiert. Ausbeute     ca.    0,7  bis 0,8     gr.    Durch     Umkristallisieren    des     Roh-          kristallisates    aus     Äthanol    wird das     Benzoat     des     Follikelhormons    rein erhalten.

           Beispiel   <I>2:</I>    10     gr    eines Hormonöls von ca. 250 000  Mäuse-Einheiten pro Gramm werden :in<B>600</B>     emi            ilther    gelöst und mit 10     gr    einer     Xatronlauge     von 40 % gründlich durchgeschüttelt. Nach  Abtrennen der ätherischen Lösung von dem  schmierig bis pulverig ausfallenden     Alkalisalz     kann die ätherische Lösung zur Gewinnung  der neutralen Substanzen verdampft werden.

    Die     Alkaliverbindungen    werden in ca. 100  Teilen Wasser gelöst und nun mit     Benzoyl-          chlorid    unter gutem     Umschütteln    versetzt.  Nach Vollendung der Reaktion hat sich das       Benzoat    des     Follikelhormons    zum Teil als  feines Pulver abgesetzt und kann nun durch  Filtrieren von der alkalischen Mutterlauge  abgetrennt werden. Es wird nach gutem  Waschen mit Wasser aus Alkohol umkristal  lisiert und in einer Ausbeute von 0,4 bis 0,6     gr     mit einem Schmelzpunkt von 204 o nach vor  herigem Sintern bei ca. 200 o erhalten.

           Beispiel   <I>3:</I>  10     gr        eines    Hormonöls von ca.<B>300000</B>  Mäuse - Einheiten pro Gramm werden mit  5     %iger    wässeriger Kalilauge erwärmt. Nach  dem Erkalten wird die alkalische Lösung  durch Filtrieren vom ungelösten Öl befreit  und in der üblichen Weise nach     Schotten-          Baumann    mit     Acetylchlorid        acetyliert.    - Das  ausgeschiedene     Reaktionsprodukt    wird in       4ther    aufgenommen. Nach dem Verdampfen  des Äthers verbleibt ein, hellgelbes Öl, das       leim    Verreiben mit Alkohol --kristallisiert.

    Durch     Umkristallisieren    des     Rohkristallisates     aus verdünntem     Äthanol    wird das Acetat  des     Follikelhormons    rein erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zür Darstelluhg von kristalli sierten Estern der weiblichen Keimdrüsen hormone durch Einwirkenlassen von Acylie- rungsmitteln auf die Alkaliverbindungen der Hormone, dadurch gekennzeichnet, dass_ -man die Rohhormonöle mit Alkalien behandelt, die erhaltenen Alkaliverbindungen der Keim drüsenhormone, nach Abtrennen der neutralen Substanzen, -in wässeriger Lösung:
    der Acy-- lierung unterwirft und das Acylprodukt des" Hormons zur Xrista-llisation bringt: -' <B>U</B> NT91tAN SPUÜCf1:
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Rohhormonöl zunächst in einem mit Wasser nicht misch baren Lösungsmittel löst, die Lösung mit Al- kalien behandelt, den im mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel unlöslichen Anteil abtrennt, mit Wasser verdünnt, der Acylie- rung unterwirft und das -Acylprodukt, des Hormons zur Kristallisation bringt.
CH168877D 1932-05-17 1933-03-27 Verfahren zur Darstellung von kristallisierten Estern der weiblichen Keimdrüsenhormone. CH168877A (de)

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