CH185426A - Verfahren zur Herstellung von synthetische Gerbstoffe enthaltenden Präparaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von synthetische Gerbstoffe enthaltenden Präparaten.

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CH185426A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Herstellung von     synthetische        Gerbstoffe    enthaltenden Präparaten.    Es wurde gefunden, dass es gelingt, Mi  schungen von synthetischen Gerbstoffen, die  an sich bekannt sein können, mit negativ  geladenen, anorganischen Kolloiden, die selbst  nicht notwendigerweise     Gerbstoffcharakter    be  sitzen müssen, herzustellen, die gegenüber den  synthetischen Gerbstoffen allein verbesserte  Eigenschaften haben.

   Mit diesen neuen Gerb  stoffpräparaten können Leder hergestellt wer  den, die sich     vor.den    mit den gleichen syn  thetischen Gerbstoffen allein erzeugten Ledern  entweder durch eine bessere Fülle, grössere  Festigkeit, oder, infolge des gesteigerten     Gerb-          wertes    des verwendeten     Gerbmittels,    durch  niedrigeren Preis auszeichnen. Dadurch werden  gewichtige Nachteile, die bisher der allgemei  nen Verwendung synthetischer Gerbstoffe hin  dernd entgegenstanden, weitgehend behoben.  



  Als anorganische, negativ geladene Kolloide  eignen sich hauptsächlich die polymeren Oxyde  der Elemente der IV. Gruppe des periodischen  Systems, die schwachen Säurecharakter be  sitzen und in Wasser negativ geladene Kol-         loide    zu bilden vermögen, wie Kiesel- und  Zinnsäure, ebenso deren     schwerlösliche,    kol  loidale Metallsalze, wie die Silikate,     Stannate     <B>USW.</B> von Aluminium, Zink, Chrom usw. Sie  können einzeln oder in Mischung angewendet  werden und lassen sich beispielsweise als  fertige Kolloide dem     Gerbstoff    zusetzen.

   Meist  wird man jedoch unter     Ausnützung    der aus  gezeichneten     Schutzkolloidwirkung    dieser       Gerbstoffe    die Erzeugung des kolloidalen Ver  teilungsgrades des anorganischen Teils in die  dazu geeignete Phase der     Gerbstoffherstellung     verlegen, wodurch die Herstellung sehr ver  einfacht und     die_Stabilität    des Endproduktes  am besten gewährleistet wird.

   Die auf diese  Art hergestellten     Gerbstoffpräparate    sind nicht  nur als konzentrierte Lösungen sehr bestän  dig, sondern es lassen sich dieselben unter       Innehaltung    geeigneter Bedingungen ohne  Schwierigkeit in trockene Pulverpräparate  überführen, ohne dass die kolloidale Natur des  anorganischen Bestandteils ungünstig beein  flusst würde.

        <I>Beispiel 1:</I>  200 Teile     Naphthalinsulfonsäure,    rohes       Sulfonierungsgemisch,    wie es durch einstün  diges Erhitzen von gleichen Teilen Naphthalin  und     Schwefelsäure-Monohydrat    auf 150-160 0  erhalten wird, 100 Teile Wasser, 160 Teile       Dioxydiphenylsulfon    technisch und 100 Teile       Formaldehyd        30        %        werden        ungefähr    1     Stunde     unter Rühren     rückfliessend    gekocht.

   Dann wird       mit        einer        Mischung        von        80        Teilen        34%iger     Natronlauge, 43 Teilen Wasserglas handels  üblicher Ware von 38--39 0     B6    und 180 Teilen  Wasser     anneutralisiert.     



  Mit diesem     Gerbstoffpräparat    wird nach  üblichem     Gerbverfahren    ein volles, festes Leder  erzielt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  160 Teile     Kresolsulfonsäure,    aus     Rohkresol     durch Sulfonieren mit der gleichen Menge       rauchender        Schwefelsäure        von        26        %        Anhydrid     bei     100-110'    innert 30 Minuten erhalten,  werden langsam mit 40 Teilen Wasser und  bei 30-35 0 C mit 50 Teilen Formaldehyd       30        %        versetzt        und        einige        Zeit        gerührt,

          wobei     die Temperatur bis 40 0 C steigen darf. Dann  wird mit einer Mischung von 200 Teilen  Wasser, 43 Teilen Wasserglas von 38-39 0       B6        und        80        Teilen        34,5        %iger        Natronlauge          anneutr        ali    eiert.  



  <I>Beispiel 3:</I>  200 Teile     Kresolsulfonsäure,        Sulfonierungs-          gemisch    nach Beispiel 2, werden unter 40 0 C  mit 50 Teilen Wasser verdünnt und bei einer       Acidität    von 10 g = 48 cm'     n-Natrorilauge     mit 40 Teilen     Harnstoff    und 120 Teilen       34,8        %iger        Natronlauge        versetzt.        Zur        Re-          aktionsmasse    gibt man dann rasch eine Mi  schung aus 43 Teilen Wasserglas, 38-39 0       B6,

          130        Teilen        Formaldehyd        30        %        und        130     Teilen Wasser hinzu, kocht 10 Minuten, lässt  abkühlen und stellt mit     Ogal-    oder Phosphor  säure auf die erforderliche     Acidität    ein.  



  <I>Beispiel</I>  200 Teile     Kresolsulfonsäure,    dargestellt  wie oben angegeben, werden nach Beispiel 3  verdünnt und nacheinander unter gutem Rüh-         ren    60 Teile Harnstoff, 114 Teile 34,5     %ige     Natronlauge und 50 Teile gepulvertes Alu  miniumsulfat zugegeben. Die Reaktionsmasse  erwärmt sich. Man versetzt bei 75 0 C mit  43 Teilen Wasserglas 38-39 0     B6,    200 Teilen       Formaldehyd        30%        und        50        Teilen        Wasser        und     erhitzt 30 Minuten zum Kochen.

   Dann wird  auf eine     gerberisch    zweckmässige     Acidität    an  gesäuert.  



  Das     Gerbstoffpräparat    gibt bei ausgezeich  neter Ausbeute ein volles, festes Leder von  guter Lichtechtheit.  



  In diesem Beispiel kann man das Alu  minium teilweise oder ganz durch andere  Metalle ersetzen, wie beispielsweise durch  Zink, Wismut usw.  



  <I>Beispiel 5:</I>  200 Teile     Kresolsulfonsäure    werden nach  Beispiel 2 dargestellt und nach der Verdün  nung mit 60 Teilen     Harnstoff    und 114 Teilen       34,8        %iger        Natronlauge        versetzt.        Bei        75    0     C     lässt man eine Mischung von 43 Teilen Wasser  glas 38-39 0 Bö, 200 Teilen Formaldehyd       30%        und        50        Teilen        Wasser        einlaufen,

          kocht     10 Minuten und gibt bei 60 0 C 20 Teile       Phosphorsäure        85        %        zu,        worauf        im        Vacuum     eingedampft und bei 60-70 0 C getrocknet  wird. Der trockene     Oaerbstoff        wirdmit50    Teilen  kristallisierter     Oxalsäure    zusammengemahlen.  



  Die wässerige Lösung gerbt Blössen zu  einem weissen, vollen und lichtechten Leder  von grosser Zähigkeit.  



  <I>Beispiel 6:</I>  200 Teile     Kresolsulfonsäure,    wie in Bei  spiel 2 dargestellt, werden nach Verdünnung  mit 50 Teilen Wasser mit 60 Teilen Harn  stoff und, bei einer     Acidität    der     Kresolsulfon-          säure    von 10 g = 46,8     eins        n-Natronlauge,     mit. 111 Teilen Natronlauge von 34,5 0% ver  setzt.

   Bei 75 0 C lässt man hierauf rasch eine  Mischung von 13 Teilen     Natriumstannat    (1 g  verbraucht zur Neutralisation 8,35 eins     n-          Natronlauge,    mit     Methylorange    als Indikator),  200 Teilen Formaldehyd     30'/o        und    50 Teilen  Wasser zufliessen. Man kocht 10 Minuten,  gibt 20 Teile Phosphorsäure 85     %ig    zu und      erhält eine opalisierende     Lösung,    die Blössen  in ein volles, weisses Leder verwandelt.  



  <I>Beispiel<B>7</B>:</I>  50 Teile     Rohkresol    werden, wie in Bei  spiel 2 beschrieben, sulfoniert und mit Wasser  verdünnt. Zu den erhaltenen 125 Teilen     Sulfier-          gemisch    gibt man 30 Teile     Harnstoff    und,  bei einer     Acidität    der     Sulfonsäure    von<B>10</B> g =  <I>48</I>     cm-'        n-Natronlauge,    57 Teile einer     Natron-          lauge        von        34,

  8%.        Zum        Schluss        werden        noch     100 Teile Formaldehyd     30'/o    zugegeben und  10 Minuten gekocht. Man kühlt auf 60 0 C ab,       gibt        20        Teile        Phosphorsäure        85%        zu,        ver-          dünnt        mit        550        Teilen        einer        1%igen,

          kollo-          idalen    Kieselsäure, dampft im Vakuum das  Wasser ab und trocknet bei<B>60-700</B> C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von synthetische Gerbstoffe enthaltenden Präparaten, dadurch gekennzeichnet, dass man Mischungen von syn thetischen Gerbstoffen mit negativ geladenen anorganischen Kolloiden herstellt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als negativ geladene anorganische Kolloide die kolloiden, polymeren Oxyde der Elemente der IV. Gruppe des periodischen Systems mit schwachem Säure charakter, oder deren kolloidale schwerlös- liche Metallsalze verwendet.
CH185426D 1935-01-12 1935-12-21 Verfahren zur Herstellung von synthetische Gerbstoffe enthaltenden Präparaten. CH185426A (de)

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