<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Filmkühlung im Fenster von Projektion- apparaten, insbesondere aber in Vorführungsapparaten für Kinofilme, mit einer eine Flüssigkeit ent- haltenden Kammer, die zwischen der Lichtquelle und dem Film angeordnet ist und eine Heizvorrichtung aufweist, mittels welcher die Kühlflüssigkeit auf einer solchen Temperatur erhalten wird, dass eine Konden- sation an den durchsichtigen Seitenwänden der Kammer vermieden wird.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (amerik. Patentschrift Nr. 1, 518. 141) ist zwischen den durchsichtigen Seitenwänden der Kühlkammer ein Wärmefilter aus Glas vorgesehen, doch wird dieser Filter dort nur an einer Seite wirksam von der Kühlflüssigkeit bespült. die Temperatur also ungleichmässig über die Kammer verteilt, so dass an der einen Seitenwand der Kühlkammer Kondensation, im
Bereich der andern Wand aber eine Wärmestauung auftreten kann.
Nach der Erfindung ist nun zur Vermeidung solcher Nachteile der Wärmefilter zwischen dem Zu- und Ablauf der Kühlflüssigkeit derart angeordnet, dass der Kühlstrom durch den Filter geteilt wird, die Kühlflüssigkeit demnach sowohl durch die vor als auch durch die hinter dem Filter befindlichen Teile der Kammer geleitet wird, wobei sie beide Seiten des Wärmefilters gleichmässig überströmt.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand beispielsweise, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform im Längsschnitt und Fig. 2 eine teilweise geänderte Ausführungsform im Querschnitt.
Die dargestellte Vorrichtung besteht aus einem Gussstüek, das am oberen Ende als offener Behälter 10 ausgebildet ist, unter dem ein zylindrischer Raum 11 vorgesehen ist, der sich durch das ganze Gussstück erstreckt. Im Raum 11 ist eine Flüssigkeitskammer vorgesehen, die aus einem zylindrischen Rohr 12 besteht, dessen Ränder Flanschen 13 aufweisen, gegen die mit Hilfe eines Gewinderinges 15 Glasfenster 14 gepresst werden. Beiderseits des Randes jedes Glasfensters 14 ist eine Packung 16 vorgesehen, durch die der Raum zwischen den Glasplatten 14 flüssigkeitsdicht abgeschlossen wird.
In der Kammer ist zwischen die Fenster 14 ein aus zwei Glasscheiben 17 bestehender Wärmefilter eingesetzt, der zwischen Hülsen 18 eingefasst ist. Die Hülsen sind in das die Kammer 12 bildende Rohr eingeschoben und werden mittels Gewinderingen 15 festgezogen.
Die Fenster 14 bestehen aus wärmebeständigem Glas und können gefärbt oder getönt sein. Eine gut geeignete Farbe hiefür ist die grüne. Auch die Glasscheiben 17 können gefärbt sein, z. B. kann die eine aus grünem, die andere aus rosafarbigem Glas bestehen. Anderseits kann der Wärmefilter auch aus einer einzigen grünen, andersfarbigen oder farblosen Glasscheibe bestehen.
Der Behälter 10 bildet einen Vorratsraum für die Kühlflüssigkeit, mit der die Kammer 12 gefüllt wird. Zwischen dem Behälter und der Kammer sind Verbindungskanäle vorgesehen.
Durch das Gussstück ist vom Grund des Behälters 10 aus eine senkrechte Bohrung 19 geführt, die mit einer waagrechten Bohrung 20 in Verbindung steht, die sich in einer weiteren kurzen, senkrechten Bohrung 21 fortsetzt, welche, wie Fig. 2 zeigt, unterhalb der Kammer 12 angeordnet ist.
Die Bohrung 21 ist am unteren Ende mit Schraubengewinde versehen. In diese Bohrung ist ein an seiner Unterseite verschlossenes Rohrstück 22 eingeschraubt, durch welches das untere Ende der Bohrung 2 ! abgeschlossen wird.
Das Rohrstück 22 weist an seinem oben offenen Ende einen Fortsatz 24 von geringerem Durch- messer auf, der durch eine Öffnung in die untere Seite der Kammer 12reicht. Im Schaft des Rohrstückes 22 sind Radiallöcher 25 vorgesehen, welche die Verbindung der Gehäusebohrung 20 mit der Kammer 12 über die Bohrung 23 des Rohrstückes 22 bewerkstelligen. Zwischen dem Rohrstück 22 und der Wand
<Desc/Clms Page number 2>
der Kammer 12 befindet sich ein Packungsring 26, der um den schmalen Fortsatz 24 gelegt, die flÜssigkeitsdichte Verbindung zwischen dem Rohrstück 22 und der Kammer 12 gewährleistet.
Das Gussstück ist ferner mit einer Bohrung 27 versehen, die den Behälter 10 mit dem Raum 11 verbindet. In diese Bohrung ist ein zweites, beiderseits offenes Rohrstück 28 eingesetzt, das in das am oberen Ende der Bohrung 27 vorgesehene Gewinde eingeschraubt ist. Auch das Rohrstück 28 weist an seinem Ende einen Fortsatz 24 von geringerem Durchmesser auf, der durch eine Öffnung in die Kammer 12 reicht, wobei die Verbindung durch einen Ring 26 abgedichtet ist.
Die Kühlflüssigkeit kann so durch die Bohrungen 19, 20 und die Rohrstücke 22, 28 zwischen dem Behälter 10 und der Kammer 12 kreisen. Wenn erwärmte Flüssigkeit vom oberen Ende der Kammer 12 durch das Rohrstück 28 aufsteigt, dann fliesst vom Behälter 10 durch die Kanäle 19, 20 kalte Flüssigkeit nach und tritt durch das Rohrstück 22 in den unteren Teil der Kammer 12 ein.
Der Wärmefilter 17 ist in der Kammer 12 derart befestigt, dass seine Mittelebene mit den Achsen der Rohrstücke 22 und 28 zusammenfällt, so dass die Kühlflüssigkeit an beiden Seiten des Wärmefilters vorbeiströmt und derart beide Seiten weitgehend gleichmässig gekühlt werden. Die Filterscheibe 17 sind den Fortsätzen 24 der Rohrstücke 22, 28 gegenüber mit Ausnehmungen 29 versehen (Fig. 1 und 2), so dass die Flüssigkeit leicht aus der Kammer in die Rohrstücke übertreten kann und umgekehrt.
Um nun die ursprüngliche Flüssigkeitstemperatur erhöhen und die Temperatur hoch genug halten zu können, damit keine Kondensation an den durchsichtigen Seitenwänden der Kammer 12 auftreten kann, ist ein Taueherhitzer 30 im Vorratsbehälter angeordnet, der durch eine Feder 31 an der Oberkante des Behälters festgehalten ist.
Der Erhitzer 30 ist durch ein Kabel an eine Elektrizitätsquelle angeschlossen, wobei die Energiezufuhr, durch einen Thermostaten gesteuert wird, der von der Flüssigkeitstemperatur beeinflusst wird, so dass jede gewünschte Flüssigkeitstemperatur im Vorratsbehälter 10 selbsttätig eingestellt werden kann.
An der einen Seite des Gussstückes ist ein Flansch 32 befestigt, mittels dessen die Vorrichtung am Lampengehäuse befestigt werden kann. Dieser Flansch besitzt eine Mittelöffnung, durch die das Licht in die Kammer 12 eintritt und die einen kleineren Durchmesser aufweist als die der Öffnung 11, so dass der Flansch die Kanten der Öffnung 11 überlappt und so einen begrenzenden Anschlag für die im Raume 11 befindlichen Teile bildet.
An der entgegengesetzten Seite des Gussstückes ist eine konische Haube 33 befestigt, die mit einem Befestigungsflansch und Zapfen 34 versehen ist, die, wie Fig. 1 zeigt, in das eine Ende der Öffnung 11 eintreten. Am vorderen Ende besitzt die Haube eine Öffnung 35, vor welcher der Film 36 bei Gebrauch der Vorrichtung vorbeibewegt wird.
An der Unterseite der Haube 33 ist eine Luftleitung 37 angeordnet, durch die von'einem Ventilator od. dgl. Luft in die Haube geblasen wird, die durch die Öffnung 35 zur Filmoberfläche gelangt.
In der Seitenwand der Haube 33 ist ein Fenster 38 vorgesehen, um der Bedienungsperson die Einstellung des Lichtes auf den zu projizierenden Film zu ermöglichen. In das Fenster kann ein rot oder anders gefärbtes Glas eingesetzt sein. In die Oberseite der Haube 33 sind Entlüftungslöcher 39 eingeschnitten, so dass die warme Luft aus der Haube entweichen kann.
Von der Leitung 37 zweigt ein Rohr 40 ab, das den Film seitlich umgeht. Dieses Rohr ist mit Löchern versehen, durch welche die Kühlluft auf die Vorderseite des Films geblasen wird.
Um zu verhindern, dass der Projektionsapparat bei einem Bruch der Fenster 14 durch die Flüssigkeit beschädigt wird, ist ein Ablass 41 in das untere Ende der Bohrung 19 eingesetzt, mittels den die Flüssigkeit aus dem Apparat entfernt werden kann. Dieser Ablass ist mit einem Schieber 42 ausgestattet, der, wenn eines der Gläser 14 bricht oder wenn man die Kammer 12 aus einem andern Grunde entleeren will, geöffnet werden kann.
Bei der dargestellten Ausführungsform passiert das aus der Projektionslampe austretende Licht die Gläser 14, den Wärmefilter 17 und die Kühlflüssigkeit der Kammer 12 ; hiebei werden die Wärmestrahlen aus dem zur Projektion benutzten Lichtbündel herausgesiebt. Bei Projektionsvorrichtungen, die bei höherer Temperatur arbeiten, um eine grössere Lichtintensität zu erzielen, weist das Lichtbündel, insbesondere wenn das Licht einer Bogenlampe mit Metall überzogenen Elektroden entstammt, einen ziemlich hohen Gehalt an Wärmestrahlen auf, die, wenn sie nicht ausgesiebt werden, den Film leicht beschädigen können. Das ist besonders gefährlich, wenn der Film zum Stillstand kommt und nicht gleichzeitig das Licht ausgeschaltet oder vor den Film eine Blende eingeschaltet wird.
Wird in einem solchen Falle ein kleiner Filmabschnitt längere Zeit der vollen Strahlung des Lichtbündels ausgesetzt, so besteht die Gefahr, dass dieser Abschnitt beschädigt oder gar auf die Entzündungstemperatur erhitzt wird.
Die beschriebene Kühlkammer ermöglicht ein Aussieben der gefährlichen Wärmestrahlen, bevor das Licht den Film erreicht, so dass dieser gefahrlos so lange belichtet werden kann, bis die Ursache der Unterbrechung des Filmablaufes behoben ist. Durch die Kühlluft, deren Strömung gegen beide Seiten des Films gerichtet ist, wird die Überhitzungsgefahr für den dem Projektionslicht ausgesetzten Film noch weiter herabgesetzt, so dass die Feuergefahr vermindert bzw. behoben ist.
Die Strömung der Kühlluft ist auch gegen die dem heizenden Lichtstrom ausgesetzten Teile, z. B. gegen die Hinterseite der Projektionsplatte, gerichtet, über die der Film bei der Vorführung ab-
<Desc/Clms Page number 3>
läuft, so dass auch diese Teile gekühlt werden, wodurch die Gefahr des Verziehen dieser Teile durch Überhitzung vermindert oder behoben wird, was u. a. eine Verlängerung der Lebensdauer des Apparates zur Folge hat.
Zum Ausbauen der Kammer 12 kann vom Gussstück entweder der Flansch 32 oder die Haube 33 abgenommen werden. Ist die Kühlvorrichtung an der Hinterwand des Lampengehäuses mittels Flanschen 32 befestigt, dann entfernt man vorzugsweise die Haube 33. Danach werden die Rohrstücke 22, 28 so weit ausgeschraubt, bis die Enden 24 aus den Kammeröffnungen austreten, wonach die Kammer 12 aus dem Raum 11 herausgezogen werden kann.
Bei der Bauart nach Fig. 1 muss die Flüssigkeit vor dem Ausbauen der Kammer 12 sowohl aus der Kammer selbst wie auch aus dem Behälter 10 abgelassen werden. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 hingegen kann das Entleeren des Behälters 10 vermieden werden, da Ventile 43 vorgesehen sind, welche die Verbindung zwischen dem Behälter 10 und der Kammer 12 unterbrechen ; man muss daher nur die Kammer entleeren, während die übrige Flüssigkeit im Behälter 10 zurückbehalten werden kann.
Von den Ventilen 43 ist eines über dem Rohrstück 28, das andere über dem oberen Ende der Bohrung 19 angeordnet. Jedes Ventil sitzt an einer Ventilstange 44, die in einer Schelle 45 im Innern des Behälters 10 geführt wird. Die Stangen 44 sind durch einen Hebel 46 verbunden, der durch ein Verbindungsstück 47 mit einem Ende des Betätigungshebels 48 gekuppelt ist, der zwischen zwei Armen 49 am oberen Rande des Behälters 10 drehbar gelagert ist. Am vorspringenden Ende des Hebels 48 ist eine federbelastete Klinke 50 vorgesehen, die in eine Aussparung 51 des Armes 49 greifen kann, um die Ventile 43 gegen die Wirkung der Feder 52 geöffnet zu halten.
Bei Gebrauch des Apparates befinden sich die Ventile 43 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung, so dass der Behälter 10 und die Kammer 12 miteinander in Verbindung stehen. Diese Verbindung kann durch Lösen der Klinke 50 unterbrochen werden, indem die Ventile 43 dann unter der Wirkung der Feder 52 sich schliessen.
Falls die Gläser 14 der Kammer 12 beschädigt werden, kann die Flüssigkeit im Behälter 10 von der Kammer 12 abgeschlossen und diese durch das Ventil 41 entleert werden. Sobald der Schaden behoben worden ist, wird die Kammer 12 wieder gefüllt.
Die Gläser 14 und der Wärmefilter 17 können so gefärbt oder getönt sein, dass die Farbe des Projektionsliehtbündels korrigiert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Filmküblung im Fenster von Projektionsapparaten, insbesondere Kinoapparaten, mit einer zwischen der Projektionslichtquelle und dem Film angeordneten Flüssigkeitskammer mit durchsichtigen Seitenwänden und einem mit dieser Kammer verbundenen Vorratsbehälter für die Kühlflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmefilter (17) zwischen dem Zu-und Ablauf (23, 24) der
EMI3.1
also sowohl durch die vor als Auch durch die hinter dem Wärmefilter befindlichen Teile der Kammer geleitet wird und hiebei beide Seiten des Wärmefilters gleichmässig überströmt.