CH173302A - Vorrichtung zum Trocknen von landwirtschaftlichen Produkten, insbesondere von Grünfutter. - Google Patents
Vorrichtung zum Trocknen von landwirtschaftlichen Produkten, insbesondere von Grünfutter.Info
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Description
Vorrichtung zum Trocknen von landwirtschaftlichen Produkten, insbesondere von Grünfutter. Solche Vorrichtungen sind bekannt, welche darin bestehen, daB entweder das Material ruhend oder auf einem laufenden Band einem trocknenden Luftstrom ausgesetzt wird. Dabei wird aber keine GleichmäBigkeit der Trocknung erzielt. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen von landwirt sehaftlichen Produkten, insbesondere von Grünfutter, bestehend aus einem ruhenden horizontalen Zylinder, in welchem sich ein drehbarer Haspel mit trapezförmigen Harassen befindet, welche Harasse von einem Luftstrom durchströmt werden. Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes sehematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Längsansicht ; Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 1 und Fig. 3 eine Stirnansieht von der Seite des Haspelantriebes ; Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch einen Harass nach der Linie B-B, wobei der anliegende HaraB ebenfalls angedeutet ist. und Fig. 5 eine Langsansicht eines solchen. In den Fig. 6 und 7 ist ein Dispositionsplan des Beispiels in zwei Schnitten durch eine Scheune dargestellt, und zwar in Fig. 6 m Längsrichtung der Vorrichtung und in Fig. 7 senkrecht dazu. Es ist 1 ein ruhender Zylinder, mit dessen Axe eine hohle Welle 2 gleichachsig angeordnet ist, die in den Lagern 3 gelagert ist und durch einen Schneckenantrieb 4 mit Motor 5 gedreht werden kann. Auf der Welle sind zwischen je zwei Lagern zwei Rosetten 6 befestigt. An diesen Rosetten sind radiale Rippen 7 befestigt. Dieselben sind auf denjenigen Seiten der Rosetten angebracht, welche paarweise sich gegenüberstehen, Die Rosetten können beispielsweise einen Durchmesser aufweisen, welcher nur wenig kleiner ist als derjenige des Zylinders. Sind die Ro settendurchmesser kleiner als derjenige des grises, welcher von den äussern Rippenenden beschrieben wird, so können diese Enden zur Erhöhung der Festigkeit gegeneinander durch Traversen versteift sein. Sie dienen zum seitlichen Halten von trapezförmigen Harassen 8. Die Rosetten sind ferner paarweise durch T-Eisen 9 alle im gleichen Abstand vom Zentrum miteinander verbunden. Diese T-Eisen bilden dadurch einen käfigartigen Zylinder, dessen Durchmesser ungefähr t/4 bis V3 de3 Durchmessers des Zylinders beträgt. Die Stege der T-Eisen sind radial nach auswärts gerichtet und schliessen am innern Ende der Rippen an. Benachbarte Flanschen von zwei aufeinanderfolgenden T-Eisen bilden die Grundstützen für die Harasse. Die hohle Welle weist auf dem ganzen Umfang und auf der ganzen Länge zwischen je zwei Rosetten eine Anzahl Locher auf. Diese Einrichtung, bestehend aus Welle, Rosetten und T-Eisen käfigen, bildet einen doppelten Haspel. Die Harasse bestehen aus hölzernen Lattengittern, deren Abstände so klein sind, daB sie ein Durchfallen des Dörrgutes verhindern. Sie weisen noch eine mittlere Scheidewand 10 auf. Die gröBere Parallelseite der Trapezform der im Haspel eingesetzten Harasse ist als Deckel 11 ausgebildet und kann durch einen beliebigen VerschluB (zeichnerisch nicht dargestellt) verriegelt werden. An diesem Deckel sind Halteorgane 12 befestigt, beispielsweise aus T-Stücken mit Locher im Stege bestehend, um mittelst eines Hebezeuges die Harasse aus dem Haspel herauszuziehen und einzusetzen. Um die Harasse bequem entleeren zu können, ist an der kleineren Parallelseite ein ähnliches Halteorgan 13 wie am Deckel angebracht, an welchem dann die aus dem Haspel herausgezogenen Harasse durch Umstülpen geleert werden können. Am untersten Teil des Zylinders befinden sich Einströmöffnungen 14 für die Trockenluft. Das Ende der hohlen Welle auf der Antriebsseite ist geschlossen, während das andere Ende an die Leitung zu einem mit einem Motor 15 angetriebenen Saugventilator 16 angeschlossen ist. Der Zylinder hat oben zwei Öffnungen 17, welche so lang und breit sind, daB jeweilen ein HaraB herausgezogen werden kann. Diese Offnungen sind durch Deckel 18 luft- dicht verschlieBbar. Für die Erwärmung der Trockenluft dient eine Heizanlage 19, beispielsweise ein Ofen, welcher mit Abfallholz beheizt werden kann, eine Ölheizung oder eine elektrische Heizung. Für das Herausnehmen und Einsetzen der Harasse dienen Hebezeuge 20, zum Beispiel Laufkatzen an Balken, welche über die Heustöcke 21 führen. GemäB Fig. 7 sind zwei solcher Hebevorrichtungen nebeneinander vorgesehen. Die Trockenluftzuleitung 22 hat dann Zweigleitung 23 zu beiden Vorrichtungen mit Schiebern (nicht dargestellt) zum Steuern der Luft in die Zylinder. Der Betrieb gestaltet sich folgendermaBen : Jeder HaraB wird mit dem zu trocknenden Material gefüllt, geschlossen und in den Haspel eingesetzt. Sobald alle Harasse gefüllt und eingesetzt sind, werden die Zy- linderoffnungen verschlossen und der Haspel in Rotation versetzt, Trockenluft zugeleitet und der Saugventilator in Betrieb gesetzt. Die Saugwirkung des Ventilators zwingt die Trockenluft, radial von auBen nach innen durch die Harasse zu strömen, wobei das Dörrgut gleichmäBig ausgetrocknet wird. Durch das Drehen des Haspels treten immer neue Harasse in den Bereich des Trockenlufteintrittes. Gleichzeitig wird durch das ständige Umkehren der Harasse infolge der Drehung das Material durch einandergeschüttelt, wodurch vermieden wird, daB die Trockenluft stets die gleichen Stellen in demselben durchfliesst. Die am innern Ende der Harasse austretende, nun mit Feuchtigkeit gesättigte Luft wird vom Ventilator durch die hohle Welle und die Lo- cher in derselben abgesaugt. Infolge des Saugzuges entsteht im Zylinder ein Unterdruck, welcher im Verein mit der Wärme der Luft fördernd auf den Wasserentzug einwirkt. Statt aus Holz können die Harasse auch aus einem beliebigen andern geeigneten Ma- terial bestehen, beispielsweise aus Eisenrahmen mit alvanisiertem Drahtnetz bespannt. Sie können auch aus Eisenrahmen aus T-Eisen oder Winkeleisen mit dazwischen liegenden hölzernen Lattengittern bestehen. Statt die entstehende Feuchtluft abzusaugen, kann auch die Trockenluft durch einen Windflügel eingeblasen werden. Dies kann auch so geschehen, dass der Lufteintritt durch die Welle stattfindet und der Austritt am Zylinderumfange. Eintritt und Austritt der Luft können beispielsweise auch beide am Umfange des Zylinders vorgesehen sein, wobei es dann zweckmässig ist, die betreffen den Öffnungen diametral gegenüber zu stel- len, um einen möglichst gleichmässigen Durchfluss der Luft durch das Dörrgut zu erhalt. en. beispielsweise so, dass die Luft unten eingeblasen wird und oben austreten kann. Statt mittelst eines Schneekenantriebes kann der Haspel mit den Harassen im Zylinder auch durch eine entsprechende Zahn radübersetzung vom Motor aus angetrieben werden, oder es kann ein Schaltwerk für die Rotationsbewegung vorgesehen werden. Wenn beispielsweise die Luft unten ein < 'eblasen wird, so kann sie unmittelbar vor dem Eintritt in den Zylinder durch einen elektrischen Heizwiderstand, einen durch Dampf oder warmes Wasser geheizten Ra diator oder dergleichen gewärmt werden. Die Harasse können auch, statt heraus- nehmbar, im Haspel fest eingebaut sein. In diesem Falle werden sie durch eine am Zylinder angebrachte obere Offnung gefüllt und durch eine auf der untem Seite desselben vorgesehene zweite Offnung entleert. Die Vorrichtung kann auch zum Trocknen von Getreide, Obst, Trester oder dergleichen landwirtschaftlichen Produkten verwendet werden. In den Fig. 6 und 7 der Zeichnung ist eine Disposition in einer Schneue mit zwei Vorrichtungen gezeigt, wobei die Heizanlage im untersten Raume angeordnet ist. Auf dem Boden darüber befinden sich die Vorrichtungen und beiderseitig die Heustocke. Unmittelbar über den Zylindern ist der Einfahrboden, so daB die Verschlussdeckel der Zylinder mit letzterem in einer Ebene liegen. Am Gebälk befinden sich die Balken für die Laufkatzen, mittelst welchen die Harasse mit dem getrockneten Gut über die Heustöcke geführt und dort durch Kippen ausgeleert werden können. Statt Laufkatzen können auch Drehkrane zur Herausnahme und Ent- leerung der Harasse verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zum Trocknen von landwirt schaftlichen Produkten, insbesondere von Grünfutter, dadurch gekennzeichnet, dass in einem horizontalen, ruhenden Zylinder sich ein drehbarer Haspel mit trapezförmigen Harassen befindet, welche Harasse von einem Luftstrom durchströmt werden.UNTEBANSPRUOHE : 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Harasse herausnehmbar sind.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass im Zylinder eine luftdicht ; ¯ abschliessbare Öffnung vorhanden ist, welche das Herausnehmen der Harasse gestattet.3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, da-B die Harasse Halteorgane auf weisen, von denen die obern zum Heraus- nehmen der Harasse und die untern zum Umstülpen derselben dienen.4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Harasse seitlich durch ra diale Rippen und gegen das Zentrum hin durch T-Eisen gestützt sind.5. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Harasse im Haspel fest eingebaut sind.6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass im Zylinder zwei luftdicht ab schliessbare Öffnungen vorhanden sind, wovon die eine oben zum Füllen der Harasse und die andere unten zum Ent leeren derselben dient.7. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Harasse verschliessbare Deckel aufweisen.8. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekeunzeichnet, dass ein Saug ventilator zur Erzeugung eines Luft stromes vorhanden ist.9. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Zylinder unten Offnungen f r den Eintritt der Luft aufweist.10. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Welle hohl und radial durehlöchert ist.11. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Wind flügel zur Erzeugung des Luftstromes vorhanden ist.12. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass diametral gegenüberliegende Öffnungen im Zylin- der für den Eintritt und den Austritt des Luftstromes vorhanden sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH173302D CH173302A (de) | 1934-02-21 | 1934-02-21 | Vorrichtung zum Trocknen von landwirtschaftlichen Produkten, insbesondere von Grünfutter. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH173302A (de) |
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1934
- 1934-02-21 CH CH173302D patent/CH173302A/de unknown
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