Vorrichtung an Kinovortührungsapparaten zur Verhinderung einer Beschädigung beziehungsweise Entzündung des Films. Gegenstand der Erfindung ist eine Vor richtung an Kinovorführungsapparaten zur Verhinderung einer Beschädigung bezw. Entzündung des Films, welche eine vorne und hinten mit durchsichtigen Wänden ver sehene, eine Kühlflüssigkeit enthaltende Kammer aufweist, die zwischen Projektions lichtquelle und Film angeordnet ist und mit einem mit Kühlflüssigkeit gefüllten, zur Speisung der Kammer bestimmten Behälter in Verbindung steht, wobei Mittel vorgese hen sind, die es ermöglichen, die Flüssigkeit auf einer solchen Temperatur zu halten,
dass eine Kondensation von Luftfeuchtigkeit an den Aussenflächen der genannten durchsich tigen Wände der Kammer vermieden wird, und ferner Mittel vorgesehen sind, um Kühl luft zu dem jeweils dem Projektionslicht ausgesetzten Abschnitt des Films zu führen.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der ersten Ausführungsform, Fig. 2 einen Schnitt derselben in grösse rem Massstabe, Fig. 3 einen Grundriss zu Fig. 1, Fig. 4 einen Schnitt der zweiten Ausfüh rungsform.
Die Vorrichtung gemäss Fig. 1 bis 3 be sitzt ein aus Guss hergestelltes Gehäuse, des sen oberer Teil als offener Behälter 10 aus gebildet ist, unter welchem eine zylindrische Bohrung 11 vorgesehen ist, die sich quer durch das ganze Gehäuse erstreckt. In die sen durch die Bohrung 11 gebildeten Raum ist eine Flüssigkeitskammer 12' eingebaut, welche eine zylindrische Hülse 12 aufweist, an deren beiden Enden Innenflanschen 13 angeordnet sind, gegen die je eine Glas scheibe 14 mit Hilfe des Spannringes 15 ge presst wird. An beiden Seiten der Scheiben sind aus Dichtungsringen gebildete Packun- gen 16 eingeschaltet, um eine flüssigkeits dichte Verbindung zu schaffen.
In der Kammer zwischen den Glasschei ben 14 ist eine aus zwei einander berühren den, hintereinander angeordneten Glasplat ten 17 gebildete Scheidewand eingesetzt, die zwischen den Hülsen 18 eingefasst ist. Die Hülsen sind in der Kammer 12' eingesetzt und werden mit den Ringen 15 festgezogen.
Die Scheiben 14 bestehen aus wärmebe ständigem Glas und können schwach gefärbt oder getönt sein, wodurch eine Filterung des Projektionslichtes erzielt wird. Eine gut geeignete Farbe hierfür ist die grüne. Zum gleichen Zwecke können auch die Glasplat ten 17 gefärbt sein, beispielsweise kann die eine aus grünem und die andere aus rosa farbigem Glas bestehen. Die Scheidewand kann anderseits auch aus einer einzigen Glasplatte bestehen, die farbig, zum Beispiel grün, oder farblos sein kann.
Der Behälter 10 bildet einen Reservebe hälter für die Kühlflüssigkeit, mit der die Kammer 12' gefüllt wird. Zwischen dem Be hälter und der Kammer sind Verbindungs kanäle vorgesehen.
Durch das Gehäuse ist vom Grund des Behälters 10 aus eine vertikale Bohrung vor gesehen, die mit einer horizontalen Bohrung in Verbindung steht, die sich in einer weite ren kurzen Vertikalbohrung 2.1 fortsetzt. Die letztere ist, wie aus Fig. 4 ersichtlich, unterhalb der Kammer 12' angeordnet. Die zwei erstgenannten Bohrungen entsprechen den Bohrungen 19, 20 in Fig. 4.
Die Bohrung 2.1 ist am untern Ende mit Schraubengewinde versehen. In diese Boh rung ist ein Nippel 22 eingeschraubt, um das untere Ende der Bohrung abzuschliessen.
Dieser Nippel besitzt einen röhrenförmi gen Teil am obern Ende, wobei ein Ansatz 24 geringeren Durchmessers sich durch eine Bohrung in die untere Seite der Hülse 12 erstreckt. Im Teil 23 sind Radiallöcher 25 gebohrt, um die Verbindung zwischen Boh rung 20 und der Kammer 12' zu vervoll ständigen. Zwischen dem Nippel und der Kammer ist mittels eines Dichtungsringes 26, der um das schmälere Ende 24 gelegt ist, eine flüssigkeitsdichte Verbindung aus gebildet.
Im Gehäuse ist eine Führung 27 ausge bildet, welche sich vom Boden des Behälters 10 aufwärts erstreckt. In diese Führung ist ein Nippel 28 eingesetzt, welcher in das Ge winde im obern Ende der Bohrung der Füh rung 27 eingeschraubt ist.
Der Nippel 28 ähnelt dem vorher be schriebenen Nippel 22. Ein Ansatz 24 von geringerem Durchmesser erstreckt sich durch eine Bohrung in die Kammer 12', wobei die Verbindung durch einen Dichtungsring 26 abgedichtet ist. Der Durchgang erstreckt sich vollständig durch den Nippel 28, so dass die Flüssigkeit vom obern Teil der Kammer 12' in den BehäIter 10 fliessen kann.
Die Kühlflüssigkeit kann zwischen Be hälter 10 und Kammer 12' zirkulieren. Wenn erwärmte Flüssigkeit vom obern Ende der Kammer durch den Nippel 28 aufsteigt, fliesst vom Behälter 10 durch die Kanäle 19 und 2.0 kalte Flüssigkeit hindurch und diese tritt in den untern Teil der Kammer 12' durch den Nippel 22 ein. _ Die Glasplatten 17 der Scheidewand sind in einer Linie mit den Nippeln 22 und 28 befestigt, so dass die Kühlflüssigkeit an bei den Flächen der Scheidewand vorbeiströmt, wodurch die Möglichkeit, dass die beiden Flächen ungleichmässig erhitzt werden, ge ring wird.
Die Glasplatten 17 sind geschlitzt oder an Stellen, die den Nippeln gegenüber liegen, ausgeschnitten, wie das bei 29 in Fig. 4 dargestellt ist, so dass die Flüssigkeit leicht zwischen der Hülse 12 und den Nip peln durchfliessen kann.
Es ist ein Tauchwärmer 30 vorgesehen, der so dimensioniert ist, dass die Tempera tur der Kühlflüssigkeit so hoch gehalten werden kann, dass eine Kondensation von Luftfeuchtigkeit aussen an den Scheiben 14 der Kammer 12' vermieden wird. Der Tauch wärmer 30 wird durch einen federnden Bügel 31 festgehalten, der die Oberkante des Behälters erfasst. Der Erhitzer wird durch ein Kabel an eine Elektrizitätsquelle gelegt, wobei die Energiezufuhr durch einen Thermostaten gesteuert wird, der von der Flüssigkeits temperatur abhängig ist, so dass jede ge- wünschte Flüssigkeitstemperatur im Behäl ter 111 selbsttätig. eingestellt werden kann.
An der einen Seite des Gehäuses ist ein Flansch 3? befestigt, mittels welchem die Vorriehtung am Lampengehäuse des Kino- vorführungsapparatesbefestigt werden kann. Dieser Flansch besitzt eine mittlere Öffnung, uni 711 ermöglichen, dass das Licht durch die durchsichtigen Scheiben 14 hindurch- C;eht., wobei die !Öffnung einen kleineren Durchmesser hat als die zylindrische Boh rung 11, so dass der Flansch die Kanten die ser Bohrung überlappt und dadurch einen Anschlag für die Innenteile bildet.
An der entgegengesetzten Seite des Ge häuses ist eine konische Haube 33 befestigt, welche mit einem Befestigungsflansch 34 ausgestattet ist, der wie in Fig. 2 ersicht lich, in das eine Ende der Bohrung 11. eintritt. Am vordern Ende besitzt die Haube eine Öffnung 35, an welcher der Film 36 bei Gebrauch der Vorrichtung vorbeigleitet.
An der Unterseite der Haube ist ein Luftkanal 37 angeordnet. Durch diesen Ka nal wird von einem Ventilator oder derglei chen Luft in die Haube geblasen, die durch die Öffnung 35 zu dem Teil des Films ge langt. der dem Projektionslicht ausgesetzt ist.
In der Seite der Haube ist ein Fenster 38 eingesetzt, um dem Bedienungsmann einen Einblick ins Innere der Haube zu er möglichen, bezw. die Einstellung des Lich tes auf den zu projizierenden Film überwa chen zu können. In das Fenster kann ein rot oder in einer andern Farbe passend kolo riertes Glas eingesetzt werden. In die obere Fläche der Haube sind Entlüftungslöcher 39 eingeschnitten, so dass die Luft aus der Haube entweichen kann, um dadurch zu ver hindern, dass die warme Luft sich im obern Ende der Haube verfängt.
Von dem Kanal 37 zweigt eine Luftlei- tung 40 ab, die sich quer vor der äussern, dem Projektionslicht abgewendeten Seite des Films erstreckt. Diese Leitung ist durch löchert, so dass von hier aus auf die äussere, dem Projektionslicht abgewendete Seite des Films Kühlluft geblasen wird.
Um zu verhindern, dass der Projektions apparat infolge Undichtwerden der Vorrich tung durch Bruch der Glasscheiben 14 be schädigt wird, ist ein Absperrorgan 41 in das untere Ende des Kanals 19 eingesetzt, so dass die Flüssigkeit leicht abgelassen wer den kann.
Dieses Absperrorgan ist mit einem Schie ber 42. ausgestattet, und wenn eine der Glas scheiben 14 bricht oder wenn man die Kam mer 12' für irgendwelche Zwecke entleeren muss, so kann die Kühlflüssigkeit durch Öff nen des Schiebers 42 in einen passenden Be hälter abgelassen werden.
Bei dieser Ausführungsform passiert das aus der hinter der Vorrichtung angeordneten Projektionslampe austretende Licht die Flüs- sigkeitskammer, das heisst die Glasscheiben 14, die Glasplatten 17 und die Kühlflüssig keit der Kammer 12'; die Wirkung dieser Kammer ist die, dass aus dem zur Projek tion benutzten Lichtbündel die Wärmestrah len, die den Film schädigen könnten, heraus gesiebt werden.
Bei Projektionsvorrichtun gen, die -bei höherer Temperahir arbeiten, um eine grössere Lichtintensität zu erzielen, besteht das Lichtbündel, insbesondere wenn das Licht einer Bogenlampe mit Metall über zogenen Elektroden entstammt, aus einem ziemlich hohen Prozentsatz an Wärmestrah len und wenn die Wärmestrahlen nicht aus gesiebt werden, besteht grosse Gefahr, dass der Film irgendwie beschädigt wird. Ausser dem kommt manchmal das Ablaufen des Films zum Stillstand und wenn nicht gleich zeitig das Licht ausgeschaltet oder vor den Film eine Blende eingeschaltet wird, wird ein kleiner Filmausschnitt auf längere Zeit der Strahlung der Projektionslampe ausge setzt.
Wenn der Film der vollen Strahlung des Lichtbündels ausgesetzt werden würde, so bestünde grosse Gefahr; dass dieser Filmaus schnitt beschädigt oder sogar auf die Ent zündungstemperatur erhitzt würde, in wel chem Falle der ganze Film und womöglich der Apparat selbst in Gefahr kommen würde.
Die beschriebene Vorrichtung lässt es er möglichen, dass man die gefährlichen Wärme strahlen aussiebt, bevor das Licht die Filmebene erreicht, so dass der Film ohne Gefahr solange belichtet werden kann, bis die Ursache der Unterbrechung des Ablau- fens des Films behoben wird. Ausserdem wirkt sich die Kühlluft, die gegen beide Seiten des Films gerichtet ist, derart aus, dass die Gefahr der Überhitzung des dem Projektionslichtbündel ausgesetzten Teils noch weiter herabgesetzt wird, so dass die Feuergefahr durch Überhitzen des Films herabgemindert bezw. vermieden wird.
Es wird ferner Luft gegen die dem hei zenden Lichtstrom benachbarten Teile ge schickt, beispielsweise gegen die Hinterfläche der Projektionsplatte, durch welche bei der Vorführung der Film abläuft. Demzufolge werden auch diese Teile gekühlt und die Verziehungsgefahr durch Überhitzung wird herabgemindert oder vermieden, was zur Folge hat, dass die Lebensdauer und die Wirksamkeit des Apparates erhöht wird.
Da die Flüssigkeit der Kammer 12' durch das Projektionsstrablenbündel erhitzt wird, entsteht zwischen der Kammer und dem Behälter 10 eine Thermosiphonwir- kung, indem die aufgeheizte Flüssigkeit von der Decke der Kammer 12' durch den Nippel 28 aufwärts strömt, während der übrige Teil der Flüssigkeit durch die Boh rungen 19 und 20 und den Nippel 22 aus dem Behälter 10 in den untern Teil der Kammer fliesst.
Wenn die Kammer 12' entfernt werden muss, so kann man vom Gehäuse entweder den Flansch 32 oder die Haube :33 abheben. Da im vorliegenden Fall die Kühlvorrich tung an der Hinterwand des Lampenge häuses mittels des Flansches 32 befestigt ist, so entfernt man vorzugsweise die Haube 33. Die Nippel 2.2 und 28 werden dann aus geschraubt, bis die Enden 24 aus den Lö chern der Hülse 12 austreten, wonach die letztere aus der Bohrung 11 herausgezogen werden kann.
In der beschriebenen Konstruktion wäre es natürlich erforderlich; die Flüssigkeit so wohl aus der Kammer 12', als auch aus dem Behälter 10 abzulassen, aber bei der Aus führungsform, die in Fig. 4 dargestellt ist, kann man das Entleeren des Behälters 10 vermeiden, indem Ventile vorgesehen, sind, um die Verbindung zwischen dem Behälter 10 und der Kammer 12' zu unterbrechen und man muss nur diese letztere entleeren, wäh rend die übrige Flüssigkeit im Behälter 10 zurückbehalten werden kann.
Am obern Ende des Nippels 28 ist ein Ventil 43 vorgesehen, und ein weiteres Ven til 43 ist am obern Ende der Bohrung 19 angeordnet. Jedes Ventil sitzt an einer Ven tilstange 44, die in einer Schelle 45 im In nern des Behälters 10 geführt wird. Die bei den Stangen 44 sind durch einen Hebel 46 verbunden, welcher durch einen weiteren He bel 47 mit einem Ende des Betätigungshe bels 48 verbunden ist, der zwischen zwei Armen 49 an der obern Kante des Behälters 10 drehbar gelagert ist. Am vorspringenden Ende des Hebels 48 ist eine federbelastete Klinke 50 vorgesehen, die in eine Rast 51 des Armes 49 eingreifen kann, um die Ven tile 43 gegen die Wirkung der Feder 52 in der offenen Lage zu halten.
Bei Gebrauch sind die beweglichen Teile der Vorrichtung in der aus Fig. 4 ersicht lichen Lage, so dass der Behälter 10 und die :Kammer 12' miteinander in Verbindung ste hen. Diese Verbindung kann aber durch Lö sen der Klinke 50 unterbrochen werden, wo durch die Ventile 43 unter der Wirkung der Feder 52 schliessen.
Falls die Glasscheiben 14 beschädigt werden, kann die Flüssigkeit im Behälter 10 von der Kammer 12' abgeschlossen werden, welch letztere durch das Absperrorgan 41 entleert werden kann. Die Kammer 12' kann dann wieder gefüllt werden, wenn der Scha den behoben worden ist.
Die Glasscheiben 14 und die Glasplatten 17 können auch passend gefärbt oder getönt sein, um die Farbe des Projektionslichtbün dels zu korrigieren.