CH185442A - Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenphotographien. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenphotographien.

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CH185442A
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N V Nederlandsch L Spaarnestad
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Nl Lab De Spaarnestad Nv
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/18Processes for the correction of the colour image in subtractive colour photography

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Nehrfarbenphotographien.       Eine Abart der     Mehrfarbenphotographie     ist die     Farbrasterphotographie.    Sie ist da  durch gekennzeichnet,     dass    die Aufnahmefil  ter in feiner Verteilung als Raster in der  Regel zwischen lichtempfindlicher Schicht  und Schichtträger liegen. Es sind auch     F'arb-          rasterplatten    vorgeschlagen worden, bei  denen der     Farbraster    selbst lichtempfindlich  ist. Diese Vorschläge sind aber nie zur Aus  führung gekommen.

   Alle     Farbrasterplatten     und -filme haben die Eigenschaft gemein  sam, dass die Filterelemente, aus denen der       Farbraster    besteht, lückenlos und     überdek-          kungsfrei    nebeneinander liegen     müssen.    Da  durch ist, abgesehen von der     Schwierigkeit     der Herstellung solcher Raster, auch die  Entstehung der Farben in der Weise fest  gelegt, dass sie nur auf additivem Wege zu  stande kommen können.

   Die hellsten Stellen       eines        Rasterfarbenbildes,    also die Stellen,  die Weiss darstellen sollen, zeigen die lücken  los nebeneinander liegenden bunten Filter  elemente, ohne wesentliche Einschränkung    ihrer Durchlässigkeit durch Silberablage  rungen, während alle     andern    Stellen durch  mehr oder weniger starke und auf die ein  zelnen Filterfärbungen verschieden verteilte  Silbermengen in ihrer Durchlässigkeit ver  mindert sind. Ohne Silberablagerungen hin  ter den Filterelementen kann beim     Farb-          rasterverfahren    kein farbiges     Bild    entstehen.  



  Bisher war das     Farbrasterverfahren    das  einzige bekannte Verfahren, das es erlaubt,  die     Mehrfarbenphotographie        mittels    einer  einzigen Schicht     auszuüben.    Ausser dem in  verschiedener Form realisierten, grundsätz  lich aber immer gleichen     Farbrasterverfah-          ren    wurden zwar auch noch manche andere       Dreifarbeneinschichtverfahren    vorgeschlagen.

    Bei aller Verschiedenheit untereinander hat  ten diese jedoch ein ausgesprochenes Kenn  zeichen gemeinsam, nämlich dass es sich  dabei lediglich um ausgedachte,     praktisch     jedoch nie durchgeführte, oft geradezu phan  tastische Vorgänge und Anordnungen han  delte. Dies gilt insbesondere von den Vor-           schlägen,    die mit     adsorptiv    verschieden ge  färbten     Bromsilberteilchen    oder mit ver  schiedenen,     selektiv    verschieden empfind  lichen, gegebenenfalls zentrifugierten     Emul-          sionsteilchen        usw.    arbeiten wollten.  



  Die vorliegende Erfindung gibt nun ein  weiteres, vom bisher Bekannten oder Vor  geschlagenen wesentlich verschiedenes Mehr  farbeneinschichtverfahren. Bei     flüchtiger    Be  trachtung des     Verfahrens    mag es den An  schein haben, als ob das neue Verfahren  lediglich auf einer Abänderung des an sich  längst bekannten     Farbrasterverfahrens    auf  baue.

   Das ist aber nicht der Fall, sondern  beim     systematischen    Vergleichen zeigt das  neue Verfahren von vornherein ganz wesent  liche Abweichungen gerade von den wichtig  sten Rennzeichen des     Farbrasterverfahrens:     Auf die Forderung nach     Überdeckungslosig-          keit    der Filterelemente verzichtet es nicht  nur, sondern macht Überdeckung derselben  geradezu zur     Bedingung.     



  Gleichzeitig werden die Filterelemente  so ausgestaltet, dass sie selbst lichtempfind  lich sind. Das Verfahren gemäss der Erfin  dung ist dadurch gekennzeichnet, dass     in.     einer Schicht, die aus verschiedenen,     unaus-          waschbar    gefärbten, als Lichtfilter wirken  den und sich     gegenseitig    überdeckenden  kleinen lichtempfindlichen Teilen besteht,  eine Härtung der belichteten Schichtteile  herbeigeführt wird und die nicht belichteten  und nicht     gehärteten    Schichtteile     entfernt     werden.

   Im Regelfall werden die Schichten  so hergestellt, dass sogar eine mehrfache  Überdeckung der Filterelemente     stattfindet.     Ihre Färbung kann sehr verschieden sein,  zweckmässig werden aber solche     Färbungen     verwendet, die bei     spektroskopischer    Be  trachtung     einen    möglichst schroffen Über  gang vom Gebiet der Durchlässigkeit zu  demjenigen der Absorption zeigen,     wie    das  ähnlich auch bei andern in der Mehrfarben  photographie zur Aufnahme und zur Bild  darstellung gebräuchlichen Filtern,

       AnfIr-          bungen    und Druckfarben     angestrebt        wird.     Es verhalten sich auch die verschiedenen zur       Anfärbung    der Filterteilchen einer Schicht         verwendeten        Färbungen,    in bezug auf Durch  lässigkeit     bezw.        Absorption    zweckmässiger  weise so     zueinander,        dass    sie bei     subtraktiver     Mischung, also hintereinander liegend, kein  Licht mehr durchlassen.

   Ob dabei die An  färbung zweckmässiger so gestaltet     wird,    dass  schon zwei hintereinander liegende Filter  färbungen kein Licht mehr durchlassen, also  Schwarz ergeben (zum Beispiel Dreiklang       Scharlachrot-Grün-Blauviolett)    oder ob die  Zone der     spektralen    Durchlässigkeit besser  so breit gewählt wird, dass. erst bei drei  (zum     Beispiel    Dreiklang     Blaugrün-Karmin-          Gelb)    oder mehr verschiedenen Färbungen  völlige Lichtlosigkeit auftritt, das ist grund  sätzlich gleichgültig und hängt praktisch  lediglich vom jeweiligen Verwendungszweck  ab.

   Hieraus ergibt sich,     da3    eine zur Aus  übung der Erfindung geeignete Schicht       zweckmässigerweise,    gleichgültig, ob sie be  lichtet oder nicht belichtet, entwickelt oder  unentwickelt, fixiert oder     unfixiert    ist,  immer ganz     lichtundurchlässig    ist, also  schwarz aussehen soll. Dies bezieht sich  selbstredend nur auf die ganze Schicht; in  ihren einzelnen Teilen kann sie dem Licht  ein Eindringen gestatten.

   Wird eine solche  Schicht von verschiedenfarbigem Licht ge  troffen, also zum Beispiel in einer photogra  phischen Kammer belichtet, so dringt das  verschiedenfarbige Licht nach Massgabe  seiner.     Färbung    und     Intensität    und nach  Massgabe der Färbung und Gruppierung der       Filterteilchen,    auf die es zufällig trifft, ver  schieden tief in die Schicht ein.

   Die Tiefe  des     Eindringens    reicht dabei genau so weit,  als jedes andere Licht von gleicher spektra  ler     Zusammensetzung    und Intensität inner  halb derselben Schicht vordringen kann,  ohne völlig     absorbiert    zu werden.     Eine    pho  tographische     Sichtbarmachung    der in .die  Schicht eingedrungenen farbigen Lichtstrah  len, wie sie bei der gewöhnlichen Photogra  phie durch die Entwicklung des latenten  Bildes stattfindet, ist bei :dem vorliegenden  Verfahren nur dann möglich, wenn eine  Trennung der unbelichteten von den belich  teten     Schichtteilen    stattfindet.

   Dies wird      nach der Erfindung in der Weise     ausgeführt,     dass die belichteten     Schichtteile    gehärtet  werden, während die unbelichteten löslich  bleiben und im weiteren Verlauf des Ver  fahrens entfernt, zum Beispiel weggelöst  werden.  



  Damit ist an jeder Stelle der zurückblei  benden Schicht eine solche Gruppierung von  bunten, neben- und     hintereinanderliegenden          Filterteilchen    gegeben, dass sie einen Licht  strahl von der Färbung des Lichtes, das bei  der Aufnahme eingewirkt hat, absorbiert.  Dieselbe Gruppierung ist dabei aber sehr  wohl in der Lage, Licht von anderer spek  traler     Zusammensetzungdurchzulassen.    Wird  also irgendeine Stelle der nach Fertigstel  lung des Bildes verbleibenden Restschicht  von weissem Licht :getroffen, so wird davon  derjenige Anteil, der mit der Farbe des  Aufnahmegegenstandes übereinstimmt, ab  sorbiert, während der Rest, also ein zur Fär  bung des Aufnahmegegenstandes komple  mentäres Lichtgemisch, durchgelassen wird.

    Da sich gleichzeitig grössere     Intensität    des  bei der Aufnahme wirkenden Lichtes in  Form von dickeren gehärteten und infolge  dessen     zurückgebliebenen    Schichtresten äu  ssert, ist das Ergebnis einer so hergestellten  Aufnahme ein in bezug auf Farbe und Hel  ligkeit vertauschtes Bild, das     heisst        ein        Kom-          plementärnegativ.    Um ein naturwahres Bild  zu erhalten, ist es dann nur noch erforder  lich, dieses Negativ auf eine grundsätzlich  gleichgeartete Schicht zu kopieren.  



  Um das Verfahren in     weitgehendem    Masse       praktisch    ausüben zu können, ist es nötig,  dass die lichtempfindlichen und verschieden  gefärbten Schichtteile eine möglichst hohe  Empfindlichkeit besitzen. An sieh sind  Schichten aus     Chromatkolloid,    zum Beispiel  aus mit     Bichromat    behandelter, mit geeigne  ten Farbstoffen optisch     sensibilisierter    Gela  tine verwendbar.     Derartige    Schichten kön  nen also     bereits    bei der Belichtung gehärtet  werden.

   Sie sind zum     Beispiel    bei Gemälde  reproduktionen anwendbar, doch reicht in  den meisten andern Fällen ihre<B>DA</B>     mpfindlich-          k.eit    nicht aus, deshalb geht man in allge-    mein zweckmässiger Weise so vor,     dass,    man  die einzelnen Teilchen aus     Halogensilber-          emulsionen    herstellt, wie das     ähnlich    für       Farbrasterplatten    bereits vorgeschlagen  wurde. Diese Teilchen müssen sensibilisiert  sein.

   In der Regel wird man     panehromatiseh     sensibilisieren, es     kann.    aber auch für jede   Filterfärbung eine entsprechend     angepasste          andersartige        Sensibilisierung        platzgreifen.       Bei der Entwicklung     belichteterHalogen-          silberemulsionen    entsteht im Regelfalle keine  Härtung der Schicht, sondern lediglich ein  je nach Lichtmenge verschieden grosser Nie  derschlag von Silber.

   Wenn aber eine solche  silberhaltige Schicht mit bestimmten Lösun  gen behandelt wird, wie sie zum Beispiel für  das     Ozobromverfahren    oder den Bromöldruck  gebräuchlich sind, dann entsteht     eine    zusätz  liche     Härtung    der Gelatine, deren Grad der  vorhandenen     Silbermenge,        also    auch der       Lichtmenge    entspricht, die eingewirkt hat.

    Man kann aber auch schon bei der Ent  wicklung eine     ebensolche        Gelatinehärtung     erzielen, indem man zum     Beispiel        sulfitfreie     oder     sulfitarme        Entwicklergemische    anwen  det, deren entwickelnde Substanzen gewisse       Diogybenzole        (wie        Hydrochinon),        Triogy-          benzol    oder ähnliche     Körper    sind, man kann  kurz jedes Verfahren anwenden, das .geeignet  ist,     Silberpigmentbilder    zu erzeugen.

      In allen Fällen, bei denen mit Halogen  silber gearbeitet wird, lagert sich mit der  Entwicklung schwarzes     Silbermetall    in der  Schicht ab.     Diese        Ablagerungen        bezeichnen          gewissermassen    den Weg, den das eindrin  gende Licht     in.    der Schicht zurückgelegt hat.

    Während nun bei der üblichen Photographie       einschliesslich    der     Farbrasterphotographie     dieses Silber das Bild aufzubauen hat und  deshalb nicht     beseitigt    werden kann, ohne  dass damit das Bild verschwindet, ist     es    bei  dem neuen Verfahren, namentlich bei     Durch-          sichtbildern,    besonders vorteilhaft, das Sil  ber zu entfernen, nachdem es seine Aufgabe,  die Gelatine an Stellen, an denen sich Sil  ber niedergeschlagen hat, zu härten erfüllt  hat.

   Die     Silberentfernung    geschieht zweck-      mässig mit     irgendeinem    der     bekannten.    Lö  sungsmitteln für Silber, das heisst mit einem       Abschwächer    oder dergleichen. .  



  Durch die Beseitigung des Silbers er  geben sich sehr durchsichtige Bilder, die  nur aus mehr oder weniger dicken und     -mehr     oder weniger verschieden     -gruppierten:    An  häufungen kleiner Teilchen verschieden ge  färbter     Gelatine    bestehen. Die Färbung der  Bilder kommt dabei teils auf     subtraktivem,     teils auf additivem Wege zustande, und zwar  ergeben hintereinander liegende verschieden  farbige Teilchen     subtraktive    Farbgemische,  während bei     nebeneinanderliegenden    die       Misehung    auf additivem Wege stattfindet.

    Da auch im     fertigen        Bild    meist eine mehr  oder weniger starke Überdeckung der bunten  Filterteilchen vorhanden ist, wobei, wie er  wähnt,     subtraktive    Farbgemische entstehen,  und bei Wiedergabe irgendeiner Färbung  meist mehrere solche sich überdeckende Fil  terteilchen nebeneinander liegen, handelt es  sich beim Zustandekommen der Farbe um       additive    Mischung von auf     subtraktivem     Wege     entstandenen    Einzelfärbungen. In  der Regel wird schwarzes Silbermetall dabei  nur störend wirken können. In manchen  Sonderfällen allerdings kann es doch zweck  mässig sein, das Silber nicht zu entfernen.

    Dann belässt man es zweckmässig nicht im  schwarzen Metallzustand, sondern überführt  es in oder ersetzt es durch eine weisse Ver  bindung. Das ist     besonders    bei     Aufsiehtbil-          dern        (Papierbildern)    zweckmässig, bei denen  mit Vorteil die zuletzt vom     Licht    erreichten  Filterteilchen betont zur Wirkung gebracht  werden.

   Es ist nicht unbedingt nötig hierzu  den Silbergehalt des Bildes zu benutzen,  es kann vielmehr auch     in    der Gelatine des  Bildreliefs vor oder nach     Entfernen    des Sil  bers ein indifferenter weisser     Körper    (zum  Beispiel     Bariumsulfat    durch wechselweises  Baden des Reliefs in Lösungen von Barium  chlorid und Schwefelsäure oder eines wasser  löslichen Sulfates) niedergeschlagen werden.

    Das Niederschlagen eines weissen Körpers  mit Hilfe des im Bilde enthaltenen Silbers       kann    zum Beispiel dadurch geschehen, dass    man das Silber in     bekannter        Weise    in     Queck-          silberchlorür,        Ferrocyanblei    oder dergleichen  überführt. Durch die Einlagerung des  opaken weissen Körpers in die transparente  bunte Gelatine bekommen :die bunten     Gela-          tineteilchen        Eigenschaften,    die mit denjeni  gen der Deckfarben in der Malerei im  wesentlichen übereinstimmen.

   Dies hat zur       Folge,    dass nach Übertragung     des    Bildes auf  einen neuen Schichtträger nach Art des Pig  mentverfahrens bei einer Anzahl übereinan  der liegender Teilchen im wesentlichen nur  das zu     oberst    liegende sichtbar ist, während  die andern durch die opake Weissbei  mischung mehr oder     weniger    stark verdeckt  werden.    Schichten, mittels derer das Verfahren  ausgeführt werden kann, wären für das be  kannte     Farbrasterverfahren    unbrauchbar,  wie umgekehrt auch die bekannten     Farb-          rasterschichten    für das neue     Verfahren:    nicht  verwendbar sind.

   Dies gilt auch dann, wenn,  wie gelegentlich     vorgeschlagen    aber noch  niemals praktisch durchgeführt, die Raster  elemente selbst aus gefärbten     lichtempfind-          liehen    Emulsionen bestehen.  



  Die zur Ausübung des Verfahrens geeig  neten Schichten können auf sehr verschiedene  an sich zum Teil bekannte     Weise        hergestellt     werden, zum     Beispiel    indem man aus ver  schieden gefärbter     Gelatine    einzelne     pan-          chromatische    Emulsionen zubereitet, diese  zerkleinert und dann in geeigneter Weise  auf den     Schichtträger    aufbringt.

       Wesentlich     ist, dass die Färbung der Gelatine     unaus-          waschbar    ist, dass sie von den     Entwicklungs-          bädern    nicht angegriffen wird, und dass sie  auf das in ihr enthaltene     Halogensilber    nicht  in unerwünschter Weise, etwa durch     Desen-          sibilisierung    oder auch Sensibilsierung, ein  wirkt. Die Schicht sollte auch keine Luft  einschlüsse usw. enthalten.

   In der Regel wird  man drei verschiedene Färbungen     verwen-          den,    man kann aber auch mit nur zwei Fär  bungen wenigstens naturähnliche     'Wirkungen     erzielen     und    unter Umständen auch mit mehr  als drei verschiedenen Färbungen besonders  farbenrichtige Ergebnisse erhalten. Die      Färbung der Gelatine kann vor, während  und nach der     Emulsionierung    erfolgen und  in an sich bekannter Weise durchgeführt  werden.

   Die     Mischung    der verschiedenfar  bigen     Emulsionsteilchen    kann trocken oder  nass erfolgen, die Zerkleinerung selbst durch  Zermahlen, Zerstäuben, Zerschneiden, Spin  nen, Aufschütteln in die Emulsion nicht  lösenden Flüssigkeiten oder ähnliche Verfah  ren. Mit Vorteil zerstäubt man die noch  flüssige Emulsion, kühlt die frei fliegenden  Teilchen bis zur Erstarrung ab und fängt  die nunmehr kugelförmigen     Emulsionströpf-          chen    auf dem     künftigen.    Schichtträger auf.

    Durch Zerstäuben aus mehreren Düsen  gleichzeitig und     Durcheinan.derwirbeln    der  noch freifliegenden     Emulsionsteilchen    kann       eine    vollkommene Mischung erreicht werden.  Zur Ausmerzung von Tröpfchen mit Luft  einschlüssen kann man .die zerstäubten Emul  sionen auf den Spiegel einer Flüssigkeit fal  len lassen, die leichter ist als die Emulsion  (zum Beispiel Benzol) und unter der der  künftige Schichtträger liegt oder sich fort  bewegt. So bleiben     lufthaltige    Körnchen  auf dem     Benzolspiegel        schwimmend.    Sie  werden abgestreift und so aus dem Arbeits  gang entfernt.  



  Besonderen Vorteil bietet das Aufbringen  der     farbigen        Emulsionselemente    auf den  Schichtträger in erstarrtem, aber noch nicht  trockenem Zustand. Eine in diesem Zustand  befindliche Emulsion hat gegenüber dem       trockenen    Zustand ungefähr die zwölffache  Ausdehnung. Lässt man beispielsweise kugel  förmige     erstarrte        Emulsionströpfchen    sieh  auf einem     Schichtträger    in mehreren Lagen  niedersetzen, so kleben sie am Untergrund  und aneinander fest.

   Trocknet dieses     Emul-          sionskörnchenkonglomerat,    so können die  einzelnen Teilchen nur senkrecht zur Schicht  trägerfläche schrumpfen, das heisst die  Schicht behält beim Trocknen im wesent  lichen ihre Flächenausdehnung bei, sie wird  lediglich dünner.

   Aus den Kügelchen wer  den dabei ganz flache     linsenartige        Scheib-          chen,    die lückenlos     aneinanderschliessen    und       übereinanderliegen.    So erreicht man, ohne    die Teilchen     allzuklein    und ohne die Schicht       allzudick    machen.

   zu müssen, doch die erfor  derliche Anzahl     hintereinander    liegender       Farbelemente.    Nimmt man zum Beispiel die  Grösse eines farbigen     Emulsionströpfehens    in  erstarrtem, aber noch nassem Zustand mit  einem Durchmesser von 0,05 mm an, dann  behält es auch nach dem Trocknen dieses Mass  als Breite bei, es ist aber nur noch 0,004 mm  dick. So können in einer Schicht von keines  wegs unnormaler Dicke     rund    zehn Filter  elemente hintereinander untergebracht wer  den.  



  Eine wichtige weitere     Ausgestaltungs-          möglichkeit    des     Verfahrens    besteht darin,  .dass zum Kopieren des Farbennegatives eine  mit ihm grundsätzlich gleichartige Schicht  verwendet wird. Dies ist infolge der kräf  tigen Farbwirkung, die durch. die restlose  Absorption     jedes    bei der Aufnahme auftref  fenden, Lichtstrahls erreicht wird und durch  die Tatsache, dass es sich im     wesentlichen    um       subtraktiv    entstandene Farben handelt, mit  befriedigendem Erfolg möglich. Dadurch  wird das schwierige und umständliche Kopie  ren auf drei     einzelne        Farbschichten    oder auf.

         Ausbleichschichten    überflüssig. Zur Herstel  lung von     Aufsiehtbildern    wird am besten  ein Papierfilm der oben beschriebenen Art  verwendet. Zweckmässig erhält dieser beson  ders helle     Filterelemente        bezw.    solche mit  schmaler Absorption (zum Beispiel Drei  klang     Gelb-Karmin-Blaugrün).    Ein Aus  führungsbeispiel des     Verfahrens    ist das Fol  gende:

    Man     färbt        Emulsionsgelatine        unaus-          waschbar    in zwei oder mehr Färbungen au,  zum Beispiel in den     Farbendreiklängen          Gelbgrün-Scharlachrot-Blauviolett    oder     Gelb-          Karmin-Blaugrün,    oder auch in     Farbenvier-          klängen    oder     in.    ähnlichen Zusammenstellun  gen.

   Mit diesen gefärbten     Gelatsnen    setzt  man     ebensoviele    Emulsionen an, die     pan-          chromatisch        sensibilisiert        werden.    Die fertig  gereiften, erwärmten und somit flüssigen  Emulsionen werden durch eine entsprechende  Anzahl Düsen zerstäubt, durch einen :gekühl-           ten        Windsichtkanal    geblasen und gelangen  dann, nunmehr     in        Gelzustand,    in     einen    Be  hälter, dessen Boden einige Zentimeter hoch  mit Benzol bedeckt ist.

   Unter dem Benzol  spiegel liegt oder bewegt sich kontinuierlich  der     künftige,    entsprechend     vorpräparierte     Schichtträger. Auf ihm setzen sieh die im  Benzol langsam untersinkenden     Emulsions-          kügelchen    ab. Der Vorgang wird so lange  fortgesetzt, bis der Schichtträger mit einer  ausreichend dicken Schicht von     Emulsions-          körnchen    bedeckt ist. Die Platte oder der  Film wird nun in bekannter     Weise    getrocknet       und    ist dann zur     Belichtung    fertig. Das  Herstellungsverfahren geht selbstverständ  lich unter     Lichtabschluss    vor sieh.

   Die so er  zeugte Schicht     wird    bei der Aufnahme von  der Seite des Schichtträgers her belichtet,  wenn dieser durchsichtig     ist.    Es kann     ein     Kompensationsfilter bei der Aufnahme er  forderlich sein.

   Bei richtiger Abstimmung  der     Sensibilisierung    der Emulsionen und bei  richtiger Färbung und     Mengenbemessung    der  Filterelemente kann das     Kompensationsfilter     auch wegbleiben, ohne     daB@    durch Differen  zen     zwischen    der chemischen und der     opti-          sohen        Wirkung    der Filterelemente eine     fal-          sehe        Farbwirkung    entsteht.

   Geringe Fehler  dieser Art gleichen sich aus, wenn zum Ko  pieren ein entsprechend abgestimmtes     bezw.     ein mit dem Aufnahmelicht spektral     über-          einstimmendes    Licht     verwendet    wird.     Die     belichtete Schicht wird in üblicher Weise,  zum Beispiel mit     Am,idol,        entwickelt,    die       Fixierung    kann unterbleiben.

   Die Platte  gelangt dann in ein Bad, in dem das metal  lische Silber in eine Silberverbindung über  führt     wird,    bei deren Entstehen die     silber-          haltigen.    Stellen der     Gelatine    gegerbt werden.  Derartige Bäder sind zahlreich bekannt, zum  Beispiel     Kaliumbichromat    3 g,     Ferricyan-          kalium    3 g, Bromkalium     3,    g, Wasser       WO    cm, Essigsäure<B>10</B> Tropfen. Darauf  folgt,     wie    beim Pigmentdruck ein Heraus  lösen der löslich     gebliebenen    Gelatine mit  tels warmen Wassers.

   An Stelle der nor  malen Entwicklung und nachträglichen Ger  bung kann auch die Entwicklung und die         Gerbung    der belichteten Stellen .gleichzeitig  erfolgen, zum Beispiel durch Anwendung von       sulfitarmen    oder     sulfitfreien        Triogybenzol-,

            Diogybenzol-    oder ähnlichen     Entwicklern.     Zur weiteren Klärung des     Bildes        folgt    dann  noch eine Entfernung des in .der Schicht noch  enthaltenen Silbers     bezw.    .der Silberverbin  dung mit einem normalen     Abschwächer    (zum  Beispiel     Farmerscher        Abschwächer)        bezw.     durch einfaches     Fixieren.    Damit ist ein rein  farbiges silberfreies     Gelatinerelief    entstan  den, das sowohl     hinsichtlich    der Farben,  wie auch der Helligkeitswerte umgekehrt  (negativ) ist.  



  Das Negativ wird entweder auf einer  gleichartigen     Schichtplatte    kopiert, die in  der Solarkamera oder bei parallelem     Lieht     im Kopierrahmen von der Glasseite her be  lichtet wird oder auf einem entsprechenden       Film    im Kontaktverfahren, wobei durch den  Film hindurch belichtet wird. Das Ergebnis  hierbei sind     Durchsichtbilder.        Zur    Erzie  lung von     Aufsichtbildern    wird     eine    entspre  chende, auf Papier aufgebrachte Schicht von  der Vorderseite her kopiert, entwickelt, ge  härtet und dann wie beim     Pigmentverfahren     auf .einen neuen     Schichtträger    (Papier usw.)  übertragen.

   Dort wird sie nach .dem Vor  bild des bekannten     Pigmentverfahrens    von  dem ursprünglichen     Schichtträger    und den       nichtbelichteten    und daher auch nicht gehär  teten     Farbelementen    befreit. Das so erhaltene       Bild    entspricht in seiner Entstehung und in  der Vollkommenheit seines Aufbaues den  bekannten Pigmentbildern, nur     ist    es ausser  dem noch     naturfarbig.    Auch für die Auf  nabme     können.    solche Schichten auf Papier  verwendet werden. Sie werden zweckmässig  in gleicher Weise auf eine neue, durchsich  tige Unterlage übertragen und auf dieser  ausgewaschen.  



  Besondere Wirkung erzielt man mit dem  Verfahren, namentlich bei der Aufnahme,  wenn man Schichten der     beschriebenen    Art  nicht unmittelbar auf den Schichtträger auf  bringt, sondern zwischen der neuartigen       Farbkornschicht    und     dem.        Schichtträger     einen     Farbraster,    der nach an .sieh bekannten      Verfahren hergestellt sein kann, anbringt.  Zweck dieses Farbrasters ist, die Basis für  die Anlagerung der dahinter im gehärteten  Bildrelief befindlichen bunten     Schichtkörner     zu bilden. Diese Zwischenraster werden  zweckmässig mit besonders starker     Licht-          durehlässigkeit    ausgeführt.

   Diese erreicht  man durch einfache Verdünnung der üblichen  Filterfärbung oder durch Anwendung von  Filterfärbungen mit schmalem Absorptions  hand. Zur Herstellung solcher     Farbraster     kann auch mit Vorteil das neue Verfahren  selbst verwendet werden. Hierzu belichtet  man zum Beispiel nach diesem Verfahren  hergestellte, also aus verschiedenfarbigen,  lichtempfindlichen, sich überdeckenden Ele  menten bestehende Schichten von der Schicht  trä.gerseite her mit entsprechend bemessenem  Licht, entwickelt, härtet, löst die     unbelichte-.          ten    Schichtteile fort und entfernt das Silber  aus den belichteten Schichtteilen.

   Die Be  lichtung ist zweckmässig so zu bemessen, dass  höchstens     ,die    unterste Lage der aus bunten  Teilchen bestehenden Schicht von Licht  durchdrungen wird. Im     übrigen    richtet sie  sich nach .dem jeweiligen     Verwendungs-          zweck    des zu erzeugenden     Farbrasters.    Es  ist hierbei keineswegs notwendig, den Farb  raster für sich zu entwickeln, auszuwaschen,  zu     entsilbern    und dann neuerdings mit einer  aus farbigen Einzelteilchen bestehenden  lichtempfindlichen Schicht zu überlagern.

         sondern    es genügt, wenn der     Farbraster    in       einer    nach der vorliegenden Erfindung her  gestellten Schicht durch einfache     Vorbelich-          tung    desselben von der     Belichtungsseite    her  sozusagen latent erzeugt     wird.    Der Raster  wird dann einfach zusammen mit dem später  auf die Schicht belichteten Bild entwickelt  und weiterbehandelt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren der Mehrfarbenphotographie, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Schiebt, die aus verschiedenen, unauswasch- bar gefärbten, als Lichtfilter wirkenden und sich gegenseitig überdeckenden kleinen licht empfindlichen Teilen besteht, eine Härtung der belichteten Schichtteile herbeigef ährt wird und die nicht belichteten und nicht gehärteten Schichtteile entfernt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass die Härtung der belichteten Schichtteile bei der Belich tung erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Härtung der belichteten Schichtteile nach der Belich tung erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch unter Verwendung von Silberverbindungen als lichtempfindliche Substanzen, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den nicht ge härteten Schichtteilen auch das bei der Entwicklung entstandene Silber entfernt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, nach dem Entfernen der unbelichteten und ungehärteten Schichtstellen: in dem Kolloid der Schicht ein Niederschlag einer möglichst weissen Verbindung erzeugt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, unter Verwendung von Silberverbindungen als lichtempfindliche Substanzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Herstellung des möglichst weissen Niederschlages mit Hilfe des in der Schicht noch vorhandenen, bei der Ent wicklung entstandenen Silbermetalles er folgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schichten verweu- @det werden, deren verschiedenfarbice lichtempfindliche Einzelteile in flüssi gem Zustand zerstäubt, frei fliegend zur Erstarrung gebracht und dann auf dem Schiehtträger in noch nassem, gequolle nem Zustand aufgefangen wurden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeieh- net, dass die lichtempfindlichen Einzel teile unter dem Spiegel einer Flüssigkeit, .die leichter ist als die Emulsion, auf dem Schichtträger aufgefangen wurden. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dassf mit der erwähnten Schicht zuerst eine Aufnahme gemacht und so ein Negativ hergestellt und dann eine grundsätzlich gleichartige Schicht, wie die zur Aufnahme des Negatives ver wendete, zum Kopierendes Positivbildes verwendet wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Schicht und Schichtträger ein Farbraster aus nicht lichtempfindlichen bunten Elemen ten gelegt wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass die Schicht mit einem Farbraster kombiniert wird, der durch gleichmässige Vorbelichtung der Schicht selbst zunächst latent entsteht und erst nach Weiterbehandlung wirk sam wird.
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