CH338434A - Verfahren zur Herstellung von Mandelsäurebenzylester - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mandelsäurebenzylester

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CH338434A
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benzyl
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August Dr Klages
Werner Dr Schmidt
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Much Ag Prof Dr Med
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/66Esters of carboxylic acids having esterified carboxylic groups bound to acyclic carbon atoms and having any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, acyloxy, groups, groups, or in the acid moiety
    • C07C69/73Esters of carboxylic acids having esterified carboxylic groups bound to acyclic carbon atoms and having any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, acyloxy, groups, groups, or in the acid moiety of unsaturated acids
    • C07C69/732Esters of carboxylic acids having esterified carboxylic groups bound to acyclic carbon atoms and having any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, acyloxy, groups, groups, or in the acid moiety of unsaturated acids of unsaturated hydroxy carboxylic acids

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Mandelsäurebenzylester
Man erhält Lösungen von Alkali- und Erdalkalimandelaten durch Neutralisation von Mandelsäure oder auch direkt durch Verseifung von Dichloracetophenon mit Natronlauge oder Calciumhydroxyd (vgl.



  Organic Syntheses Bd. 23 [1943], S. 48-51; USA Patentschrift Nr. 2562861; Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft Bd. 64 [1931],   S. 2644 ;    deutsche Patentschrift Nr. 824201). Die durch Ansäuern dieser alkalischen Laugen erhaltenen Lösungen von freier Mandelsäure wurden eingedampft und aus den erhaltenen trockenen Salzgemischen die Mandelsäure mit Benzol oder Äther extrahiert (vgl. Organic Syntheses Coll.   Vor. 1    [1941],   S. 336 ;      R. Asmus:    Organische Synthesen [1937], S. 333). Man kann auch Mandelsäure aus ihren wässrigen Lösungen durch Ausschütteln mit Äther gewinnen (vgl. Organic Syntheses Bd. 23 [1943], S. 48-51; Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft Bd. 64 [1931], Seite 2644).



   Die Verwendung von Äther hat aber erhebliche Nachteile, weil der Verteilungskoeffizient zwischen    Wasser und Äther (1 2) nicht besonders günstig liegt    und weil die Verwendung von Äther erhebliche technische Vorsichtsmassregeln erfordert. Die nach dem Verdampfen der Lösungsmittel erhaltene Mandelsäure hat man dann mit Benzylalkohol nach bekannten Methoden in Mandelsäurebenzylester übergeführt.



   Es hat sich nun gezeigt, dass sich Mandelsäure ausserordentlich leicht in Benzylalkohol löst   (32,8%    bei 220) und dass der Verteilungskoeffizient zwischen Wasser und Benzylalkohol den überaus günstigen Wert von 1 : 10 besitzt. Dieser Wert steigt auf 1 : 15, wenn die wässrige Phase etwa   9%    Natriumchlorid enthält. Eine solche Lösung erhält man bei der Verseifung von 1 Mol Dichloracetophenon mit 4 Mol Ätznatron als etwa   10% ige    Lösung und anschliessendem Ansäuern mit verdünnter Salzsäure.



   Aus diesen Beobachtungen ergibt sich nun das vorliegende erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Mandelsäurebenzylester, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man zur Freisetzung von Mandelsäure eine wässrige Lösung von Alkalimandelat mit Salzsäure im Überschuss versetzt, die frei gewordene Mandelsäure mit Benzylalkohol extrahiert und die auf diese Weise erhaltene benzylalkoholische Mandelsäurelösung erhitzt.



   Eine vorteilhafte Ausführungsart des erfindungsgemässen Verfahrens ist die folgende:
Die durch Verseifen von Dichloracetophenon erhaltene alkalische Lösung wird mit Salzsäure bis zum   pwWert    1 angesäuert und dann im Gegenstromverfahren bei   30-35"    mit einer geeigneten Zentrifuge oder einer ähnlichen Vorrichtung zunächst mit etwa 5 Vol. % Benzol extrahiert, um gelblich gefärbte Nebenprodukte zu beseitigen, und dann die Mandelsäure mit Benzylalkohol aus der Lösung quantitativ extrahiert. Die so erhaltene benzylalkoholische Lösung der Mandelsäure wird dann durch Erhitzen auf höhere Temperatur in bekannter Weise unter azeotroper Entfernung des Reaktionswassers zu Mandelsäurebenzylerster verestert.



   Es ist natürlich auch ohne weiteres möglich, saure Verseifungslösungen von Mandelsäurenitril in der geschilderten Weise aufzuarbeiten.



   Zur Wiedergewinnung des in der wässrigen Phase gelösten Benzylalkohols kann die Lösung noch einmal mit 5 Vol. % Benzol behandelt werden. Von dem erhaltenen Gemisch wird der grösste Teil des Benzols abdestilliert, um erneut eingesetzt zu werden. Das verbleibende Gemisch aus Benzylalkohol und Benzol wird entweder der Veresterungslösung zugesetzt oder aber zur Extraktion der Mandelsäure mitverwendet.



   Die wesentlichen Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens bestehen darin, dass die bisher übliche   Extraktion der getrockneten Mandelsäure in Fortfall kommt und dass die Gewinnung von Mandelsäurebenzylester ohne Zwischenstufe infolge des Einsatzes von Benzylalkohol als Extraktions- und Reaktionsmittel durchgeführt werden kann.



   Der erfindungsgemäss erhaltene Mandelsäurebenzylester findet als Spasmolytikum in Arzneimitteln Verwendung.



   Beispiel
Zur Herstellung des Ausgangsmaterials werden 200 g Dichloracetophenon mit 160 g Ätznatron, gelöst in 1400   cm3    Wasser, bei etwa 500 zu Natriummandelat verseift. Die gelblich gefärbte Verseifungslösung wird nun zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens mit Salzsäure bis zur Erreichung des   p-Wertes    1 angesäuert und mit 100   cm3    Benzol ausgeschüttelt.



  Nach Abtrennung der Benzollösung wird aus der nun farblosen Lösung die Mantelsäure in 3 Portionen mit insgesamt 500   cm3    Benzylalkohol extrahiert. Die benzylalkoholische Lösung von Mandelsäure wird nach Zusatz von 80   cm3    Benzol erwärmt und innerhalb von 3-4 Stunden unter azeotroper Entfernung des Reaktionswassers verestert. Nach erfolgter Veresterung wird das restliche Benzol und gleich anschliessend im Vakuum der   Überschuss    an Benzylalkohol abdestilliert. Der erhaltene Rohester wird aus Methylalkohol oder einem andern Lösungsmittel, z. B.   60% Der    Essigsäure, umkristallisiert. Es werden 174 g Ester mit dem Schmelzpunkt   93,60    erhalten, was einer Ausbeute von 68    /a,    bezogen auf Dichloracetophenon, entspricht.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Mandelsäurebenzylester, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Freisetzung von Mandelsäure eine wässrige Lösung von Alkalimandelat mit Salzsäure im Überschuss versetzt, die frei gewordene Mandelsäure mit Benzylalkohol extrahiert und die auf diese Weise erhaltene benzylalkoholische Mandelsäurelösung erhitzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Extraktion der Mandelsäure aus der wässrigen Phase unter Zusatz von Kohlenwasserstoffen, z. B. Benzol, durchführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die wässrige Lösung zunächst mit Benzol und dann mit Benzylalkohol behandelt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man den erhaltenen Rohester aus verdünnter Essigsäure umkristallisiert.
CH338434D 1955-10-04 1955-10-04 Verfahren zur Herstellung von Mandelsäurebenzylester CH338434A (de)

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