CH172398A - Verfahren zur Sensibilisierung von photographischen Halogensilbergelatineemulsionen. - Google Patents

Verfahren zur Sensibilisierung von photographischen Halogensilbergelatineemulsionen.

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CH172398A
CH172398A CH172398DA CH172398A CH 172398 A CH172398 A CH 172398A CH 172398D A CH172398D A CH 172398DA CH 172398 A CH172398 A CH 172398A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur     Sensibilisierung    von photographischen     Halogensilbergelatineemulsionen.       Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur     Sensibilisierung    von photographi  schen     Halogensilbergelatineemulsionen,    wobei  am mittelständigen     Kohlenstoffatom    substi  tuierte unsymmetrische     Polymethinfarbstoffe     verwendet werden,

   die durch Umsetzung eines       quartären        Ammoniumsalzes--einer        heterocyk-          lischen    stickstoffhaltigen Base mit reaktions  fähiger     Methylgruppe    in     a-Stellung    von der  allgemeinen Formel  
EMI0001.0013     
    mit einem     Alkylester    einer     arylierten        Thioimid-          säure    von der allgemeinen Formel  
EMI0001.0018     
    erhalten wurden.

    
EMI0001.0019     
  
    In <SEP> Formel <SEP> 1 <SEP> ist
<tb>  R <SEP> = <SEP> Alkyl,
<tb>  R' <SEP> - <SEP> ein <SEP> organisches <SEP> Radikal, <SEP> wie <SEP> Viny  len, <SEP> Phenylen, <SEP> hTaphtylen <SEP> usw.,
<tb>  Y <SEP> ---- <SEP> ein <SEP> Element <SEP> der <SEP> Gruppe <SEP> 6b <SEP> des
<tb>  periodischen <SEP> Systems, <SEP> wie <SEP> Sauer  stoff, <SEP> Schwefel, <SEP> Selen,
<tb>  ein <SEP> Säurerest, <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> Cl,
<tb>  Br, <SEP> J, <SEP> S04CHs, <SEP> C104.
<tb>  In <SEP> Formel <SEP> 2 <SEP> ist
<tb>  Rs <SEP> - <SEP> ein <SEP> organisches <SEP> Radikal <SEP> wie <SEP> Alkyl
<tb>  oder <SEP> Aryl,
<tb>  R4 <SEP> = <SEP> Alkyl,
<tb>  R5 <SEP> = <SEP> ein <SEP> organisches <SEP> aromatisches <SEP> Ra  d <SEP> ikal <SEP> wie <SEP> Phenyl <SEP> oder <SEP> substituiertes
<tb>  Phenyl.

         Die am mittelständigen     Kohlenstoffatom     substituierten unsymmetrischen     Polymethin-          farbstoffe    sind besonders wertvolle     Sensibili-          satoren    für photographische Halogensilber  gelatineemulsionen. Sie übertreffen hinsicht  lich ihrer sensibilisierenden Wirkung die un  symmetrischen, mittelständig nicht substi-           tuierten    Farbstoffe. Die damit     sensibilierten     Emulsionen arbeiten sehr klar und lassen  sich gut desensibilisieren.  



  Die     Sensibilisatoren    sind für Kochemul  sionen ebenso wie für     Ammoniakemulsionen     geeignet. Sie können während der     Emulsions-          herstellung    zugesetzt oder auch der fertigen       Emulsiorisschicht    im Badeverfahren einver  leibt werden. Die Farbstoffe können in üb  lichen Mengen der Emulsion zugesetzt wer  den. Diese betragen gewöhnlich 15-30 mg  auf 1 kg giessfertiger Emulsion, doch können  für besondere Zwecke auch grössere oder  kleinere Mengen angewendet werden.  



  Im folgenden werden beispielsweise einige  'Farbstoffe dieser Klasse mit ihren Her  stellungsverfahren und     ihrer)        Sensibilisierungs-          daten    angeführt.  



  <I>Beispiel I:</I>  10     gr        2-Methylbenztbiazoljodätbylat,    7     gr          Äthylisothioacetanilid,    25     cm3    Essigsäure  anhydrid werden einige Stunden zum Sieden  erhitzt. Nach     längerem    Stehen kristallisiert  aus der dickflüssigen, rotbraunen Reaktions  masse, gegebenenfalls nach Zusatz von etwas  Äther, das Zwischenprodukt von der wahr  scheinlichen Zusammensetzung  
EMI0002.0017     
    aus.

    3     gr    dieses Zwischenproduktes, 4     gr        2-          Methyl-a-naphthotliiazoldimethylsulfat,12        cm'          Pyridin,    2     cm'        Piperidin    werden 2-3 Stun  den im Sieden erhalten. Das gebildete un  symmetrische     Carbocyanin    von der wahr  scheinlichen Formel  
EMI0002.0027     
    wird durch Zusatz von     Jodkalilösung    ausge  fällt.

   Durch fraktionierte Kristallisation aus  Alkohol lässt sich das unsymmetrische     Car-          bocyanin    von andern     mitgebildeten    Farbstoff  nebenprodukten trennen.  



  Absorptionsmaximum irr alkoholischer Lö  sung 566     ssss,        Sensibilisierungsbereich    495  bis 690     ssdc,        Sensibilisierungsmaximum    610     ssss.          Beispiel   <I>2:

  </I>  2     gr    des nach Beispiel 1 hergestellten  Zwischenproduktes, 3     gr        5-Diäthylamino-2-          methylbenzthiazoljodäthylat,    10     crn3        Pyridin     werden zum Sieden erhitzt und nach Zusatz  von 2     cm3        Piperidin    weitere     2'/2    Stunden  im Sieden erhalten. Der gebildete Farbstoff  von der wahrscheinlichen Formel  
EMI0002.0047     
    wird durch- Zusatz von     Jodkalilösung    ausge  fällt.

   Durch fraktionierte Kristallisation aus  Alkohol lässt sich das unsymmetrische     Carbo-          cyanin    von andern     mitgebildeten    Farbstoff  nebenprodukten trennen.  



  Absorptionsmaximum in alkoholischer Lö  sung 585     ssss,        Sensibilisierungsbereich    500  bis 725     ssa,        Sensibilisierungsmaximum    bei  zirka 620     pup,    sehr flach.  



       Beispiel   <I>3:</I>  3     gr    des Zwischenproduktes nach Bei  spiel 1, 4     gr        2-Methyl-ss-rraphthothiazoldi-          äthylsulfat,    17 cm'     Pyridin,    2     cm3        Piperidin     werden, wie unter Beispiel 1 beschrieben,  zur Reaktion gebracht, der erhaltene Farb  stoff von der wahrscheinlichen Formel  
EMI0002.0065     
      wird durch fraktioniertes     Umkristallisieren     erhalten.  



  Absorptionsmaximum in alkoholischer Lö  sung 565     a,u,        Sensibilisierungsbereich    500  bis 670     ,uu,        Sensibilisierungsmaximum    595     ,u,u.     <I>Beispiel</I>     .1:     10     gr        2-Methylbenzselenazoljodäthylat,     7     gr        Äthylisothioacetanilid,    15 cm-' Essig  säureanhydrid werden während 5     Stunden     zum Sieden erhitzt. Nach mehrstündigem  Stehen scheidet sich das Zwischenprodukt  von der wahrscheinlichen Formel  
EMI0003.0013     
    in kristalliner Form ab.

   Die     Abscheidung     kann durch Zusatz von Äther beschleunigt  werden.  



  3,2     gi-    dieses Zwischenproduktes, 6     gr          Diäthylamiiio-2-methylbenzthiazoljodäthylat,     25     om3        Pyridin,    2 cm-'     Piperidin    werden  während     21/a    Stunden     zum    Sieden erhitzt.  Aus dem Reaktionsgemisch wird das gebil  dete unsymmetrische     Carbocyanin    von der  wahrscheinlichen Formel  
EMI0003.0024     
    durch Zusatz von     Jodkalilösung    abgeschieden  und durch fraktionierte Kristallisation von  Nebenprodukten getrennt.  



  Absorptionsmaximum in alkoholischer Lö  sung 585     ssu,        Sensibilisierungsbereich    500  bis 715<I>au,</I>     Sensibilisierungsmaximutn    zirka  620     ftu,    sehr flach.  



  <I>Beispiel 5:</I>  2     gr    des nach Beispiel 4 hergestellten  Zwischenproduktes, 3     gr    2-Methyl-a-riaph-         thothiazoldimethylsulfat,    20     cm3        Pyridin,     2,5 cm     Piperidin    werden     21/a    Stunden zum  Sieden erhitzt. Die weitere Behandlung erfolgt  wie in Beispiel 4.

   Man erhält einen     Farbstoff     von der wahrscheinlichen Formel  
EMI0003.0038     
    Absorptionsmaximum in alkoholischer Lö  sung 570     ssss,        Sensibilisierungsbereich    500  bis 695     ssu,        Sensibilisierungsmaximum    zirka  610     ssss,    flach.  



  <I>Beispiel 6:</I>  10     gr        2-Methylbenzthiazoljodäthylat    wer  den mit 9     cm3        Äthylisothiopropionanilid     während 4 Stunden unter     öfterem    Umrühren  auf<B>165-1700</B> C erhitzt.  



  Nach dem Erkalten wird die festgewordene  Schmelze in 15     cm3    warmem Alkohol gelöst  und die erkaltete Lösung mit Äther versetzt  Nach kurzer Zeit kristallisiert das Farbstoff  zwischenprodukt aus, welches     abfiltriert,    mit  Äther gewaschen und aus Alkohol um  kristallisiert wird. Schmelzpunkt des reinen  Produktes     185-186'    C     unkorr.     



  5     gr    dieses Zwischenproduktes, 5     gr          2-Methyl    - 5 -     methoxybenzselenazoljodäthylat,     20 cm'     Pyridin    werden während 11/a Stunden  auf<B>125-1300</B> C erhitzt und der gebildete  asymmetrische     Farbstoff    der Formel  
EMI0003.0059     
    wird durch     Zusatz    von     Jodkalilösung    und  viel Wasser ausgefällt und     aus    Alkohol kri  stallisiert. Grüne Kristalle.  



  Absorptionsmaximum     565-570ssss    (breit),       Sensibilisierungsmaximum    zirka 650     ass,        Sen-          sibilisierungsbereich    500-705     ,ssss.         <I>Beispiel 7:</I>  5     gi-    des nach Beispiel 6 hergestellten  Zwischenproduktes, 5     gr        2-Methyl-a-naphtho-          thiazoldimethyisulfat,    20 cm'     Pyridin    werden  zum Sieden erhitzt und der entstandene  Farbstoff der wahrscheinlichen Formel  
EMI0004.0006     
    durch Zusatz von     Jodkalilösung    und viel  Wasser gewaltsam ausgefällt.

   Nach einiger  Zeit hat sich der Farbstoff in öliger Form  zu Boden gesetzt. Durch Abkühlen in Eis  wird er in eine zähflüssige Form übergeführt,  vom Wasser und     Pyridiii    befreit und aus  Alkohol kristallisiert.  



  Absorptionsmaximum 570<B>pp,</B>     Sensibili-          sierungsmaximum    zirka 630     ssss    (flach),     Sen-          sibilisierungsbereich   <B>500-695</B>     icy.     



  <I>Beispiel 8:</I>  4     gr    des nach Beispiel 6 dargestellten       Zwisehenproduktes    werden mit 4,5     gr          2-Methyl-@-naphthothiazoldiäthylsulfat    und  25 cm'     Pyridin    zum Sieden erhitzt, durch  Zusatz von     Jodkalilösung    und Wasser der  Farbstoff der Formel  
EMI0004.0021     
    ausgefällt und aus Alkohol kristallisiert.  Absorptionsmaximum<B>570 ass,</B>     Sensibili-          sierungsmaximum    zirka 620     ,uss    (flach),     Sen-          sibilisierungsbereich    500-680     ,ua.     



       Beispiel   <I>9:</I>  5     gr    des nach Beispiel 6 dargestellten  Zwischenproduktes, 5     gr    2-Methylbenzselen-         azoljodäthylat    und 20 cm'     Pyridin    werden  zum Sieden erhitzt, der unsymmetrische Farb  stoff der Formel  
EMI0004.0033     
    durch Zusatz von     Jodkalilösung    und Wasser  ausgefällt und aus Alkohol kristallisiert.  



  Absorptionsmaximum     555-560   <B>pp,</B>     Sen-          sibilisierungsmaximum    zirka 630     ,up,        Sen-          sibilisierungsbereich        500-685   <B>pp.</B>  



  <I>Beispiel 10:</I>  10     gi-        2-Methylbenzselenazoljodäthylat     werden mit 9 cm'     Äthylisothiopropionanilid     während     1'/°    Stunden unter häufigem Um  rühren auf 165-170 0 C erhitzt. Es entsteht  eine homogene dunkelgefärbte Schmelze,  welche in 15     (,in'    Alkohol gelöst und unter  Umrühren mit zirka 20 cm' Äther versetzt  wird. Das auskristallisierte Zwischenprodukt  wird     abfiltriert    und aus Alkohol umkristalli  siert.  



  5     gr    dieses Zwischenproduktes werden  mit 5     gr        5-Methoxy-2-methylbenzselenazol-          jodäthylat    innig gemischt und mit 20     eins          Pyridin    während     1i/2    Stunden auf     125-1300C     erhitzt.  



  Der entstandene unsymmetrische Farbstoff       wird        durch        Zusatz        von        10        %        wässeriger        Na-          triumperchloratlösung    und viel Wasser aus  gefällt und aus Alkohol kristallisiert.

   Man  erhält dann einen Farbstoff der folgenden  wahrscheinlichen Formel  
EMI0004.0065     
    Absorptionsmaximum zirka     570-575   <I>Nu</I>  (breit),     Sensibilisierungsmaximum    zirka     655        uN,          Sensibilisierungsbereich        505-700,uu..         <I>Beispiel<B>11</B> :

  </I>  5     gr    des nach Beispiel 10 dargestellten  Zwischenproduktes, 5     gr        2-1VIethyl-a-naphtho-          thiazoldimethylsulfat    und 20 cm'     Pyridin     werden 11/4 Stunden zum Sieden erhitzt,     der,     Farbstoff der wahrscheinlichen Formel  
EMI0005.0007     
    durch Zusatz vor)     Natriumperchloratlösung     und Wasser ausgefällt und aus Alkohol oder  Methanol umkristallisiert.  



  Absorptionsmaximum 575     ,uss,        Sensibili-          sierungsmaximum    zirka 660     ,nu.        (flach),        Sen-          sibilisierungsbereich    500-725     ,au.     



  <I>Beispiel 12:</I>  10     gr        2-Metlrylbenzthiazoljodmetllylat    und  9     crx)s        Äthylisothiopropionanilid    werden wäh  rend<B>1</B>1/2 Stunden auf 165-170   C erhitzt.  Nach dem Erkalten wird die festgewordene  Schmelze in zirka 15 cm-' Alkohol gelöst  und durch Zusatz vor) Äther das Zwischen  produkt ausgefällt.  



  2     gr    dieses Zwischenproduktes, 2     gr          2-Metl)yl-i3-r)aphthothiazoldiätbylsulfat,    6     ems          Pyridin    werdet) während     114    Stunden zum  Sieden erhitzt und der Farbstoff der Formel  
EMI0005.0027     
    durch Zusatz von     Jodkalilösung    und Wasser  ausgefällt.  



  Absorptionsmaximum 565     pu,        Sensibili-          sierungsmaximum    zirka 650     ,nu,        Sensibili-          sierungsbereich    510-690     ,nu.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCl-I Verfahren zur Sensibilisierung von photo graphischen Halogensilbergelatineemulsionen, gekennzeichnet durch die Verwendung von am mittelständigen Kohlenstoffatom substi tuierten unsymmetrischen Polymethinfarb- stoffen,
    die durch Umsetzung von quartären Ammoniumsalzen heterocyklischer stickstoff haltiger Basen mit reaktionsfähiger hlethyl- gruppe in a-Stellung von der allgemeinen Formel EMI0005.0048 mit einem Alkylester einer arylierten Thioimid- säure von der allgemeinnen Formel EMI0005.0054 erhalten wurden, wobei R ein Alkyl, R' ein organisches Radikal, Y ein Element der Gruppe 6 b des perio dischen Systems, X ein Säurerest,
    R3 ein organisches Radikal, R4 ein Alkyl, R5 ein organisches Radikal sind. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 1. 2. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 2. 3. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 3. 4. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 4. 5. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 5. G.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 6. 7. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 7. B. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel B. 9. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 9. 70. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 10. 11. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 11. 12. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung des Farb stoffes nach Beispiel 12.
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