Maximumtarifeinr ichtun g. Die Erfindung bezieht sich auf eine Maximumtarifeinriehtung, zum Beispiel für Elektrizität, Gas, Wasser oder dergleichen, Zur Durchführung des Tarifes wird ein Maximumwerk mit einer R.egistriereinrich- tung verwendet, die in der üblichen Weise mit einem Schleppzeiger und Mitnehmer oder mit einem Schreibzeug versehen sein kann.
Die Registriervorrichtung wird periodisch vom Zähler entkuppelt, so dass nach Ablauf einer Registrierperiode der Mitnehmer oder das Schreibzeug jeweils in die Ausgangslage zurückkehrt.
Erfindungsgemäss ist mit der Steuerein richtung für die Kupplung zwischen Zähler und Registriervorrichtung ein an ein Stark stromnetz angeschlossenes Resonanzrelais ver bunden und mit diesem Starkstromnetz ist eine Vorrichtung zur Überlagerung von Steuerimpulsen verbunden, die selbsttätig, beispielsweise durch Steuerung mittelst Uhr, periodisch einen die vorübergehende Ent- kupplung bewirkender Stromimpuls ins Netz sendet.
Die Erfindung bietet -den Vorteil, dass alle blaximumwerke des Netzes im gleichen Takte arbeiten und deshalb, zum Beispiel bei grösseren Betrieben, deren Verbrauch durch mehrere L#laximumzähler überwacht wird, in einfachster Weise das Summenmaximum festgestellt werden kann.
Werden zur Erzeugung der überlagerten Ströme Maschinen verwendet, so beansprucht das Anlassen und das Einstellen auf die ge wünschte Frequenz verhältnismässig viel Zeit; werden Röhrensender verwendet, so muss die Heizung der Röhren genügend lange vor dem Sendevorgang eingeschaltet werden. Dies bringt es mit sich, dass, wenn zum Beispiel alle 15 Minuten Steuerimpulse gesendet wer den müssen, die Sender fast dauernd in Be trieb bleiben. Um dies zu vermeiden, kann die Sendung der Impulse auf bestimmte Tageszeiten begrenzt werden, zum Beispiel auf Zeiten -der Spitzenbelastungen.
Zu diesem Zweck kann das die Kupplung des Maxi mumwerkes steuernde Resonanzrelais zwei verschieden abgestimmte Ansprechorgane er halten, die derartig mit der Kupplung zu sammenarbeiten, da.ss beim Ansprechen des einen Organes die Kupplung ausgerückt bleibt und erst nach dem Ansprechen des zweiten Organes wieder eingerückt wird. Vor Beginn einer Sendepause kann das erste Organ zum Ansprechen gebracht werden, die Kupplung also zunächst für dauernd aus gerückt werden.
Man erhält dadurch den Vorteil, .dass beim Ausbleiben der zur vor übergehenden Entkupplung dienenden Im pulse die Registriervorrichtung nicht durch laufen kann und auf diese Weise Maxima registriert, die tatsächlich nicht aufgetreten sind. Am Ende der Sendepause kann das zweite Resonanzorgan betätigt werden, das die Kupplung wieder einrückt und für die perio dischen Entkupplungen vorbereitet.
Dabei kann als zweites Organ zum Einrücken der Kupplung das an sich vorhandene Organ zum periodischen vorübergehenden Aus rücken der Kupplung verwendet werden, wie anhand des in der Zeichnung dargestellten Beispiels zu erklären ist.
Die Fig. 1 und 2 zeigen zwei derartige Vorrichtungen unter Weglassung der Fern steuerzentrale. In Fig. 1 ist 1 der Zähler, 2 ein Maxi mumschleppzeiger, 3 der diesen antreibende Mitnehmer, der durch Schwenken der Welle 4 mittelst des Relais 5 vom Zähler 1 entkup- pelt werden kann. Die Feder 6 bringt nach der Entkupplung den Mitnehmer jeweils in die Ausgangsstellung bis zum Anschlag 7 zu rück.
An das mit Fernsteuerimpulsen über lagerte Starkstromnetz 8 ist über den Schal ter 9 und den Vorwiderstand 10 das Relais 5 angeschlossen, das durch Schliessen des Schal ters 11 überbrückt werden kann. Ferner ist an das Netz 8 unter Vorschaltung eines Blockkondensators der Erregermagnet für die Zungen 12, 13 angeschlossen, der der Ein- fachheit halber in der Zeichnung weggelas sen ist. Die Zungen 12, 13 sind beispiels weise auf die Frequenzen 370 und 380 Hertz abgestimmt.
Ihre Schwingungen werden von den Hämmern 14, 15 überwacht, die durch Anschläge 16 in einem bestimmten Abstand von der Ruhelage der Zunge gehalten wer den und mittelst Klinken 17, zwei auf der gemeinsamen Schaltwelle 18 sitzende Räder 19, 20 betätigen. Die Räder 19, 20 sind fest, die Hämmer 14, 15 lose auf der Welle 18 angebracht. Die Räder 19, 20 sind je nur über die Hälfte ihres Umfanges verzahnt, die Verzahnungen sind um<B>180'</B> gegenein ander versetzt. Die Welle 18 steuert mittelst des Nockens 21 den Schalter 9. Mit dem Hammer 14 ist über eine Hohlwelle oder Nocken 22 verbunden, .der den Schalter 11 betätigt. Die Wirkungsweise ist folgende: In der gezeichneten Stellung ist der Mit nehmer 3 mit dem Zähler gekuppelt.
Am Ende einer Registrierperiode wird die Fre quenz 370 dem Netz 8 überlagert, die Zunge 12 schaukelt sich auf und schleudert ein oder mehrmals den Hammer 14 hoch. Dadurch wird mittelst des Nockens 22 ein oder mehr mals der Schalter 11 geschlossen und damit das Relais 5 stromlos gemacht. Der Mit nehmer 3 wird dadurch vom Zähler 1 ent- kuppelt und kehrt zum Anschlag 7 zurück. Dann wird die Sendung, die beispielsweise drei Sekunden gedauert hat, unterbrochen, der Schalter 11 bleibt geöffnet, der Mit nehmer wird wieder gekuppelt und es be ginnt ein neuer Registriervorgang. Dies wie derholt sich beispielsweise alle 15 Minuten.
Soll nun, da zum Beispiel die Belastungs spitze abgeklungen ist, die Fernsteueranlage stillgesetzt werden, so wird die Frequenz 380 gesendet. Dann spricht die Zunge 13 an und schleudert mehrfach den Hammer 15 hoch, der dabei schrittweise mit der Klinke 17 das Rad 20 und den Nocken 21 um<B>180'</B> dreht. Dadurch wird der Schalter 9 geöff net und die Stromkreise des Relais 5 strom los gemacht, ferner der Mitnehmer 3 entkup- gelt. Während dieses Vorganges ist die Klinke des Hammers 14 mit der Verzahnung des Rades 19 in Eingriff gekommen. In die ser Stellung verharrt. der Apparat während der ganzen Sendepause. Am Ende der Pause wird die Frequenz 370 gesendet, der Ham mer 14 von der Zunge 12 mehrmals hoch geschleudert.
Er dreht mit der Klinke 17 das Rad 19 so lange weiter, bis .der unver- zahnte Umfang dieses Rades die Klinke er reicht hat, dann hat sich die Welle 18 und der Nocken 21 um 180 wieder in die ge zeichnete Stellung gedreht, in der der Schal ter 9 geschlossen ist, dass dabei gleichzeitig auch der Schalter 11 vorübergehend geschlos sen wird, ist für die Registrierung bedeu tungslos. Nun beginnt wieder infolge der Kupplung des Mitnehmers 3 mit dem Zähler die Registrierung und der Mitnehme, wird durch periodisches Senden von 370 Hertz je weils am Ende einer Registrierperiode in die Ausgangslage zurückgebracht.
Zwecks Verringerung der Fernimpuls zahl kann das Tarifwerk hilfsweise von einem durch Fernsteuerimpulse überwachten Zeitwerk, insbesondere mit Synchronmotor antrieb, betätigt werden. Man kann auf diese Weise die Zahl der Impulse in der Weise herabsetzen, dass man nur jede zweite, dritte oder vierte usw. Entkupplung des Registrier- werkes durch einen Fernsteuerimpuls be wirkt, während die übrigen Entkupplungen ,durch das Zeitwerk vorgenommen werden. Die Betriebszeit des Senders wird dadurch erheblich verkürzt.
In Fig. 2 sind 101, 1.0,2 die Leiter eines Starkstromnetzes, an das Verbraucher 103 angeschlossen sind, deren Verbrauch inner halb bestimmter Tageszeiten nach dem .L#lagi- mumfarif überwacht werden soll. Vom Magi- mumwerk sind der Einfachheit halber nur zwei Räder 10:1 und 105 dargestellt, die während der Registrierperiode miteinander gekuppelt sind und jeweils am Ende der Periode vorübergehend entkuppelt werden, damit die Registriervorrichtung in die Aus gangsstellung zurückkehren kann.
Zur Kupp- lung und Entkupplung dient das Relais<B>106.</B> in dessen Anker 107 die Welle des Rades 105 gelagert ist. Das Relais 106 wird durch den Schalter 108 mittelst der Scheibe 109 ge steuert. Die Scheibe 109 wird durch das Herzscheibengetriebe 129, 130 und hilfs weise über ein Vorgelege von dem Synchron motor 110 angetrieben. Die Scheibe 129 ist dabei fest mit der Scheibe 109 verbunden zu denken, dagegen muss zwischen diesen beiden Scheiben 109, 129 und dem Vorgelege des Motors<B>110</B> eine Rutschkupplung eingeschal tet sein, damit die Scheibe 109 beim Eintref fen eines Impulses in die .dargestellte Lage gebracht werden kann.
In der gezeichneten Stellung, die dem Ende der Registrierperiode entspricht, ist der Schalter 108 geöffnet, die Räder 104 und 105 sind entkuppelt. Der Hebel 130 wird durch die Nocken 21, 22 ge steuert, die von Resonanzorganen 12, 13 in derselben Weise betätigt werden, wie die Nocken 21 und 22 nach Fig. 1. Dabei sind in Fig. 1 und 2 für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet. Auf der Welle des Nockens 21 ist ein Sperrad 113 angebracht, das zusammen mit der Klinke 114 eine Dre hung der Nockenwelle verhütet.
Die gezeichnete Stellung nimmt die Ein richtung im Entkupplungszustande ein.
Die Einrichtung arbeitet auf folgende Weise: Wird aus der gezeichneten Stellung die Noekenscheibe 109 durch den Motor<B>110</B> bei Beginn der Registrierperiode im Sinne des eingezeichneten Pfeils gedreht, so schliesst sich zunächst der Schalter 108, schaltet das Relais<B>106</B> ein, das durch, Anheben des Ankers 107 die Räder 104 und 105 kuppelt. Dadurch wird die Magimumeinrichtung in Gang gesetzt.
Sollen die Räder 104 und 105 vorüber gehend entkuppelt werden, so wird durch Sendung .der Eigenfrequenz der Zunge 12, diese Zunge vorübergehend in Schwingungen versetzt, dadurch wird der Hammer 14 hoch geschleudert und betätigt mittelst des Nok- kens 2,2 kurzzeitig das Herzscheibengetriebe 129, 130. Die Einrichtung gelangt dann in die dargestellte Lage zurück, in der die Räder 104, 105 entkuppelt sind. Kurz darauf bewirkt wie oben beschrieben der Motor 110 wieder die Kupplung dieser Räder.
Fallen einzelne Fernsteuerimpulse absichtlich oder unabsichtlich wegen Störungen in den Lei tungen 101, 102 aus, so wird die Kupplung zwischen den Rädern 104, 10,5 hilfsweise durch den Motor 110 betätigt. Durch Über wachung der Frequenz der Starkstromzen trale kann die Drehzahl des Synchronmotors 110 so eingestellt werden, dass das Maximum werk jeweils im richtigen Augenblick betä tigt wird. Ein vorübergehendes Ausbleiben der Spannung in den Leitungen 101, 102 ist unschädlich, da in dieser Zeit auch kein Strom entnommen werden kann, und infolge dessen auch bei erheblicher Verlängerung der Registrierperiode nicht zuviel registriert werden kann.
Sollen die Räder 104,<B>105</B> längere Zeit hindurch entkuppelt bleiben, so wird durch Sendung der Eigenfrequenz der Zunge 13 diese Zunge zum Schwingen gebracht. Da durch wird wiederholt,der Hammer 15 hoch g o eschleudert, der durch Fortschalten des Rades 20 den Nocken 21 allmählich um 180 dreht. Der Hebel 130 hält dann die Herz scheibe 129 und damit die Nockenscheibe 109 dauernd in der gezeichneten Lage fest.
Soll die Maximumeinrichtung wieder in Gang ge setzt werden, so wird längere Zeit hindurch die Eigenfrequenz der Zunge 12 gesendet. Die Zunge 12 schleudert dann wiederholt den Hammer 14 hoch, der die Necke 21 wieder in die gezeichnete Lage zurückbringt.