CH174903A - Verfahren zur Herstellung eines niedrigmolekularen, in niedrigsiedenden Lösungsmitteln löslichen, stickstoffhaltigen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines niedrigmolekularen, in niedrigsiedenden Lösungsmitteln löslichen, stickstoffhaltigen Kondensationsproduktes.

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CH174903A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G14/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00
    • C08G14/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes
    • C08G14/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols
    • C08G14/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols and monomers containing hydrogen attached to nitrogen

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     niedrigmolekularen,    in     niedrigsiedeuden     Lösungsmitteln löslichen, stickstoffhaltigen     Iiondensationsproduktes.       Es ist bekannt, dass     Phenole,    die     aktive          Methylengruppen,    z. B.     Oxymethyl-    oder       Chlormethylgruppen.    enthalten, leicht ver  harzen und in unlösliche Verbindungen über  gehen.  



  Werden     Phenolmonoalkohole        mit    aroma  tischen Aminen kondensiert, so erhält man  ohne besondere     Vorsichtsmassregeln        Oxyamin-          basen.    So entsteht bekanntlich durch Kochen  von     Saligenin    mit Anilin das     o-Oxybenzyl-          anilin.     



  Auch     Phenolpolyalkohole    und ihre Homo  logen und Analogen ergeben mit einem Amin  überschuss ähnliche Produkte, .die in Benzol,  Azeton und     Alkohol-Benzolgemischen    meist  löslich sind.  



  Ganz anders verhalten sich aber Phenol  polyalkohole und ihre Analogen beim Kon  densieren mit geringeren Mengen von Amin  basen, als zur     Absättigung    sämtlicher ak  tiven     Methylengruppen    nötig .sind, indem  die Kondensation rasch     unter    Bildung un-    löslicher und     unschmelzbarer    Harze fort  schreitet.  



  Kocht man beispielsweise ein Gemisch  von 1     Mol        Phenoldialkohol    mit 1     Mol        Anilin,     so verdickt sich die Schmelze bald unter  Bildung eines unlöslichen,     unschmelzbaren     Harzes.  



  Es wurde nun gefunden, dass auch     Oxy-          aminbasen,    die noch aktive     Methylengruppen,     vorzugsweise     Methylolgruppen,    enthalten, in  leicht löslichem, offenbar     monomerem    oder  wenigstens     niedrigmolekularem    Zustand er  halten werden können, wenn die Kondensation  rechtzeitig     unterbrochen    wird.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist       ein    Verfahren zur Herstellung eines niedrig  molekularen, in     niedrigsiedenden    Lösungs  mitteln löslichen, stickstoffhaltigen Konden  sationsproduktes aus     Polymethylolphenol,    er  halten durch Umsetzung von Phenol mit  Formaldehyd, und Anilin, dadurch gekenn  zeichnet, dass auf je einen     Phenolrest    un-           gefähr        1112o1    Anilin zur Einwirkung gebracht  und die     Kondensations    abgebrochen     -wird,    so  bald herausgenommene Proben im Alkohol  nicht mehr klar löslich sind.  



  Das erhaltene Produkt stellt je nach den       Kondensationsbedingungen    ein öliges, halb  festes oder bei gewöhnlicher Temperatur  festes Harz dar, das je nach dem Konden  sationsgrad in gewöhnlichem Alkohol, in       Alkohol-Benzolgemischen    oder in Azeton lös  lich ist.  



  Die     zulässigen        Reaktionszeiten    hängen  weitgehend von den gewählten     Reaktions-          bedingungen,    wie Temperatur, dann von der  An- oder Abwesenheit von Kondensations  mitteln, deren Menge und Wirksamkeit, von  der Verdünnung der Komponenten und an  derem mehr ab. Einige Versuche genügen,  um für jeden Fall die zulässige     Reaktions-          dauer    festzulegen.

   So erhält man aus     Phenol-          dialkohol    und     Anilin    in wässeriger, schwach  alkalischer oder neutraler Suspension noch  nach mehrstündigem Erwärmen auf 95   ein  alkohollösliches Produkt, in schwach saurem  Medium     ist,die    Löslichkeit schon nach zwei       Stunden    etwas herabgesetzt, in stark saurer  Lösung entsteht schon bei<B>50'</B> ein schwer  lösliches Kondensationsprodukt. Die Kon  densation kann auch in organischen Lösungs  mitteln, zum Beispiel in Alkoholen, durch  geführt werden.  



  Obgleich nun die neue Base ausgesprochene  Tendenz zur     Polymerisation    oder Kondensa  tion aufweist, lässt sie sich doch überraschen  derweise von flüchtigen Verunreinigungen  befreien, indem man sie bei mässigen Tem  peraturen, zweckmässig unter vermindertem  Druck, mit     inerten    Gasen oder Dämpfen, am  besten Wasserdampf, behandelt.

   Bei Ver  wendung reinerer Ausgangsmaterialien lässt  sich sogar noch     einfacher    eine praktisch ge  nügende     Geruchlosigkeit    erzielen, indem man  die Verbindung in dünner Schicht ausbreitet,  beispielsweise durch Vermischen mit Füll  stoffen oder Aufstreichen auf Faserstoff  bahnen, und sie bei mässiger Temperatur,  etwa 50 bis<B>100',</B> vermindertem Druck, etwa  in einem     Vakuumtrockenschrank,    aussetzt.    Die in sehr kleiner Menge vorhandenen flüch  tigen Verunreinigungen werden durch diese  einfache Massnahme in genügender Weise  entfernt.  



  Das vorliegende Verfahren ermöglicht also,  die     Oayaminbase    praktisch rein und in einer  für technische Zwecke ausserordentlich gün  stigen Form zu erhalten.  



  Das erhaltene Produkt stellt je nach den  Kondensationsbedingungen ein öliges, halb  festes oder bei gewöhnlicher Temperatur  festes Harz dar, das je nach dem Konden  sationsgrad in gewöhnlichem Alkohol, in       Alkohol-Benzolgemisahen    oder in Azeton lös  lich ist.  



  In dem folgenden Beispiel bedeuten die  Teile, wo nichts anderes angegeben ist. Ge  wichtsteile.  



       Beispiel:     94 Teile Phenol werden in 90 Teilen  Natronlauge von<B>3,6'</B>     B;6    gelöst und nach  dem     Abkühlen    mit 40 Teilen Eis versetzt.  Unter Rühren giesst man nun rasch  <B>165</B>     Volumteile    gekühlten Formaldehyd von  40     Vol.    % dazu. Das Gefäss wird     zweckmässig     mit Eis gekühlt; wenn die Temperatur trotz  dem über 10   steigt, gibt man noch     Eis    zu  der Lösung. Nach drei bis fünf Tagen     ist     der Geruch nach Formaldehyd verschwunden.

    Diese Lösung von     Polymethylolphenol    wird  nun mit<B>93</B> Teilen Anilin versetzt und un  ter Rühren mit zirka 67 Teilen Salzsäure  von 21       B6    genau neutral     gestellt.        Man    heizt  nun auf 95   auf und rührt bei dieser Tem  peratur zwei Stunden. Man lässt das ziem  lich dünnflüssige<B>01</B> absitzen, zieht die über  stehende Salzlösung ab und wäscht das Harz  mehrmals mit warmem Wasser aus. Das  Harz ist in Alkohol leicht löslich. Mischt.  man nun das dickölige Reaktionsprodukt mit  gleichen Teilen Holzmehl und trocknet die  Masse im Vakuum bei 60 bis<B>70',</B> so hinter  bleibt eine praktisch geruchlose     Mischung     der     OYyaminbase    mit Holzmehl.  



  Werden zu dem Gemisch von     Poly-          methylolphenol    und Anilin nach dem genauen  Neutralisieren     no^1    zwei bis drei Teile kon-           zentrierte    Salzsäure zugefügt, so ist die Kon  densation schon nach einer Heizdauer von  einer     Stunde    bei 95   beendigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines niedrig molekularen, in niedrigsiedenden Lösungs mitteln löslichen, stickstoffhaltigen Konden sationsproduktes aus Polymethylolphenol, er halten durch Umsetzung von Phenol mit Formaldehyd, und Anilin, dadurch gekenn zeichnet, dass auf je einen Phenolrest un gefähr 1 iVIol Anilin zur Einwirkung gebracht und die Kondensation abgebrochen wird, so bald herausgenommene Proben im Alkohol nicht mehr klar löslich sind.
    Das erhaltene Produkt stellt je nach den Kondensationsbedingungen ein öliges, halb festes oder bei gewöhnlicher Temperatur festes Harz dar, das je nach dem Konden sationsgrad in gewöhnlichem Alkohol, in Alkohol-Benzolgemischen oder in Azeton lös lich ist. UNTERANSPRlrCH2 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass - das erhaltene Produkt in einem Strom inerter Gase und bei Tem peraturen unterhalb 70 von flüchtigen Bestandteilen befreit wird. ?.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das erhaltene Produkt in einem Strom inerter Dämpfe unter ver mindertem Druck und bei Temperaturen unterhalb 770' von flüchtigen Bestandteilen befreit wird. .\3,. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das erhaltene Produkt fein verteilt einer Vakuumbehandlung bei Temperaturen unterhalb<B>70'</B> unterworfen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass das erhaltene Produkt in Form dünner Schichten einer Vakuum behandlung bei Temperaturen unterhalb 70 unterworfen wird.
CH174903D 1933-05-24 1933-05-24 Verfahren zur Herstellung eines niedrigmolekularen, in niedrigsiedenden Lösungsmitteln löslichen, stickstoffhaltigen Kondensationsproduktes. CH174903A (de)

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