Halterung für die Glühdrahtwendeln in röhrenförmigen elektrischen Glühlampen. Röhrenförmige Glühlampen in geraden und gebogenen Formen, in welchen ein die ganze Länge der Röhre durchziehender Glüh- draht gehaltert ist, sind bekannt. Bei den bisherigen Ausführungsformen berühren län gere Drahtteile des Haltergerüstes die Innen wand des Glasrohres und werfen auf die sonst hell beleuchtete und leuchtende Ober- fläche der mattierten oder Opalglasröhren scharf begrenzte Schlagschatten, die das Bild eines gleichmässigen Lichtbandes stören.
Die Schlagschatten verschwinden, wenn die schattenwerfenden Drähte nicht mehr fest an der Innenwand, sondern mehr im Innern der Röhre liegen, da dann hinter den Dräh ten liegende Wandteile nicht mehr völlig im Dunkeln gelassen, sondern auch von ent fernteren Teilen der linienförmigen Licht quelle direkt und von der übrigen Innen wand der mattierten Glasröhre indirekt be leuchtet werden können. Bei der grossen Leuchtdichte der Röhren sind die noch übrig- bleibenden verschwimmenden Halbschatten nicht mehr sichtbar.
Ein weiterer Nachteil der bisherigen Hal- tergerüste besteht darin, dass die Glühdraht- wendeln zwischen den sie haltenden Faden trägern nicht straff gespannt sind, so dass auch bei neuen Röhren oft Teile des Glüh- drahtes durchhängen.
Wenn man nicht ein verhältnismässig dickes und undurchsichtiges Röhrenglas anwendet, was aber wieder den Nachteil grossen Lichtverlustes mit sich bringt, so ist zum Beispiel bei Verwendung von durchscheinendem mattiertem oder Opal glas die leuchtende Linie des vom elektri schen Strom durchflossenen Glühdrahtes als helle Mittellinie des Lichtbandes deutlich sichtbar.
Ist der Glühdraht nicht straff ge spannt, zeigt er also an einzelnen Stellen das Bild einer Guirlande, so wird das gleich mässige Bild beeinträchtigt, ja, es entsteht oft der Eindruck, als ob es sich nicht um neue, sondern um alte, schon lange gebrannte Leuchtröhren handelte.
Das Durchhängen des Glühdrahtes :entsteht meistens dadurch, dass Spiralteile beim Einbringen der Glüh- drahtspirale in das starre Haltergerüst über mässig ausgezogen werden, was sich bei die ser mit der Hand durchgeführten Arbeit und der Empfindlichkeit der jedem Zug nach gebenden Glühdrahtspirale schwer vermeiden lässt.
Es kann jedoch durch Anwendung einer Halterung vermieden werden, die es erlaubt, die Glühdrahtwendel, nachdem sie schon in die Halterung eingesetzt worden ist, noch weiter auf die erforderliche Länge zu strek- ken. Auf .diese Weise kann man der Glüh drahtspirale eine überall gleichmässig ge- streckte Form geben.
Die geschilderten Nachteile - Schatten bildung und Durchhängen der Gliihdrah@- wendel - werden gemäss der Erfindung ver mieden durch eine Halterung, die aus einem zickzackförmigen, die ganze Länge der Leuchtröhre durchziehenden und die Röh renwand nicht berührenden, zweckmässig flachen Längstragdraht besteht, an dem die Glühdrahtwendel so befestigt ist, dass sie über der Ebene des zickzackförmigen Längs- tragdrahtes und parallel zu der durch die Mitten der Schenkel der Zickzacklinie ge henden Verbindungslinie liegt.
Der Längs- tragdraht kann durch Hindurchführen eines zweckmässig aus weichem, nicht federndem Metall bestehenden Drahtes zwischen zwei Zahnrädern hergestellt werden, wobei er sich W-förmig biegt und gleichzeitig abgeplattet wird.
Wie die Zeichnung an einer beispiels weisen, vieler naheliegender Abänderungen fähigen Ausführungsform veranschaulicht, sind hier in gleichmässigen Abständen auf diesem Draht a Glasperlen b angeordnet, die, wie üblich, als isolierende Träger für die eigentlichen Glühdrahthalter c dienen, die senkrecht auf der Ebene des Zickzack drahtes, also der Ebene stehen,
in welcher die einzelnen Schenkel der Zickzacklinie des Drahtes verlaufen. In längeren oder geboge nen Röhren tragen die Perlen ausserdem zur Abstützung des Hatterungssystems Draht- streben d, deren Enden spitz geformt sind und die abwechselnd nach drei um etwa 120 Grad verschiedenen Richtungen gewen det sind. Sie sind verschieden lang und so gekrümmt, dass sie, wenn das Haltersystem in der Glasröhre liegt, mit ihren Spitzen senkrecht auf .die Innenwand der Glasröhre e treffen.
Verschiedene Länge der Streben ist notwendig, weil nicht der zickzackförmige Längstragdraht, sondern der Glühdraht f in der Mittelachse der Glasröhre liegen muss. Fig. 2 zeigt die Halterung in einem Glas rohrstück;
Fig. 3, 4 und 5 sind Querschnitte in den Ebenen III, IV und V, wobei der Glühdraht über der Schmalseite des ziA-- zackförmigen Längstragdrahtes und damit gleichzeitig über der Ebene des Zickzack drahtes, und zwar parallel zu der durch die Mitten der Schenkel der Zickzacklinie gehen den Verbindungslinie liegend zu denken ist.
Die Herstellung des Haltergerüstes - An schmelzen der Glasperlen an den zickzack- bezw. wellenförmig gebogenen Längstrag- draht und Einsetzen der Streben d und Glühdrahthalter c -erfolgt an einem Zick- zackdraht, der noch nicht ausgezogen wurde, der also etwa nur zwei Drittel der Länge der Leuchtöhre hat. Die Zickzackwinkel rc (Fig.1) sind hier noch verhältnismässig klein.
In das fertiggestellte, aber noch nicht aus einandergezogene Haltergerüst wird die eben falls noch nicht auf ihre ganze Länge aus einandergezogene Glühdrahtwendel f ein gesetzt, indem sie in die Häkchen der Glüh- drahthalter eingehängt wird.
Beide Drähte erhalten dann gleichzeitig durch Ausein- anderziehen ihre volle Länge; gegebenenfalls kann (besonders bei krummen Röhren) sogar ein letztes Ausziehen: erst nach Einbringen des ganzen Systems in der Glasröhre erfolgen, wobei die Spitzen der Streben einige Milli meter an der Glasinnenwand entlang gleiten.
Die Glühdrahtspirale, auf deren Streckung nach dem Einhängen in der Glühdrahtträger es ja ankommt, macht das Auseinanderziehen mit, da in ihren Windungen die Glüh- drahtträger liegen, die eine wesentlich grössere Festigkeit haben, als bei der schwachen Zugfestigkeit der feinen Spirale nötig wäre.
Beim Strecken des Systems vergrössern sich die Winkel a, jedoch nicht so weit, dass aus dem Zickzackdraht wieder ein gestrechter Draht würde. Hierdurch wird ver hindert, dass' der Längstragdraht einen scharf abgegrenzten Schatten auf die Röhrenwand wirft. Ein gerader Stab wirft, wenn er von einer zu ihm parallelen, linienförmigen Licht quelle beleuchtet wird, einen streifenförmigen Schatten.
Ist der Stab jedoch nicht gerade oder liegt er nicht parallel zur Lichtquelle oder verläuft er in einer Zickzacklinie, das heisst, erscheint er aus einer Anzahl von nicht parallelen Stäben zusammengesetzt, so kön nen sich scharf abgegrenzte Schlagschatten nicht bilden, da jeder Punkt der Wand, selbst wenn er hinter einem Punkt des Stabes liegt, doch von den benachbarten Teilen der Licht quelle beleuchtet wird. Die Zickzackform hat also den weiteren Vorteil, dass sie nur einen schwachen, verschwommenen Halb schatten werfen kann, der mit freiem Auge nicht zu erkennen ist.
Da in der beschrie benen Ausführungsform das Gerüst im übri gen nur mit den Spitzen der Streben die Innenwand berührt, die senkrecht auf dieser stehen (bei anderer Stellung ergeben sich kommaförmige dunkle Flecken), und diese kleine Berührungsstellen überstrahlt werden, so ergibt sich von allen Seiten für den Be schauer ein fleckenloses Lichtband mit einer gleichmässigen helleren Mittellinie.
Genaues Einhalten aller Masse voraus gesetzt, kann die beschriebene Halterung ebenso in geraden wie in gekrümmten Leucht röhren Verwendung finden.