CH172080A - Verfahren zur Herstellung eines niedrigmolekularen, in niedrigsiedenden Lösungsmitteln löslichen, stickstoffhaltigen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines niedrigmolekularen, in niedrigsiedenden Lösungsmitteln löslichen, stickstoffhaltigen Kondensationsproduktes.

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CH172080A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G14/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00
    • C08G14/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes
    • C08G14/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols
    • C08G14/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols and monomers containing hydrogen attached to nitrogen

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     niedrigmolekularen,    in     niedrigsiedenden     Lösungsmitteln löslichen,     stiel:stoffhaltigen    Kondensationsproduktes.    Es ist bekannt, dass     Phenole,    die aktive       Methylengruppen,    zum Beispiel     Oxymethyl-          oder        Chlormethylgruppen,    enthalten, leicht  verharzen und in unlösliche Verbindungen  übergehen.  



  Werden     Phenolmonoalkohole    mit aroma  tischen     Aminen    kondensiert, so erhält man  ohne besondere Vorsichtsmassregeln     Oxyamin-          basen.    So entsteht bekanntlich durch Kochen  von     Sa.ligenin    mit Anilin das     o-Oxybenzyl-          anilin.     



  Auch     Phenolpolyalkohole    und ihre Homo  logen und Analogen ergeben mit einem       Aminüberschuss    ähnliche Produkte, die in  Benzol, Aceton und     Alkohol-Benzolgemischen     meist löslich sind.  



  Ganz anders verhalten sich aber Phenol  polyalkohole und ihre Analogen beim Kon  densieren mit geringeren Mengen von     Amin-          kn    als zur     Absättigung    sämtlicher aktiven       Methylengruppen    nötig sind, indem die Kon-         densation    rasch unter Bildung unlöslicher  und     unschmelzbarer    Harze fortschreitet.  



  Kocht man beispielsweise ein Gemisch  von 1     Mol        Phenoldialkohol    mit 1     Mol    Ani  lin, so verdickt sich die Schmelze bald     unter     Bildung eines unlöslichen,     unschmelzbaren     Harzes.  



  Es wurde nun gefunden, dass auch     Ogy-          aminbasen,    die noch aktive     Methylengruppen,     vorzugsweise     Methylolgruppen,    enthalten, in  leichtlöslichem, offenbar     monomerem    oder  wenigstens     niedrigmolekularem    Zustand er  halten werden können, wenn die Konden  sation rechtzeitig unterbrochen wird.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes     ist        ein     Verfahren zur Herstellung eines niedrig  molekularen, in     niedrigsiedenden    Lösungs  mitteln löslichen     stickstoffhaltigen    Konden  sationsproduktes aus einem Gemisch von       Polymethylolkresolen,    erhalten durch Um  setzung des Gemisches der drei     isomeren          Kresole    mit Formaldehyd und Anilin, da-      durch gekennzeichnet,

   dass auf je einen     Kre-          solrest    ungefähr ein     Mol        Anilin    zur Ein  wirkung gebracht     wird    und die Kondensation  abgebrochen wird, sobald herausgenommene  Proben im     Alkohol    nicht mehr klar löslich  sind.  



  Die zulässigen Reaktionszeiten hängen  weitgehend von den gewählten Reaktions  bedingungen, wie Temperatur, dann von der  An- oder Abwesenheit von Kondensations  mitteln, deren Menge und Wirksamkeit, von  der Verdünnung der Komponenten und an  derem mehr ab. Einige Versuche genügen,  um für jeden Fall die zulässige Reaktions  dauer festzulegen. So erhält man aus     Kresol-          dialkohol    und Anilin in wässeriger, schwach  alkalischer oder neutraler Suspension noch  nach mehrstündigem Erwärmen auf 95   ein  alkohollösliches Produkt, in schwach saurem  Medium ist die Löslichkeit schon nach zwei       Stunden    etwas herabgesetzt, in stark saurer  Lösung entsteht schon bei<B>50'</B> ein schwer  lösliches Kondensationsprodukt.

   Die Kon  densation kann auch in organischen Lösungs  mitteln, zum Beispiel in     Alkoholen,    durch  geführt werden.  



  Obgleich nun die neue Base ausgespro  chene Tendenz zur     Polymerisation    oder Kon  densation aufweist, lässt sie sich doch über  raschenderweise von flüchtigen Verunreini  gungen befreien, indem man sie bei mässigen  Temperaturen, zweckmässig unter verminder  tem Druck, mit     inerten    Gasen oder Dämpfen,  am     besten    Wasserdampf, behandelt. Dadurch  wird die Verwendung billigster Ausgangs  materialien, wie technischer     Rohkresole    und  sogar     kresolhaltiger    Teeröle ermöglicht, wo  durch dieses wertvolle Produkt ausserordent  lich leicht und billig zugänglich wird.

   Bei  Verwendung reinerer Ausgangsmaterialien  lässt sich sogar noch einfacher eine praktisch  genügende     Geruchlosigkeit    erzielen, indem  man die Verbindung in dünner Schicht aus  breitet, beispielsweise durch Vermischen mit  Füllstoffen oder Aufstreichen auf Faser  stoffbahnen, und sie bei mässiger Tempera  tur,     etwa.    50 bis<B>100',</B> vermindertem Druck,  etwa in einem     Vakuumtrockenschrank,    aus-    setzt. Die in sehr kleiner Menge vorhandenen  flüchtigen     Verunreinigungen    werden durch  diese einfache Massnahme in     genügender     Weise entfernt.  



  Das vorliegende Verfahren ermöglicht  also, die     Ogyaminbase    praktisch rein und in  einer für technische Zwecke ausserordentlich  günstigen Form zu erhalten.  



  Das erhaltene Produkt stellt je nach den       Kondensationsbedingungen    ein öliges, halb  festes oder bei gewöhnlicher Temperatur  festes Harz dar, .das je nach dem Konden  sationsgrad in gewöhnlichem Alkohol, in       Alkohol-Benzolgemischen    oder in Aceton  löslich ist.  



  In den folgenden Beispielen bedeuten die  Teile, wo nichts anderes angegeben ist, Ge  wichtsteile.    <I>Beispiel 1:</I>  72 Teile technisches     Rohkresol    9,7- bis  100%ig werden in 80 Teilen Natronlauge  von 36       B6    gelöst und nach dem Abkühlen  mit 40 Teilen Eis versetzt. Unter Rühren  giesst man nun rasch 125 Teile gekühlten  Formaldehyds von 40     Vol.    % dazu. Das Ge  fäss wird zweckmässig mit Eis gekühlt, wenn  die Temperatur trotzdem über<B>10'</B> steigt.  gibt man Eis zu der Lösung. Nach drei bis  fünf Tagen ist der Geruch nach Formaldehyd  verschwunden, dagegen riecht die Lösung  stark nach     Pyridinbasen    und Naphthalin,  welche sich in Kristallflocken ausscheiden.  



  In einem heizbaren Rührkessel werden  nun zu dieser Lösung von     Polymethylol-          kresolen    96 Teile Anilin zugegeben und mit  zirka     5,8    Teilen Salzsäure von 2,1       B6    genau  neutral gestellt. Man rührt     nun    das Gemisch  ohne Wärmezufuhr 12 Stunden, setzt zwei  bis drei Teile konzentrierter Salzsäure     hinzu     und erwärmt eine     Stunde    auf 95  . Eine  Probe     wird    mit Soda versetzt und das Harz  abgetrennt. Es löst sich spielend in Alkohol.

    Die Reaktionsmischung wird nun mit Soda       neutralisiert,    die Salzlösung abgezogen     und     das ölige Kondensationsprodukt in eine  Destillierblase gedrückt. Bei etwa<B>60'</B> wird  nun an einer guten Vakuumpumpe unter      Druck von zirka 60 mm Quecksilber Wasser  dampf     durchgesaugt,    bis alle flüchtigen Be  standteile entfernt sind, was etwa 1 bis     11/2          Stunde    in Anspruch nimmt. Dann wird der  Dampf abgestellt und bei derselben Tem  peratur der Rest des Wassers     abdestilliert.     Das salzhaltige dicke 01 wird nun durch ein  Druckfilter geschickt und als klare, dick  flüssige bis     weichparaffinartige    Masse erhal  ten.

   Die Ausbeute entspricht annähernd der  Theorie. Fügt man bei der Kondensation  statt zwei bis drei Teilen 10 Teile konzen  trierter     Salzsäure    hinzu, so kann die     Reak-          tionsdatier    abgekürzt werden, oder man er  hält bei gleicher Reaktionsdauer ein bis  zirka 40   erweichendes festes Harz, das nicht  mehr in Alkohol, wohl aber in Gemischen  aus Alkohol mit Benzol oder Aceton löslich  ist.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Eine wässerig alkalische Lösung von       Polymetbylolkresol.    das analog Beispiel 1  aus 1     Mol    eines von unerwünschten Begleit  körpern, wie Kohlenwasserstoff,     Pyridin-          basen    und dergleichen, befreiten     Kresol-          g;emisches.    zirka 1 Hol Natronlauge und  2.2)     Mol    Formaldehyd hergestellt wurde, wird  mit 1     Mol    Anilin versetzt, durch Einleiten  von Kohlensäure neutralisiert und zwei  Stunden unter gutem Rühren auf 95   er  wärmt.

   Man lässt das ziemlich     dünnflüssize     01     absitzen.    zieht die überstehende Salz  1i5sung ab und wäscht das Harz mehrmals       niit    warmem Wasser aus. Es ist in Alkohol  leicht löslich.     'Mischt    man nun das     dickölige     Produkt mit     gleichen    Teilen Holzmehl und  trocknet. die Masse im Vakuum bei 60 bis  7     ()     , so     hinterbleibt    eine praktisch geruch  lose     Mischung    der     Oxyaminbase    mit     Holz-          rnehl.  

Claims (1)

1'ATED'TAN SPRUCH Zerfahren zur Herstellung eines niedrig- molekularen, in niedrigsiedenden Lösungs- mitteln löslichen, stickstoffhaltigen Konden sationsproduktes aus einem Gemisch vors Polymethylolkresolen, erhalten durch Um setzung des Gemisches der drei isomeren Kresole mit Formaldehyd und Anilin, da durch gekennzeichnet,
dass auf je einen Kre- solrest ungefähr ein Mol Anilin zur Ein wirkung gebracht wird und die Konden sation abgebrochen wird, sobald heraus genommene Proben im Alkohol nicht mehr klar löslich sind. Das erhaltene Produkt stellt je nach den Kondensationsbedingungen ein öliges, halb festes oder bei gewöhnlicher Temperatur festes Harz dar, das je nach dem Konden sationsgrad in gewöhnlichem Alkohol, in Alkohol-Benzol-Gemischen oder in Aceton löslich ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das erhaltene Pro dukt in einem Strom inerter Gase und bei Temperaturen unterhalb 70 von flüch tigen Bestandteilen befreit wird. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das erhaltene Pro dukt in einem Strom inerter Dämpfe unter vermindertem Druck und bei Tempera turen unterhalb 70 von flüchtigen Be standteilen befreit wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass das erhaltene Produkt fein verteilt einer Vakuumbehandlunl bei Temperaturen unterhalb 70 unter worfen wird.
.t. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das erhaltene Produkt: in Form dünner Schichten einer Vakuum behandlung bei Temperaturen unterhalb <B>70'</B> unterworfen wird.
CH172080D 1933-05-24 1933-05-24 Verfahren zur Herstellung eines niedrigmolekularen, in niedrigsiedenden Lösungsmitteln löslichen, stickstoffhaltigen Kondensationsproduktes. CH172080A (de)

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