CH175595A - Verfahren zur Herstellung eines Glanzüberzuges auf Bauelementen und Baukörpern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Glanzüberzuges auf Bauelementen und Baukörpern.

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CH175595A
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  Verfahren zur Herstellung eines Glanzüberzuges auf Bauelementen und     Baukörpern.       Das vorliegende Verfahren bezieht sich  auf die Herstellung eines Glanzüberzuges auf  Bauelementen und Baukörpern. Von solchen  hie und da als Kaltglasuren bezeichneten  Überzügen ist schon eine ansehnliche Anzahl  bekannt, die zum Teil unter Verwendung  von Wasserglas hergestellt werden. Man hat  ferner Maueranstriche hergestellt, die neben  andern Füllstoffen geringe Mengen von     Kryo-          lith    enthalten und deren Oberfläche nach  träglich mit     Wasserglaslösung    gehärtet wird.

    Auch     Zementkunststeine    hat man durch Be  streichen oder Imprägnieren mit Wasserglas  lösung oberflächlich verfestigt, um sie hernach  polieren zu können. Zum Verdünnen von       Wasserglaslösungen    ist auch schon die Ver  wendung von     Pflanzenschleimlösungen    vor  geschlagen worden. Der Umstand, dass immer  wieder neue Mittel zur Herstellung von so  genannten     Naltglasuren    in den Handel kom  men, trägt     offenbar    der Nachfrage nach der  artigen Erzeugnissen, die auch als Stein  erhärtungsmittel angesprochen werden können,    Rechnung, lässt aber zugleich unbefriedigende  Ergebnisse mit den bisher bekannten Er  zeugnissen vermuten.  



  Durch systematische Untersuchungen und  Versuche ist nunmehr die Herstellung eines  Glanzüberzuges auf Bauelementen und aus  solchen hergestellten grösseren Baukörpern  gelungen, der infolge seiner mechanischen  und chemischen Widerstandsfähigkeit sowohl  atmosphärischen Einflüssen, als auch Ein  wirkungen von Hitze, Flamme und Säuren       standzuhalten    vermag.  



  Die Grundstoffe, aus denen der Überzug  erfindungsgemäss hergestellt wird, sind: Ein       Fluorid,    Wasserglas und ein     gallertbildender     Stoff, die zu einem innigen Gemenge verar  beitet sind. Als     Fluorid    wird vorzugsweise       Natriumfluorid,        vorteilhafterweise        Natrium-          aluminiumfluorid,    wie z.

   B.     Kryolith'(Nas:A1Fs)     oder     Chiolith        (Na5A1sF14)    verwendet; es  kann aber auch     Calciumfluorid        (CaFs)    und       Kieselfluornatrium        (NasSiFc)    verwendet wer  den. Als     gallertbildender        Stoff    kommt mit      besonderem Vorteil zerpulverte     Eibischwurzel,     und zwar eine     Aufquellung    oder Abkochung  davon in Betracht.

   Das     Fluorid    im Gemisch  mit Wasserglas, in welchem es sich, wenn  es zuvor nur zerpulvert war, mehr oder  weniger gut löst, bewirkt die Härte und die  physikalische und chemische Widerstands  fähigkeit des Überzuges, während der     gallert-          bildende    Stoff zunächst eine für das Auf  tragen der Masse günstige schleimige Be  schaffenheit bewirkt, hauptsächlich aber dem  Auftrag nach eingetretener Erhärtung einen  gewissen Glanz zu verleihen vermag und das  Polieren erleichtert. Der von dem     gallert-          bildenden    Stoff zu erfüllende Zweck kann  beispielsweise auch durch gewisse Verbin  dungen organischen oder anorganischen Ur  sprunges und von synthetischen Stoffen er  füllt werden.  



  Durch Zusätze von neutralen Füllstoffen  anorganischer Natur, z. B. Talkum, Kaolin,       Bolus,    Schwerspat, Kreide, Zinkoxyd oder       Titanoxyd    kann die Masse des Auftrages  dem Baustoff der Bauelemente oder Bau  körper und der Arbeitsweise angepasst und  die Deckkraft der Masse erhöht werden. Zur  Erzielung farbiger Wirkungen können dem  Gemenge auch Farbstoffe zugesetzt werden.

    <I>Ausführungsbeispiel:</I>  Die aus 150 Gewichtsteilen     Kryolith    oder       Chiolith    in pulverförmigem oder bereits ge  löstem Zustand, 250-1000 Gewichtsteilen  Wasserglas und 3-15 Gewichtsteilen einer       Aufquellung    oder     Abkochung    von     Eibisch-          wurzelpulver    bestehende Grundmasse für  einen herzustellenden Überzug wird, nachdem  ihr gegebenenfalls Füllstoffe anorganischer  Natur und ein Farbstoff zugesetzt wurden,  beispielsweise in einer Farbmühle innig ver  mischt, wobei das     Kryolith    oder     Chiolith,     wenn es zuvor sich erst in pulverförmigem  Zustand befand,

   der Lösung durch das Wasser  glas     anheimfällt.    Diese Masse wird     nuir    auf  die mit einem Schutzüberzug zu     versehende     Fläche eines Bauelementes oder Baukörpers  zum Beispiel aufgespritzt oder mit einem  Pinsel aufgetragen. Man überlässt dann die         Überzugsschicht    der in einigen Stunden sich  vollziehenden Erhärtung, in welchem Zustand  sie zum Beispiel mittelst einer rotierenden  Scheibe unter Zuhilfenahme eines Schleif  mittels, vorzugsweise Schmirgel, geschliffen  wird. Sodann wird der     -Überzug    mit einer  Stoffscheibe unter Verwendung eines Polier  mittels bekannter Art auf Mattglanz oder  Hochglanz poliert.

   Der alsdann eine Glasur  bildende Überzug kann dann noch zum Bei  spiel mittelst einer     Schwabbelscheibe    abge  putzt werden.  



  Das Erhärten des Überzuges kann zum  Beispiel durch Erhitzen oder durch vorsich  tige Anwendung von verdünnten Säuren oder  sauer reagierenden Salzlösungen beschleunigt  werden.  



  Ein auf die beschriebene Weise herge  stellter Überzug ist einer Glasur vergleichbar  und besitzt, wenn poliert, einen gleichför  migen Glanz, und ist porenfrei, sowie gegen  mechanische Beanspruchungen von grosser  Widerstandsfähigkeit, wetterfest, säurebestän  dig,     unverbrennbar    und blüht nicht aus. Er  ist in den verschiedensten Farbtönen, sowohl  leuchtenden als auch zarten,     herstellbar.     



  Das beschriebene Verfahren findet vor  zugsweise Anwendung zum Überziehen na  mentlich von Bauelementen in Plattenform  und aus den verschiedensten im Bauwesen  gebräuchlichen Baustoffen,     z.B.    Asbestzement  (Eternit),     Holzfaserzement        (Lignat),    Zement  beton, Bims-     undSchlackenbeton,    keramischen  Massen, Pappe usw. Solche Platten können       vorteilhafterweise    zur Verkleidung von Wän  den und Decken, z. B. in Baderäumen, Kü  chen, Korridoren, Treppenhäusern, Aborten,  Laboratorien, Kranken- und Operationssälen  dienen; aber auch zur Ausstattung von Kino  und andern Theatern, Festsälen, Ausstellungs  räumen, Läden,     Gesellschafts-    und Sport  häusern.

   Ferner sind sie vorteilhaft verwend  bar für Verkleidungen in Kühlschränken und  -räumen, in Werkräumen der chemischen,  der Textil-, Kunstseide- und Nahrungsmittel  industrie, ganz besonders da, wo zerstörende  Dämpfe oder Gase auftreten. In der elek-           trischeu    Industrie     können    sie zur Herstellung  von Schalttafeln verwendet werden.  



  Es können aber auch aus Bauelementen  der vorhin genannten Art zusammengesetzte  Baukörper, sowie behauene Steine und aus  solchen aufgeführte und mit Mörtel verputzte  Baukörper als Träger eines nach dem be  schriebenen Verfahren hergestellten Überzuges  in Betracht kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH T: Verfahren zur Herstellung eines Glanz überzuges auf Bauelementen und Baukörpern, dadurch gekennzeichnet, dass ein inniges Ge menge von einem Fluorid, Wasserglas und einem gallertbildenden Stoff hergestellt und auf die zu überziehende Grundlage aufge tragen wird, und dass diese Auftragschicht bis zu einem polierbaren Zustand erhärten gelassen wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach PatentanspruchI, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus Fluorid, Wasserglas und gallertbildendem Stöff bestehende Auftragschicht nach der Er härtung geschliffen und poliert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Fluorid Natrium- fluorid verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Fluorid Kryo- lith verwendet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Fluorid Chiolith verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Fluorid Kiesel fluornatrium verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Fluorid Calcium- fluorid verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als gallertbildender Stoff ein Auszug von Eibischwurzelpulver verwendet wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 3 und 7, dadurch ge- kennzeichnet, dass als Fluorid Kryolith und als gallertbildender Stoff ein schlei miger Auszug von Eibischwurzelpulver verwendet werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 4 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass als Fluorid Chiolith und als gallertbildender Stoff ein schlei miger Auszug von Eibischwurzelpulver verwendet werden. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 5 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass als Fluorid Kieselfluor natrium und als gallertbildender Stoff ein schleimiger Auszug von Eibischwurzel- pulver verwendet werden. 11-. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass als Fluorid Calcium- fluorid und als gallenbildender Stoff ein schleimiger Auszug von Eibischwurzel- pulver verwendet werden. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 2 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass einem Gemenge von Natriumfluorid und einem Auszug von Eibischwurzel ein neutraler Füllstoff an organischer Natur zugesetzt wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass einem Gemenge von Calciumfluorid und einem Auszug von Eibischwurzel ein neutraler Füllstoff an organischer Natur zugesetzt wird. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 5 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass einem Gemenge von gieselfluornatrium und einem Auszug von Eibischwurzelpulver ein neutraler Füllstoff anorganischer Natur zugesetzt wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 2, 7 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gemenge von Natriumfluorid, einem Auszug von Eibisch- wurzel und einem neutralen Füllstoff ein Farbstoff zugesetzt wird. 16.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 6, 7 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gemenge von Calciumfluorid, einem Auszug von Eibisch- wurzel und einem neutralen Füllstoff ein Farbstoff zugesetzt wird. 17. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erhärten des Überzuges verdünnte Säure verwendet wird. 18. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erhärten des Überzuges eine sauer reagierende Salz lösung verwendet wird.
    PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I erhaltener Glanzüberzug auf Bau elementen und Baukörpern, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus einem mindestens ein Fluorid, Wasserglas und einen gallertbilden- den Stoff- enthaltenden Gemenge besteht. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 19. Glanzüberzug nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass Natrium- fluorid in dem Gemenge enthalten ist. 20. Glanzüberzug nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Calcium- fluorid in dem Gemenge enthalten ist. 21.
    Glanzüberzug nach Patentanspruch II und Unteranspruch 19, dadurch gekennzeich net, dass irr dem Gemenge mindestens ein neutraler Füllstoff vorhanden ist. 22. Glanzüberzug nach Patentanspruch II und Unteranspruch 20, 'dadurch gekennzeich net, dass in dem Gemenge mindestens ein neutraler Füllstoff vorhanden ist. 23. Glanzüberzug nach Patentanspruch II und Unteranspruch 19, dadurch gekennzeich net, dass in dem Gemenge ein Farbstoff vorhanden ist. 24. Glanzüberzug nach Patentanspruch II und Unteranspruch 20, dadurch gekennzeich net, dass in dem Gemenge ein Farbstoff vorhanden ist. 25.
    Glanzüberzug nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er Mattglanz aufweist. 26. Glanzüberzug nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er Hoch glanz aufweist.
CH175595D 1932-12-02 1933-12-01 Verfahren zur Herstellung eines Glanzüberzuges auf Bauelementen und Baukörpern. CH175595A (de)

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