CH184006A - Verfahren zur Herstellung eines Hilfsmittels zur Behandlung und Veredelung von Werkstoffen aller Art, insbesondere Textilien und Leder. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Hilfsmittels zur Behandlung und Veredelung von Werkstoffen aller Art, insbesondere Textilien und Leder.

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CH184006A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)
  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines Hilfsmittels zur Behandlung und Veredelung von       Werkstoffen    aller Art, insbesondere Textilien und Zeder.    Es wurde gefunden, dass man wertvolle  Produkte, die mit Vorteil bei der Behand  lung und Veredelung von Werkstoffen aller  Art, insbesondere von Textilien und Leder,  Verwendung finden, erhalten kann, wenn  man     aliphatische,    aromatische oder     hydro-          aromatische        Sulfonsäuren,        bezw.    deren reak  tionsfähige Derivate, wie z. B.     Anhydride,          Halogenide    oder dergleichen, mit wasserlös  lichen     Peptidgemischen    kondensiert.

   Als  solche Säuren seien beispielsweise genannt:       Butylsulfonsäure,        höhermolekulare    gesät  tigte,     ungesättigte    und chlorierte     alipha-          tische        Sulfonsäuren,        Dichlorbenzylsulfon-          säure,        Naphthalinsulfonsäure,        Diisobutyl-          sulfonsäure,        Xylolsulfonsäure,    chlorierte       Naphthalinsulfonsäuren,    ferner substituierte       Sulfaminsäuren,    wie z.

   B.     Diäthyl-,        Dibu-          tyl-,        Dodecyl-methylsulfaminsäure    und der  gleichen.  



  Als     Peptidkomponenten    kommen in Frage       Peptidgemische,    wie sie bei der unvollstän-         digen    Hydrolyse von Eiweiss oder eiweiss  haltigen Stoffen tierischer oder pflanzlicher  Herkunft, z. B. Sojabohnenmehl, Gelatine,  Abfällen der Gerbereien, .der Lederverarbei  tung oder dergleichen erhalten werden.  



  Die     Kondensation    der Säuren     bezw.    ihrer  Derivate kann auf beliebige Weise vorge  nommen werden, zum Beispiel kann man  bei Verwendung der     Halogenide    entweder in  indifferentem organischem Lösungsmittel, so  etwa in     Kohlenwasserstoffen    oder chlorier  ten     Kohlenwasserstoffen    unter Zugabe von       säurebindi3nden    Mitteln, z. B.     Pyridin,        Dial-          kylanilin    oder anorganischen Alkalien, z. B.  Pottasche, oder in wässrig alkalischem Me  dium arbeiten.  



  Die in der Weise erhaltenen Konden  sationsprodukte lösen sich in Wasser zu  schäumenden Lösungen von guter Beständig  keit     gegen:    Kalk- oder     Schwermetallsalze.     Je nach der Zusammensetzung können sie  verwendet     werden    als Wasch- und Netzmit-           tel,    als Netzmittel in     Merzerisierlaugen,    als       Dispergiermittel,    z. B. für Kalkseifen, als  Egalisier- und     Durchfärbemittel    beim Fär  ben mit     Küpen-    und Schwefelfarben und in  der     Naphtolfärberei,    als     Emulgiermittel,     z.

   B. für     Fette,    Öle, Fettsäuren oder der  gleichen, als Weichmacher, z. B. für     Zellu-          loseester    oder regenerierte Zellulose usw.  



  Die neuen Produkte können vielfach mit  Erfolg zusammen mit andern Mitteln Ver  wendung finden, wie z. B. mit Seifen, Fett  säuren, Kondensationsprodukten     höhermole-          kularer        Carbonsäuren    mit     Oxy-    oder     Ami-          noalkylsulfonsäiiren,        Fettalkoholsulfonaten,     Leim, Stärke, Alkoholen,     Ketonen,        Kohlen-          w        asserstoffen,    chlorierten     Kohlenwasserstof-          fen    usw.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Herstellung eines  Produktes der eingangs erwähnten Art, das  dadurch     gekennzeichnet    ist, dass man     ein     wasserlösliches     Peptidgemisch,    erhältlich  durch unvollständige Hydrolyse von Eiweiss  stoffen, mit     DiisobutylnaphtIialinsulfosäure-          lialogenid,    das     erhalten    werden kann durch  Erhitzen von Naphthalin mit konzentrierter  Schwefelsäure und     Isobutylalkohol    und Ein  wirkung eines das     Sulfohalogenid    bildenden       Mittels    auf die entstandene     Sulfosäure,    um  setzt.  



       Beispiel:     In 1000 Gewichtsteilen einer 40%igen  Lösung eines     Peptidgemisches    (erhalten  durch sechsstündiges Erhitzen von zer  kleinerten Lederabfällen mit<B>10%</B> gelösch  tem Kalk und Wasser im     R.ührautoklaven     auf<B>130'</B> C und anschliessende Umsetzung  mit Soda)     -=erden    unter gutem Rühren bei  einer Temperatur von<B>90'</B> C im Laufe einer  Stunde 330 Gewichtsteile Diisobutylnapli-         thalinsulfosäurechlorid,    das erhalten wurde  durch Erhitzen von Naphthalin mit konzen  trierter Schwefelsäure und     Isobutylalkohol     und Einwirkung von     Phosphorpentachlorid     auf ein Salz der so gebildeten     Sulfosäure,

       gelöst in 500     Gewichsteilen    Azeton, und  etwa 530 Gewichtsteile     2-n-Natronlauge     einlaufen gelassen. Der Zusatz der Natron  lauge wird in solch einer Weise vorgenom  men, dass das Reaktionsgemisch ständig  <I>s</I>     'hwaell    alkalisch bleibt. Zur Beendigung  <I>e</I>  der Umsetzung wird eine Stunde auf     90A    C  nacherhitzt.  



  Das     Umsetzungsprodukt    ist eine dick  flüssige Paste, die sich leicht mit Wasser zu  stark schäumenden Lösungen von guter       Letz-    und     Dispergierwirkung    verdünnen  lässt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Hilfs mittels zur Behandlung und Veredelung von Werkstoffen aller Art, insbesondere Texti lien und Leder, dadurch .gekennzeichnet, dass man ein wasserlösliches Peptidgemisch, er hältlich durch unvollständige Hydrolyse von Eiweissstoffen, mit Diisobutylnaphthalin- sulfosäurehalogenid, das erhalten werden kann durch Erhitzen von Naphthalin mit konzentrierter Schwefelsäure und Isobutyl- alkohol und Einwirkung eines das Sulfo- halogenid bildenden Mittels auf die entstan dene Sulfosäure, umsetzt.
    Das neue Produkt ist eine dickflüssige Paste, die sich leicht mit Wasser zu stark schäumenden Lösungen von guter Netz- und Dispergierwirkung verdünnen lässt.
CH184006D 1934-03-15 1935-03-13 Verfahren zur Herstellung eines Hilfsmittels zur Behandlung und Veredelung von Werkstoffen aller Art, insbesondere Textilien und Leder. CH184006A (de)

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