CH185941A - Verfahren zur Herstellung eines als Netz-, Wasch-, Emulgier-, Dispergier-, Egalisier- und Weichmachungsmittel verwendbaren Produktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines als Netz-, Wasch-, Emulgier-, Dispergier-, Egalisier- und Weichmachungsmittel verwendbaren Produktes.

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CH185941A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines als Netz-, Wasch-,     Emulgier-,        Dispergier-,        Egalisier-          und        Weichmachungsmittel    verwendbaren Produktes.

      Vorliegende Erfindung betrifft die Her  stellung eines als Netz-, Wasch-,     Kmulgier-,          Dispergier-,        Egalisier-    und     Weichmachungs-          mittel    verwendbaren Produktes durch Um  setzung eines Gemisches von     Aminocarbon-          säuren,    wie es bei der Totalhydrolyse von  Eiweissstoffen erhalten wird, mit einer den       Olsäurerest    abgebenden Verbindung.  



  Das als Ausgangsmaterial dienende     Amino-          carbonsäuregemisch    kann aus natürlichen  Eiweissen oder solche enthaltenden Materia  lien tierischer oder pflanzlicher Herkunft,  zum Beispiel aus Albumin,     Glutin,    Weizen  kleber, Hefe, Sojabohnenmehl und derglei  chen durch vollständigen Abbau gewonnen  werden.

       Besonders    vorteilhaft lassen sich bil  lige Abfälle aus der Gerberei und aus der  Lederverarbeitung, fernerhin Schlachthof-,       .Horn-,        Haarwollabfälle        verwenden.    Der Ab  bau der genannten     Eiweisskörper    lässt sich  nach bekannten Methoden, zum     Beispiel       durch Erhitzen mit Wasser,     wässrigen    Säu  ren oder Alkalien     vornehmen.    Je nach der  Natur des verwendeten Materials erhält man       quantitativ    verschieden zusammengesetzte  Gemische von     Aminomonocarbonsäuren,

          wie     zum Beispiel     Glykokoll,        Alanin,        Leucin,          Prolin,        Ogyprolin,        Aminodicarbonsäuren,    wie  zum Beispiel     Asparaginsäure,        Glutaminsäure     und dergleichen, basischen     Aminocarbonsäu-          ren    und deren     Substitutionsprodukten,

          wie     zum Beispiel     Lysin    und     Arginin.    Als den  Rest der     !Olsäure    abgebenden Substanz kann  die     Olsäure    selbst oder     insbesondere        eines     ihrer reaktionsfähigen funktionellen Deri  vate, wie beispielsweise     blsäurechlorid    oder       Olsäureanhydrid    dienen.

   Bei Verwendung  der     Halogenide        führt    man die Kondensation  zweckmässig in Gegenwart von indifferenten  säurebindenden Mitteln wie zum     Beispiel          Pyridin        etc.    oder in     wässrig    alkalischer Lö  sung durch. Man kann auch     unter    Verwen-           dung    von     organischen        Lösungsmitteln,    wie  zum     Beispiel    Alkoholen oder aromatischen       Bohlenwasserstoffen,    arbeiten.  



  Das neue Produkt stellt ein hellbraunes,  in Wasser leicht lösliches<B>01</B> dar, dessen  Lösung gegenüber den Härtebildnern des  Wassers sehr beständig ist. Es kann daher  als Hilfsmittel bei der     Bearbeitung    und Ver  edlung von Werkstoffen aller Art, insbeson  dere von Textilien oder Leder mit Vorteil       Verwendung    finden.

   Vor allem ist es in den  verschiedenen Verfahren der Textilindustrie  als Seifenersatz     bezw.    als Zusatz zu Seifen  in allen den Fällen geeignet, in welchen sich  die Empfindlichkeit     bezw.        Ausfällbarkeit          gewöhnlicher    Seifen durch Salze, zum Bei  spiel der Erdalkalien oder Schwermetalle,  störend bemerkbar macht, so zum Beispiel  beim Waschen, Netzen,     Beuchen,    Bleichen,  Walken, beim Färben mit     Küpen-,        Naph-          thol-,    Schwefel- oder     Diazofarben,    beim  Nachbehandeln oder Abziehen der Färbun  gen, bei der Herstellung von Emulsionen  von Fetten,

       Ölen,    Fettsäuren, Wachsen,  wachsähnlichen Stoffen,     Paraffin,    für die  Schlichte,     Imprägnierung,    Appretur und  dergleichen. Man kann es fernerhin verwen  den zum     Anteigen        bezw.    Lösen von Farb  stoffen oder deren Vorprodukten, zum Reib  echtmachen von Färbungen und dergleichen.  



  Das neue Produkt kann auch vielfach mit  Erfolg zusammen mit     andern    Mitteln Ver  wendung finden, wie zum Beispiel mit Sei  fen,     Türkischrotölen,        Alkylnaphthalinsulfo-          säuren,        Kondensationsprodukten    von     höher-          molekularen        Carbonsäuren    mit     Oxy-    oder       Amino-Alkylsulfosäuren,        Fettalkoholsulfo-          naten,    Leim, Stärke, löslichen Gummiarten,    Pflanzenschleimen, Alkoholen, Betonen,

       Boh-          lenwasserstoffen,        halogenierten        Kohlenwas-          serstoffen    und dergleichen.  



  <I>Beispiel:</I>  Man lässt zu 70 Gewichtsteilen     einer     30 % ixen Brühe vom     Eiweisstotalhydrolysat     (hergestellt durch Abbau von Lederabfällen  durch Erhitzen mit     Kalkmilch    im     Autokla-          ven    auf     140')    bei Zimmertemperatur 25 Ge  wichtsteile     Olsäurechlorid        zutropfen,    indem  man durch Zugabe von Natronlauge die       Reaktion        alkalisch    hält. Man     rührt        eine     Stunde nach und stellt auf     einen    Gehalt von  35 % ein.

   Das Produkt stellt ein hellbraunes  01 dar, das mit Wasser leicht gut schäu  mende Lösungen bildet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines als Netz-, Wasch-, Emulgier-, Dispergier-, Ega- lisier- und Weichmachungsmittel verwend baren Produktes, dadurch gekennzeichnet, dass, man ein durch Totalhydrolyse von Ei weissstoffen erhältliches Aminocarbonsäure- gemisch mit einer den ölsäurerest abgeben den Verbindung umsetzt. Das erhaltene neue Produkt ist ein hell braunes 01, das mit Wasser leicht gut schäu mende Lösungen bildet.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als den Ölsäure rest abgebende Verbindung Ölsäurechlorid verwendet wird.
CH185941D 1934-01-18 1935-01-10 Verfahren zur Herstellung eines als Netz-, Wasch-, Emulgier-, Dispergier-, Egalisier- und Weichmachungsmittel verwendbaren Produktes. CH185941A (de)

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