CH169322A - Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Antrieb von Webstühlen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Antrieb von Webstühlen.

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CH169322A
CH169322A CH169322DA CH169322A CH 169322 A CH169322 A CH 169322A CH 169322D A CH169322D A CH 169322DA CH 169322 A CH169322 A CH 169322A
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Josef Marx Franz
Wittmers Otto
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Josef Marx Franz
Wittmers Otto
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  Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Antrieb von Webstühlen.    Um die bei Webstühlen mit mechani  schem Antrieb der Lade durch Kurbeltrieb  die sich besonders bei höherer     Arbeitsge-          schwindigkeit    ergebende Erschwerung des       Schützendurchganges    durch Reibung an den       Kettfäden    des Faches zu vermindern, hat  man vorgeschlagen, den Kurbelantrieb durch       Einschaltuhr,-    von Zwischengliedern zwischen  Kurbel     und        Ilade    so umzugestalten, dass sich  nahe der hintern Hubgrenze der Lade eine       lsuhepause    ergibt,

   während welcher der  Schütz ungehindert durch die     Ladenbewe-          'rung    durch den weitesten Teil der     Fach-          öffnung        hindurchgehen    kann.

   Da durch die       @'erlüngerung    der Hubpause bei der weit       überwiegenden    Zahl der Webstühle, bei  denen der Fachwechsel vor dem jeweiligen  Anschlag des     Schussfadens    vollständig oder  doch nahezu durchgeführt wird, die hierfür  nach dem Schützendurchgang zur Verfügung  stehende Zeit     abgekürzt    wird, so hat man  weiter vorgeschlagen, durch zweckentspre  chende weitere Ausgestaltung des Kurbel-         triebes    die Vorwärtsbewegung der Lade auf  Kosten der Rückwärtsbewegung relativ zu  der gleichförmig gedachten     Emlaufgeschwin-          digkeit    der Kurbel zu verlangsamen,

   so     daiä     durch die Beschleunigung dieser Rückwärts  newegung die dem Schützendurchgang die  nende Hubpause der Lade entgegen der  Kurbeldrehung vorwärts verlegt wird, die  Lade also ihre für den Schützendurchgang  günstige hintere     Hubgrenzstellung    früher  erreicht.  



  Es hat sich nun aber herausgestellt, dass  bei den Webstühlen der üblichen Bauart  durch die bekannten Mittel der Ausgestaltung  des Kurbeltriebes allein die erwähnten, hier  bei beabsichtigten Wirkungen nicht in dem  erforderlichen Umfange erreicht werden kön  nen. Das hat seinen Grund zum Teil darin,  dass die umlaufenden     Schwungmassen    des  üblichen mechanischen Webstuhls so gering  wie möglich gehalten werden müssen, mit  Rücksicht auf den Umstand, dass der Web  stuhl im Falle des Fadenbruches oder andern      Störungen des     Webvorganges    mit möglichst  geringer Verzögerung - meist     selbsttätig      stillgesetzt werden muss.  



  Während sich die Lade auf ihrem Rück  wärtsgang der hintern Hubgrenze nähert,       muss    ferner durch den Antrieb des Webstuhl  die     Schützenschlagvorrichtung    in Tätigkeit  gesetzt werden, wozu während des     Durch-          Laufes    eines kurzen     Kurbelwinkels    ungefähr  das gleiche Mass von Kraftleistung erforder  lich ist wie während des ganzen übrigen Teils  des     Kurbelumlaufes.    Hieraus ergibt sich eine       Verzögerungstendenz    für die Kurbelwelle,

   die  der Wirkung der vorgeschlagenen Bewe  gungsmittel für die Rückwärtsbewegung der  Lade     entgegenwirkt.    Vor allem wird aber  nach dem plötzlichen Aufhören dieser -erheb  lichen     Höherbelastung    der     Antriebsmittel     eine entsprechende Beschleunigungskraft aus  der     elastischen    Anspannung des Antriebs  werkes frei, welche sich um so stärker im  Sinne einer Beschleunigung der Kurbel  drehung geltend machen kann, als diese zu  dem gegebenen     Zeitpunkt    von allen wesent  lichen energieaufnehmenden Belastungskräf  ten, insbesondere auch des Schwingungsan  triebes der Lade befreit ist.  



  Der ungewöhnlich hohe Ungleichförmig  keitsgrad, der sich für den Kurbeltrieb der  artiger Webstühle aus diesen Umständen er  gibt und welcher aus den erwähnten Grün  den nicht wie bei andern Kurbelmaschinen,  durch Zuhilfenahme von     Schwungmassen    ohne  erheblichen Nachteil vermindert oder be  seitigt werden kann,     wirkt    sich in der Weise  aus, dass die Zeit, in welcher sich die Lade  nahe der für den Durchgang des Schützen  günstigen hintern     Hubgrenzstellung        befindet,     sehr erheblich abgekürzt wird.  



  Um diese nachteilige Wirkung der     er-          wähnten        Ungleichförmigkeitsursachen    zu     be-          seitigen,    wird nach vorliegender Erfindung  der Betrieb des Webstuhls so ausgestaltet,  dass die Drehbewegung der Kurbelwelle  während der Zeit, in welcher die Lade sich  nahe ihrer hintern Hubgrenze befindet, wäh  rend des     Durchlaufens    eines zweckentspre  chend bemessenen Winkelraumes gebremst    wird, so dass einer unerwünschten Abkürzung  des für den freien Schützendurchgang nutz  baren Bruchteils des Kurbelumlaufes ent  gegengewirkt wird.  



  Zur näheren Erläuterung der Vorgänge,  von welchen das vorliegende Verfahren aus  geht, sowie der zur Ausführung desselben  nach der Erfindung vorgesehenen beispiels  weisen Hilfsmittel ist auf der Zeichnung in       Fig.    1 das Schema des Ladenantriebes  eines Webstuhls mittelst eines einfachen  Kurbeltriebes in Seitenansicht dargestellt;

         Fig.    2 zeigt ein entsprechendes Schema,  bei welchem die     Kurbelbewegung    durch ein  zweiteiliges Zwischenglied auf die Lade über  tragen wird; in       Fig.    3 sind die aus den Antriebsvorrich  tungen nach     Fig.    1 und 2 sich ergebenden  Bewegungskurven für den Angriffspunkt des  Kurbeltriebes an der Lade auf der Grundlage  von dem Kurbelwinkel entsprechenden       Abszissenabschnitten        dargestellt;

            Fig.    4 zeigt für den in     Fig.    2 dargestell  ten Mechanismus die entsprechende Bewe  gungskurve unter Zugrundelegung gleich  förmigen     Zeitabschnitte    als     Abzissen;          Fig.    5 stellt in Seitenansicht die wesent  lichen Teile eines der Erfindung entspre  chend ausgestalteten Webstuhls in Anschlag  stellung dar;       Fig.    6 zeigt in einer teilweise ähnlichen  Ansicht die Lade in ihrer hintern     Hubgrenz-          stellung.     



  Bei der der     Fig.    1     entsprechenden,    meist  gebräuchlichen Ausgestaltung ;des Kurbel  triebes von Webstühlen, bei welcher der An  griffszapfen 1 der Lade mit dem Kurbel  zapfen 2 der Kurbelwelle 3 durch eine ein  fache Schubstange 4 verbunden ist, ergibt  sich für diesen Angriffszapfen unter Zu  grundelegung gleicher Kurbelwinkel     (p   <I>als</I>       Abszissenabschnitte    die     sinoidenartiga    Be  wegungskurve 5, welche in     Fig.    3 in ge  strichelten Linien eingezeichnet ist.

   Bei der  Ausgestaltung des Kurbeltriebes gemäss       Fig.    2, wobei der Kurbelzapfen 2 mit dem       Ladenangriffszapfen    durch Vermittlung  zweier Zwischenglieder 6, 7 verbunden ist.      deren Verbindungszapfen 8 durch einen  Lenker 9 geführt ist, ergibt sich unter  gleichen Bedingungen die in     Fig.    3 in vollen  Linien eingezeichnete Bewegungskurve<B>10.</B>  Die hintere Ruhepause des     Angriffszapfens     1 in der dem Kurbelwinkel     yl    gleich 180    entsprechenden Mittelstellung der Kurve 5  ist hierbei nicht nur verlängert, sondern auch  entgegen der Kurbelbewegung nach vorn ver  schoben.  



  Wenn unter Berücksichtigung des un  gleichförmigen Umlaufes der Kurbel die       Bewegung    des Angriffszapfens 1 nach glei  chen     Zeitabschnitten    auf der     Abszissenachse     dargestellt wird, so ergibt sich die in     Fig.    4   aufgezeichnete Bewegungskurve 11.  



  Während nach der auf den Kurbelwinkel  bezogenen Bewegungskurve nach     Fig.    3 der  Angriffszapfen die für den Schützendurch  gang geeignete Ladenstellung auf der     Ordi-          natenlinie    12' bereits in der Mitte des Rück  wärtsganges der Kurbel erreicht, wird durch  das Zusammenwirken des zum Beschleunigen  der Ladenmasse und zur Betätigung der  Schlagvorrichtung erforderlichen Energieauf  wandes in Wirklichkeit die Rückwärtsbe  wegung des Angriffszapfens zu Anfang der  Rückwärtsbewegung so erheblich verzögert,  dass nach Ablauf des ersten Viertels der  Kurbeldrehung die für den Schützenschlag  in Betracht kommende Ladenstellung auch  nicht annähernd erreicht ist.  



  Der Verlauf der auf gleiche Zeitab  schnitte des Kurbelumlaufes bezogenen Be  wegungskurve nach     Fig.    4 hat einen mit  mässiger Geschwindigkeit (180 Umdrehungen  pro Minute) beobachteten Ungleichförmi.g  keitswert der Kurbeldrehung von 25% zur       Voraussetzung.    Hierbei ist angenommen, dass  sich diese Ungleichförmigkeit bis zur Er  reichung der Schlagstellung zur Hälfte als  Verzögerung und hiernach zur andern Hälfte  in Form einer Beschleunigung während des  unmittelbar nachfolgenden, fast widerstands  losen Teils der Kurbeldrehung auswirkt.

    Unter dieser Voraussetzung wird die     Ordi-          natenlinie    12 des Schlages mit einer Ver  spätung von     121/9.7o    der gesamten Umlaufs-    zeit erreicht, während die Zeit, in welcher  die Lade den für den Durchgang des  Schützen nutzbaren Bewegungsraum (ein  schliesslich der wirklichen hintern Ruhe  pause) durchläuft, etwa um das gleiche Mass  abgekürzt wird. Für den Abfall der Bewe  gungskurve bis zum vorderen Anschlagpunkt  ist der Einfachheit halber in der Darstellung  der     Fig.    4 vorausgesetzt, dass sich die Be  wegungswiderstände und Antriebskräfte un  gefähr bis zum Mittelwert ausgleichen, so  dass sich dieser Teil mit der nach dem Um  laufwinkel bemessenen Kurve     (Fig.    3) deckt.  



  Wenn nach dem oben angegebenen Ver  fahren die Drehbewegung der Kurbelwelle  von der Zeit des Schützenschlages an durch  Einschalten einer hierzu geeigneten Gegen  kraft gehemmt und dadurch die erwähnte  Beschleunigung der Kurbeldrehung verhin  dert wird, so ergibt sich daraus eine Ver  längerung der     Ruhepause    der     Lad;.,    zu  gunsten eines ungehinderten Durchganges des  Schützen, wie sie durch den in     Fig.    4 ge  strichelt angedeuteten Kurvenzug 13 zum  Ausdruck gebracht wird.

   Die Verlängerung  der     Schützendurchgangszeit    braucht dabei  aber nicht, wie es nach diesem Kurvenzug  der     Fig.    4 den Anschein hat, auf Kosten der  für den Fachwechsel zur     Verfügung    stehen  den Zeit erfolgen, weil diese zeitliche Rück  ,värtsverschiebung der     Ladenschwingung     durch zweckentsprechende Ausgestaltung der  die Bewegung der Kurbel auf die Lade über  tragende     Z-\vischenmittel    ausgeglichen wer  den kann.  



  Ausserdem macht sich in Wirklichkeit die       Ungleichförmigkeitswirkung    der Schlag  arbeit nicht, wie hier der Einfachheit der  Darstellung halber angenommen, zur Hälfte  als Verzögerung geltend, vielmehr ist die  Auswirkung der dem Schlage nachfolgenden  Entspannung der Antriebsmittel im Sinne  der Beschleunigung der Kurbel erheblich  grösser, so dass sich schon dadurch eine Vor  wärtsverlegung der hintern Ruhepause der  Lade ergibt. Diese Umstände ermöglichen es  daher, die Bewegung der Lade auch in zeit  licher Hinsicht durch das erwähnte Mittel der      zeitweiligen Bewegungsverzögerung dem  Verlauf der Bewegungskurve 10 nach     Fig.    3  praktisch vollkommen anzunähern.  



  Durch das angegebene Betriebsverfahren  ist es daher     möglich,    die Ungleichförmigkeit  des Kurbelumlaufes derartiger Webstühle  erheblich zu vermindern und deren nach  teilige Auswirkungen im Sinne einer Ver  kürzung der zum hindernisfreien Durchgang  des Schützen durch das Fach zur Verfügung  stehenden Zeit praktisch vollkommen zu be  seitigen. Hierdurch wird eine so starke Ver  minderung des Bewegungswiderstandes des  Schützen auf seinem Wege in dem Fach und  der erforderlichen Schlagkraft erreicht, dass  die zum Antrieb des Webstuhls erforderliche       Triebkraft    trotz des Kraftverlustes     erhebli3h     vermindert wird, der sich durch die Auswir  kung der zur zeitweiligen Verzögerung der  Kurbeldrehung erforderlichen Mittel unver  meidlich ergibt.  



  Bei der     Ausführung    des Verfahrens kann  man mit Vorteil als Hilfsmittel zur zeit  weiligen     Verzögerung    der Kurbeldrehung  sich einer mit der Kurbelwelle umlaufenden  Bremsscheibe bedienen, die während des  Durchganges der Kurbel durch den der     hin-          tern    Ruhepause der Lade entsprechenden       VTinkelraum    mit einer Bremsbacke in Be  rührung gebracht wird.

   Wie aus     Fig.    5 er  sichtlich, kann man zu diesem 'Zweck auf  der üblichen, auf der Kurbelwelle 3 sitzenden  Bremsscheibe 14, welche im     Zusammen-          wirken    mit einer um den Zapfen 15 schwing  baren Bremsbacke 16 dazu dient, den Antrieb  des Stuhls bei Fadenbrüchen oder sonstigen  Störungen sofort     stillzusetzen,    eine     nocken-          artige    Erhöhung 17 mit den Durchmesser der  Bremsscheibe     etwas    überschreitendem Ra  dius in solcher Stellung anbringen,

   dass ihre  zylindrische Aussenfläche die Oberfläche der  in ihrer Ruhestellung liegenden Bremsbacke  während eines     Bewegungswinkelraumes    der  Kurbelwelle streift, die der Gesamtlänge der  Reibflächen der     Bremsscheibenerhöhung    und  der Bremsbacke entspricht und wie aus     Fig.    6  ersichtlich, dadurch die gewünschte Brems  wirkung ausübt.

      Man kann aber auch durch einen     mittelst     Nocken oder sonst geeigneter Hilfsmittel  von der Nockenwelle gesteuerten Hebel die  Bremsbacke 16 an die unveränderte zylin  drische Umfläche der Bremsscheibe 14 in dem  in Betracht kommenden Winkelraum zeit  weilig andrücken oder eine ähnlich gesteuerte  Bremswirkung durch besondere, nur für die  sen Zweck in Verbindung mit der Kurbel  welle vorgesehene Hilfsmittel hervorbringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum mechanischen Antrieb der Lade von Webstühlen durch Kurbeln mittelst mehrgliedriger, die Bewegung der Treibkurbel auf die Lade mit hin terer Ruhepause übertragender Mechanis men, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegung der Kurbelwelle während jeder Kurbeldrehung nach dem Zeitpunkt des Schützenschlages während Zurück legung eines gewissen Drehwinkels ge bremst wird.
    II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine mit der Kurbelwelle sich drehende Bremsscheibe und eine Bremsbacke, die miteinander während der Bewegung der Kurbel in dem gege benen Drehungswinkel der Kurbelwelle bewegungshemmend in Berührung ge bracht werden.
    UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der die Bewe gungshemmung der Treibkurbelwelle des Webstuhls hervorrufende Bremsscheibenab- schnitt als nockenartiger Vorsprung an der Umfläche des zum selbsttätigen Anhalten des Webstuhls bei Fadenbruch dienenden Brems rades ausgebildet ist und eine konzentrisch zur Bremsscheibe gebogene Bremsbacke wäh rend des Vorbeiganges bewegungshemmend streift.
CH169322D 1932-12-05 1933-03-17 Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Antrieb von Webstühlen. CH169322A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3128796A (en) * 1962-12-27 1964-04-14 Crompton & Knowles Corp Combined shuttle box changing mechanism and lay motion
US3373773A (en) * 1965-07-12 1968-03-19 George H. Balentine Jr. Loom

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