Blättersatz für Schreibmaschinenbuchhaltung. Vorliegende Erfindung hat einen Blätter- satz für Schreibmaschinenbuchhaltung zum Gegenstand und betrifft eine weitere Ausbil dung der im Hauptpatent Nr. 180707 be schriebenen Erfindung.
Bei der Ausbildung nach dem Haupt patent muss bei jeder Eintragung einer Buchung .der Text zweimal ,geschrieben wer den, was eine Mehrarbeit verursacht und zu Irrtümern Anla.ss geben kann.
Diese Nachteile zu beseitigen ermöglicht der Blättersatz gemäss der Erfindung, und zwar dadurch, dass jedes Buchungsblatt auf der einen Seite neben der Textspalte zwei Datumkolonnen und auf der andern Seite neben der Textspalte zwei Sollkolonnen mit zwischen diesen liegender Habenkolonne auf- -weist, und die Breite des Kohlepapierstreifens so bemessen ist, dass derselbe die eine Da tumskolonne, die Textspalte,
sowie die drei derselben benachbarten Kontokolonnen Über deckt.
Dank dieser Ausbildung muss der Text nur einmal bei jeder Buchungseintragung auf das obere Buchungsblatt geschrieben werden und erscheint dann auf,dem andern Buchungs blatt in Durchschrift.
Die Richtigkeit der Gegenbuchung wird dann gewährleistet, wenn die beiden Buchungsblätter stets um eine Kontokolonne seitlich ,gegeneinander verscho ben eingelegt werden, so dass eine Buchung niemals in gleichnamige Kontokolonnen auf beiden Blättern eingetragen werden kann. Zweckmässigerweäse ist hierbei die rechts liegende Datumskolonne, sowie die rechts liegende ;
Sollkolonne schraffiert, um einen Eintrag in Originalschrift in diese beiden Kolonnen, also eine falsche Buchung, zu ver meiden. Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung ,dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 ein Buchungsblatt in Ansicht, Fig. 2 die aufeinandergelegten Blätter des Blättersatzes in Ansicht und Fsg. ä im Schnitt, Fig. 4 eine ähnliche Ansicht hiervon.
Der Blättersatz umfasst ein steifes Unter lagsblatt U von gleicher Breite, aber grösserer Länge wie die Buchungsblätter, mit darauf befestigtem Kohlepapierstredfen D, sowie zwei Buchungsblätter B1 und B2.
Jedes Buchungsblatt B1 bezw. BI hat an den beiden Längsrändern Zeilenskalen Z zur Erzielung einer genauen Zeileneinstellung beim Einspannen in der Schreibmaschine. Sodann hat jedes Buchungsblatt von links nach rechts eine Kolonne I für die Konto bezeichnung, eine doppelte Datumskolonne IIa und Hb, eine Textspalte III, eine Soll kolonne IV,
eine Habenkolonne V und schliesslich eine zweite Sollkolonne VI. Die Datumskolonne IIb, sowie die zweite Soll kolonne VI sind schraffiert. Ausserdem trägt die Textspalte zwei Marken m, .deren Ab stand von der Sollkolonne IV gleich der Breite einer Kontokolonne ist, und welche als Leitlinie beim Beschreiben dienen, um zu verhindern,
da.ss der betreffende Streifen der Textspalte beschrieben und dieser Textteil auf die erste Sollkolonne des darunterliegen- den Buchungsblattes durchgeschlagen wird.
Der Kohlepapierstreifen D ist in bekann ter Weise mit einem obern Falzende an der Rückseite des Querrandes des Unterlags- blattes U und mit dem untern Querrand auf dem Unterlaggsblatt festgeklebt, und seine Breite b ist so bemessen, @dass er über die zweite Datumkolonne IIb, die Textspalte III und die Kontokolonnen IV, V und VI eines Buchungsblattes reicht.
Die Verwendung des Blättersatzes bei Eintragung einer Buchung ,geht aus den in Fig. 2 und 4 dargestellten Beispielen hervor, wobei der Blättersatz natürlich in gleicher Weise nie im Hauptpatent dargestellt in die Schreibmaschine eingespannt wird. Ange nommen, es sei gemäss Fig. 2 und 3 eine Postscheckabhebung zu buchen.
Dann wird das Postscheckkontoblatt Bz so unter den Kohlepapierstreifen D gelegt, dass seine Da tumskolonne Tja noch frei sichtbar bleibt und der übrige Teil rechts .davon vom Kohle papier bedeckt ist. Das Ka:
ssakontoblatt B, wird um eine Kolonne nach rechts verscho ben zeilenrichtig darüber gelegt, so da.ss sein linker Rand die Bezeichnungskolonne I des untern Blattes B2 frei lässt und sein rechter Rand um,die Breite der ',
Sollkolonne VI über den Rand des Kohlepapierstreifens vorsteht. Nun wird auf dem Buchungsblatt B2 in der Bezeichnungskolonne I die Kontobezeich nung "Ka" (Kassa.) und .in der Bezeichnungs kolonne I des Buchungsblattes B, die Konto bezeichnung "Post" (Postscheckkonto) ein geschrieben.
In die Datumskolonne IIa des Buchungsblattes B1 wird das Datum der Ab hebung eingeschrieben, welches in Durch schrift ebenfalls in der Datumskolonne IIb ,des Buchungsblattes B2 erscheint. Der Text wird in der Textspalte von B1 bis zu der durch ,
die Marken m angezeigten Grenze ein geschrieben und erscheint ebenfalls in Durch- schrift in der Textspalte des Buchungsblattes Bz. In die !Sollkolonne IV von B1 wird der Betrag der Abhebung, z. B. Fr. 1000. - ein geschrieben, der in Durchschrift in der Habenkolonne V des Buchungsblattes BZ er scheint.
Die schraffierten Kolonnen, also die Datumskolonne IIb und die Sollkolonne VI, erhalten hierbei .gar keine Eintragung oder nur eine solche in Durchschrift. Würden die selben auf irgend einem der beiden Blätter eine Eintragung in Originalschrift aufweisen, so wäre dies ein Zeichen, dass die betreffende Buchung falsch ist.
Fig. 4 zeigt die in ähnlicher Weise vor genommene Eintragung einer Warenliefe rungsbuchung von Fr. 500. - in Original schrift auf dem Kontoblatt 134 und in Durch- schrift auf Odem Kontoblatt Wa (Warenaus gang), sowie einer Retouxsendungsgutschrift von Fr. 2'5. -.
Der erstere Betrag von Fr. 500. - steht in der Sollkolonne IV des Buchungsblattes B1 (Konto 134) in Original schrift, und in der Habenkolonne V des Bu- chungsblattes-B. (Wa) in Durchschrift, wäh rend die Gutschrift der Retoursendung von Fr. 25.
- in der Habenkolonne V des Blat tes B, in Originalschrift, in der schraffierten Sollkolonne VI des Blattes B, hingegen in Durchschrift erscheint.
In jedem Fall wird beim beschriebenen Ausführungsbeispiel bei richtiger gegen seitiger Anordnung der Blätter der, gesamte Vorgang in einer einzigen Eintragung ge bucht, also auch,der 'Text, wodurch Irrtümer ausgeschlossen werden und die Arbeit auf ein Mindestmass beschränkt wird. Sollten die Formulare irrtümlich falsch eingespannt worden sein, so zeigt sich dies ohne weiteres dadurch, dass in der Bezeichnungskolonne des untern Blattes die Bezeichnung für :die betreffende Buchung, sowie das Datum fehlen.
Auch ist jede Buchung unrichtig, bei welcher die schraffierten Kolonnen eine Originalschrifteintragung enthalten, da die selben infolge der Verschiebung der beiden Buchungsblätter gegeneinander bei ricUti- ger Eintragung nur Durchschrift enthalten können.