CH180158A - Drehzahlregeleinrichtung für Einspritzbrennkraftmaschinen. - Google Patents
Drehzahlregeleinrichtung für Einspritzbrennkraftmaschinen.Info
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Description
Drehzahlregeleinrichtung für Einspritzbrennkraftmaschinen. Bei Einspritzbrennkraftmaschinen mit einer Drehzahlregeleinrichtung, bei der das die Brennstoffzufuhr regelnde Organ durch eine Eiraft entgegen einer Rückführkraft eingestellt wird, wobei die Regelkraft durch zwei verschiedene pneumatische Drücke er zeugt wird, von denen der eine sich mit der Maschinendrehzahl ändert und in der Nähe des Leerlaufes infolge der Kolbenhübe stark schwankt, kann dieser Druck als Mittelwert aus dem von den einzelnen Kolbenhüben er zeugten Druckstössen angesehen werden.
Bei langsamem Lauf der Maschine schwankt dieser Druck in solchem Masse, dass das Re gelorgan infolge dieser Druckschwankungen unerwünscht grosse Ausschläge ausführt.
Gemäss der Erfindung ist nun eine Ein richtung angeordnet, welche diese bei ge ringen Maschinendrehzahlen auftretenden unerwünscht grossen Ausschläge dämpft.
Die Dämpfeinrichtung kann ein regel bares Drosselorgan in einer Leitung be- sitzen, durch die der im Leerlauf schwan kende Druck auf das Regelorgan einwirkt. Eine Drosselung dieser Leitung bewirkt, dass die von den einzelnen Kolbenstössen herrüh renden Druckschwankungen sich so langsam dem Regelorgan mitteilen, dass, ehe sich die Schwankung in einer ;Richtung voll aus gewirkt hat, schon eine Umkehr der Schwan kungsrichtung eingetreten ist. Das Regel organ macht infolgedessen wesentlich gerin gere Ausschläge als bei unbehindertem Durchfluss durch die Leitungen. Seine Be wegungen sind also starb gedämpft.
Die Dämpfung der Bewegung des Regel organes kann auch erreicht werden durch Öffnen einer engen Verbindungsleitung zwi schen den auf beiden Seiten des Regel- organes wirkenden verschiedenen Drücken. Es wird dabei der stärkere der beiden Drücke geschwächt bezw. der schwächere gestärkt. Solange die genannte Leitung ge öffnet ist, ist die auf das Regelorgan wir kende Verschiebekraft herabgemindert, so dass Ausschläge dieses Organes erheblich kleiner sind als bei geschlossener Leitung.
In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Fig: 1 zeigt in Ansicht einen Einspritz- brennkraftmotor mit einer Einspritzpumpe und einem Unterdruckregler; Fig. 2 zeigt einen Teil eines Schnittes der Einspritzpumpe mit dem Regelorgan und des Ansaugrohres eines Motors in grö sserem Massstab; die Fig. 3 bis 13 betreffen weitere Ausfüh rungsbeispiele.
Der Motorunterteil 1 trägt in Fig. 1 vier Zylinder 2 und eine Einspritzpumpe 3, die von der Motorwelle 4 über ein Getriebe 5 angetrieben wird. Der Einspritzpumpe wird der Brennstoff aus einem nicht dar gestellten Behälter durch eine Leitung 6 zu geführt. Von der Einspritzpumpe führen vier Druckleitungen 7 zu den Düsen in den Zylindern 2. Die Luftladung wird durch das gemeinsame Ansaugrohr 8 angesaugt. Im Ansaugstutzen ist eine Drosselklappe 9 vor gesehen, deren Hebel 9a von einem Pedal 9b aus betätigt wird. Vom Ansaugrohr 8 geht eine Unterdruckleitung 15 zum Zylinder 3a an der Pumpe 3. In diesem ist ein Kolben 24 verschiebbar (Fig. 1 zeigt diese Kon struktionsteile nicht).
Nach Fig. 1 steht die rechte und nach Fig. 2 die linke Seite des Zylinders unter dem -Unterdruck, während die andere Zylinderseite unter Atmosphären druck steht; beim Ansteigen des Unter druckes bewegt dieser den Kolben 2.4 ent gegen der Wirkung einer Rückführfeder 2 7 nach rechts bezw. links. Der Kolben 24 ist mit einer Mutter 26 an einer Zahnstange 23 befestigt, die aus der Pumpe heraus in den Zylinder hineinragt.
Die Regelung der Brennstoffzufuhr, also der zur Einspritzung gelangenden Brenn stoffmenge, erfolgt durch Verschieben der Zahnstange 23. Die Zahnstange 23 kämmt mit Ritzeln 22. Jeder der von einer mit dem Motor gekuppelten Nockenwelle 18 angetrie- benen Pumpenkolben 16 ist mit einem sol chen Ritzel derart gekuppelt, dass er den Drehbewegungen des Ritzels folgen muss, ohne dass dieses die Hubbewegungen des Kolbens mitzumachen braucht.
Durch gleich zeitiges und gleichartiges Verdrehen der Kolben wird an jedem von ihnen eine schräge Steuerkante 21 gegen den Saug- und Rücklaufkanal 20 verstellt, dass der wirk same Hub der Pumpenkolben früher oder später aufhört, da der während des rest lichen Teils jedes Pumpendruckhubes von dem Kolben verdrängte Brennstoff durch den Kanal 20 in den mit der Brennstoffzu leitung 6 verbundenen Saugraum 19 im Pumpengehäuse 3 zurückströmt. Wird in Fig. 1 die Zahnstange nach rechts, in. Fig. 2 nach links verschoben, so vermindert sich die wirksame Fördermenge aller Pumpen kolben gleichmässig.
Der beim Lauf des Motors in der An saugleitung herrschende Unterdruck gelangt durch die Leitung 15 in den Zylinder 3a. Wenn nun, zum Beispiel infolge Entlastung des Motors, bei gleichbleibender Einstellung der Drosselklappe die Drehzahl steigt, wächs$ der Unterdruck im Ansaugrohr. Der verstärkte Unterdruck zieht dann den Kol ben samt der Zahnstange 23 in Fig. 1 nach rechts bezw. in Fig. 2 nach links, wodurch die je Pumpenstoss eingespritzte Brennstoff, menge verringert wird. Die Drehzahl und damit auch der Unterdruck im Ansaugrohr werden daraufhin fallen. Der Kolben 24 wird sich in die diesem Unterdruck entspre chende Lage einstellen.
Jeder Drehzahl ent spricht - gleichbleibende Drosselklappen stellung vorausgesetzt - eine bestimmte Stellung des Kolbens 24. Die willkürliche Veränderung der Drehzahl erfolgt durch Verstellung der Drosselklappe 9.
Nach Fig. 2 wird die Regelbewegung des Kolbens 24 bei niederen Drehzahlen ge dämpft, indem die Verbindung zwischen der rechten Seite des Zylinders 3a und der At mosphäre gedrosselt wird. Bei belasteter Ma schine ist diese Zylinderseite durch zwei Öffnungen mit der freien Atmosphäre ver- Bunden, einmal durch die enge Öffnung 25 im Boden des Zylinders und dann durch die wesentlich grössere Öffnung 29. Die letztere ist durch ein Ventil 28 beherrscht, das auf beiden Seiten einen Stift 28a bezw. 28u be sitzt.
Von diesen ist der erste in einem Ring 99a geführt, der durch zwei Stege in der Mitte der Öffnung 29, gehalten wird, und der andere in einem am Gehäuse 3a ange schraubten Bügel 30. Eine Feder 31 sucht das Ventil auf seinen Sitz niederzudrücken. Solange aber der Kolben 24 sich auf der rechten Zylinderhälfte befindet, drückt er auf den Stift 28a und hebt das Ventil von seinem Sitz. Nur bei niederer Belastung, ins besondere Leerlauf, ist der Kolben 24 soweit links, dass er sich ausserhalb des Bereiches des Stiftes 28a befindet. Dadurch schliesst sich das Ventil 28 und der bisher aus der Summe des Querschnittes der beiden Off n.ungen 25 und 29 bestehende Leistungsquer schnitt wird auf den der engsten Öffnung 25 herabgesetzt.
Diese Verengung des Lei tungsquerschnittes' bewirkt, dass die auf der rechten Zylinderseite befindliche Luft bei den im Leerlauf durch die Saugstösse der einzelnen Motorkolben verursachten starken Ausschlägen des Kolbens 24 nicht schnell genug entweichen und auch nachher nicht schnell genug wieder einströmen kann, so dass die Bewegung des Kolbens 24 stark ge dämpft wird.
Nach Fig. 3 wirkt der Unterdruck des Ansaugrohres auf den rechten Zylinderteil, während der linke mit der freienAtmosphäre verbunden ist. Bei der Einspritzpumpe ist die Zahnstange 23 hinter den Ritzeln 22 an geordnet, so dass beim Ansteigen des Unter druckes die je Pumpenstoss eingespritzte Brennstoffmenge verringert wird.
Die Dämpfung der Regelbewegungen im Bereich der niederen Drehzahlen erfolgt auch durch Verengung der Leitung, die zur freien Atmosphäre führt. Die Drosselung ist aber von der Stellung des zur Drehzahlein stellung dienenden Organes, der Drossel klappe 9, abhängig. Zur Verbindung der linken Zylinderseite mit der Atmosphäre ist eine enge Öffnung 25 und eine grössere Öff nung 32, diese in einer Kammer 33, vorge sehen. Die Kammer 33 ist durch die Lei tung 34 an die linke Zylinderseite ange schlossen. Die Öffnung 32 ist durch ein Ventil 35 verschliessbar. Die an dem Ge stänge des Fusshebels 9b angebrachte Verlän gerungsstange 9c wird bei der Öffnung der Drosselklappe 9 nach links bewegt, drückt bei offener Drosselklappe auf die Ventilspin del 37 und öffnet so das Ventil entgegen der Kraft seiner Schliessfeder 36.
Beim Schliessen der Drossel 9 kommen die Teile 9c und 37 ausser Berührung, so dass das Ven til .35 sich schliesst und der Querschnitt für die Verbindung der Reglerkammer mit der Aussenluft sich auf den Querschnitt der klei nen Öffnung 25 vermindert. Hierdurch tritt die gewünschte Dämpfung der Reglerbewe- gung ein.
Nach den Fig. 4 und 5 ist der Zylinder 3a nur durch eine Öffnung 25 mit der Atmo sphäre verbunden. Vor dieser Öffnung ist ein Schieber 40 drehbar angeordnet. Dieser besitzt einen Schlitz 41, der konzentrisch zum Drehpunkt verläuft und dessen Breite in radialer Richtung in einer Umlagerung ständig zunimmt. Ein Arm 40a des Schie bers ist durch das Gestänge 9c mit dem Fuss hebel 9b und damit auch mit der Drossel klappe 9 gekuppelt. Bei geschlossener Dros selklappe befindet sich der schmalste Teil des Schlitzes 41 vor der Öffnung 25. Mit zu nehmendem Öffnen der Drosselklappe 9 ge langt ein immer breiterer Teil des Schlitzes 41 vor diese Öffnung 25. Die Dämpfung der Bewegung des Kolbens 24 ist bei geschlos sener Drosselklappe am stärksten und nimmt beim Öffnen der Drosselklappe stetig ab.
Nach Fig. 6 und 7 ist in die vom An saugrohr 8 zum Zylinder 3a führende Lei tung 15 eine Kammer 38 mit einer in die Atmosphäre mündenden engen Öffnung 38a eingebaut. Diese Öffnung wird von einem Schieber 39 mit einer Öffnung 39a frei gegeben, wenn die Drossel 9 geschlossen ist, so dass Nebenluft in die Leitung 15 strömt und die Bewegungen des Regelkolbens dämpft.
Nach Fig. 8 mündet die Leitung 15 mit zwei Zweigleitungen 15a und<B>151)</B> unmittel bar vor und hinter der verschlossenen Dros selklappe 9 auf der gleichen Mantellinie in das Ansaugrohr 8 und ist bei geschlosse ner Drosselklappe über ihren einen Zweig mit dem Unterdruck und über den andern Zweig mit der freien Atmosphäre verbun den. Bei offener Drosselklappe herrscht in der ganzen Umgebung der Klappe der glei che Unterdruck. Die Zweigleitungen führen also denselben Druck. Erst bei zunehmendem Schliessen der Klappe bildet sich ein Unter schied der Drücke vor und hinter der Drossel klappe.
Auf diese Weise wird ähnlich wie nach Fig. 6 und 7 die Wirkung des Unter druckes bei geschlossener Drossel durch Ein führung von Nebenluft geschwächt und da mit eine Dämpfung der Regelbewegung er zielt. In Fig. 9 münden die Zweige 15a und 15b unmittelbar vor und hinter der geschlos senen Drosselklappe, jedoch an zwei dia metral gegenüberliegenden Stellen in das Ansaugrohr. In Fig. 10 hat das Rohr 15 eine Erweiterung 15c, die so im Ansaugrohr 8 angeordnet ist, dass sie bei geschlossener Drosselklappe sowohl in den Raum vor, als auch in den hinter hinter der Drosselklappe einmündet.
Nach Fig. 11 münden die beiden Zweige 15a und 15b an der engsten Stelle eines im Ansaugrohr 8 zur Verstärkung des Unter druckes bei grossen Strömungsgeschwindig keiten eingebauten Venturirohreinsatzes 10 zu beiden Seiten der geschlossenen Drossel klappe 9. Nach Fig. 12 ist vor und hinter der Drosselklappe 9 ein Venturirohreinsatz 10 eingebaut und an ihren engsten Stellen münden die Zweigleitungen 15a und 15b der Leitung 15.
Nach Fig. 13 münden an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen eines mit der Drosselklappe 9 versehenen Venturi- rohreinsatzes 10 radiale Kanäle 10b, welche in eine Nute loa aussen am Venturirohrein- satz 10 führen, in die die Leitung 15 un mittelbar einmündet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Drehzahlregeleinrichtung für Einspritz- brennkraftmaschinen, bei der das die Brenn stoffzufuhr regelnde Organ durch eine Kraft entgegen der Rückführkraft eingestellt wird, wobei die Regelkraft durch zwei verschie dene pneumatische Drücke erzeugt wird, von denen der eine sich mit der Maschinendreh zahl ändert und in der Nähe der Leerlauf drehzahl infolge der Kolbenhülse stark schwankt, gekennzeichnet durch eine Ein richtung, welche den Einfluss der Druck schwankungen auf die Bewegungen des Re- gelorganes mindestens in dessen Leerlauf stellung durch Änderung des pneumatischen Druckgefälles dämpft.UNTERANSPRüCHE: 1. Drehzahlregeleinrichtung nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch ein regel bares Drosselorgan in einer Leitung, durch die der im Leerlauf schwankende Druck auf das Regelorgan einwirkt. 2. Drehzahlregeleinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass min destens eine der Stellen, wo die beiden pneumatischen Drücke auftreten, durch eine Leitung mit einem Drosselorgan ver bunden sind, dessen Drosselwirkung von der Stellung des Organes zum Einstellen der Drehzahl abhängig ist.3. Drehzahlregeleinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfeinrichtung vom Regelorgan ein geschaltet wird und nur wirkt, wenn sich dieses in einer einer niederen Drehzahl entsprechenden Stellung befindet. 4. Drehzahlregeleinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfeinrichtung vom Organ zum Ein stellen der Drehzahl der Maschine einge schaltet wird und nur im Bereich der niederen Drehzahlen wirkt. 5. Drehzahlregeleinrichtung nach Patentan spruch, bei der von den beiden Drücken.welche die Regelkraft hervorrufen, der grössere konstant und der kleinere ein von der Maschinendrehzahl abhängiger Unter- druck in einer Leitung ist, gekennzeich net durch eine Dämpfeinrichtung, die eine Verbindung der Unterdruckleitung mit der freien Atmosphäre herstellt. 6. Drehzahlregeleinrichtung nach Patentan- sprueh, bei der von den beiden Drücken, welche die Regelkraft hervorrufen, der grössere konstant und der kleinere durch den von der Maschinendrehzahl abhängi gen Unterdruck im Ansaugrohr der Brennkraftmaschine gebildet wird, und bei der die Drehzahl durch eine Drossel klappe im Ansaugrohr eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet,dass in der Leer laufstellung der Drosselklappe der l@aum vor und der hinter der Drosselklappe m i t. dem Regelorgan derart verbunden sind, dass auf dieses ein Druck einwirkt, der zwischen den Drücken vor und hinter der Drosselklappe liegt. 7. Drehzahlregeleinrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Mündungen der Verbindungen zwischen dem 'Regel organ und dem Ansaugrohr in diesem 111 einem Venturirohreinsatz angeordnet sind, an dessen engster Stelle die Drosselklappe angeordnet ist.B. D'rehzahlregeleinrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass in der Ansaugleitung vor und hinter der Drosselklappe ein Ven- turirohreinsatz angeordnet ist und dass deren engste Stellen durch eine Leitung miteinander verbunden sind, welche an das Regelorgan angeschlossen ist.9. Drehzahlregeleinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 6 und 7, da durch gekennzeichnet, dass zwei im Ven- turirohreinsatz an der engsten Stelle ein ander gegenüber angeordnete radiale Ka näle, von denen, wenn die Drosselklappe in der Leerlaufstellung sich befindet, der eine vor und der andere hinter der Dros sel einmündet, mit dem Regler durch eine Ringnute aussen am Venturirohreinsatz verbunden sind, die durch eine Leitung an das Regelorgan angeschlossen ist.
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