CH171245A - Gewächshaus von grosser Spannweite. - Google Patents

Gewächshaus von grosser Spannweite.

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CH171245A
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greenhouse
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Happel Otto
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Happel Otto
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  Gewächshaus von grosser Spannweite.    Die Erfindung betrifft ein Gewächshaus  von grosser Spannweite. Bisher wurden solche  Gewächshäuser aus     tragenden'Bindern.        Pfet-          ten        und    Glassprossen aufgebaut. Bei grösseren  Spannweiten sind hierbei meist schwere     Trag-          kongtruktionen    erforderlich, die nicht nur das  Gewicht und die Baukosten wesentlich erhö  hen, sondern vor allen Dingen den Lichtein  fall stark behindern.  



       Erfindungsgemäss    wird zur Beseitigung  dieser Nachteile vorgeschlagen. Gewächs  häuser von grosser Spannweite in der Weise  aufzubauen,     dass    die Sprossen aus einem  eisernen     Doppel-T-Profil    bestehen und unter       Fortlassung    von besonderen Bindern und       Pfetten    selbst als Binder ausgebildet sind.  Wie Berechnungen ergeben haben, brauchen  die benötigten     Doppel-T-Profile    nicht grösser  zu sein als die zur Zeit allgemein verwen  deten Holzsprossen.

   So kann man mit einem  kleinen     Spezialprofil    eines     Doppel-T-Eisens     -von etwa 45 mm     Steghöhe    und<B>35</B> mm     Flan-          schenbreite    bei einem Gewicht von<B>3,5</B>     kg/m       bei     Einzelschiffen    Spannweiten von<B>7</B> bis<B>8</B>     in     überbrücken. Mit einer geringeren Vergrösse  rung dieses Profils ist man sogar in der Lage,       Gewächshausschiffe    mit einer Spannweite  bis zu<B>11</B> m herzustellen, ohne     dass    besondere  Binder erforderlich sind.  



  Abgesehen davon,     dass    das Gewicht und  die Baukosten durch die Erfindung wesentlich  verringert werden, ergibt<B>'</B> sich zunächst der  Vorteil eines einfacheren Aufbaues. Die ein  zelnen, als Binder dienenden Glassprossen  können unter Verwendung geeigneter     Distan-          zierungsmittel    an Ort und Stelle von unge  schulten Arbeitern, also vom Gärtner selbst,       aneinandergefügt    werden.  



  Ein besonderer Vorteil des Gewächshauses  nach der Erfindung besteht aber darin,     dass     der Lichteinfall ganz bedeutend vergrössert  wird, so     dass    sieh eine entsprechende Be  schleunigung des Pflanzenwachstums ergibt.  



  Ferner ist der Bau eines nach dem Innern  des Gewächshauses     züi    völlig ebenen Glas  daches ohne irgendwelche vorspringenden      Teile möglich, so     dass    das Schwitzwasser  an den Glassprossen und an den Glasscheiben  ohne Unterbrechung vom First bis zur Traufe  ablaufen kann. Im Gegensatz zu den Ver  hältnissen bei den früheren Gewächshäusern  kann deshalb darin eine Beschädigung der  Kulturen durch kaltes abtropfendes Wasser  nicht mehr eintreten.  



  Durch den Fortfall vorspringender Teile  wird weiter der Vorteil erreicht,     dass    sich  Schädlinge nicht mehr in dem Umfang an  der Dachkonstruktion festsetzen können, wie  dies bei den bisherigen Bauarten möglich  war. Ausserdem ist bei glatter     Innerifläche     des Daches die Bekämpfung der Schädlinge  durch Abspritzen und Abwaschen erleichtert.  



  Es sind an sich     Gewächshauskonstruk-          tionen    ohne besondere Binder seit langem  bekannt, doch handelt es sich hierbei um  Gewächshäuser von ganz geringer Spann  weite (höchstens bis zu 4 m), bei welchen  die Sprossen sich selbst tragen. Für den Auf  bau solcher Häuser sind die verschiedensten  Sprossenprofile bekannt geworden. So hat  man in der Literatur unter anderem vorge  schlagen,     fär    die Herstellung eines solchen  Gewächshauses geringer Spannweite eine  Eisensprosse zu verwenden, die aus einem  mit einer Trennleiste versehenen und zum  Auflegen der Glasscheiben dienenden Kopf,  einem kurzen kräftigen Steg und untern  Flügeln bestehen, welche Tropfrinnen zur  Ableitung des Schwitzwassers bilden.

   Für  die Zwecke der Erfindung, also     zum    Aufbau  von Gewächshäusern grösserer Spannweite,  wäre ein solches entsprechend vergrössertes  Profil schon wegen seines hohen Gewichtes  nicht verwendbar.  



  Die Anordnung der Glasscheiben geschieht  am einfachsten und zweckmässigsten in der  Weise,     dass    die Scheiben auf die einwärts  gerichteten innern Flanschen des     Doppel-T-          Profils    aufgelegt werden. Auf diese Weise  erübrigen sich Dämlich den Lichteinfall ver  sperrende besondere Trennleisten.  



  Um das Einsetzen der Scheiben von der  Seite her besonders einfach zu gestalten, ist die  Verwendung von     Spezial-Doppel-T-Profilen       zweckmässig. Zum Beispiel kann ein     Doppel-T-          Profil    benutzt werden, bei welchem bei sym  metrischer Anordnung der Flanschen zum  Steg der äussere Flansch eine geringere Breite  hat als der innere. Vorteilhafter ist noch ein  Profil, bei welchem der äussere Flansch aus  der Profilmitte versetzt ist und die gleiche  Länge wie der     unversetzte    innere Flansch  erhält.

   Solche Profile haben den weiteren Vor  teil,     dass    sie den Lichteinfall weniger ver  sperren, wenn bei den Ost- und Westseiten  und bei den Dachflächen die Versetzung des  äussern Flansches so erfolgt,     dass    der vor  springende Teil nach Süden gerichtet ist.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei  spiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar  ein     einschiffiges    Gewächshaus dargestellt.  



       Fig.   <B>1</B> und 2 zeigen das Schiff in     schemati-          scherDarstelltingim    Querschnitt und     Grundriss;          Fig.   <B>3</B> ist ein Schnitt nach der Linie       III-HI    der     Fig.   <B>1;</B>       Fig.    4 ist ein Schnitt nach der Linie       IV-IV    der     Fig.   <B>1;</B>       Fig.   <B>5</B> zeigt einen der     Fig.    4 entsprechen  den Schnitt bei Wahl eines andern     Doppel-T-          Profils;

            Fig.   <B>6</B> zeigt einen Teilquerschnitt durch  das Schiff in grösserem Massstab;       Fig.   <B>7</B> ist ein Querschnitt durch das hier  bei verwendete     Spezial-Doppel-T-Profil    in  grösserem Massstab.  



  Wie     Fig.   <B>1</B> und 2     ei-kennen    lassen, be  steht das     Treibhausschiff    lediglich aus einer  Anzahl über den ganzen Treibhausquerschnitt  durchlaufender eiserner Sprossen aus     Doppel-          T-Profil,    die gleichzeitig als Binder dienen.  



       Fig.   <B>3,</B> 4 und<B>7</B> zeigen das günstigste  Profil eines solchen     Doppel-T-Eisens,    bei wel  chem in neuartiger Weise der äussere Flansch  <B>1</B> gegenüber dem innern Flansch 2 versetzt  angeordnet ist. Man kann daher die Glas  scheiben<B>3</B> in der durch     Fig.   <B>3</B> und 4 dar  gestellten einfachen Weise einsetzen.  



       Fig.   <B>5</B> zeigt ein anderes     Doppel-T-Profil,     bei welchem der äussere     FlaDsch   <B>1"</B> geringere  Abmessungen als der innere Flansch % be  sitzt. Auch bei diesem Profil ist das Ein-      setzen der Glasscheiben von     aul'Aen    her ohne  Schwierigkeiten möglich.  



  Ausser den durch     Doppel-T-Eisen    gebilde  ten als Binder dienenden Eisensprossen sind  am First und an den Stossstellen der Dach  sprossen mit den Wandsprossen Profileisen  4 vorgesehen, welche der Distanzierung der  einzelnen nebeneinander liegenden Sprossen<B>1</B>  dienen. In     Fig.   <B>6</B> ist die Stossstelle einer  Dachsprosse mit einer     Stehwandsprosse    in       grösserein        Alassstabe    dargestellt. Die Stoss  stelle<B>5</B> wird zweckmässig verschweisst. Die  Distanzierung geschieht bei dem dargestell  ten Ausführungsbeispiel durch ein einfaches  T-Eisen 4. In die Seitenwände sind in übli  cher Weise verstellbare Lüftungsklappen<B>6</B>  eingebaut.  



  In F     ig.   <B>1</B>     und    2 ist das Haus in der<B>üb-</B>  lichen Weise so angeordnet,     dass    der First  von Norden nach Süden gesichtet ist, so       dass        Fig.   <B>3</B> einer., Horizontalschnitt auf der  Westseite und     Fig.    4 einen Horizontalschnitt  auf der Ostseite darstellt. Die stärker über  den Steg vorspringenden Teile der äussern  Flanschen sind also nach Süden gerichtet.  Dadurch ergibt sich die von den im Sinne  der Pfeile x verlaufenden dünnen Linien an  gedeutete vorteilhafte Wirkung,     dass    der Licht  einfall namentlich während der Übergangs  jahreszeit stark begünstigt wird.

   Es fällt  hierbei eine grössere     Lichtmenge    in das Haus,  als bei Verwendung eines     Doppel-T-Profils     normaler Form.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Gewächshaus von grosser Spannweite, da durch gekennzeichnet, dass die Sprossen aus einem eisernenDoppel-T-Profilbestehen, welche unter Fortfall von besonderen Bindern und Pietten selbst als Binder ausgebildet sind. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Gewächshaus nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gasscheiben auf den nach einwärts gerichteten innern Flanschen der als Binder ausgebildeten Glassprossen aufliegen. 2.
    Gewächshaus nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die als Binder ausgebildeten Glassprossen ein Doppel-T- Profil besitzen, dessen äusserer Flanseh (I.,) eine geringere Breite als der innere Flansch besitzt. <B>3.</B> Gewächshaus nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der äussere Flansch<B>(1)</B> des die Sprossen bildenden Doppel-T-Profils gegenüber der Profilmitte versetzt ist. 4.
    Gewächshaus nach Patentanspruch und Unteranspruch, <B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der versetzte äussere Flansch<B>(1)</B> etwa die gleiche Länge wie der nicht versetzte innere Flansch (2) hat. <B>5.</B> Gewächshaus nach Patentanspruch, da durch gekennnzeichnet, dass bei der Ost- und Westwand und der Dachfläche des Gewächshauses die Versetzung des äussern Flansches<B>(1)</B> der als Binder dienenden Glassprossen so gewählt ist, dass der stär ker über den Steg vorspringende Teil dieses Flansches nach Süden gerichtet ist.
CH171245D 1933-02-23 1933-06-20 Gewächshaus von grosser Spannweite. CH171245A (de)

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