Für Handantrieb durch mehrere Personen hintereinander eingerichtetes Fahrzeug. Das den Gegenstand der Erfindung bil dende, für Handantrieb durch mehrere Per sonen hintereinander eingerichtete Fahrzeug ist in erster Linie für den Verkehr auf dem Lande bestimmt, kann aber als umwandelbares Fahrzeug ausgebildet sein, indem es durch Anbringung von Ergänzungsteilen für Fahr ten auf Schnee und Eis und durch Anbrin- gung eines Überzuges nach Wegnahme der für die ersterwähnten Verwendungszwecke dienenden Räder als Faltboot für Fahrten auf Wasser verwendbar gemacht werden kann.
Die beigegebenen Zeichnungen zeigen, zum Teil in schematischer Darstellungs weise, Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes nebst Varianten und Einzelteilen davon für die verschiedenen oben erwähnten Verwendungsmöglichkeiten des Fahrzeuges.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht, und Fig. 2 eine .Draufsicht eines für den Ver kehr auf dem Land und für drei Personen bestimmten Fahrzeuges; Fig. 3 und 4 sind analoge Ansichten des nämlichen Fahrzeuges, aber nach Wegnahme der Räder desselben und nach Anbringung eines die Verwendung für Wasserfahrten ermöglichenden Überzuges, d. h. in der Ausbildung des Fahrzeuges als Faltboot, in schematischer Darstellungsweise; Fig. 5 zeigt die Einrichtung für den An trieb der Räder des Fahrzeuges;
Fig. 6 ist eine Stirnansicht des Vorder teils, und Fig. 7 eine solche des Hinterteils des für Fahrten auf dem Land bestimmten Fahr zeuges; Fig. 8 ist ein Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2;
Fig. 9 ist eine Seitenansicht, Fig. 10 eine Draufsicht eines für vier Personen bestimmten Landfahrzeuges, Fig. 11 eine Stirnansicht der vordern Partie, und Fig. 12 eine solche der hintern Partie dieses zweiten Ausführungsbeispiels, Fig. 13 ein. Querschnitt nach der Linie C <B>-D</B> der Fig. 10;
Fig. 14 zeigt das obere Ende eines zum Antrieb und zur Steuerung bestimmten Hebels; Fig. 15 und 16 zeigen in der Draufsicht bezw. in einer Seitenansicht eine zur Steue- rungseinrichtung gehörige Partie;
Fig. 17 und 18 zeigen in Seitenansichten Lager der in der Mitte des Fahrzeuges be- findlichen Kurbelwelle bezw. einer gemäss Fig. 9 und 10 Kettenscheiben tragenden Spindel; Fig. 19 zeigt in der Draufsicht die mitt lere Partie einer feststehenden Schiene, an welcher die Antriebshebel angelenkt sind;
Fig. 20 und 21 sind Stirnansichten des Faltbootes gemäss Fig. 3 von vorn und hin ten, mit dem Skelett des Fahrzeuges gemäss Fig. 1 und 2, Fig. 22 eine Seitenansicht der hintern Paitie des Faltbootes; Fig. 23 zeigt eine Variante des Propeller antriebes am Faltboot;
Fig. 24 und 25 sind Seitenansichten eines für Fahrten auf Schnee eingerichteten Vorder rades bezw. Hinterrades, Fig. 26 eine Stirnansicht dieses Hinter- rades; Fig. 27 zeigt eine Seitenansicht eines für Fahrten auf Eis und Schnee ausgerüsteten Hinterrades, Fig. 28 eine Einzelheit dazu.
An Traversen eines gemäss Fig. 1 und 2 von einem mit Boden 32 versehenen ge schlossenen Rahmen 31 eingefassten starren Gestelles 1 ist in der Längsase dieses letz teren eine Schiene 2 (Fis. 4, 7, 8, 9, 13, 19) befestigt, an welcher die Handhebel 3 für den Antrieb des Fahrzeuges in dessen Längs richtung schwingbar gelagert sind.
Der unterhalb des Lagerzapfens befindliche, mit einem Fussschemel 4 versehene Teil 3' der Antriebshebel ist zum Abnehmen eingerich tet. Die Schemel 4 nehmen also an den Schwingbewegungen der Antriebshebel 3, 3' teil. Mit s sind gepolsterte Sitzbretter be- zeichnet, die auf dem Gestell 1 befestigt sind.
Vom vordersten Antriebhebel 3 geht eine Schubstange 5 (Fis. 5) nach der zwi schen den beiden Vorderrädern v angeord neten Kurbelwelle 6 aus, welche mittelst einer zweiten Schubstange 7 (Fis. 2 und 5) mit zwei der Schiene 2 parallel laufenden, längsverschiebbaren Stangen 8 verbunden ist, an welcher die Antriebhebel 3 angreifen.
Auf der Kurbelwelle 6 sitzen zwei Ketten scheiben 11, auf den Spindeln 9, die gemäss Fig. 8 und 18 in Lagern an aufrecht stehen den Stützgliedern des Gestelles 1 gelagert sind, je zwei kleine und zwei grössere Ketten scheiben 11' bezw. 11", und auf der Hinter- radachse 10 zwei kleine Kettenscheiben 11'.
Von den Kettenscheiben 11 auf der Kurbel welle 6 aus laufen Ketten 12 (Fis. 2 und 5) über die Kettenscheiben 11' der vordersten Spindel 9, von den grösseren Kettenscheiben 11" dieser Spindel ebenfalls Ketten 12 über die Kettenscheiben 11' der hintern Spindel 9 und von den grösseren Kettenscheiben 11" dieser Spindel wiederum Ketten 12 über die Kettenscheiben 11' auf der Hinterradachse 10.
Die Vor- und Rückbewegungen der Stan gen 8 werden durch die Schubstange 7 in Drehbewegung der Kurbelwelle 6 umgesetzt. Diese Drehbewegung überträgt sich durch die über die Kettenscheiben 11, 11', 11" laufen den Ketten 12 auf die Hinterradachse 10 ins Schnelle. Auf den beiden Spindeln 9 und auf der Hinterradachse 10 sitzen Brems scheiben, an denen Handhebel 13 angreifen.
Am vordern Ende des Gestelles 1 sind beiderseits Konsolen 14 mit drehbaren Lagern 22 für die Achszapfen 16 der beiden Vorderräder v angebracht. Diese Lager unterstehen der Einwirkung von Druck federn 15, welche die an den Rädern auf tretenden Stösse aufnehmen. Die Lager der Hinterradachse 10 stehen unter der Einwir kung von je zwei Druckfedern 17 (Fis. 1), die sich gegen das Gestell 1 abstützen.
Für die Steuerung des hiervor beschrie benen Fahrzeuges ist folgende Einrichtung getroffen: Am obern Ende der Antriebhebel 3 sind mit Griffen versehene Handräder 19 angebracht. Der Drehzapfen jedes Hand rades- ist mit einer kleinen Rolle 20' und der Drehzapfen jedes Antriebshebels mit zwei kleinen Rollen 20" versehen, über wel che Rollen ein biegsames Zugorgan 21, z. B. ein Drahtseil oder eine Kette, läuft.
In der vordern Partie des Gestelles 1 sind, wie namentlich in Fig. 10, 11, 15 und 16 gezeigt ist, Leit- und Umlenkrollen vorgesehen, über welche die beiden Trumme des Zugorganes 21 laufen.
Das vordere Ende des Trummes 21' wird durch eine Umlenkrolle 23' (Fig. 10) von der Richtung den Stangen 8 ent lang abgelenkt und ist an dem nach vorn gekehrten Schenkel des Lagers 22 des Achs zapfens 16 des linken Vorderrades befestigt: von diesem Trumm 21' ist ein über eine Um lenk-rolle 23 laufendes Teilstück 24' abge. zweigt, das an dem nach hinten gekehrten Schenkel des rechtsseitigen Lagers 22 befe stigt ist.
In analoger Weise ist der Trumm 21" über eine Umlenkrolle 23" geführt und an dem nach vorn gekehrten Schenkel des Lagers 22 des Zapfens des rechtsseitigen Vorderrades befestigt, während ein von ihm abgezweigtes Teilstück 24" an dem nach hinten gekehrten Schenkel des linksseitigen Lagers 22 befestigt ist.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 9 bis 14 unterscheidet sich von dem hiervor beschriebenen gemäss Fig. 1, 2, 5 und 8 ausser durch die wegen vier (anstatt drei) Sitzplätzen s bedingten grösseren Länge da durch, dass das Gestell 1' kastenförmig aus gebildet und nicht wie dort von einem be sonderen Rahmen eingefasst ist. und dass die hier mit 26 bezeichnete Kurbelwelle ungefähr in der Mitte des Fahrzeuges angeordnet ist.
An der Kurbelwelle 26 greift eine vom An triebhebel .33 ausgehende Schubstange<B>52</B>7 an, während von der Kurbelwelle zwei Schubstangen 28 ausgehen, die eine nach vorn, die andere nach hinten gerichtet. Diese beiden Schubstangen greifen an den auch hier vorgesehenen längsverschiebbaren Stangen 8 an. Für die Übertragung der Drehung der Kurbelwelle 26 auf die Hinterradachse- 10 sind Kettengetriebe 12 vorgesehen, ganz wie bei dem erst beschriebenen Ausführungsbei spiel. Die Fig. 11 und 12 entsprechen den bereits erläuterten Fig. 6 und 7.
Die übrigen Fig. 13 bis 16 sind anhand der Erläute rungen des ersten Ausführungsbeispiels und mit Hilfe der dort wie auch hier eingetrage nen Bezugszeichen ohne weiteres verständ lich.
Für die Verwendung des Fahrzeuges ge mäss Fig. 1 und 2 im Wasser wird der Gestell rahmen 31, .32 mit Längs- und Querrippen (sogenannte Spanten) versehen, ebensolche Rippen bilden das Skelett des an jenen Rah men angeschlossenen Vorder- und Hinterteils des Bootes. Die untern Enden 3' mit den Schemeln 4 der Antriebhebel ä werden ab genommen.
Zur Aufnahme der Zapfen 16 der von ihnen .abgezogenen Vorderräder v sind, wie die Fig. 3, 4 und 20, zeigen, die aufrecht stehenden .Schenkel 35 einer Querrippe mit Nuten 36 versehen. Dieselbe Einrichtung ist auch für die Aufnahme der Zapfen der Hinterradachse 10 vorgesehen (Fig. 3, 4, 21 und 22), von denen die Hinterräder h eben falls abgenommen werden. An der durch eine Querrippe gebildeten Rückwand 34 ist oben eine Konsole 37 (Fig. 2,2) und unten ein schräger Arm 38 befestigt.
In der Konsole 37 ist ein Kegelrädergetriebe (Fig. 21 und 2@2) 40 gelagert, das seinen Antrieb mittelst einer Kette 39 von einem auf der Hinterradachse 10 sitzenden Kettenrad 41 empfängt. Im Arm 38 ist die Welle eines Propellers 43 ge lagert, die vom Getriebe 40 mittelst einer Kette 42 in Umdrehung versetzt wird. Die Einrichtung zum Antrieb der Hinterradachse 10 ist die nämliche wie im Ausführungsbei spiel gemäss Fig. 1 und 2.
Bei der Variante gemäss Fig. 23 ist an der Rückwand 34 unten ein nach hinten ragender Ausleger 44 angebracht, in welchem eine dem Propeller 43 tragende, von dem in der Kon sole 37 gelagerten Getriebe 40 ausgehende Spindel 45 gelagert ist.
Ferner ist, wie Fig. 3 und 4 zeigen, an der Rückwand 34 eine das um eine vertikale Spindel 18 drehbare Steuerruder 47 tragende Konsole 46 angebracht.
An den beiden Enden eines auf der genannten Spindel sitzenden Querarmes 48 sind die Enden von Zugorganen 49 befestigt, die gemäss Fig. 3 und 4 von Pe dalen 50 ausgehen, welche an den Drehzapfen der Antriebhebel 3 angebracht sind und von den Fahrern in Schwingbewegung versetzt werden, wenn die Fahrtrichtung mittelst des Steuers verändert werden soll.
Die Zugorgane 49 könnten auch wie diejenigen 21 zur Steue rung der Vorderräder von den Antriebhebeln 3 ausgehen.
Über das Skelett des Vorderteils und das jenige des Hinterteils und über das durch den Rahmen 31, 32 gebildete Mittelteil wird her nach ein zusammenlegbarer, in Fig. 3 und 4 mit strichpunktierten Linien dargestellter Überzug 51, z. B. aus Segeltuch, gespannt, wie dies bei den bekannten Faltbooten (Pad delbooten) gebräuchlich ist. Um das Faltboot auf dem Lande leicht fortbewegen zu können, wird es auf Schemel 52 gestellt; die mit Rollen oder Rädchen 53 versehen sind (Fig. 20 und 2.1).
Für die Verwendung des Fahrzeuges auf Schnee werden gemäss Fig. 24 an den Vorder rädern v Schneeschuhe (Skier) angeschnallt, so dass sich diese Räder nicht drehen können. An der hintern Partie des Gestelles 1 wird gemäss Fig. 26 und 27 ein ebenfalls mit Schneeschuhen 54' versehener Schemel 55 an gebracht. Federn 5.6 zwischen Streben des Schemels und den Scheeschuhen mildern auf tretende Stösse.
Die Hinterräder h selbst sind gemäss Fig. 25 und 26 mit einigen an den Radspeichen aasgelenkten Schneeschaufeln 57 ausgerüstet, welche beim Nichtgebrauch zwi schen die Speichen einwärts geklappt werden, während sie für den Gebrauch ausgelegt wer den.
Für die Verwendung des Fahrzeuges auf Eis können die Vorderräder v wie für Fahr ten auf Schnee mit Schneeschuhen ausgerüstet werden oder einer solchen Ausrüstung ent behren. Die Hinterräder h werden gemäss Fig. 27 und 28 mit einem Eissporen tragenden Reifen 28 versehen.