CH187246A - Verfahren zur Herstellung einer als Lichtschutzmittel geeigneten Lösung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer als Lichtschutzmittel geeigneten Lösung.

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CH187246A
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Fritz Dr Med Ellinger
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Fritz Dr Med Ellinger
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  Verfahren zur Herstellung einer als Lichtschutzmittel geeigneten Lösung.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung eines Mittels gegen Sonnenbrand.  also gegen die Einwirkung ultravioletter  Strahlen auf die Haut. Bisher hat man als  Schutzmittel insbesondere Substanzen aufge  tragen, die für ultraviolette Lichtstrahlen un  durchlässig sind, also Stoffe, die diese Strah  lenart stark absorbieren und dadurch ihre  schädigende Einwirkung auf die Haut ver  hindern. Derartige Substanzen sind zum Bei  spiel unter dem Namen     Zeozon    und     Ultra-          zeozon    in den Handel gebracht worden.  



  Andere Mittel zum Hautschutz waren  Öle, Vaseline und dergleichen, die teils durch  Absorption, teils infolge der verstärkten     Re-          flektion    der ultravioletten Strahlen die schä  digende Wirkung dieser Strahlen auf die  Haut verminderten.  



  Die Notwendigkeit, die bisher bekannten  Lichtschutzmittel in Form von Salben oder  Ölen anzuwenden, bringt Nachteile mit sich.  Die Anwendung von Salben im Gesicht und  an den Händen ist ohne ästhetische Beein-         trächtigung    und daher in vielen Fällen ohne  berufliche     Behinderung    nicht möglich, was  besonders bei lichtempfindlichen Personen  störend ist, die im     öffentlichen    Leben stehen.  Auch bei der Therapie der Lichtkranken wir  ken die     erwähnten    Umstände erschwerend.  



  Bei sportlicher Betätigung, insbesondere  beim Wassersport, wo auch Lichtschutzmit  tel unentbehrlich sind, bestehen die gleichen  oben erwähnten Nachteile und machen sich  hier, z. B.     beim    Aufenthalt an der See durch  das Ankleben des Sandes an den eingeölten  Körperteilen, besonders unangenehm bemerk  bar.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein  Verfahren zur Herstellung einer nicht öligen,  als Lichtschutzmittel geeigneten Lösung,  welches dadurch gekennzeichnet ist, dass ein  substituiertes     Ogyzimtsäurelacton    mit     einem          Tannat    umgesetzt wird, so dass die     Lösung     noch freies, als     Ausgangsstoff    verwendetes       Tannat    enthält.      Das     erfindungsgemässe        Schutzmittel    gegen  Sonnenbrand stellt eine nicht ölige Lösung  dar.

   Diese Lösung enthält ein     substituiertes          Oxyzimtsäurelacton,    deren     Lichtschutzwir-          kung    bekannt ist, chemisch gebunden. Durch  den Zusatz von     Tannaten    erfahren die sub  stituierten     Oxyzimtsäurelactone    eine chemi  sche Umsetzung, die, wie sich zeigte,

   eine er  hebliche Veränderung der Absorptionskurve  und eine beträchtliche Erhöhung des Licht  schutzvermögens     hervorruft.    Neben den Um  setzungsprodukten aus substituierten     Oxy-          zimtsäurelactonen    und     Tannaten    enthalten  aber     sämtliche    nach dem Verfahren der Er  findung hergestellten Produkte auch noch die       Ausgangsprodukte    selbst, wie Versuche er  gaben. Die Umsetzungsprodukte unterliegen  nämlich einer erheblichen Hydrolyse.

   Der  Gehalt an freien     Tannaten    ist für die physio  logische     Wirkung    des     neuen    Lichtschutzmit  tels sehr     wichtig,    da die     Tannate    auf die  oberste Hornschicht der Haut verdickend  wirken. .  



  Folgende     substituierte        Pyrone,    das heisst  substituierte     Oxyzimtsäurelactone    kommen  für das     erfindungsgemässe    Verfahren zur  Herstellung einer als     Lichtschutzmittel    ge  eigneten Lösung in Betracht:

         Äsculetin,        Umbelliferon,        ss-Umbelliferon-          essigsäure,        ss-Methylumbelliferonessigsäure,          Herniarin,        Daphnetin,        Chrysatropasäure,        ss-          Methylumbelliferon,        Umbelliferon-a-carbon-          säure,        ss-Methyldaphnetin,        ss-11Methyläsculetin,          Dimethylamino-ss-methylcumarin,

          ss-Methyl-          a-naphtocumarin.     



  Die nach dem erfindungsgemässen Ver  fahren hergestellten, nicht öligen Lichtschutz  mittel zeichnen sich, wie Versuche ergaben,  durch     eine    starke und in dem für die     Ery-          thembildung        wichtigen    Wellenbereich von  310<I>Ih a</I> bis 290     ,u        ,u    fast konstante Absorp  tion aus; im Gegensatz hierzu fällt bei den  substituierten     Oxyzimtsäurelactonen    als sol  chen in dem fraglichen Wellenbereich das       Absorptionsvermögen    stark ab.

   Die Tatsache,  dass die     entstandenen        Verbindungen    nicht nur  intensiver absorbieren, sondern dass auch die       Absorptionskurve    eine veränderte Form auf-    weist, ist ein sicherer Beweis dafür, dass bei  der Herstellung der neuen Produkte chemi  sche Vorgänge eine Rolle spielen.  



  Ein besonderer Vorteil des neuen Licht  schutzmittels - die Lösungen können ausser  Wasser und Alkohol auch andere Lösungs  mittel wie Äther und Glyzerin enthalten   zeigte sich darin, dass sie auf die Haut unter  Bildung einer leichten Verdickung der ober  sten Hornschicht wirken; hierdurch tritt all  mählich ein natürlicher Lichtschutz     ein.     



  Für die     Prophylaxis    werden zweckmässig  alkoholische,     erfindungsgemässe    Lösungen  verwendet, während bei bereits eingetretenem  Sonnenbrand vorteilhaft wässerige Lösungen,  die gegebenenfalls Glyzerin enthalten kön  nen, verwendet werden.  



  Als Ausführungsbeispiele seien folgende       genannt:    Ein für prophylaktische Zwecke  geeignetes Produkt erhält man durch Zusam  mengeben von  8,0     Gew.-T.        Methylumbelliferonessigsäure     4,0     Gew.-T.        Natriumtannat     ad<B>100</B>     Gew.-T.        -50%iger    Alkohol.  



  Ein zur Behandlung eines schon ausge  brochenen Sonnenbrandes geeignetes Produkt  wird erhalten durch     Zusammengeben    von    <B>10,0</B>     Gew.-T.        Umbelliferonessigsäure     3,0     Gew.-T.        Natriumtannat     <B>10,0</B>     Gew.-T.    Glyzerin  72,0     Gew.-T.        Aq.        dest.       Die so erhaltenen     Lichtschutzmittel:

      be  sitzen in dem Wellenbereich von 310     ,u,u    bis  <I>290</I>     AA,    wenn sie als Lösung die in 1 cm'  0,0001 g des substituieren     Pyrons    enthält, in  einer 1 mm dicken Schicht verwandt werden,  eine fast konstante Lichtabsorption von 70  bis 75 %.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung einer nicht öligen, als Lichtschutzmittel geeigneten Lösung, dadurch gekennzeichnet, dass ein substituiertes Oxyzimtsäurelacton mit einem Tannat umgesetzt wird, so dass (las Endprodukt des Verfahrens noch freies, als Ausgangsstoff verwendetes Tannat enthält. 1I. Als Lichtschutzmittel geeignete Lösung, hergestellt nach dem Verfahren des Pa tentanspruches I. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Als Lichtschutzmittel geeignete Lösung nach Patentanspruch II,dadurch gekenn zeichnet, dass die Lösung ausser Wasser noch weitere Lösungsmittel enthält. 2. Als Lichtschutzmittel geeignete Lösung nach Patentanspruch II und Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie Alkohol enthält. 3. Als Lichtschutzmittel geeignete Lösung nach Patentanspruch II und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie Äther enthält. 4.
    Als Lichtschutzmittel geeignete Lösung nach Patentanspruch II und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie Glyzerin enthält.
CH187246D 1932-10-21 1933-10-19 Verfahren zur Herstellung einer als Lichtschutzmittel geeigneten Lösung. CH187246A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003922B (de) * 1956-05-28 1957-03-07 Beiersdorf & Co A G P Lichtschutzmittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1003922B (de) * 1956-05-28 1957-03-07 Beiersdorf & Co A G P Lichtschutzmittel

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