Ausatmungsventil für Gasschutzmasken. Gasschutzmasken müssen vollständig luft dicht sein, um einen verlässlichen Schutz zu gewährleisten. Die empfindlichste Stelle in dieser Hinsicht ist das Ausatmungsventil. Es wird an dieses die Anforderung gestellt, nur die ausgeatmete Luft bei geringstem At mungswiderstand durchzulassen. Es wurden bereits verschiedene Konstruktionen solcher Ausatmungsventile vorgeschlagen und ver wendet, z. B. Gummiteller, Glimmerplättchen mit einer Druckfeder, um eine feste Mittel stütze abklappbare Gummiplatten.
Alle diese bekannten Konstruktionen haben sich bei strengen praktischen Prüfungen mit der Gasschutzmaske in der Gaskammer bei grö sseren Konzentrationen der Reizgase nicht voll bewährt. Der Grund für die ungenü gende Wirkung liegt darin, dass diese Kon struktionen nur ungenau das Ausatmungs- ventil verschliessen und auch darin, dass nach beendetem Ausatmen nicht sofort eine voll ständige Dichtung der Luftöffnung bewerk stelligt wird. Der Gegenstand der vorliegenden Erfin dung beugt diesen Nachteilen vor.
Bei dem erfindungsgemässen Ausatmungsventil ist die Ausatmungsöffnung mittels einer Membrane aus elastischem Material .abgeschlossen. In folge ihrer eigentümlichen Einspannung öff net diese Membrane lediglich beim Ausatmen das Ausatmungsloch (also nur beim Über druck in der Maske), damit die ausgeatmete Luft entweichen kann. Im Augenblicke, wo die Ausatmung beendet ist (also wenn kein Überdruck mehr besteht),
sperrt die Mem brane sofort luftdicht das Ausatmungsloch.
Auf der beigelegten Zeichnung sind in den Fig. 1 bis ä drei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung im Axial- schnitt schematisch veranschaulicht.
In allen drei Ausführungen stellt 3 eine scheibenförmige Gummimembrane dar. Diese Membrane ist an ihrem ganzen Kreisumfange befestigt und schliesst in Ruhelage vollstän dig luftdicht die Ausatmungsluftöffnung 2' ab. Die Randebene der Luftaustrittsöffnung 2' überragt etwas diejenige des befestigten Kreisumfanges der Membrane. Durch die gestrichelten Linien 3' ist die Auswölbung der Membrane 3 dargestellt, wenn beim Aus atmen ein Überdruck in der Maske hervor gerufen wird.
Im Ausführungsbeispiele nach Fig. 1 ist in den Stoff 1 der Maske der untere Teil des Gehäuses 2 des Ausatmungsventils einmon tiert. Die entsprechende Luftaustrittsöffnung 2' ist luftdicht mittels der kreisscheibenför migen Gummimembrane 3 verschlossen. Diese Membrane ist durch die Verbindung des obern Teils 4 mit dem untern Teil 2 des Gehäuses des Ausatmuugsventils am Aussen rande festgehalten. Der obere Teil 4 ist mit dem nach hinten, das heisst nach innen ragen den zentralen Mittelzapfen 4' und mit der Entlüftungsöffnung 5 versehen.
Der Zapfen 4' stellt eine Gegenstütze der Membrane 3 in ihrer Mitte dar und dient dazu, dass der auf dem Ventilsitz der Ausatmungsöffnung 2' aufliegende Teil der Verschlussmembrane 3 ständig nach vorn hin durchgebogen wird, so dass der Mittelteil der Membrane 3 etwas in die Ausatmungsöffnung 2' hineinragt. Die Entlüftungsöffnung 5 sichert das Vorhan densein des atmosphärischen Druckes auf der Aussenseite der Membrane.
Die Arbeitsweise des beschriebenen Ausatmungsventils geht folgendermassen vor sich: Beim Ausatmen des Maskenträgers ent steht in der Maske ein Überdruck, welcher auf die Membrane 3 einwirkt, so dass sich diese nach aussen bezw. vorn wölbt und in die Lage 3' kommt, wodurch die Luftaus trittsöffnung 2' geöffnet wird und die ver brauchte Luft aus der Maske durch die Off nungen 6 entweicht.
In dem Augenblicke, in welchem der Überdruck aufhört, kehrt die Membrane 3 aus der Lage 3' mit starker Spannung in die ursprüngliche Lage mit schwacher Spannung zurück und die Luft austrittsöffnung 2' wird wieder luftdicht verschlossen.
In Fig. 2 ist ein. Ausatmungsventil dar gestellt, bei welchem die Membrane 3 mit einigen Löchern 5 versehen ist, damit bei der Ausw ölbung der Membrane in die Lage 3' durch diese Öffnungen 5 und dann durch die Öffnungen 6 die ausgeatmete Luft aus der Maske entweichen kann. In diesem Beispiel ist die Membrane durch die Teile 2) und 4 des Gehäuses ebenfalls an ihrem Aussenrande befestigt und in der Mitte durch den zen tralen Zapfen 4' von vorn her gestützt, so dass der auf dem Ventilsitz aufliegende Teil der Membrane ständig nach vorn durchgebo gen ist und unter Spannung steht.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist ein Ausatmungsventil dargestellt, dessen zweiteiliges Gehäuse durch die Teile 2 und 4 gebildet wird, mittels welcher die scheiben ringförmige Membrane an ihrem äussern und innern Rande befestigt ist. Die Membrane 3 versperrt die ringförmige Luftöffnung 2'.
Deren mittlere Partie, zu der auch noch deren Innenwand gehört, wird von -dem als Gegenstütze wirkenden innern Klemmrand 4" nach innen gedrückt, wodurch eine schwa che Wölbung nach aussen bezw. Spannung der ringförmigen Membrane zustande kommt, die derselben bei Nichtgebrauch des Ventils die ständige Anlage am Ventilsitz sichert. Der obere Teil 4 des Gehäuses ist mit einem Gewindeansatz zum Aufschrauben des Fil ters F versehen. Ferner ist dieser Teil mit den Entlüftungsöffnungen 6 versehen und in den Stoff 1 der Maske einmontiert. Die Mem brane 3 ist mit den Löchern 5 versehen, wel che demselben Zweck wie im Ausführungs beispiel nach Fig. 2 dienen.
Bei dieser Aus führung überragt die Ebene des Ventilsitzes der Ausatmungsöffnung 2 die Einspannebene des Innenrandes der Membrane 3. Beim Aus atmen wölbt der Überdruck die Membrane 3 in die Lage 3', wodurch die Luftöffnung 2' freigelegt wird. Die ausgeatmete Luft geht durch die Löcher 5 und durch die Entlüf tungslöcher 6 ins Freie.
Die dargestellten Beispiele des vorliegen den Erfindungsgegenstandes stellen Ausfüh rungen des Ausatmungsventils dar, bei wel chem das luftdichte Abschliessen der Luft öffnung nicht von einem besonderen mecha nischen Mittel (z. B. Druckfeder) abhängig ist. Es wird vielmehr die Elastizität der verwendeten Membrane voll ausgenützt.