CH187437A - Bei Bestrahlung rotfluoreszierendes Anstrichmaterial. - Google Patents

Bei Bestrahlung rotfluoreszierendes Anstrichmaterial.

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CH187437A
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red
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Bei Bestrahlung     rotfluoreszierendes        Anstrichmaterial.       Auf durch     Metalldampfentladungaröhren     beleuchteten     Verkehrsstrassen    hat man zu  Signalzwecken vorgeschlagen, mit einem rot  fluoreszierenden     Anstrichmaterial    versehene  Signalmittel vorzusehen. Wenn man nämlich  mit einem der üblichen     Anstrichmaterialien     gefärbte Gegenstände zum Beispiel mit Queck  silberdampf- oder     Natriumdampfentladungs-          röhren    beleuchtet, so zeigen diese Gegen  stände eine ungewünschte Farbe und manch  mal überhaupt keine Farbe.

   Bei Verwendung  eines rotfluoreszierenden     Anstreichmittels     zeigen diese Gegenstände unter den erwähnten  Bestrahlungsumständen aber eine deutlich  sichtbare rote Farbe.  



  Diese Fluoreszenz ist in hohem Masse  von der     Beschaffenheit    des Bindemittels, in  dem der fluoreszierende Farbstoff     dispergiert     ist, abhängig und zwar dermassen, dass es  nicht leicht ist, ein zu diesem Zweck hin  reichend geeignetes Bindemittel aufzufinden.  



  Die holländische Patentschrift 34142 be  schreibt die Verwendung eines solchen Binde-    mittels, das in hinreichendem     Mässe    zur  Erreichung einer angemessenen dauerhaften  Fluoreszenz beiträgt. Dieses Bindemittel be  steht aus einem Kondensationsprodukt, das  an sich allgemein bekannt ist, nämlich aus  dem durch Kondensation von     Phtalsäure    und  einem mehrwertigen Alkohol gewonnenen  Produkt.  



  Es hat sich erwiesen, dass eine günstige  Wirkung auch mittels eines Kondensations  produktes einer     aliphatischen,    mehrbasischen  Säure und eines mehrwertigen Alkohols als  Bindemittel erhalten werden kann.  



  Gegenstand der Erfindung ist daher ein  bei Bestrahlung rotfluoreszierendes Anstrich  material, das einen rotfluoreszierenden Farb  stoff enthält, der in einem Kondensations  produkt einer     aliphatischen,    mehrbasischen  Säure und eines mehrwertigen Alkohols       dispergiert    ist.  



  Als Beispiele     aliphatischer,    mehrbasischer  Säuren seien an dieser Stelle Zitronensäure,  Weinsteinsäure oder Apfelsäure erwähnt, und      als mehrwertige Alkohole kommen zum Bei  spiel Glyzerin oder     Glycol    in Betracht.  



  Es hat sich ergeben, dass die     Fluoreszenz-          intensität    auch durch die Konzentration be  einflusst wird, in welcher der rotfluoreszierende       Farbstoff    im Kondensationsprodukt     dispergiert     ist. Es     empfiehlt    sich eine Konzentration von  weniger als 10o des fluoreszierenden Farb  stoffes, zweckmässig eine Konzentration in der       Grössenordnung        von        0,25%,        bezogen        auf        das          Kondensationsprodukt,    anzuwenden.  



  Ferner hat es sich gezeigt, dass ein     Blei-          chromatzusatz    zu dem Bindemittel die     Fluo-          reszenzwirkung    wesentlich erhöht.  



  Die Erfindung wird an Hand einiger Aus  führungsbeispiele näher erläutert.         Ausführungsbeispiel   <I>I.-</I>  <B>1</B>     NIol    technischer Zitronensäure und  1     1Mol    technischen Glyzerins werden gemischt  und während drei Stunden auf<B>1500</B> C und  dann während fünf Stunden auf     18011    C  erhitzt. Man gewinnt auf diese Weise nach  Abkühlung ein Kondensationsprodukt     infestem     Zustand.  



  2 kg dieses festen Kondensationsproduktes  werden in ungefähr 2 kg Aceton gelöst und  in dieser Lösung werden dann unter Um  rühren und gegebenenfalls Erwärmen 5     gr     des unter dem Namen     "Rhodamin    B     500"     im Handel erhältlichen Farbstoffes, nebst  90     gr        Bleichromat        dispergiert.    Das derartig  erhaltene Gemisch kann ohne weiteres auf  eine Unterlage aufgebracht werden.

   Die Be  ständigkeit dieses rotfluoreszierenden An  strichmaterials gegen den Einfluss des Lichtes  ist mehr als zweimal grösser als diejenige  eines     Anstrichmittels,    bei dem statt der  erfindungsgemässen Kondensationsprodukte  ein Kondensationsprodukt von     Phtalsäure     und Glyzerin als Bindemittel verwendet wird.  



  Besonders gute Ergebnisse können durch  Verwendung eines Kondensationsproduktes  aus symmetrischem     Dimethylglycol          (CH3        #    CHOR     #        CHOH    .     CHs)     und einer     aliphatischen    mehrbasischen Säure  erreicht werden.

           .Ausführungsbeispiel        1I:     3     Mol    technischen symmetrischen     Di-          methylglycols    werden mit 2     Mol    technischer  Zitronensäure während drei Stunden auf  annähernd<B>1500</B> C und dann während drei  Stunden auf<B>180'</B> C erhitzt. Nach Abkühlung  erhält man das     Kondensationsprodukt    in  festem Zustand.  



  4 kg dieses Kondensationsproduktes wer  den in etwa 4 kg Aceton gelöst, so dass  man eine sirupartige Masse erhält, in der  unter Umrühren und leichter Erhitzung 10     gr     des unter dem Namen     "Rhodamin        B50011     im Handel erhältlichen Farbstoffes     dispergiert     werden. Das auf diese Weise erhaltene Ge  misch kann als solches auf eine Unterlage  aufgebracht werden.     Gewünschtenfalls    kann  man seine Konsistenz dadurch etwas ändern,  dass Aceton zugesetzt     bezw.    durch Erhitzung  Aceton entfernt wird.  



  Zur Verstärkung der Fluoreszenz empfiehlt  es sich eine     Bleichromat    enthaltende Unter  lage zu verwenden. Das auf diese Weise  erhaltene rotfluoreszierende     Anstrichmaterial     ist bedeutend dauerhafter als eines, bei dem  statt des genannten     Kondensationsproduktes     ein aus     Phtalsäure    und einem mehrwertigen  Alkohol erhaltenes Kondensationsprodukt als  Bindemittel verwendet wird.  



  Um den Einfluss der Witterungsverhält  nisse auf das rotfluoreszierende Anstrich  material möglichst zu verringern, kann auf  das     Anstricbmaterial,    nachdem es einen  hinreichenden Trockenheitsgrad erreicht hat,  eine     Leinölschicht    aufgebracht werden.  Zweckmässig verfährt man zu diesem Zweck  derart, dass zwischen dem rotfluoreszierenden       Anstrichmaterial    und der     Leinölschicht    eine  Zwischenschicht des in diesem Ausführungs  beispiel beschriebenen Kondensationsproduktes  angebracht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Bei Bestrahlung rotfluoreszierendes An strichmaterial, das einen rotfluoreszierenden Farbstoff enthält, der in einem Kondensa tionsprodukt einer aliphatischen, mehrba- sischen Säure und eines mehrwertigen Alko hols dispergiert ist. UNTERANSPRüCHE 1. Rotfluoreszierendes Anstrichuraterial nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es als rotfluoreszierenden Farbstoff einen Rhodaminfarbstoff enthält. 2.
    Rotfluoreszierendes Anatrichmaterial nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet; dass es ein aus symmetrischem Dimethyl- glycol und Zitronensäure erhaltenes Kon densationsprodukt enthält. 3.
    Rotfluoreszierendes Anstrichmaterial nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration des rotfluoreszieren den Farbstoffes im Kondensationsprodukt geringer als 1% ist. 4.
    Rotfluoreszierendes Anstrichmaterial nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzen tration des rotfluoreszierenden Farbstoffes im Kondensationsprodukt in der Grössen- ordnung von 0,25% ist. PATENTANSPRUCH II:
    Verfahren zur Herstellung eines bei Be strahlung rotfluoreszierenden Anstrichmate- rials nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass ein rotfluoreszierender Farbstoff unter Benutzung eines Lösungsmittels in einem Kondensationsprodukt einer aliphati- schen, mehrbasischen Säure und eines mehr wertigen Alkohols dispergiert wird. UNTERANSPRüCHE 5.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als rotfluores zierender Farbstoff ein Rhodaminfarbatoff dispergiert wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein aus sym metrischem Dimethylglycol und Zitronen säure erhaltenes Kondensationsprodukt verwendet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Mengenver hältnisse derart gewählt werden, dass die Konzentration des rotfluoreszierenden Farb stoffes im Kondensationsprodukt geringer als 1% ist. B. Verfahren nach Patentanapruch II und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration des rotfluoreszieren den Farbstoffes im Kondensationsprodukt in der Grössenordnung von 0,25 % ist.
CH187437D 1935-02-05 1936-01-13 Bei Bestrahlung rotfluoreszierendes Anstrichmaterial. CH187437A (de)

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