CH175029A - Verfahren zur Herstellung eines Beizenfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Beizenfarbstoffes.

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CH175029A
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A-G Durand Huguenin
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Durand & Huguenin Ag
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  verfahren. zur     Herstellung    eines     Beizenfarbstofes.       In der deutschen     Patentschrift    Nr. 431264  werden für den     Chromdruck        wertvolle    rote       Beizenfarbstoffe    beschrieben, die dadurch er  halten werden, dass man .die     Diazoverbindun-          gen    von     3-Aminobenzolazosalicylsäure,        ihre     Homologe oder     Substitutionsprodukte    mit       Acidylperiaminonaphtholsulfosäuren    kup  pelt.

   Wird in diesen Kombinationen an       Stelle    einer     AciJylperiaminonaphthoIsulfo-          säure    eine einfache, in der     Aminogruppe     nicht substituierte     Periaminonaplitholsulfo-          säure    verwendet, so werden bedeutend  weniger interessante Farbstoffe, namentlich  solche von geringerer Chlorechtheit, erhalten.  Es scheint also, dass im Falle der deutschen  Patentschrift Nr. 431264 dieser     Acidyl-        bezw.          Acetylgruppe    für die Echtheit dieser Farb  stoffe Bedeutung zukommt.  



  Es wurde nun ein weiterer Weg gefun  den, um in diesem Gebiet zu echten, nament  lich     chlorechten        Beizenfarbstoffen    zu gelan  gen.     Statt    in einer     Periaminonaphtholsulfo-          säure        (1-Amino-8-naphthol-3    :

       6-disulfosäure)       die     Aminogruppe    zu     acidylieren,    wird. näm  lich in     o-Stellung    zu     dieser        Aminogruppe     durch Kupplung mit     einer        Diazoverbindung     in schwach saurer Lösung eine     Azogruppe     eingeführt.     Hernach        wird    der so erhaltene       Monoazofarbstoff    in alkalischem     Medium    mit  einem     diazotierten        Aminoazokörper    - ähn  lich den in der deutschen Patentschrift  Nr.

   431264 verwendeten -     gekuppelt.     



  Dementsprechend wird erfindungsgemäss  ein     wertvoller        beizenziehender        Trisazofarb-          stoff.    dadurch erhalten, dass man     1-Amino-          8-naphthol-3    :

       6-disulfosäure    vorerst in sau  rem     Medium.    mit der     Diazoverbindung    aus       4-nitranilin-2-sulfosaurem    Natrium,     hernach     in     alkalischem.    Medium mit -der     diazotierten          Aminoazoverbindung    aus     3-Amino-4-sulfo-          benzolazosalicylsäure    kombiniert.  



  Der so erhaltene Farbstoff stellt     in     trockenem Zustande ein grauschwarzes, in  Wasser mit     ,grünstichig    blauer Farbe lös  liches Pulver dar. In konzentrierter Schwe  felsäure löst er sich mit graubrauner Farbe.      Durch     Zusatz    von Wasser zu dieser Lösung  fällt ein grünstickig blauer Niederschlag aus.

    Im Chromdruck auf Baumwolle erzeugt der  selbe     grüne    bis blaugrüne     Farbtöne    von     guten          Echtheiten,    namentlich von guter Seifen- und       Chlorechtheit.    Entsprechend seiner Natur als       Polyazofarbstoff    ist das Produkt durch       Hydrosulfit    rein weiss     ätzbar.     



  Der Farbstoff bildet eine     willkommene     Bereicherung der     Chromfarbenskala    für den       Baumwolldruck.       <I>Beispiel:</I>       _.    Die aus 24 Teilen     4-nitranilin-2-sulfo-          saurem    Natrium in üblicher Weise her  gestellte,     schwerlösliche        Diazoverbindung     wird     abfiltriert.    Dieser feuchte     Diazokörper     wird in eine Lösung von 81,9 Teilen       7.-Amino-8-naphtol-3    :     6-disulfosäure    und 5,5  Teilen Natriumkarbonat in 250 Teilen Was  ser eingerührt.

   Die Temperatur der Kupp  lungsmasse     wird    auf 5 bis 10   C     gehalten.     Die Kupplung vollzieht sich mit der dem       Diazokörper    noch anhaftenden Säure in  schwach mineralsaurem Medium. Nach be  endigter     Reaktion    wird     ausgesalzen    und ab  gepresst. Der so erhaltene     Monoazofarbstoff     löst sich in     Wasser    mit     rotvioletter    Farbe.  



  Anderseits wird durch     Diazotieren    von       3-Nitranilin-4-sulfosäure,        Kuppeln    mit     Sali-          cylsäure    und Reduktion der im gebildeten       Monoazokörper    vorhandenen Nitrogruppe mit  Schwefelnatrium in üblicher Weise     3-Amino-          4-sulfobenzolazosalicylsäure        (Aminoazover-          bindung)    hergestellt.  



       33,7    Teile der auf diese Weise hergestell  ten     Aminoazoverbindung    werden in Form  Einer fein verteilten wässerigen     Suspension     bei ungefähr 15   C mit 30 Teilen Salzsäure  und 6,9 Teilen     Natriumnitrit        unter    Rühren       diazotiert.    Der schwer lösliche     Diazokörper       wird     abgenutscht    und     in    feuchter Form in  eine neutrale Lösung von 54,8 Teilen des       Monoazofarbstoffes,    dessen Herstellung oben  beschrieben wurde, in 400 Teilen Wasser ein  getragen.

   Die     Kupplung        wird    durch Zugabe  von 34 Teilen     Magnesiumkarbonat        und    durch  Rühren der Masse während 10 bis 12 Stun  den bei 15   C durchgeführt. Es wird -her  nach angesäuert,     ausgesalzen,    filtriert und  mit Salzwasser gewaschen, um das     Magne-          siumsalz    zu entfernen. Die ausgeschiedene       Farbstoffsäure        wird    mit Hilfe von Soda und  Wasser in Lösung gebracht,     ausgesalzen,    ab  filtriert und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines beizen ziehenden Trisazofarbstoffes, -dadurch ge kennzeichnet, dass man 1-Amino-8-naphtol- 3 :
    6-disulfosäure vorerst in saurem Medium mit der Diazoverbindung aus 4-nitranilin-2- sulfosaurem Natrium, hernach in alkalischem Medium mit der diazotierten Aminoazover- bindung aus 3-Amino-4-sulfobenzolazosalicyl- säure kuppelt. Der so erhaltene Farbstoff stellt in trocke nem Zustande ein grauschwarzes, in Wasser mit grünstickig blauer Farbe lösliches Pul ver dar.
    In konzentrierter Schwefelsäure löst er sich mit graubrauner Farbe. Durch Zusatz von Wasser zu dieser Lösung fällt ein grün stickig blauer Niederschlag aus. Im Chrom druck auf Baumwolle erzeugt .derselbe grüne bis blaugrüne Farbtöne von guten Echt heiten, namentlich von guter Seifen- und Chlorechtheit; entsprechend seiner Natur als Polyazofarbstoff ist er durch Hydrosulfit rein weiss .ätzbar.
CH175029D 1932-08-24 1933-08-21 Verfahren zur Herstellung eines Beizenfarbstoffes. CH175029A (de)

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