CH176829A - Verfahren zur Darstellung eines neuen Digitalisglucosides. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines neuen Digitalisglucosides.

Info

Publication number
CH176829A
CH176829A CH176829DA CH176829A CH 176829 A CH176829 A CH 176829A CH 176829D A CH176829D A CH 176829DA CH 176829 A CH176829 A CH 176829A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
glucoside
parts
water
sep
new
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Sandoz Chemische Fabri Vormals
Original Assignee
Chem Fab Vormals Sandoz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chem Fab Vormals Sandoz filed Critical Chem Fab Vormals Sandoz
Publication of CH176829A publication Critical patent/CH176829A/de

Links

Landscapes

  • Saccharide Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung eines neuen     1)igitallsglucosides.       Das vorliegende Verfahren betrifft die  Darstellung eines neuen     Glucosides   <B>C</B> aus  Digitalis     lanata    und ist dadurch gekennzeich  net,     dass    man das aus Digitalis     lanata    nach  dem Verfahren des Patentes     Nr.   <B>154657</B> er  hältliche kristallisierte     Digitalisglucosidprä-          parat    in einem mit Wasser nicht mischbaren  organischen Lösungsmittel unter Zusatz eines  mit Wasser mischbaren organischen Lösungs  mittels auflöst, die erhaltene Lösung mit  Wasser schüttelt, die wässerige.

   Lösung ab  trennt und sie so oft mit einem mit Wasser  nicht mischbaren     oruanischen        Lösun-smittel     <B>en</B>     ZD     ausschüttelt, bis eine eingedampfte Probe der  wässerigen     Lösunc,    bei der Kellersehen     Farb-          reaktion    in der Schwefelsäure eine rotfreie,  braune Zone     zeigt,-und    darauf die wässerige,  <B>C</B>  das     Glucosid   <B>C</B> enthaltende, Lösung bei nie  derer Temperatur im Vakuum eindampft.

    Das nach dem vorliegenden Verfahren       ,crewonnene    neue     Glucosid   <B>C</B> war möglicher  weise in Form einer assoziierten Verbindung  mit     den        Glucosiden   <B>A</B> und B im Ausgangs-         glucosid    enthalten.

   Nachdem es bekannt ist,       dass    sieh organische Lösungsmittel nicht im  mer indifferent verhalten und unter Umstän  den auf kompliziert gebaute und leicht     ver-          än#derliche        Verbindun--en    einwirken können,  ist die Möglichkeit gegeben,     dass    es sieh im  vorliegenden Falle nicht um einen einfachen       Fraktionierungsprozess,    sondern um einen       Spaltungsprozess,    das heisst um einen     ehe-          mischen    Vorgang handelt.  



  <B>.</B> Für die Richtigkeit dieser Annahme  spricht weiter noch die Tatsache,     dass,    ob  gleich eines der     Glucoside        (Glucosid   <B>A)</B> in  Chloroform viel leichter löslich ist als die  andern, es doch nicht gelingt, dieses durch  Behandeln des     isomorpli    kristallisierenden       Digitallso,IUCosid-prä-parates    mit trockenem  Chloroform zu extrahieren.  



  <I>Beispiel:</I>  <B>16</B> Teile des aus     Digitalis        lanata    nach  dem Verfahren des Patentes     Nr.    154<B>657</B> er  hältlichen kristallisierten     GILLcosidpräparates         werden in einem Gemisch von<B>80,0</B> Teilen     Me-          Ihanol    und 4000 Teilen Chloroform gelöst,  mit 4000 Teilen Wasser kräftig geschüttelt  und einige Zeit stehen gelassen, wobei sich  drei Schichten ausbilden, eine untere     Chloro-          formlösung        (Chl,),    eine mittlere, aus unge  löster Substanz bestehende,

   etwas     zerfliess-          liehe    Zwischenschicht (Z,) und eine obere       metha-nolhaltige    wässerige     Schielit        (W,).     Die obere,     methanolhaltige    wässerige Schicht  (W,) wird nun abgetrennt und<B>5</B> bis<B>6</B> mal  mit demselben Volumen Chloroform aus  geschüttelt, wodurch das     Glucosid   <B>C</B> von den  andern begleitenden     Glucosiden    abgetrennt  wird. Durch Einengen der wässerigen Lö  sung im Vakuum bei niedriger Temperatur  wird das reine     Glucosid   <B>C</B> erhalten.  



  Das neue     Glucosid   <B>C</B> kristallisiert aus  Methanol und Alkohol ein einheitlichen, farb  losen, bis<B>10</B> mm langen, schmalen, dünnen  Plättehen, die beim Trocknen an der Luft  oder im Vakuum verwittern.<B>1</B> Teil löst sich  bei gewöhnlicher Temperatur in zirka 20  Teilen Methanol, 45 Teilen absolutem Alko  hol,<B>3300</B> Teilen Essigester,<B>1500</B> Teilen    Chloroform und<B>17 000</B> Teilen Wasser. Das  spezifische optische Drehungsvermögen in  95%igem Alkohol beträgt  [a] 33,4  <B>D</B>       (c   <B>= 1,93 % ),</B> bezogen auf die bei<B>100 '</B>     hoch-          vakuumtrockene    Substanz.

   Bei der Keller  sehen Farbreaktion gibt     Glucosid   <B>C</B> unter  halb der Trennungsfläche eine braune Zone,  ohne Rot, im Eisessig eine blaue bis blau  grüne Färbung: Die Hydrolyse mit verdünn  ten Mineralsäuren in     wässerigalkoholischer     Lösung liefert als     Aolucon    ausschliesslich       Laizadigigenin        (Diooxio-enin).    Bisher waren  nur zwei kristallisierte     Digitalisglucoside    be  kannt, welche als     Aglucon    ausschliesslich       Lana4i-igenin        (Di-,oxigenin)    lieferten,

       näm-          lieh    das     Lanadigin   <B>(C.</B>     Mannich,        Arch.    der  Pharmazie und     Ber.   <B>d.</B> deutschen     pharmazeut.     Gesellschaft<B>9-68,</B> 453) und das     Digoxin          (Smitli,    Journal     of        the        Chemical        Soeiety,          March   <B>1930,</B>     pag.   <B>508).</B> Das     Glucosid   <B>C</B> ist  aber eine von diesen beiden Körpern verschie  dene Substanz,

   wie aus nachfolgender Gegen  überstellung ersichtlich ist.  
EMI0002.0044     
  
    <I>Lti)iacligi## <SEP> Digoxi21 <SEP> Gliteosid <SEP> <B>C</B></I>
<tb>  Löslichkeit
<tb>  in <SEP> Chloroform <SEP> <B>1</B> <SEP> Teil <SEP> in <SEP> <B>300</B> <SEP> Teilen <SEP> fast <SEP> unlöslich <SEP> <B>1</B> <SEP> Teil <SEP> in <SEP> <B>1500</B> <SEP> Teilen
<tb>  Löslichkeit
<tb>  in <SEP> Wasser <SEP> <B>1</B> <SEP> Teil <SEP> in <SEP> <B>600</B> <SEP> Teilen <SEP> <B>1</B> <SEP> Teil <SEP> in <SEP> <B>17 <SEP> 000</B> <SEP> Teilen
<tb>  Aglucongeha-It <SEP> zir <SEP> <B>"-</B> <SEP> 45 <SEP> <B>%</B> <SEP> 49,2,% <SEP> <B>37</B> <SEP> bis <SEP> <B>38%</B>            Toxicitätsbestiminung    an<I>der Katze:

  </I>  Als minimale tödliche Dosis wurde für  das neue     Glucosid   <B>C 0,9-,6</B> mg pro<B>1</B> kg Katze       und    für     Digitoxin    0,42, mg pro<B>1 kg</B> Katze  gefunden.  



  Das neue     Glucosid   <B>C</B> soll in der Therapie  Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANTSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines neuen Glucosides <B>C</B> aus Digitalis lanata, dadurch gekennzeichnet, dass man das aus Digitalis lanata nach dem Verfahren des Patentes Nr. <B>154,657</B> erhältliche kristallisierte Digi- talisglucosidpr4arat in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel unter Zusatz eines mit Wasser mischbaren organiselien Lösungsmittels auflöst, die erhal tene Lösung mit Wasser schüttelt, die wäs serige Lösung abtrennt und sie so oft mit einem mit Wasser nicht mischbaren orga nischen Lösungsmittel ausschüttelt,
    bis eine eingedampfte Probe der wässerigen Lösung bei der Kellerschen Farbreaktion in der Schwefelsäure eine rotfreie, braune Zone zeigt und darauf die wässerige, das Gluco-. sid <B>C</B> enthaltende Lösung bei niederer Tem peratur im Vakuum eindampft.
    Das neue Glucosid C kristallisiert aus Methanol und Alkohol in einheitlichen, farb losen, bis<B>10</B> mm langen, schmalen, dünnen Plättehen, die<U>beim</U> Trocknen an der Luft oder im Vakuum verwittern.<B>1</B> Teil löst sich bei gewöhnlicher Temperatur in zirka 20 Teilen Methanol, 45 Teilen absolutem Alko hol,<B>3300</B> Teilen Essigester,<B>1500</B> Teilen Chloroform und<B>17 000</B> Teilen Wasser.
    _Das spezifische optische Drehungsvermögen in 95%igem Alkohol beträgt [al <B>"' = +</B> 33,4 <B>D</B> <B>(c</B> = <B>1,93 %),</B> bezogen auf die bei<B>100 '</B> hoch- vakuumtrockene Substanz. Bei der Keller sehen Farbreaktion gibt Glucosid <B>C</B> unterhalb der Trennungsfläche eine braune Zone, ohne Rot, im Eisessig eine blaue bis blaugrüne Färbung.
    Die Hydrolyse mit verdünnten Mineralsäuren in wässerigalkoholischer Lö sung liefert als Aglucon ausschliesslich Lana- digigenin (Digoxigenin). Das neue Glucosid <B>C</B> soll in der Therapie Verwendung finden.
CH176829D 1931-04-13 1932-04-04 Verfahren zur Darstellung eines neuen Digitalisglucosides. CH176829A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE176829X 1931-04-13
CH167650T 1932-04-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH176829A true CH176829A (de) 1935-04-30

Family

ID=25718443

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH176829D CH176829A (de) 1931-04-13 1932-04-04 Verfahren zur Darstellung eines neuen Digitalisglucosides.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH176829A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2007417A1 (de) Ein neues Oestratriol und ein Verfahren zu dessen Herstellung
CH176829A (de) Verfahren zur Darstellung eines neuen Digitalisglucosides.
DE1470285A1 (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 1-Methyl-N-carbobenzoxy-dihydro-lysergamins
CH176828A (de) Verfahren zur Darstellung eines neuen Digitalisglucosides.
AT136482B (de) Verfahren zur Darstellung neuer, kristallisierter Digitalisglucoside.
DE434264C (de) Verfahren zur Darstellung eines therapeutisch wirksamen Praeparats aus Digitalisblaettern
DE634034C (de) Verfahren zur Darstellung kristallisierter Digitalisglucoside
DE756003C (de) Verfahren zur Darstellung neuer Derivate von Verbindungen der Nebennierenrindenhormonreihe
AT233176B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 21-Halbester von im Ring A ungesättigten 3, 20-Dioxo-21-hydroxypregnanverbindungen
AT154147B (de) Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Pentaoxyfuchsons.
AT160403B (de) Verfahren zur Herstellung von Isomerengemischen des Östradiols oder wasserstoffärmeren Analogen desselben bzw. ihren Derivaten.
DE2138426A1 (de) Neue Steroide und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE584211C (de) Verfahren zur Darstellung gereinigter Keimdruesenpraeparate
DE671320C (de) Verfahren zur Herstellung von in Wasser leicht loeslichen estersauren Salzen der herzwirksamen Glukoside
DE1468554C (de) 20 beta tert Amino 3 alpha hydroxy (bzw acyloxy) 5 beta pregnane bzw de ren Salze sowie Verfahren zu ihrer Her stellung
AT160572B (de) Verfahren zur Darstellung ungesättigter Oxyketone der Cyclopentanopolydrophenanthrenreihe oder deren Derivaten.
DE622937C (de) Verfahren zur Reinigung des Corpus luteum-Hormons
AT110560B (de) Verfahren zur Darstellung eines Glycosides aus Adonis vernalis L.
DE478167C (de) Verfahren zur Gewinnung in Wasser dauernd loeslicher und haltbarer Praeparate von erhoehter therapeutischer Wirksamkeit aus Eiweissstoffen oder deren Derivaten (Spaltungsprodukten)
DE2436479A1 (de) Verfahren zur reinigung von steroidheterosiden
DE974320C (de) Verfahren zur Herstellung eines als Lokalanaestheticum verwendbaren p-Amino-benzoesaeure-polyglykolesters
DE1668239C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Acetyldigoxin in der alpha-Form
DE930753C (de) Verfahren zur Herstellung von 12-Bromsteroidketonaddukten
AT152095B (de) Verfahren zur Herstellung des Farbstoffes des gelben Oxydationsfermentes.
AT81074B (de) Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen, iVerfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen, injizierbaren Präparates aus Opium, die Gesamtalkalnjizierbaren Präparates aus Opium, die Gesamtalkaloide in ihren natürlichen Bindungs- und Mischungs-oide in ihren natürlichen Bindungs- und Mischungs- bezw. Mengenverhältnissen enthaltend. bezw. Mengenverhältnissen enthaltend.