CH172063A - Verfahren zum Behandeln von Kaffeebohnen. - Google Patents

Verfahren zum Behandeln von Kaffeebohnen.

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CH172063A
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Kasper Quieta-Werke Alfred
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Quieta Werke Alfred Kasper
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  Verfahren zum Behandeln von Kaffeebohnen.    Es ist bekannt, rohe Kaffeebohnen zum  Abbau gewisser geschmacksabträglicher Stoffe  in der Bohne mit Wasserdampf, gegebenen  falls unter Zusatz gewisser chemischer Agen  zien, z. B. Ozon, zu behandeln. Es hat sich  jedoch gezeigt, dass bei derart behandelten  Rohkaffeebohnen die Durchführung des     Röst-          vorganges    erschwert ist, und zwar insofern,  als die     Röstung    der Kaffeebohnen keine  gleichmässige wird. Die Bohne muss hierbei,  um ein einigermassen gleichmässiges Aussehen  zu erhalten, sehr weit     durchgeröstet    werden,  so dass sie eine dunklere Farbe annimmt.

    Selbst bei dieser weitgehenden     Röstung    ist  es nicht möglich, alle Bohnen gleichmässig  dunkel     durchzurösten,    sondern die Bohnen  fallen verschieden im Aussehen aus, und die  einzelnen Bohnen weiser), abgesehen von den  Verschiedenheiten untereinander, auch noch  dunklere Stellen, Flecken und dergleichen  auf, die zeigen, dass der Röstvorgang durch  die Bohnen nicht gleichmässig fortgeschritten  ist.

   Hinzu kommt, dass, wenn sogenannter    ungewaschener Kaffee der     Vorbehandlung     durch Wasserdampf und chemische Agenzien       zurGeschmacksverbesserung    unterzogen wird,  die an den Bohnen haftenden Bohnenhäut  chen sich fest an die Bohnen ankleben und  dann vor dein     Röstprozess    nur schwer voll  kommen entfernt werden können.  



  Es wurde nun festgestellt, dass alle diese  Nachteile beim Rösten von mit Wasserdampf  behandelten rohen Kaffeebohnen vermieden  werden können, und eine Durchführung des  Röstprozesses bis zu jedem Färbungsgrad  der Bohnen nach der     Wasserdampfbehandlung     gleichmässig möglich ist, wenn man gemäss  dem Verfahren der Erfindung die Kaffee  bohnen     vorn    der     Wasserdampfbehandlung    bis  zu einem gelben bis hellbraunen Farbton  röstet, so dass das in der Bohne enthaltene  natürliche Wasser     abdestilliert    wird.

   Erfah  rungsgemäss genügt für diese     Vorröstung    je  nach der     Kaffeesorte    eine Zeitdauer von etwa       20-50         /o    der im normalen     Röstprozess    sonst  erforderlichen Zeit.

        Diese     Vorbehandlung    der rohen Kaffee  bohnen durch einen     Vorröstprozess    hat, wie  Versuche ergaben, also eine doppelte tech  nische Wirkung: einmal darin bestehend, dass  die sonst bei der     Röstung    von mit Wasser  dampf behandelten Kaffeebohnen auftretende  ungleichmässige Färbung der Kaffeebohne  (Fleckenbildung und Bildung dunkler Stellen)  vermieden wird, und dann den Vorteil, dass  der Röstvorgang nicht wie bisher, bis zur       möglichsten    Dunkelfärbung der Bohne durch  geführt werden muss, sondern schon bei einem  geringeren, durch hellere Färbung der Bohne  angezeigtem Röstgrade nach Wunsch unter  brochen werden kann.  



  Durch die gleichmässigere     Durchröstung     wird auch eine Geschmacksverbesserung des  Kaffees gegenüber den nach dem alten Ver  fahren ungleichmässig     durchgerösteten    Kaffee  bohnen erzielt.  



  Die     Vorröstung    kann zweckmässig in den  üblichen Rösttrommeln durch unmittelbare       Beheizung    derselben durchgeführt werden.  



  Vorteilhaft ist es, die     Wasserdampfbo-          handlung    in solcher Weise auszuführen, dass  die auf den Kaffee einwirkenden Wasser  dämpfe fortlaufend     abdestilliert    werden, so  dass die     vorgerösteten        Kaffeebohnen    nur mit  Dampf und nicht mit Wasser in Berührung  kommen. Nach dieser Behandlung mit strö  mendem Wasserdampf kann alsdann fertig  geröstet werden.  



  Es sind bekanntlich im Röstkaffee ver  schiedene Stoffe enthalten, die zu dessen  Aroma nicht erforderlich sind, hingegen auf  den menschlichen Organismus schädliche Wir  kungen ausüben. Solche Stoffe sind     Furan-          Derivate        (Furfur-Alkohol,        Furfurol    u. a.),       Phenole,    organische Amine und     Pyridin-          Derivate,    sowie organische Säuren, z. B.       Valeriansäure.     



  Bekanntlich bildet sich das wirklich feine  Aroma des     Kaffees    erst im letzten Stadium  des     Röstprozesses,    während sich     obgenannte     Stoffe schon bedeutend früher durch Zerset  zung von     Pentosanen,    Eiweissstoffen und  Gerbsäure bilden.

   Dadurch, dass man die der         Vorröstung    unterzogenen Kaffeebohnen im  Anschluss an diese     Vorröstung    mit strömen  dem Wasserdampf behandelt, kann erreicht  werden, dass die obengenannten, schon bei der       Vorröstung    sich bildenden geschmacksabträg  lichen und gesundheitsschädlichen Stoffe,  welche sonst aus den Bohnen nicht entfernt  werden, durch den Wasserdampf restlos aus  der Bohne ausgetrieben werden, während  die erst im allerletzten Stadium der     Röstung     (also bei der     Fertigröstung)    entstehenden  wertvollen Öle vollständig erhalten bleiben.

    Auch die     Wasserdampfdestillation    (zwischen       Vorröstung    und     Fertigröstung)    kann unter  gleichzeitiger Mit- oder Einwirkung von an  deren geeigneten Mitteln, z. B.     Ogydantien     und auch Säuren, z. B. Essigsäure, erfolgen.  



  Weitere Vorteile, die so behandelter Kaffee  wie Versuche ergaben, zeigt, sind seine  ausserordentlich lange Haltbarkeit und der  Wegfall des bei gewöhnlich geröstetem Kaffee  meist auftretenden     Schwitzens.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Behandeln von Kaffeeboh nen, wobei Wasserdampf auf die Kaffee bohnen einwirken gelassen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaffeebohnen vor der Behandlung mit Wasserdampf einer Rö- stung unterworfen werden, die bis zu einem gelben bis hellbraunen Farbton der Kaffee bohnen getrieben wird, und hierbei das in der Kaffeebohne enthaltene natürliche Wasser abdestilliert wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaffeebohnen soweit vorgeröstet werden, dass die geschmacksab träglichen Röststoffe entstehen und die Boh nen hierauf einer Behandlung mit strömen dem Wasserdampf unterworfen werden, so dass die flüchtigen geschmacksabträglichen Röststoffe abdestilliert werden.
CH172063D 1931-11-25 1932-11-23 Verfahren zum Behandeln von Kaffeebohnen. CH172063A (de)

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CH172063D CH172063A (de) 1931-11-25 1932-11-23 Verfahren zum Behandeln von Kaffeebohnen.

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