CH171034A - Verfahren zur Herstellung von Äthylvanillin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Äthylvanillin.

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CH171034A
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Boehringer & Soehne Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung von     Äthylvanillin.       Bei einer Reihe von Verfahren der Fabri  kation von Vanillin entsteht bekanntlich als  unvermeidliches     Nebenprodukt    stets auch das  viel weniger wertvolle     Isovanillin.    Es hat  nicht an Versuchen gefehlt, das     Isovanillin     wieder zu verwerten, insbesondere es wieder  in den Gang der     Vanillinfabrikation    einzu  schalten;

   derartigen Versuchen, bei denen  unter anderem das     Isovanillin    zum     Proto-          catechualdehyd    verseift und dieser     monoalky-          liert    werden sollte, blieb aber der wirtschaft  liche Erfolg versagt, da hierbei der     Proto-          catechualdehyd    in starkem Umfang verharzt  und bei der     All.:

  ylierung    statt der     metastän-          digen        Hydroxylgruppe    fast nur die     Hydroxyl-          gruppe    in der     para-Stellung    unter Rückbildung  von     Isovanillin        alkyliert    wird.  



  Vorliegendes Verfahren hat nun die Her  stellung von     Isovanillin    in     Äthylvariillin    (4  Oxy-3-äthoxy-becizaldehyd) zum Gegenstand.  Es ist dadurch gekennzeichnet, dass man in  alkalischen Flüssigkeiten, zweckmässig in    alkoholischem Alkali, gelöstes     Isovanillin        init          Ätbylierungsmitteln        veräthert    und das     Ver-          ätherungsprodukt    einer partiellen     Verseifung     in saurem     Medium    unterwirft. Die erste Stufe  der Reaktion geht so leicht von statten, dass  die Anwendung weder von Druck noch von  höherer Temperatur erforderlich ist.

   Nicht  vorauszusehen war es, dass bei der Einwir  kung verseifender Mittel auf den doppelt       verätherten    Aldehyd gerade     der-in        4-Stellung          zurAldehydgruppe        stehende!Alkylrest    leichter  abgespalten wird als der in     3-Stellung    stehende.

    Da die     Monomethylierung    von     Protocatechu-          aldehyd    unter Bevorzugung der     4-Stellung     hauptsächlich zu     Isovanillin    führt, war eher  anzunehmen, dass bei einer partiellen Versei  fung ebenfalls in der Hauptsache die Ver  bindung mit der freien     Hydroxylgruppe    in       3-Stellung,    also     Isovanillin,    und nicht die mit  der freien     Hydroxylgruppe    in der     4-Stellung     bevorzugt entstehen würde.    Mit vorliegendem Verfahren wird eine      technisch wichtige Aufgabe in wirtschaftlicher  Weise gelöst.

   Das bei der Reaktion im Unter  schuss wieder entstehende     Isovanillin    kann  erneut     äthyliert    und in das wertvolle     Äthyl-          vanillin    übergeführt werden.  



  Das     Äthylvanillin    ist bereits     bekannt    und  dient ebenso wie Vanillin als Geschmacks  und Geruchsstoff.  



  <I>Beispiel:</I>  60 Teile     Ätzkali    werden in 500 Teilen       Äthylalkohol    gelöst; in diese Lösung werden  152 Teile     Isovanillin    eingetragen, wobei schon  bei gelindem Erwärmen völlige Lösung ein  tritt. Unter     Rückflusskühlung    wird dann das  Gemisch auf dem Wasserbad erwärmt und  mittelst     Tropftrichters    im Laufe von einer  Stunde 132 Teile Bromäthyl     zutropfen    ge  lassen.

   Hiernach wird das Reaktionsgemenge  noch eine weitere Stunde im gelinden Sieden  erhalten, darnach der Alkohol im Vakuum       abdestilliert,    der Rückstand mit Wasser ver  dünnt und unter Zugabe von wenig Natron  lauge mittelst Äther oder Benzol     extrahiert.     Es werden 155 Teile einer hellen Kristall  masse erhalten, die mach dem     Umkristallisieren     bei<B>52-530</B> schmilzt.  



  Die alkalische Lauge wird angesäuert und  ebenfalls extrahiert, wobei 20 Teile     Isovanillin     zurückerhalten werden.  



  30 Teile des erhaltenen Diäthers werden  in 120 Teilen Eisessig gelöst; in die Lösung  werden 45     TeileBromwasserstoffsäure    (48     %ig)          eingetragen.    Das ganze wird am     RüclLfluss-          kühler    2 Stunden bei 115--117<B>0</B> in gelindem    Sieden erhalten, wobei viel     Methylbromid     neben weniger     Äthylbromid    entweicht; die       Bromide    können unter vorgelegtem Eiswasser  aufgefangen werden.

   Das Reaktionsgemisch  wird mit Wasser verdünnt, mittelst Natron  lauge bis zur deutlichen     Phenolphtalein-Reak-          tion    alkalisch gemacht und     ausgeäthert.    Die  durch die     Ätherextraktion    von unverändertem  Ausgangsmaterial befreite alkalische Lösung  wird nunmehr angesäuert und erneut     ausge-          äthert.    Hierbei erhält man ein Gemenge von       Äthylvanillin    und     Isovanillin,    aus dem durch       Umlösen    aus Benzol das zu neuen Umsetzun  gen wieder verwendbare     Isovanillin    gewonnen  wird,

   während sich das in der Hauptsache  entstandene     Äthylvanillin    aus der     Mutterlauge     in Form seines schwer löslichen sauren Natrium  salzes abscheiden lässt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Äthyl- vanillin, dadurch gekennzeichnet, dass man in Alkali gelöstes Isovanillin mittelst Äthy- lierungsmitteln verätlrert und das Veräthe- rungsprodukt eurer partiellen Verseifung in saurem Medium unterwirft. UNTERANSPRUCI3 Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man alkoholisches Alkali als Lösungsmittel für das Isovanillin ver wendet.
CH171034D 1932-09-08 1933-09-02 Verfahren zur Herstellung von Äthylvanillin. CH171034A (de)

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