CH172941A - Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden.

Info

Publication number
CH172941A
CH172941A CH172941DA CH172941A CH 172941 A CH172941 A CH 172941A CH 172941D A CH172941D A CH 172941DA CH 172941 A CH172941 A CH 172941A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
thread
per minute
coagulating
difference
spinning
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Leon Dr Lilienfeld
Original Assignee
Leon Dr Lilienfeld
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leon Dr Lilienfeld filed Critical Leon Dr Lilienfeld
Publication of CH172941A publication Critical patent/CH172941A/de

Links

Landscapes

  • Artificial Filaments (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden.    Vorliegende Erfindung     betrifft    ein Ver  fahren zur Herstellung künstlicher Gebilde,  das dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf  eine Lösung des Einwirkungsproduktes we  nigstens einer Halogenfettsäure auf     Zellulose-          xanthat    eine .Flüssigkeit einwirken lässt, die  auf die Lösung     koagulierend    und auf das  frisch koagulierte Material     plastizierend     wirkt.

   Auch bei diesem Verfahren haben  sich, wie bei dem Verfahren des Hauptpaten  tes, als Flüssigkeit, die koagulierend und     pla-          stizierend    wirkt, starke Mineralsäuren, ins  besondere starke Schwefelsäure, zum Beispiel       Fällbäder,    die nicht weniger als 35 %, vorteil  haft nicht weniger als<B>50%</B>     1=I@SO,    oder eine  in bezug auf koagulierende und     plastizierende     Wirkung     äquivalente    Menge einer andern  starken Mineralsäure enthalten, gut bewährt.  



  Nach dem vorliegenden Verfahren gelingt  es, künstliche Gebilde, insbesondere Kunst  fäden, herzustellen, welche neben hoher Fe  stigkeit im trockenen und nassen Zustande  auch eine gute Dehnbarkeit besitzen.    Die Ausführung des Verfahrens kann  in analoger Weise wie diejenige des Verfah  rens des Hauptpatentes erfolgen, mit dem   Unterschied, dass an Stelle der Einwirkungs  produkte der Halogenderivate zwei- oder  mehrwertiger Alkohole     Einwirkungsprodukte     von Halogenfettsäuren zur Verwendung ge  langen.

   Da die praktische Ausführung des  Verfahrens des Hauptpatentes in der Patent  schrift des Hauptpatentes eingehend geschil  dert und durch eine grosse     Anzahl    von Bei  spielen veranschaulicht ist, wird hier, um  Wiederholungen zu vermeiden, auf die dor  tigen Ausführungen     verwiesen    und die An  zähl der Beispiele auf ein Mindestmass be  schränkt. In diesen Beispielen sind die Teile  als Gewichtsteile aufzufassen.    <I>I.</I>     (a    bis e).  



  a) Man trägt 100 Teile Holzzellstoff  Wassergehalt:<B>8%)</B> oder     Baumwollinters     (Wassergehalt: 6 bis<B>7%)</B> in 2000 Teile       18%iger    Natronlauge bei<B>15'</B> C -ein und      belässt sie darin drei Stunden, presst dann  die     Alkalizellulose    ab, bis sie im Falle Holz  zellstoff 300, im Falle     Linters    840 Teile  wiegt, zerfasert sie bei 11 bis 15   C durch       zweieinhab    bis drei Stunden, fügt hierauf  im Falle Holzzellstoff 40 und im Falle     Lin-          ters    60 Teile.

   Schwefelkohlenstoff hinzu, er  laubt dem Schwefelkohlenstoff acht Stunden  bei 18 bis 20   C einzuwirken, bläst einen  etwa vorhandenen     Überschuss    an Schwefel  kohlenstoff während 10 bis 15 Minuten ab  und löst .das so erhaltene     Xanthat    unter Ver  wendung von so     viel        Ätznatron    und Wasser,       dass,die    erhaltene Lösung ungefähr 6,5 % ana  lytisch     bestimmbare    Zellulose und 8 %     NaOH     enthält.  



  Nach vollzogener Lösung werden 60     Teile          Monochloressigsäure    in     6"0    Teilen Wasser  gelöst und mit     Natriumbikarbonat    neutra  lisiert der Viskose zugesetzt, gut eingerührt  und das Reaktionsgemisch bei 15'   C sich  selbst überlassen. Die Spinnlösung wird drei  mal durch Baumwolle filtriert, wobei zwei  Filtrationen bald nach dem Zusatz der Chlor  essigsäure durchgeführt werden, während  die dritte     unmittelbar    vor dem Verspinnen  erfolgt.

   Die so erhaltene Spinnlösung wird  nun vor dem     Spinnen    96 bis<B>100</B> Stunden  bei 15 0 C altern gelassen -und dann wie folgt  versponnen:  Man drückt die Spinnlösung mit einer  Geschwindigkeit von 1,6     em'    in der Minute  durch eine Platindüse, die 100, Löcher von  0,08 mm Durchmesser enthält,     in    ein koagu  lierend und     plastizierend    wirkendes Bad, das       57,5%        HESO,    enthält und eine Temperatur  von 16          C hat, wobei man dem Faden eine  Tauchlänge von 20 cm in der Schwefelsäure  erteilt, den Faden dann 165 cm durch die  Luft gehen lässt und     ihn    auf eine Spule       aufwickelt,

      die mit einer solchen Geschwin  digkeit umläuft,     dass\    von dem Faden un  gefähr 18 m in der Minute abgezogen wer  den. In der     Luftdurchgangsstrecke    sind  drei Glaswalzen winklig zueinander angeord  net, über welche der Faden läuft und die  eine zusätzliche Streckung oder     Zugwirkung     auf den Faden ausüben. Der untere Teil der    Spule läuft in Wasser um, so dass die  Schwefelsäure entfernt oder beträchtlich ver  dünnt wird, sobald der Faden die Spule er  reicht. Die Fäden werden dann gewaschen,  gereinigt, getrocknet, gezwirnt und in übli  cher Weise fertiggestellt.  



  b) Arbeitsweise wie in a), jedoch mit der  Abweichung, dass 6,6     em-'    Spinnlösung in der       Minute    gefördert werden, dass die     Abzugs-          gesehwixidigkeit    40 m in der Minute beträgt  und dass das koagulierend und     plastizierend     wirkende Bad<B>58%</B>     H.>SO,    enthält.  



  c) Arbeitsweise wie in a), jedoch mit dem  Unterschied,     da.ss    3,3 cm' Spinnlösung in der  Minute gefördert werden, dass das     koagulie-          rend    und     plastizierend    wirkende Bad 62       H,S0,    enthält und eine Temperatur von  0  C hat und dass die Spinndüse 54 Löcher  von 0,1 mm Durchmesser besitzt.  



  <I>d)</I> Arbeitsweise wie in<I>a),</I> jedoch mit dem  Unterschied, dass 3 cm' Spinnlösung pro Mi  nute gefördert werden, dass die Düse 24 Lö  cher von 0,1 mm Durchmesser enthält, dass  das     koagulierend    und     plastizierend    wirkende  Bad<B>58%</B>     HISO,,    enthält und eine Tempe  ratur von 0   C hat und dass die Tauch  länge des Fadens im     Fällbad    80 cm beträgt.  



  e) Arbeitsweise wie in b), jedoch mit dem  Unterschied, dass 14 cm' Spinnlösung in der  Minute gefördert werden, dass die Abzugs  geschwindigkeit 120 m in der Minute beträgt  und dass dem Faden keine zusätzliche     Strek-          kung    gegeben     wird.     



       1I.   <I>(a.</I> bis e).  



  Arbeitsweise wie in einem der Beispiele I  a) bis e), jedoch mit dem Unterschiede, dass       statt    60 Teilen 50 Teile     Monochloressigsäure     verwendet werden und dass das durch den  Zusatz von     Monochloressigsäure'    zu der Vis  kose erzielte Reaktionsgemisch vor dem  Spinnen drei oder vier Stunden täglich ge  rührt wird.  



  Die Stärke der     Spinnsäuren    ist folgende:  Spinnart a) 60 bis<B>61%</B>     H2S0,     " b) 63 bis 66 %     H@>SOJ.     " c) 65 bis<B>67%</B>     HZS04,     " d) 63 bis 64%     H,S04.              III.    (a und b).  



       a)    Die Herstellung der Viskose unter  scheidet sich von derjenigen im Ausführungs  beispiel I nur dadurch, dass zur Lösung des       Zellulosexa.nthats    so     \viel        Itznatron    und  Wasser verwendet wird, dass die erhaltene  Lösung ungefähr<B>6,5%</B> analytisch bestimm  bare Zellulose und 5 %     NaOH    enthält.  



  Nach vollzogener Lösung werden 40     Teile          Monochloressigsäure    in 40 Teilen Wasser  gelöst und mit     Natriumbikarbonat    neutrali  siert der Viskose zugesetzt, gut eingerührt  und dann die Spinnlösung dreimal durch  Baumwolle filtriert, wobei zwei Filtrationen  bald nach dem Zusatz der Chloressigsäure  durchgeführt werden, während die dritte  unmittelbar vor dem Verspinnen erfolgt.

   Die  so erhaltene Spinnlösung wird nun vor dem  Spinnen 96, bis 10 Stunden bei 15   C altern  gelassen und dann wie folgt versponnen:  Man drückt die Spinnlösung mit einer  Geschwindigkeit von 3,3     cm-'    in der Minute  durch eine Platindüse, die 24 Löcher von  10,1 mm Durchmesser enthält, in ein koagu  lierend und     plastizierend    wirkendes Bad. das  58 %     H_2S04    enthält und eine Temperatur  von 0.   C hat, wobei man dem Faden eine  Tauchlänge von 80 cm in der Schwefelsäure  erteilt, den Faden dann mindestens 165 cm  durch die Luft gehen lässt und ihn auf eine  Spule aufwickelt, die mit einer solchen Ge  schwindigkeit umläuft, dass' von dem Faden  ungefähr 18 m in der Minute abgezogen wer  den. Eine Zusatzstreckung wird dem Faden  nicht gegeben.

   Der untere Teil der Spule  läuft in Wasser um, so dass die Schwefel  säure entfernt oder beträchtlich verdünnt  wird, sobald der Faden die Spule erreicht.  Die Fäden werden dann gewaschen,     gereinigt,     getrocknet, gezwirnt und in üblicher Weise  fertiggestellt.  



  <I>b)</I> Arbeitsweise wie in<I>a),</I> jedoch mit der  Abweichung, dass 6,6 cm' Spinnlösung in der  Minute gefördert werden, dass die Düse 100  Löcher von 0,08 mm Durchmesser besitzt,  dass die     Abzugsgeschwindigkeit    40 m pro Mi  nute     beträgt    und dass das     Fällbad    59 %     H,SO,     enthält.    IV.     .(a    bis     f).-          a)    Die Viskose wird genau nach Bei  spiel     II    zubereitet.  



  Sobald die Viskose vollständig aufgelöst  ist, werden<B>3</B>0 Teile     Monochloressigsäure    ge  löst in 30 Teilen Wasser und     mit    Natrium=       bikarbonat    neutralisiert der Viskose zuge  setzt und gut eingerührt. Die so erhaltene  Spinnlösung lässt man 96 bis 100 Stunden  bei 15   C altern     und    rührt während dieser  Zeit täglich vier     Stunden    um. Die Lösung  wird, wie in den vorhergehenden Beispielen  beschrieben, filtriert     und    nach 96     Stunden     wie folgt versponnen.  



  Man drückt die Spinnlösung mit einer  Geschwindigkeit von 1,6 cm' in der Minute  durch eine Platindüse, die -100 Löcher von  0,08 mm Durchmesser besitzt, in ein  koagulierend und     plastizierend    wirkendes  Bad, das 61 bis 63 %     FI.SO,    enthält -und  eine Temperatur von<B>16'</B> C hat; die Tauch  länge des Fadens in die Schwefelsäure be  trägt 20 cm. Nach Verlassen des Bades lässt  man den Faden 165 cm durch die Luft gehen  und auf eine Spule aufwickeln, die mit einer  solchen Geschwindigkeit umläuft, dass von  dem Faden 18 m in der Minute abgezogen  werden.

   Bei seinem Durchgang .durch die  Luft läuft der Faden über drei     Glaswalzen,     die winklig zueinander angeordnet sind und   die     eine    zusätzliche     Streckung    oder Zug  wirkung auf den Faden ausüben. Der untere  Teil der Spule läuft in Wasser um, so     .dass     die Schwefelsäure entfernt oder beträchtlich  verdünnt wird, sobald der Faden die Spule  erreicht. Die Fäden werden dann gewaschen,       gereinigt,    getrocknet, gezwirnt und in übli  cher Weise fertiggestellt.  



  b) Arbeitsweise wie in a), jedoch mit .der  Abweichung, dass 3     em3    Spinnlösung in der  Minute gefördert werden und dass die Spinn  geschwindigkeit 30 m in der Minute beträgt.  



  c) Arbeitsweise wie in a), jedoch. mit dem  Unterschied, dass 6,6 cm?     Spinnlösung    in :der  Minute gefördert werden, dass die Spinn  geschwindigkeit 40 m in der Minute beträgt  und dass das koagulierend und     plastizierend     wirkende Bad 62 bis 64%     H,S04    enthält.      <I>d)</I> Arbeitsweise wie in<I>a),</I> jedoch mit dem  Unterschied, dass 3,3 cm' Spinnlösung in der  Minute gefördert werden, dass das koagulie  rend und     plastizierend    wirkende Bad 65 bis  <B>67%</B>     H#.SO.,    enthält und eine Temperatur  von 0   C hat und dass die Spinndüse 54 Lö  cher von 0,1 mm Durchmesser aufweist.  



  e) Arbeitsweise wie in a), jedoch mit dem  Unterschied,     dass'    3     cd    Spinnlösung in der  Minute gefördert     werden,    dass die Düse 24  Löcher von 0,1     mm.    Durchmesser besitzt, dass  das koagulierend und     plastizierend    wirkende  Bad eine Temperatur von 0   C hat und dass  die Tauchlänge des Fadens in dem Bad 80 ein  beträgt.  



  <I>f)</I> Arbeitsweise wie in<I>a),</I> jedoch mit dem  Unterschied,     .dass    die Spinnlösung mit einer  Geschwindigkeit von 14 cm' in der Minute  gefördert     wird,    dass die Spinngeschwindig  keit 100 bis 120 m in der Minute beträgt  und dass dem Faden keine zusätzliche     Strek-          kung    gegeben wird.  



       P.        (a    bis     l).     



  a) Die     Ausgangsviskose    wird wie in Bei  spiel I hergestellt, jedoch mit dem Unter  schied, dass als Ausgangszellulose solcher  Holzzellstoff -oder     Baumwollinters    verwendet  werden, die Viskosen von sehr hoher     Viskosi-          t-ä.t    ergeben, insbesondere wenn die Viskose  eine etwas niedrige Menge Zellulose,     zurr     Beispiel weniger als 5 % , enthält und dass  zum Auflösen des     Zelluloseganthats    eine sol  che Menge     Ätznatron    und Wasser verwendet  wird.

   dass     die    erhaltene Lösung etwa 3       analytisch    bestimmbarer Zellulose und un  gefähr 5 %     NaOH    enthält; die Viskosität der  so hergestellten Viskose     beträgt    im Vergleich  zu Glyzerin von 31     'Be        (spez.        Gewicht    1,26)  1 bis 2 Grad.  



       Ünmittelbar    nach dem     Auflösen    des       Zelluloseganthats    werden 60 Teile Monochlor  essigsäure in 60 Teilen Wasser gelöst und mit       Natriümbikarbonatneutralisiert    der Viskose  zugesetzt; gut eingerührt und die so erhal  tene     Lösung"bei    15   C altern     gelassen.    Wäh  rend des     Alterungsprozesses    wird die Lösung  dreimal durch Baumwolle     filtriert    und nach    einem Altern von insgesamt 7? Stunden wie  folgt versponnen:

    Die Spinnlösung wird mit einer Geschwin  digkeit von<B>3,7</B>     ein-    in der Minute durch eine       Platin(lüse,    die     1'00    Löcher von 0,08 mm  Durchmesser besitzt, in ein koagulierend und       plastizierend    wirkendes Bad gedrückt, das  65 %     H2S04    enthält und eine Temperatur  von<B>16'</B> C hat; die Tauchlänge des Fadens  in der Schwefelsäure beträgt 80 cm.     Dann     lässt man den Faden 120 cm .durch die Luft  gehen und auf eine Spule aufwickeln, die       mit:    einer solchen Geschwindigkeit umläuft,  dass eine Spinngeschwindigkeit von 18 m in  der Minute erreicht wird.

   In der     Luftdurch-          gangsstrecke        sind    drei Glaswalzen winklig  zueinander angeordnet, über welche der Fa  den läuft, um auf diese Weise dem     Fadeii     eine zusätzliche Streckung oder Zugwirkung  zu erteilen. Der untere Teil der Spule läuft  in Wasser um, so dass die Schwefelsäure ent  fernt oder beträchtlich verdünnt     wird,    sobald  der Faden die Spule erreicht. Die Fäden wer  den dann gewaschen, gereinigt, gezwirnt und  in der üblichen Weise     fertiggestellt.     



  Der so erhaltene Faden besteht aus Ein  zelfäden von 0,6 bis 0,8     Deniers.     



  b) Die Arbeitsweise ist die gleiche wie  in a), jedoch mit dem Unterschied, dass die  Temperatur des Bades     4'C    beträgt.  



  c) Arbeitsweise wie in a) oder b), jedoch  mit dem Unterschied, dass das koagulierend  und     plastizierend        wirkende    Bad<B>70'</B> %     H.SO,     enthält.  



  <I>d)</I> Arbeitsweise     wie    in<I>a)</I> oder b) jedoch  mit dem Unterschied, dass das     koagulierend     und     plastizierend    wirkende Bad<B>60%</B>     H2S0,     enthält.  



  e) Arbeitsweise wie in<I>a)</I> oder<I>b)</I> oder     e)     oder d), jedoch mit dem Unterschied, dass  6,8 cm'     Spinnlösung    in der Minute gefördert  werden und dass die Spinngeschwindigkeit  30     m.    in der Minute beträgt.  



  Der     Titer    des Einzelfadens beträgt etwa.  0,6 bis 0,8     Deniers.     



  <I>f)</I> Arbeitsweise wie in<I>a)</I> oder b) oder c)  oder d), jedoch mit dem Unterschied, dass      14,3     em"    Spinnlösung in der Minute gefördert  werden und da ss die Spinngeschwindigkeit  111 m in der Minute beträgt.  



  Der     Titer    der Seide beträgt etwa 1 bis  1,3     Deniers    für den Einzelfaden.  



  <I>g)</I>     Arbeitsweise    wie in<I>a.)</I> oder<I>b)</I> oder e)  oder d), jedoch mit dein Unterschied, dass  die Spinndüsen 54 Löcher von 0,1 mm Durch  znesser haben und dass die Spinnlösung mit  einer Geschwindigkeit von 7,6 cm' in der  Minute gefördert wird.  



  Der     Titer    des Einzelfadens ist etwa 2 bis  2,6     Deniers.     



       h)    Arbeitsweise wie in g), jedoch mit der  Abweichung,     dass    die Temperatur des     koagu-          lierend    und     plastizierend    wirkenden Bades  - 5   C beträgt.  



  i)     Arbeitsweise    wie in a) oder b) oder e)  oder d), jedoch mit dem Unterschied, dass  die Spinndüsen     2$    Löcher von 0,1 mm     Durch-          znesser    besitzen und dass die Spinnlösung mit  einer Geschwindigkeit von 6,8     ein"    in der Mi  nute gefördert wird.  



  Der     Titer    des Einzelfadens beträgt un  gefähr     -1    bis 5     Deniers.     



  <I>k,)</I> Arbeitsweise wie in<I>i),</I> jedoch mit dem       Unterschied,        da,ss    die Temperatur des koagu  lierend und     pla.stizierend    wirkenden Bades  beträgt.  



  <I>l)</I> Arbeitsweise wie in f), jedoch mit dein       Unter.ehied,    dass die Spinnlösung mit einer       Geschwindigkeit    von 30 cm' in der Minute  gefördert wird,     dass    die Spinngeschwindig  keit ungefähr     10'0    bis     1\G0    m in der Minute       beträgt,    dass der Faden keiner zusätzlichen  Streckung unterworfen wird und     dass    die  Tauchlänge des Fadens 80 bis     10,Ocm    beträgt.

           V1.   <I>(a</I> bis     e).       Die Arbeitsweise ist wie in irgend einem  der Beispiele I (a     bis    e), jedoch mit der  Abweichung, dass anstatt 60 Teilen Mono  ehloressigsäure 60 Teile     a-Brombuttersäure          verwendet    werden.

   Die Stärke des     koagulie-          rend    und     plastizierend    wirkenden Bades     ist     wie folgt:    Spinnart a) 68 bis<B>70%</B>     H=80"     " b) 70 bis 71 %     HZSO"     " c) 71 bis<B>72%</B>     H@S0i,          31    d) 67 bis 69 %     112S04.          VII.    (a bis e).    Die Arbeitsweise ist wie in irgend einem  der Beispiele I (a bis e), jedoch mit dem  Unterschied, dass an Stelle der     l@Ionochlor-          essigsäure    40 Teile     a-Brombuttersäure    ver  wendet werden.  



  Die Konzentration des koagulierend und       plastizierend    wirkenden Bades ist wie in den  Beispielen I (a bis e).         VIIl.   <I>(a</I> bis e).    Die Arbeitsweise ist wie in irgend     einem     .der Beispiele I (a bis e), jedoch     mit    dem Un  terschied, dass an Stelle der     Monochloressig-          säure    30 Teile     Dichloressigsäure    der Viskose  zugesetzt werden. Die Stärke des     koagulie-          rend    und     plastizierend    wirkenden Bades ist  wie in den Beispielen     VII    (a bis e).    <I>IX.</I> (a bis e).  



  Arbeitsweise     wie    in irgend einem der Bei  spiele IV (a bis e), jedoch mit dem Unter  schied, dass an Stelle der     Monochloressigsäure     30 Teile     Dichloressigsäure    verwendet werden.  Die Stärke des koagulierend und     plastizierend     wirkenden Bades ist wie in den Beispielen       VI    (a bis e).  



  Es empfiehlt sich, die geeignetste Stärke  des koagulierend und     plastizierend        wirkenden     Bades in jedem Falle durch einen     Vorversuch     zu ermitteln. .  



  Nach den vorstehenden Beispielen gelingt  es, Kunstseide zu erzielen, welche eine     Trok-          kenfestigkeit    von über 2     gr    pro     Denier,    eine       Nassfestigkeit    von über 1,5     gr    pro     Denier     und eine Dehnbarkeit von 7 % und darüber  besitzt.  



  Es kann auch in allen Beispielen ohne  jede Streckung gesponnen werden, zum Bei  spiel in einem koagulierend und     plastizierend     wirkenden Bad von geringer, mässiger oder  grösserer Länge und ohne jede Vorrichtung,  die den Fäden irgend eine besondere Strek-           kung    zwischen der Spinndüse     und    der Auf  wickelvorrichtung geben könnte, zum Bei  spiel ohne jede Richtungsänderung des Fa  dens, ohne Anwendung von festen oder be  weglichen Stäben oder Rollen, Häkchen oder  Differentialrollen oder dergleichen.

   Im Ge  gensatz zu dem, was man aus den Erfah  rungen mit     Spinnen    von Viskose in stark  sauren Bädern     erwarten    würde, erhält man  auch     dann    Fäden von einer fast gleich grossen  oder nicht bedeutend niedrigeren Festigkeit       und    mit einer meistens grösseren, mindestens  gleichen Dehnung wie mit besonderer     Strek-          kung    gesponnenen Fäden, und zwar ungeach  tet, ob die angewandte Spinngeschwindigkeit  gross. (zum Beispiel mehr als 60 m je     Minute),     normal (30 bis GO m je Minute) oder sogar       unternormal    ist (zum Beispiel 10 bis     3-0    m  je Minute).

   Das Verfahren, bei dem ohne be  sondere Streckung gesponnen wird, liefert  auch dann gute Erfolge, wenn die Luftstrecke  bedeutend verkürzt wird (zum Beispiel 40 bis  70 cm beträgt).  



  . X.  Eine Spinnlösung, dargestellt wie in einem  der vorhergehenden Beispiele beschrieben,       wird    in bekannter Weise durch einen geeig  neten Trichter oder Schlitz in einer der in  den vorhergehenden Beispielen genannten  koagulierend und     plastizierend    wirkenden  Bäder eintreten gelassen     und    das koagulierte  Filmbad nach Durchlaufen dieses Bades in  bekannter Weise gewaschen und getrocknet.    In den vorhergehenden Beispielen kann  man sich für die Herstellung der Viskose  auch einer kürzer oder länger gereiften Alkali  zellulose bedienen.  



  In den vorhergehenden Beispielen kann  man an Stelle der     Monochloressigsäure    auch       Monobromessigsäure    oder     Monojodessigsäure     und an Stelle der in den vorangehenden Bei  spielen verwendeten     Halogenfettsäurederivate     auch Halogenderivate einer andern Fett  säure oder substituierten Fettsäure ver  wenden, zum Beispiel     a-Chlorpropionsäure     oder     a-Brompropionsäure    oder     a-Chlorbern-          steinsäure    oder     a-Brombernsteinsäure    oder       ss-Chlormilchsäure    usw.  



  Die in den vorhergehenden Beispielen zur  Herstellung von Viskose verwendete Alkali  zellulose kann man kürzere oder längere Zeit,  zum Beispiel 24 bis 79 Stunden, bei 15 oder  20   C reifen lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung - künstlicher Gebilde, dadurch gekennzeichnet, dass ' man auf eine Lösung des Einwirkungs produktes wenigstens einer Halogenfett säure auf ein Zellulosexanthat eine Flüs sigkeit einwirken lässt, welche auf die Lö sung koagulierend und auf das frisch koagulierte Material plastizierend wirkt. 11. Künstliches Gebilde, hergestellt nach dem Verfahren des Patentanspruches I.
CH172941D 1929-07-15 1930-07-14 Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden. CH172941A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT172941X 1929-07-15
CH165474T 1930-03-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH172941A true CH172941A (de) 1934-10-31

Family

ID=25607335

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH172941D CH172941A (de) 1929-07-15 1930-07-14 Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH172941A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE593833C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, insbesondere kuenstlichen Faeden aus Viscoseloesungen
DE969389C (de) Verfahren zur Herstellung von baumwollaehnlichen Faeden, Fasern oder Baendchen durch Verformung von Viscose
DE1037645B (de) Verfahren zur Herstellung von Cellulosetriacetatfaeden oder -fasern
DE1083016B (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, wie Faeden oder Filme, aus Viscose
CH172941A (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden.
DE704824C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden oder Filmen aus Celluloseacetat
DE619296C (de) Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Faeden oder Faserbuendel aus Viscose mit hoher Festigkeit und Dehnung
DE1234916B (de) Verfahren zur Herstellung von aus regenerierter Cellulose bestehenden Faeden, Fasernoder Folien
DE640406C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen bzw. kuenstlichen Gebilden aus Celluloseverbindungen
DE896843C (de) Verfahren zur Herstellung kuenstlicher, hohler Cellulosefaeden
AT135318B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden oder anderen Produkten.
DE573740C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden aus Fibroinloesungen
CH177814A (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde.
DE692934C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden aus Loesungen der Xanthate von Oxalkylcellulosen
DE498157C (de) Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Gebilde, insbesondere von Kunstseide
AT130200B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden oder anderen Produkten.
AT137532B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden aus Viskose.
CH158790A (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden aus Viskose.
AT261104B (de) Verfahren zur Herstellung von Zelluloseregeneratfasern
AT160368B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstfasern.
DE749084C (de) Verfahren zur Herstellung gekraeuselter Zellwolle von niedrigem Quellwert aus Viskose
DE492452C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden, Baendern, Filmen u. dgl. aus Viskose
CH172942A (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde.
DE560709C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlicher Seide
AT133125B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen.