CH182529A - Verfahren zur Herstellung haltbarer wässriger Lösungen von anästhesierend wirkenden Substanzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung haltbarer wässriger Lösungen von anästhesierend wirkenden Substanzen.

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CH182529A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur     Herstellung    haltbarer wässriger Lösungen von     anästhesierend          wirkenden    Substanzen.    Von     grosser    Wichtigkeit für die ärztliche       lind        zahnärztliche    Praxis bei der Anästhesie  ist die Verwendung neutraler oder :schwach  alkalischer, nicht aber ausgesprochen saurer       Lösungen    der     Anästhetica,    um unangenehme       Nebenerscheinungen,    wie zum- Beispiel Reiz  wirkung und andere, auszuschalten.  



       Die    im Handel befindlichen Lösungen der  Salze der     Ester        bezw.    der     Alkaminester    der       Amino-    und     Alkylaminobenzoesäuren,    zum       Beispiel    des     para-Aminobenzoesäurediäthyl-          :iniinoä.t.llylestei--Clilorhyclrates,    müssen nach  der Abfüllung in Ampullen im strömenden  Dampf entkeimt werden. Dabei kann eine       partielle        Verseifung    des     Esters    unter Bildung  freier     pai@a-Ainiilobenzoesäure    eintreten.

   Der       PH-Wert    der     Lösung    kann dadurch von an  nähernd 6 bis auf etwa     .f,8    absinken.  



  Man hat bereits versucht, durch Zusatz  kleiner     Mengen    von Alkalien die Säure ab  zufangen,     regte    damit aber eine weiter-    gehende     Verseifung    und eine dadurch     be-          dingte    gesteigerte Abspaltung der Säure an.  



  Es wurde nun gefunden,     .dass    man halt  bare, auf eine     Wasserstoffionenkonzentration     von etwa PH = 6 eingestellte wässerige  Lösungen von     anästhesierend        wirkenden    Sub  stanzen, die bei der Entkeimung Säure bil  den, .dadurch     herstellen    kann, dass man die  Lösungen nach Zugabe von Harnstoff durch  Erhitzen entkeimt. Der zugesetzte Harnstoff  fängt die bei der     Entkeimung    sich bildenden  freien Säuren ab.     Harnstoffmengen    von etwa  1 bis 2 g pro 1000 cm' der Lösung haben  sich als ausreichend erwiesen.  



  Bei dem Erhitzen der Lösungen im  Dampfstrom entsteht aus dem Harnstoff ver  mutlich im wesentlichen nur so viel     Ammo-          niumkarbonat,    als zur     Absättigung    der durch  die partielle     Verseifung    des Esters jeweilig  gebildeten     .Säure    benötigt wird.

        Als     anästhesierend    wirkende     Substanzen     kommen in Betracht beispielsweise die in  dem amerikanischen Patent Nr. 812554, .den       schweizerischen        Patentschriften    Nr. 113,054,  117488, 117489, 117490, 113055, 117491,  117492, 117493, 123597, 124690, 124691,  153327, 161496, 161978 und 161979 ge  nannten     Verbindungen,    und zwar ihre  wasserlöslichen Salze, wie     Chlorhydrate,          Sulfate,    Nitrate,     Tartrate.    Besonders seien  erwähnt: ;

       para-Aminobenzoesäuredimetliyl-          aminomethylbutylester-Chlorhydrat,    para-Bu       tylaminobenzaesäuredimethylaminoäthylester-          Chlorhydrat,        para-        Aminobenzoesäuredibutyl-          aminopropylester-Sulfat    und     para-Amino-          benzoesäure-2    .

       2-dimethyldiäthylamino-l-pro-          pylester-Chlorhydrat.    Es können Mittel, die  die Blutgefässe zusammenziehen, in Form  ihrer wasserlöslichen Salze hinzugefügt wer  den, zum Beispiel die Chlorhydrate oder       Bitartrate    von 1-<B>(8.</B>     4-Dioxypheriyl)-2-methyl-          aminoäthanol,    1-(3.     4-Dioxyphenyl)-2-amino-          propanol,        1-(3.4-Dioxyphenyl)-2-aminoätha-          nol    .  



  <I>Beispiel:</I>  Eine unter Verwendung     indifferenter     Gase hergestellte und in Ampullen     ab-          (refüllte    Lösung von 20 g     para-Aminohen-          zoyldiäthylaminoä.thanol-Chlorhydrat,    0,2 g         1-(3.4-Dioxyphenyl)-        2-aminopropanol-(1)-          Chlorhydrat,    ? g     Natriumchlorid,    4 g Kalium  sulfat und 1 bis 2 g Harnstoff zu 1     Liter          redestilliertem    Wasser zeigt bei 22  einen       pH-Wert    von 6,3,     \?0    Minuten im Dampf  strom erhitzt,

   einen     pH-Wert    von 6,35.  



  Eine gleichartig zusammengesetzte und       bereitete,    aber keinen Harnstoff     enthaltende     Lösung besass dagegen nach dem     Entkeimen     einen PH-Wert von etwa 4,8.  



  In gleicher Weise können naturgemäss  auch haltbare Lösungen anderer anästhesie  rend wirkender Substanzen,     wie    zum Beispiel  des     para-Butylaminobenzoyl-dimetliylamino-          methyl-äthanol-Chlorhydrates    hergestellt wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung haltbarer, auf eine Wasserstoffionenkonzentration von etwa pH 6 eingestellter, wässeriger Lösungen von anästhesierend wirkenden Substanzen, die bei der Entkeimung Säure bilden, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Lösungen nach Zugabe von Harnstoff durch Erhitzen ent keimt.
CH182529D 1933-11-11 1934-11-01 Verfahren zur Herstellung haltbarer wässriger Lösungen von anästhesierend wirkenden Substanzen. CH182529A (de)

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