CH298957A - Verfahren zur automatischen Zeitkorrektur von Einzeluhren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur automatischen Zeitkorrektur von Einzeluhren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur automatischen Zeitkorrektur von Einzeluhren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Zeitkorrektur von Einzeluhren, welches dadurch gekenn zeichnet ist, dass die Minutenachse unter Ein fluss von mechanischen Richtmitteln steht und mit mechanischen Nachstellmitteln verbundbar ist, welche letzteren durch Abgabe von Impul sen in einem ersten Stromkreis in Tätigkeit gesetzt werden können, und dass durch Ab gabe von Impulsen in einem zweiten, diese mechanische Richtmittel steuernden Strom kreis die Minutenachse in die genaue syn chrone Stellung gebracht wird.
Der Begriff synchron bezieht sich dabei auf die Zeigerstellung einer Hauptuhr, von welcher die Impulse gesandt werden. Die Im pulse können aber auch willkürlich abgegeben werden.
Die zur Durchführung des genannten Ver fahrens dienende Vorrichtung ist erfindungs gemäss gekennzeichnet durch zwei in imabhän- gigen Stromkreisen liegende Relais, von wel chen das erste ein zwischen einem Antriebs motor und den Zeigerachsen angeordnetes Ge triebe steuert.
Das zweite Relais kann zur Betätigung eines eine Kurvenscheibe steuernden Richt- stiftes dienen. Die Kurvenscheibe ist zweck mässig mit den Zeigern gekoppelt und bringt diese vorteilhaft beim Ansprechen des zweiten Relais in die synchrone Stellung. In der Zeichnung ist eine Ausführungs form der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt.
Fig. 1 zeigt den mechanischen Aufbau einer Einzeluhr, welche mit der Korrekturvor- richtung ausgerüstet ist.
Fig. 2 zeigt zwei auf den Zeigerachsen sit zende Steuernockenscheiben mit den von ihnen gesteuerten Kontakten.
Fig. 3 zeigt die aus- Richtstift und Kurven scheibe bestehenden Richtmittel.
Fig.4 ist eine stark vergrösserte Darstel lung einer in der Vorrichtung verwendeten Klauenkupplung.
Fig.5 zeigt das elektrische Schema der Vorrichtung.
Die Uhr besitzt, wie Fig.1 zeigt, einen Synchronmotor 1, welcher ständig mit dem Wechselstromnetz in Verbindung steht. Er treibt über das Zahnrad 2 und das Ritzel 3, die auf einer axial verschiebbaren Welle 15 sitzen, das Zahnrad 4 an. Das Zahnrad 4 ist über die Rutschkupplung 5 mit der Minuten achse 6 gekuppelt. Am vordern Ende der Achse 6 ist der Minutenzeiger 7, am hintern Ende die Kurvenscheibe 8 montiert. Über die Räder 10 und 11 wird das Stundenrohr 14 angetrie ben, auf welchem der Stundenzeiger 13 sitzt.
Die Welle 15 wird durch die Feder 19 in der dargestellten Ruhelage gehalten; kann aber bei Erregung des Relais 16 durch dessen Anker nach rechts verschoben werden, so däss das Rad 2 mit dem Rad- 17 in Eingriff ge- bracht wird. Die Räder 2, 3, 4 und 17 bilden zusammen ein "Wechselgetriebe zum Antrieb der Zeiger mit verschiedenen Geschwindigkei ten. Der Anker des Relais 16 schliesst bei Er regung des Relais einen Arbeitskontakt 18.
Ein Zahnrad 20 wird beständig vom Mo tor 1 angetrieben. Es bildet den einen Teil einer in Pig. 4 vergrössert dargestellten Klauenkupplung. Diese wird normalerweise durch eine auf der Kupplungswelle 21 sit zende Schraubenfeder 27 ausser Eingriff mit der zweiten Kupplungsklaue 22 gehalten. Die Kupplung kann durch Erregen des Relais 24 ziun Greifen gebracht werden.
Dank der zak- kenartigen Ausbildung der Klauen bleibt die Kupplung auch nach Entregung des Relais 24 im Eingriff, solange sie ein bestimmtes Drehmoment zu übertragen hat. Beim Ver schwinden dieses Momentes wird die Kupp lung durch die Feder 27 gelöst.
Auf der Kupplungswelle ist ein Exzenter 23 befestigt. Er steuert über eine Feder den Richtbolzen 25 und damit den Richtstift 26. Auf den Richtbolzen wirkt ferner eine Fe der 30.
Fig. 3 zeigt die Form der Kurvenscheibe von der Zeigerseite. Sie ist zentralsymmetrisch ausgebildet und weist je einen steilen Kur venteil 8a und einen flacheren, nach einer logarithmischen Spirale verlaufenden Kurven teil 8b auf. Auf der Minutenachse 6 und dem Stundenrohr 14 sitzen die Steuernockenschei- ben 9 und 12, welche Kontakte 28 und 29 steuern. Aus Fig.2 ist ersichtlich, dass der Kontakt 28 zwischen 11.3Ö und 12.05 Uhr ge öffnet ist, während der Kontakt 29 je wäh rend 20 Minuten vor der vollen Stunde geöff net ist.
Die Nockenscheiben 9 und 12 sind von der Zeigerseite betrachtet, und die relative Lage der Uhrzeiger zu ihnen ist gestrichelt angedeutet.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, wird an das Netz ausser dem Motor 1 ein Steuergerät 31 angeschaltet. Dieses an sich bekannte Steuer gerät spricht auf einen Tonfrequenzimpias be stimmter Frequenz an. Kommt nun ein erstes solches Signal, so beginnt ein Wählerarm zu laufen. Dieser Wählerarm überstreicht eine Anzahl Kontakte und läuft. synchron mit einem gleichen, nicht dargestellten Wählerarm auf der Sendestelle. Alle weiteren Tonfre- quenzimpulse schliessen den im Empfänger eingezeichneten Kontakt so lange, als der Ton frequenzimpuls dauert.
Folgen keine Tonfre- quenzimpiilse mehr, so läuft der Wählerarm nach einer bestimmten Zeit zurück in seine Ruhestellung. Wird aber in dem Moment ein Tonfrequenzimpuls gegeben, in welchem der Wählerarm mit den Richtmitteln 24 Verbin dung hat, so wird der Kontakt geschlossen und werden die Richtmittel 24 betätigt. Das Steuergerät 31 hat somit die Funktion, Im pulse gleicher Tonfrequenz in Schaltungen, z. B. auch in verschiedenen Stromzweigen, um zuwandeln. In dieser Weise steuert das Steuer gerät 31 die Stromkreise der Relais 16 und 24. Der Kontakt 18 wirkt dabei als Haltekontakt für das Relais 16, in dessen Stromkreis die Kontakte 28 und 29 parallel eingeordnet sind.
Das Relais 16 kann also nur dann ansprechen, wenn mindestens einer dieser Kontakte ge schlossen ist.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermassen Der Motor 1 treibt über die Räder 2 und 3 die Uhr nach Massgabe der Netzfrequenz an. Besonders in kleinen Netzen ist die durch schnittliche Netzfrequenz nicht genau 50 Hz, wobei die Uhr in den meisten Fällen nach gehen wird, insbesondere auch dann, wenn Stromunterbrüche stattfinden. Die Uhr wird aber höchstens um etwa 5 Minuten vorgehen.
Um die Abweichung der Uhr innerhalb einer Stunde oder halben Stunde zu korrigie ren, wird über den Signalempfänger jede Stunde bzw. halbe Stunde das Relais 24 kurz erregt. Dadurch wird die Klauenkupplung 20, 22 in Eingriff gebracht und der Exzenter 23 (siehe auch Fig.3) dreht sich. Dadurch wird der Richtbolzen nach unten bewegt und der Richtstift dreht die Kurvenscheibe 8 so weit, bis er im gemeinsamen Punkt der Kur ven 8a und 8b angelangt ist.
Diese Stellung der Kurvenscheibe entspricht der Stellung des Minutenzeigers auf XII bzw. VI Uhr. In dem in Fig.3 dargestellten Falle geht die Uhr etwas vor. Der Richtstift gleitet beim Richt- vorgang über die Kurve 8a bis zum tiefsten Punkt und drängt die Kurvenscheibe leicht zurück. Beim Nachgehen der Uhr trifft der Richtstift irgendwo auf die Kurve 8b auf.
Da diese als logarithmische Spirale ausgebildet ist, steht die Bewegungsrichtung des Richt stiftes in einem konstanten Winkel zier Kur venscheibe und bewegt diese unabhängig vom Auftreffpunkt im nachstellenden Sinne bis zum synchronen Punkt. Während des Richt vorganges durch die genannten Richtmittel schlüpft natürlich das Zahnrad 4 auf der Mi nutenachse 6.
Der Richtstift 26 erreicht die tiefste Lage, wenn der Exzenter 23 eine halbe Umdrehung ausgeführt hat. Durch den Zug der Feder 30 wird er nun weitergedreht. Die Klauenkupp- lung hat kein Moment mehr zu übertragen und wird ausgekuppelt, so dass die ganze Richtapparatur unter der Wirkung der Feder 30 in die Ausgangslage zurückschnellt.
Ist die Uhr um mehr als 5 Minuten vor oder 20 Minuten nach verstellt, so wirkt die soeben beschriebene Apparatur nicht mehr oder sogar in verschlimmerndem Sinne. Um die Uhr auch in diesem Falle nachrichten zu können, ist. eine Grobnachstellvorrichtung vor gesehen. Sie wird im folgenden kurz Naehstell- vorrichtimg genannt im Gegensatz zur Fein- richtapparatur, die kurz als Richtvorrichtung bezeichnet wird.
Im Falle einer derart grossen Abweichung wird mindestens einer der Kontakte 28, 29 ge schlossen sein (Fig. 2).
Wenn dem Steuergerät 31 ein Tonfre- quenzimpuls erteilt wird, gleitet sein Kontakt arm über den Steuerkontakt des Relais 16, welches für einen kurzen Moment erregt wird. Das Relais 16 hält sich über seinen Haltekon takt 18, auch nach Abbruch des Steuersignals. Durch das Anziehen des Relais 16 wird die Welle 15 so weit nach rechts verschoben, dass das Zahnrad 2 in das Ritzel 17 eingreift. Das Ritzel 3 bleibt im dargestellten Ausführungs beispiel mit dem Zahnrad 4 in Eingriff, was aber infolge der Rutschkupplung 5 ohne Be lang ist.
Die Uhr wird nun mit wesentlich höherer Geschwindigkeit angetrieben, bis das Relais 16 abfällt und die Feder 19 die Welle 15 in die Ruhelage zurückversetzt. Das Relais 16 fällt ab, sobald beide Kontakte 28 und 29 wieder geöffnet sind, was der Fall ist, wenn die Uhr zwischen ungefähr 20 Minuten vor XII und XII Uhr steht (Fig. 2). Die Zeiger 7, 13 werden nun durch den nächsten Steuer impuls auf das Relais 24 wie dargelegt in die genaue synchrone Stellung gebracht, die in Fig.2 dargestellt ist.
Verfahrensgemäss wer den auch je auf XII Uhr Steuerimpulse auf das Relais 16 abgegeben, welches nur an spricht, wenn die Uhr tatsächlich nachgerich tet werden muss. Die Nockenscheibe 12 könnte aber auch mehrere Einschnitte aufweisen, so dass je auf mehrere volle Stunden, z. B. auf III, VI, IX und XII Uhr, synchronisiert wer den könnte. Sie könnten auch durch andere, dieselben Funktionen ausübende Steuerorgane ersetzt werden. Ausserdem könnten die Nach stell- und Nachrichtimpulse nur im Bedarfs falle abgegeben werden.
Die Zeiger könnten durch ein durchaus normales Federwerk mit Echappement ange trieben werden, wobei der Antriebsmotor nur zum Nachstellen und Nachrichten verwendet wird. Es ist auch möglich, diesen Antriebs motor zum Aufziehen des Federwerkes zu ver wenden. In diesem Falle dient das Getriebe zur Umsteuerung des Antriebsmotors für die verschiedenen Funktionen (Aufziehen, Nach stellen).
Es ist auch möglich, zwei getrennte An triebsmotore zu verwenden, wovon der eine zum Antrieb der Zeiger nach Massgabe der Netzfrequenz, der andere zum Betätigen der Nachstellvorrichtung und der Richtorgane dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur automatischen Zeitkor rektur von Einzeluhren, dadurch gekennzeich net, dass die Minutenachse unter Einfluss von mechanischen Richtmitteln stellt und mit me chanischen Nachstellmitteln verbindbar ist, welche letzteren durch Abgabe von Impulsen in einem ersten Stromkreis in Tätigkeit ge setzt werden können, und dass durch Abgabe von Impulsen in einen zweiten, diese mecha- nischen Richtmittel steuernden Stromkreis die Minutenachse in die genaue synchrone Stellung gebracht wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn- zeichnet durch zwei in verschiedenen Strom kreisen liegende Relais, von welchen das erste ein zwischen einem Antriebsmotor und den Zeigerachsen angeordnetes Getriebe steuert. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die die Nachstell- mittel steuernden Impulse in grösseren Zeit abständen gesandt werden als die Impulse zur Steuerung der Richtmittel.2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Impulse peri odisch abgegeben werden. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, wobei die Steuerimpulse von einer Hauptuhr ge sandt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Impulse zur Steuerung der Nachstellmit- tel je bei einer bestimmten Stellung des Stun denzeigers der Hauptohr, die Impulse zur Steuerung der Richtmittel je bei einer be stimmten Stellung des Minutenzeigers der Hauptuhr gesandt werden. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, für an das Wechselstromnetz angeschlossene Ein zeluhren, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antreiben der Zeiger und zum Betätigen der Nachstellmittel und der Richtmittel ein und derselbe Antriebsmotor verwendet wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Beeinflussung der Zeiger durch die Nachstellmittel durch Veränderung des Übersetzungsverhältnisses zwischen dem Antriebsmotor und den Zeiger achsen erfolgt.6. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Stromkreise durch einen Signalempfänger gesteuert wer den, welcher auf tonfrequente Signale an spricht, welche über das Starkstromnetz ge sandt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Wirkungs- bereich der Richtmittel für Nachgehen der Uhr grösser gewählt ist als für Vorgehen der Uhr. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebs motor vorgesehen ist, welcher über Wechsel getriebe mit den Zeigerachsen gekuppelt ist: 9.Vorrichtung nach Unteransprueh 8, ge kennzeichnet durch eine axial verschiebbare Getriebewelle, über welche der Antriebsmotor mit den Zeigern je nach der Lage der Welle mit zwei verschiedenen übersetzungsverhält- nissen gekuppelt ist. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die Getriebewelle durch eine Feder in einer ersten Stellung ge halten ist und durch den Anker des ersten Relais in eine zweite Stellung gebracht wird, wenn dieses Relais erregt wird. 11.Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebewelle ein in beiden Stellungen mit dem Ritzel des Antriebsmotors in Eingriff stehendes Zahnrad und ein Ritzes aufweist, wobei das Ritzel in der ersten Stellung mit einem ersten Zahnrad des Zeigerantriebes in Eingriff steht und wo bei ferner in der zweiten Stellung das Zahn rad der Getriebewelle mit einem zweiten Zahn rad des Zeigerantriebes in Eingriff steht.12. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl auf der Achse des Minutenzeigers als auch auf der Achse des Stundenzeigers Steuerorgane ange ordnet sind, die je einen von zwei parallel in den Steuerstromkreis des ersten Relais ge schalteten Kontakten steuern, wobei dieser Stromkreis nur dann geöffnet ist, wenn die Uhr eine innerhalb des Richtbereiches lie gende Zeit anzeigt.13. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeiger von einem Uhrwerk angetrieben werden, wobei ein Antriebsmotor vorgesehen ist, welcher sowohl als Aufzugsmotor für das Uhrwerk als auch als Antriebsmotor der Nachstell- imd Richt- mittel dient.
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