CH177501A - Isoliereinlage in Hoch- und Tiefbauten zum Schutze gegen durchziehendes Wasser und Verfahren zur Herstellung der Einlage. - Google Patents
Isoliereinlage in Hoch- und Tiefbauten zum Schutze gegen durchziehendes Wasser und Verfahren zur Herstellung der Einlage.Info
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Description
Isoliereinlage in Noch- und Tiefbauten zum Schutze gegen durchziehendes Wasser und Verfahren zur Herstellung der Einlage. Vorliegende Erfindung betrifft eine Iso- liereinlage in Hoch- und Tiefbauten, bei spielsweise in Beton- und Steinbrücken, Tunnels, Gebäudegrundmauern, Pfeilern, Dämmen, gemauerten oder betonierten Flüs sigkeitsbehältern und dergleichen zum Zwecke, den Beton bezw. das Mauerwerk sol cher Bauten gegen durchziehendes Wasser zu schützen: Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung .der Isoliereinlage. Wasser, das den Beton oder das Mauer werk durchzieht, ist entweder, insbesondere wenn es sich um Grundwasser handelt, seiner Natur nach kohlensäure-, salz- und humus- säurehaltig und greift infolgedessen Stein, Beton und vor allem Mörtel an, oder es nimmt durch Auslaugung des Mörtels oder Betons solche Stoffe auf, die zur Zerstö rung des Bauwerkes führen. Diese Zerstö rungsarbeit kann man beispielsweise an Tun- rtels oder Betonbrücken beobachten, an deren Aussenfläche bezw. unter denen im Laufe der Zeit .durch Auslaugung stalaktitartige Kalk ablagerungen anwachsen. Durch die schäd lichen Bestandteile des Wassers sind aber nicht nur die Bauteile selbst, sondern auch die bisher üblichen, auf eine Grundbeton- schiebt oder Grundmauer aufgebrachten Dichtungs- und Isolierschichten gefährdet, die aus Asphaltbelägen mit oder ohne Ver wendung von Dachpappen oder aus Einlagen von Bleifolien oder Aluminiumblechen zwi schen zwei Isolierschichten aus Asphalt, Teer, Asphaltpappe oder dergleichen be stehen. Es hat sich gezeigt, dass alle diese bekannten Dichtungsschichten gegenüber den Angriffen der in das Bauwerk eindringenden Flüssigkeit eine nur beschränkte Lebensdauer haben und das Zerstörungswerk am Beton nicht lange verhindern können. Es ist dann beispielsweise bei Brücken notwendig, die Fahrbahn ganz aufzureissen und eine neue Isolierungsschicht aufzubringen. Diese Er neuerung ist natürlich .sehr kostspielig. Noch unangenehmer wirkt sich die Zerstörungs arbeit an Tunnels aus, bei denen die Isolier schicht naturgemäss auf der Innenseite der äussern Mauerung vorgesehen ist, so dass bei einer Erneuerung die ganze Aussenmauerung des Tunnels abgebrochen und neu auf gemauert werden muss. Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Isoliereinlage, die länger haltbar sein soll, als die bekannten Einlagen und die aus dünnen, noch zieh- und treibfähigen Blech bahnen aus korrosionsfestem Metall besteht, welche mittelst einer anhaftenden Zwischen lage aus einer bei den vorkommenden Tempe raturen plastisch und elastisch bleibenden 114-asse auf einem aus Beton bezw. Mauerwerk bestehenden Teil des Bauwerkes aufgebracht und durch einen weiteren Teil des Bau werkes bedeckt sind. Die verwendeten Me talle können zum Beispiel Kupfer, Nickel oder deren Legierungen sein. Überraschenderweise hat ,sich gezeigt, dass die dünnen Blechbahnen, die vorzugsweise eine Stärke von nur etwa 0,1 bis 0,3 mm haben, infolge ihrer #@KorTosionsfestigkeit und ihrer Zieh- und Treibfähigkeit dauernd selbst gegen starke Wasserdrücke dicht hal ten und dabei die Einwirkung schwerer me chanischer Belastungen, Stösse und derglei chen vertragen. Die Herstellung einer solchen Ioslierein- lage kann dadurch erfolgen, dass auf den Beton bezw. auf das Mauerwerk eine heiss flüssige Masse aufgetragen wird, auf welche die Blechbahnen aufgezogen werden, worauf das weitere Bauwerk auf den aufgeklebten Blechbahnen errichtet wird. Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes im Querschnitt dargestellt, und zwar eine Isoliereinlage bei einer Betonbrücke. Auf dem tragenden Betonteil a der Brücke sind mittelst einer anhaftenden Zwi schenlage b aus einer bei den vorkommenden Temperaturen zwischen -10 und -f- 70 C plastisch und elastisch bleibenden nicht spröde werdenden Masse, zum Beispiel aus Bitumen geeigneter Zusammensetzung Blech bahnen c aufgebracht, deren zusammen stossende Ränder durch Falze g miteinander verbunden sind. Die Blechbahnen c bestehen aus dünnen, zum Beispiel 0,1 bis 0,3 mm dickem Blech, welches zwecks Erhöhung der Widerstandsfähigkeit noch zieh- und treib- fähig ist, sowie zwecks leichter Verlegbar- heit falz- und rollbar ist und sie sind aus korrosionsfesten, innerhalb der Tempera turen zwischen - 10 und + 70 C nicht. rekristallisierendem Metall hergestellt, zum Beispiel aus Kupfer, Nickel oder deren Legierungen. Auf den Blechbahnen c befin det sich eine Schicht d. die zum Beispiel aus der gleichen Masse wie die Zwischenlage b besteht und auf welcher eine Kiesschicht e aufgebracht ist. Die beiden Schichten d, e bilden einen Schutz für die Blechbahnen c und bewirken eine gleichmässige Belastung der letzteren. Über der Kiesschicht e liegt die Fahrbahn f der Brücke, die bei dem auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei spiel aus einer Pflasterung besteht. Die Blechbahnen c können mit Erhöhun gen und Vertiefungen versehen sein. Die Herstellung der beschriebenen Iso- liereinlage kann derart erfolgen, dass auf den Beton a eine heissflüssige Bitumenmass.e b aufgebracht wird, wobei die Oberfläche des Betons zweckmässig durch Anstrich mit einer staub- und feuchtigkeitsbindenden Kalt- streichbitumenmasse, welcher aus Faserstoff, vorteilhaft aus Asbestwolle bestehende Füll stoffe beigemischt sein können, vorpräpariert wird, um ein besseres Haften der heissflüssi gen Bitumenmasse zu erzielen. Der Anstrich des Betons mit einer Faserstoff enthaltenden Kaltstreichbitumenmasse empfiehlt sich be sonders im Winter, um :ein zu rasches Er starren der heissflüssigen Masse zu verhin dern. Auf die heissflüssige Bitumenmasse b werden die Blechbahnen c deren Oberfläche ebenfalls auf einer oder beiden Seiten mit einer Kaltstreichbitumenmasse vorpräpariert sein kann, aufgezogen. Die Stossstellen der Blechbahnen werden vor :dem Aufziehen hochgekantet und die aufgebogenen Ränder vor dem Zusammenschlagen mit einer Dich tungsmasse belegt, welche zum Metall in different ist und nicht ausgelaugt werden kann. Diese Dichtungsmasse kann die glei che Masse sein, .aus welcher die Zwischen lage b besteht; sie kann jedoch .auch eine Kaltstreichmasse, zum Beispiel ein Klebe- rnittel in entsprechender Lösung (Paraffin öl) sein, mit welcher ein sehr bequemes Arbeiten möglich ist. Wie sich überraschen derweise gezeigt hat, halten auf solche Weise Abgedichtete Falze auch gegen hohe Flüssig- keitsdrücke dauernd kapillar dicht. Nach dem Vorschlagen der aufgebogenen Falzränder wird auf die Blechbahnen c eine Lage d aus heissflüssiger Bitumenmasse aufgebracht und auf die Lage d eine Kiesschicht e. Bei einer ,iuf diese Weise hergestellten Isoliereinlage sind zwischen den Blechbahnen und der Betonunterlage keine Zwischenräume vorhan den und die Falze zwischen den Blechbahnen sind dauernd dicht, wodurch die Einlage praktisch unbeschränkt haltbar ist. Die beschriebene Abdichtung der Falze mittelst einer Bitumenmasse ist vorteilhafter als eine Abdichtung mittelst Zinnloten, weil die letzteren ausser ihrem hohen Preis den Nachteil haben, dass sie in Berührung mit Kupfer und unter Einwirkung von Feuchtig keit zu Zersetzungsvorgängen führen. Ausser dem sind Zinnlote bei dauernd niedriger Temperatur, wie sie bei solchen Isolierein lagen die Regel ist, wenig beständig, das heisst sie zerfallen leicht. Statt dass die Blech bahnen durch Falze miteinander verbunden werden, können sie sich überlappen, wobei die Überlappungen durch eine Dichtungs masse abgedichtet sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Isoliereinlage in Hoch- und Tiefbauten, zum Schutze gegen durchziehendes Wasser, gekennzeichnet durch dünne, noch zieh- und treibfähige Blechbahnen aus korrosionsfestem Metall, die mittelst einer anhaftenden Zwi schenlage aus einer bei den vorkommenden Temperaturen plastisch und elastisch blei- benden Masse auf einen aus Beton bezw. das Mauerwerk bestehenden Teil des Bauwerkes aufgebracht und durch einen weiteren Teil des Bauwerkes bedeckt sind. UN TERANSPRtrCHE 1. Isoliereinlage nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Blech bahnen aus Kupfer bestehen. 2.Isoliereinlage nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Blech bahnen aus Nickel bestehen. 3. Isoliereinlage nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Blech bahnen aus einer Legierung von Kupfer und Nickel bestehen. a. Isoliereinlage nach Patentanspruch I, da durch .gekennzeichnet, dass die Masse der Zwischenlage aus Bitumen besteht. 5. Isoliereinlage nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Blech bahnen mit Erhöhungen und Vertiefun gen versehen sind. 6.Isoliereinlage nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Stossstel len .der Blechbahnen durch Falze kapil- lardicht miteinander verbunden sind. 1. Isoliereinlage nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Blech bahnen mit einer korrosionsfesten Schutz schicht bedeckt sind. B. Isoliereinlage nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Blech bahnen 0,1 bis 0,3 mm dick sind.PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung der Isolier- einlage nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass auf den Beton bezw. das Mauerwerk .eine heissflüssige Masse aufgetra gen wird, auf welche die Blechbahnen auf gezogen werden, und dass darauf die Blech bahnen mit einem weiteren Teil des Bau- werkes bedeckt werden. LTN TERAN SPRti CHE 9.Verfahren nach Patentanspruch Ir, da .durch gekennzeichnet, dass die Stoss:stel- len der Blechbahnen vor dem Aufziehen. hochgekantet werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass die aufgebogenen Ränder der Blechbahnen vor .dem Zusammenschlagen zu einem Falz mit einer Dichtungsmasse belegt werden, zwecks Erzielung einer vollständigen Dichtigkeit der Falze. 11. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 9 und 10, dadurch ge kennzeichnet, dass als heissflüssige Auf tragmasse und als Dichtungsmasse Bi tumen verwendet wird. 12.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 9 bis 11, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Bitumen Füll stoffe zugegeben werden. 1,3. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 9 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, dass als Füllstoff Asbest wolle verwendet wird. 14.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 9 und 10, dadurch ge kennzeichnet, dass der Beton bezw. das Mauerwerk vor dem Aufziehen der Blechbahnen durch Anstrich mit einer staub- und feuchtigkeitsbindenden Kalt istreichbitumenmasse vorpräpariert wird. 15.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 9 und 1.0, dadurch ge kennzeichnet, dass die Blechbahnen vor dem Aufziehen durch Anstrich mit einer staub- und feuchtigkeitsbindenden Kaltstreichbitumenmasse vorpräpariert werden. 16. Verfahren nach Patentanspruch II, da ,durch gekennzeichnet, dass die dünnen Blechbahnen unter Überlappung mitein ander verklebt werden.
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