CH183465A - Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes aus Harnstoff, Formaldehyd und Hexamethylentetramin. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes aus Harnstoff, Formaldehyd und Hexamethylentetramin.Info
- Publication number
- CH183465A CH183465A CH183465DA CH183465A CH 183465 A CH183465 A CH 183465A CH 183465D A CH183465D A CH 183465DA CH 183465 A CH183465 A CH 183465A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- formaldehyde
- condensation product
- urea
- added
- hexamethylenetetramine
- Prior art date
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G12/00—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes aus Harnstoff, Formaldehyd und Hegamethylentetramin. Es ist bekannt, unhärtbare Kondensations produkte aus Harnstoff, Formaldehyd und Hexamethylentetramin, wie sie zum Beispiel in der schweizerischen Patentschrift Nr.<B>178551</B> beschrieben sind, durch Zugabe von weiteren Mengen Formaldehyd und Harnstoff und/oder Thioharnstoff bezw. von härtbaren Bariistoff- Formaldehyd-Kondensationsprodukten in härt- bare Harze umzuwandeln (vergl. schweizeri sche Patentschrift Nr. 178554, Beispiele 3 und 4 und schweizerische Patentschrift Nr.181453, Beispiel 2). Es wurde nun gefunden, dass es auch möglich ist, unhärtbare Harze dieser Art durch Zusatz von Formaldehyd allein in härtbare Produkte überzuführen. Diese Ver fahrensform ist für das Harnstoff-Formalde- hyd-Gebiet völlig neu und bietet somit ganz neue Arbeitsmöglichkeiten. Die unhärtbaren Produkte dieses Verfah rens werden vorzugsweise hergestellt, indem 1 Mol Harnstoff mit weniger als 1 1M' o1 For maldehyd und weniger als 0,1 Mol Hexa- methylentetramin mit oder ohne Anwendung von sauren Kontaktmitteln kondensiert wer den. Wird das Kontaktmittel von Anfang an zugesetzt, so kann die Wasserstoffionen konzentration im Formaldehyd grösser sein als einem P$ von 3 entspricht. Die einzelnen Stoffe können alle von Anfang an zugesetzt werden oder ihr Zusatz kann stufenweise erfolgen. Die Lösungen der unhärtbären Produkte können für sich eingedickt oder bis zur Trockne eingedampft werden. Die Lösungen sowohl als auch die trockenen Pulver können beliebig lange gelagert werden. Es ist dies der grosse Vorteil der unhärtbaren Produkte, dass sie ohne besondere Vorsichtsmassnahmen behandelt werden können, da bei ihnen nicht wie bei den härtbaren Produkten die Gefahr besteht, dass sie bei der Herstellung oder Lagerung schon härten. Zur ITberführung in den härtbaren Zustand wird das unhärtbare Produkt mit oder ohne Wärmezufuhr mit Formaldehyd versetzt, und zwar zweckmässig in solchen Mengen, dass das Molverhältnis Harnstoff : Formaldehyd 1 1,5 wird. Die so gewonnenen Lösungen kön nen direkt verarbeitet oder sie können noch weiter kondensiert werden. Der Formaldehyd kann auf einmal oder stufenweise zugesetzt werden; ein Teil desselben kann sogar erst vor dem Pressen in Form seiner trockenen Polymeren dem Presspulver zugemahlen wer den. Wird das saure Kontaktmittel erst der härtbaren Lösung zugesetzt, so löst man es zweckmässig in dem zuzusetzenden Formal dehyd auf, wobei die Wasserstoffionenkon- zentration dieses Formaldehyds grösser sein kann als einem P$ von 3 'entspricht. Durch diesen von Anfang an oder stufenweise er folgten Zusatz des Kontaktmittels werden die Endprodukte weitgehend verbessert. Als Kontaktmittel kommen Oxalsäure oder Phos phorsäure oder irgend eine organische oder anorganische Säure oder ein säureabspalten der Körper in Betracht. Es kann auch nach oder während der Kondensation ein Teil oder die gesamte Menge der Säure wieder neutra lisiert werden. Als Lösungsmittel können sowohl Wasser als auch nicht wässerige Flüssigkeiten oder Gemische beider verwendet werden. <I>Beispiel 1:</I> Das als Ausgangsmaterial dienende un- härtbare Kondensationsprodukt wird wie folgt hergestellt 120 Teile Harnstoff (2 Mol) und 14 Teile Hexamethylentetramin (0,1Mo1) werden in 100 Teilen 30 %iger Formaldehydlösung (1 Mol) gelöst und während 2 Stunden bei 70-80 0 im Vakuum destilliert. Es entsteht eine alka lisch reagierende klare Flüssigkeit, die das unhärtbare Kondensationsprodukt enthält. Diese wird nun zwecks Überführung in den härtbaren Zustand mit 200 Teilen 30 %igem Formaldehyd (2 Mol) versetzt und dann 1/2 Stunde auf 60 0 gehalten. Die so erhaltene Lösung des härtbaren Kondensationsproduktes kann nun in bekann ter Weise auf Kunststoffe verarbeitet werden. Zwecks Herstellung eines Presspulvers wird sie beispielsweise nach Zusatz von 0,4 Teilen Oxalsäure mit Zellulose verknetet und die Mischung getrocknet und vermahlen. Das so erhaltene Presspulver zeigt, in der Heisspresse gepresst, bei einem Pressdruck von 100-00 kg/cm' ein sehr gutes Fliessvermögen und lässt sich schon nach einer Presszeit von 1-3 Minuten bei zirka 140 als zäher harter und hochglänzender Pressling ausstossen, der gute Wasserbeständigkeit aufweist. <I>Beispiel 2:</I> Die Herstellung des unhärtbaren Konden sationsproduktes erfolgt wie in Beispiel 1. Die erhaltene Lösung wird zunächst mit 160 Teilen 30 %igem Formaldehyd (1,6 Mol) versetzt und dann 1/2 Stunde auf<B>600</B> ge halten. Die Lösung wird wie in Beispiel. 1 zu einem Presspulver verarbeitet, mit dem Unterschied, dass nach dem Zerkleinern noch so viel Paraformaldehyd zugemahlen wird, dass das Endverhältnis zwischen Harnstoff und Formaldehyd 1 : 1,5 Mol geworden ist (12 Teile). Es werden Presslinge von den im Beispiel 1 erwähnten Eigenschaften erhalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines härtbaren Kondensationsproduktes aus Harnstoff, For- maldehydundHexamethylentetramin, dadurch gekennzeichnet, dass man ein unhärtbares Kondensationsprodukt aus Harnstoff, Formal dehyd und Hexamethylentetramin mit For maldehyd behandelt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung des unhärtbaren in das härtbare Kondensations produkt ohne Wärmezufuhr erfolgt. 2.Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung des unhärtbaren in das härtbareKondensations- produkt mit Wärmezufuhr erfolgt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem zuzusetzenden Härtungsformaldehyd saure Kontaktmittel zugesetzt werden. 4. Verfahren gemäss Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass der schon härtbaren aber noch nicht gehärteten Mischung des unhärtbaren Kondensationsproduktes mit Formaldehyd saure Kontaktmittel zuge setzt werden. 5.Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Formaldehyd getrock netem Presspulver in Form von trockenen Polymereu des Formaldehyds zugesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH183465T | 1934-05-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH183465A true CH183465A (de) | 1936-04-15 |
Family
ID=4432320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH183465D CH183465A (de) | 1934-05-29 | 1934-05-29 | Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes aus Harnstoff, Formaldehyd und Hexamethylentetramin. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH183465A (de) |
-
1934
- 1934-05-29 CH CH183465D patent/CH183465A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH183465A (de) | Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes aus Harnstoff, Formaldehyd und Hexamethylentetramin. | |
| DE689803C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff, Formaldehyd und Hexamethylentetramin | |
| AT156162B (de) | Verfahren zur Überführung von unhärtbaren Kondensationsprodukten aus Harnstoff, Formaldehyd und Hexamethylentetramin in härtbare Kondensationsprodukte. | |
| AT149353B (de) | Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten. | |
| AT145515B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff, Formaldehyd und Hexamethylentetramin bzw. dem Hexamethylentetramin ähnlich wirkenden Verbindungen. | |
| DE579553C (de) | Verfahren zur Herstellung von Pressmischungen | |
| AT157387B (de) | Verfahren zur Herstellung gekräuselter Kunstspinnfasern. | |
| DE615525C (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, aus reversiblen Gelen bestehenden Kondensationsprodukten aus Harnstoff oder Mischungen von Harnstoff und Thio- harnstoff und Formaldehyd in Trockenform und Loesungen daraus | |
| AT129751B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten. | |
| AT159801B (de) | Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten. | |
| DE553502C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Carbamiden, Thiocarbamiden und deren Derivaten mit Aldehyden, insbesondere Formaldehyd | |
| AT163630B (de) | Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher methylierter Methylolmelamine | |
| DE593505C (de) | Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten | |
| DE542785C (de) | Verfahren zur Herstellung von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten | |
| DE679873C (de) | Verfahren zur Herstellung pressbarer Massen | |
| DE865974C (de) | Verfahren zur Herstellung von haertbaren Lackharzen | |
| DE732498C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten | |
| DE605124C (de) | Verfahren zur Herstellung eines harzartigen, haertbaren Kondensationsproduktes | |
| AT132395B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen. | |
| DE906374C (de) | Verfahren zur Herstellung von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten | |
| DE567671C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff und Formaldehyd | |
| AT99124B (de) | Verfahren zur Herstellung von unlöslichen und unschmelzbaren Kondensationsprodukten aus Phenol und Formaldehyd. | |
| DE531277C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff oder dessen Derivaten mit Formaldehyd | |
| CH187026A (de) | Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes aus Harnstoff, Thioharnstoff, Formaldehyd und Hexamethylentetramin. | |
| DE1112505B (de) | Verfahren zur Herstellung von Paraformaldehyd mit mittlerer Reaktionsfaehigkeit und einem Wassergehalt von hoechstens 0, 2 Gewichtsprozent |