AT157562B - Rotfluoreszierende Schicht. - Google Patents

Rotfluoreszierende Schicht.

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AT157562B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Rotfluoreszierende Schicht. 



   Zu   Signalzwecken   auf durch Metalldampfentladungsröhren beleuchteten Verkehrswegen hat man schon vorgeschlagen, mit einem rotfluoreszierenden Farbstoff versehene Signalmittel anzubringen, da mit einem der üblichen Farbmittel gefärbte Gegenstände durch Beleuchtung mit z. B. Quecksilber-   dampf-oder Natriumdampfentladungsröhren   in einer unerwünschten Farbe und manchmal überhaupt farblos erscheinen. Bei der Verwendung eines rotfluoreszierenden Farbmittels erscheinen die Gegenstände unter Bestrahlungsbedingungen der erwähnten Art in einer deutlich sichtbaren roten Farbe. Eine solche Schicht kann man mittels eines rotfluoreszierenden Rhodaminfarbstoffs erhalten.

   Bekanntlich ist jedoch diese Farbstoffart gegen die Einwirkung von Licht ziemlich wenig widerstandsfähig, was allgemein auf die Einwirkung ultravioletten Lichts zurückgeführt wurde. 



   Bei der Betrachtung der in der Fig. 1 dargestellten Absorptionskurve zeigt sich, dass sich ein Band besonders starker Absorption im sichtbaren Teil des Spektrums befindet. Eine Untersuchung hat nun gezeigt, dass gerade das Licht dieses Teiles des Spektrums die photochemische Zersetzung des Rhodaminfarbstoffs in wesentlichem Masse bewirkt. 



   Es liegt im allgemeinen nahe, eine unerwünschte photoehemische Zersetzung eines Stoffes durch die Verwendung eines Lichtfilters entsprechend dem Wellenlängenbereieh des Absorptionsbandes bzw. der Absorptionsbänder dieses Stoffes zu bekämpfen. Hiedureh würde jedoch im vorliegenden Falle bei einem Farbstoff auch die Möglichkeit zur Beobachtung der Farbe verloren gehen, was in diesem Falle von einer Absorption des zum Erzeugen der Rotfluoreszenz erforderlichen Lichtes durch dieses Lichtfilter begleitet wäre, so dass die Rhodaminfarbstoffschicht nicht mehr ihre Bestimmung erfüllen könnte. Es ist daher erklärlich, dass man für diesen Sonderfall ganz andere Wege zur Bekämpfung der unerwünschten Erscheinung der zu schnellen photochemischen Zersetzung des rotfluoreszierenden Farbstoffs eingeschlagen hat. Es ist z.

   B. beschrieben worden, zu diesem Zweck den rotfluoreszierenden Farbstoff in einem aus Phtalsäure und einem mehrwertigen Alkohol hergestellten Kondensationsprodukt zu dispergieren. 



   Eine   Verbesserung der Widerstandsfähigkeit   wird auch durch Dispersion des Farbstoffs in einem Kondensationsprodukt aus symmetrischem Dimethylglykol und Zitronensäure erzielt. 



   Die Erfindung wendet das an sich allgemein bekannte Prinzip des Lichtfilters an und verwertet den Umstand, dass jede Wellenlänge im Bereich des im sichtbaren Teil des Spektrums liegenden Rhodaminfarbstoffabsorptionsbandes fähig ist, das rote Fluoreszenzlieht zu erzeugen, so dass im Prinzip jedes Lichtfilter, das nicht alle Wellenlängen in dem erwähnten Bereich absorbiert, mit einer Rhodaminfarbstoffsehicht kombiniert werden kann, ohne dieser Schichte ihre Fähigkeit zur Rotfluoreszenz zu rauben. 



   Von diesem Gedanken ausgehend wird erfindungsgemäss mit einer rotfluoreszierenden Rhodaminfarbstoff enthaltenden Schicht ein orangefarbiges Liehtfilter kombiniert, welches das den Wellenlängen im Bereiche des im sichtbaren Teil des Spektrums liegenden Rhodaminfarbstoffabsorptionsbandes entsprechende Licht nicht ganz, sondern nur teilweise absorbiert und für rotes Licht durchlässig ist. 



  Zweckmässig verwendet man ein orangefarbiges   Lichtfilter,   das selbst eine entsprechende Widerstandsfähigkeit gegen die Einwirkung des Lichtes aufweist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



  Der grosse Vorteil, der auf diese Weise erzielt wird, besteht darin, dass uie rotfluorebzierende
Rhodaminfarbstoffschicht in wesentlichem Masse widerstandsfähiger gegen die Einwirkung des Tages- lichtes, insbesondere des Sonnenlichtes wird, und trotzdem sowohl bei Tageslicht als auch bei künst- 
 EMI2.1 
 erzeugt wird. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine Lichtabsorptionskurve, Fig. 2 zeigt die   Lichtdurchlässigkeitskurve.   



   Eine Dispersion des Rhodamins B in einem Kondensationsprodukt aus symmetrischem Dimethylglykol und Zitronensäure wird mittels einer Acetonlösung auf eine Unterschicht aufgebracht. Die 
 EMI2.2 
 Förderung der Fluoreszenzwirkung kann die Dispersion Bleichromat in einer Menge bis zu 3%, auf das Kondensationsprodukt berechnet, enthalten. Auf die so erhaltene Schicht wird eine zweite Schicht mittels einer Aeetonlösung aufgebracht, die aus gleichen Gewichtsmengen des genannten Kondensationproduktes und Aceton besteht und die auf je   100 l 0'2 kg   des unter der Bezeichnung Methasolaurin A. S. bekannten Farbstoffes enthält. Die Stärke der einzelnen Schichten wird mit annähernd   l mm gewählt.   



   In Fig. 1 ist der Verlauf der Lichtabsorption im sichtbaren Teil des Spektrums des in der ersten Schicht befindlichen Rhodamin-B-Farbstoffs durch die Kurve 1 bezeichnet. Fig. 2 zeigt die Lichtdurchlässigkeitskurve im sichtbaren Teil des Spektrums des Methasolaurins A. S., entsprechend der Konzentration, in der dieses   Lichtfilter   sich in der beschriebenen zweiten Schicht befindet. 



    Betrachtet man den Fall, dass mit monochromatischem Licht von der Wellenlänge zut bestrahlt wird, so bezeichnet der Punkt. 1 der Absorptionskurve 1 die Lichtabsorption der Rhodamin-     B-Schicht   ohne Lichtfilter. Durch das Vorhandensein des beschriebenen   Lichtfilters   wird ein Teil des Lichts von der   Wellenlänge   550   mu,   absorbiert, bevor er die Rhodaminfarbstoffsehieht erreicht. 



  Aus Fig. 2 kann man ablesen, dass annähernd 70% dieses Lichts durchgelassen wird, so dass die Rhodaminfarbstoffschicht annähernd 70% der ursprünglichen Menge dieses Lichts empfängt. Dies wird in Fig. 1 durch den Punkt B bezeichnet, der auf annähernd   70%   der Höhe des erwähnten   Punktes J.   liegt. In entsprechender Weise kann man für jede andere Wellenlänge aus diesem Bereich durch Multiplikation der Ordinaten der Kurve 1 mit den aus Fig. 2 ablesbaren   Durchlass   für jede Wellenlänge die Ordinaten der Kurve 2 berechnen. Bei Bestrahlung mit Tageslicht bzw. Sonnenlicht gilt somit für dieses System die Absorptionskurve 2. Entsprechend der Verringerung der Absorption der   Rhodaminfarbstoffschieht   
 EMI2.3 
 entsprechend vermehrt ist.

   Die   gewünschte   Rotfluoreszenz bei Bestrahlung mit einer Natriumdampfentladungsröhre oder einer   Quecksilberdampfentladungsröhre   hat sich jedoch praktisch nicht verringert, da noch stets ein sehr grosser Teil der durch die erwähnten Röhren ausgesandten Liehtstrahlen bei 
 EMI2.4 
 praktisch ungestört hindurchgehen kann. Aus dem gleichen Grunde ist die rote Farbe des Systems der beiden Schichten im Tageslicht praktisch unverändert geblieben. Das Verhältnis der beiden Flächen ist in diesem Beispiel annähernd 1 : 2 und die Messung der   Liehteehtheit   des Sehichtsystems ergibt. dass diese vergrössert wurde und das Doppelte geworden ist. 



   Verwendet man unter sonst gleichen Bedingungen den Methasolaurin A. S. Farbstoff in einer Konzentration von   0'7   kg je   100 l, so'wird   das in Frage kommende   Flächenverhältnis   1 : 3 und es zeigt sich empirisch, dass dementsprechend die Lichtechtheit das Dreifache geworden ist. 



   Anstatt Methasolaurin A. S. kann man auch den unter der Bezeichnung Orangen-G bekannten Farbstoff als   Liehtfilter   anwenden ; mit einer Konzentration von   2'2   kg je 100 1 der vorher beschriebenen Lösung wird unter sonst gleichen Bedingungen eine   fünffache   Zunahme der Lichtechtheit erzielt. Ferner können als für die Anwendung der Erfindung geeignete Filterfarbstoffe die im Handel unter der Bezeichnung Sudan-Orangen-G, Orangen-3R bekannten Farbstoffe namhaft gemacht werden. 



   Es sei   vollständigkeitshalber noch   darauf hingewiesen, dass auch andere   Kunstharze   als die erwähnten als Dispersionsmittel, beispielsweise Kondensationsprodukte aus Phtalsäure oder Zitronensäure mit Glyzerin, verwendet werden können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rotfluoreszierende Schicht zur Verwendung im Licht einer   Natriumdampfentladungslampe   oder Queeksilberdampfentladungslampe, dadurch gekennzeichnet, dass die auf eine Unterlage aufgebrachte Schicht mit einem rotfluoreszierenden Rhodaminfarbstoff in Verbindung mit einem orangenfarbigen Filterstoff versehen ist, der das den Wellenlängen im Bereiche des im sichtbaren Teil des Spektrums liegenden Rhodaminfarbstoffabsorptionsbandes entsprechende Licht teilweise absorbiert und für rotes Licht durchlässig ist.

Claims (1)

  1. 2. Rotfluoreszierende Schicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Liehtfilterschicht eine solche spektrale Lichtdurchlässigkeitskurve aufweist, dass nach Multiplikation der Ordinaten der spektralen Lichtabsorptionskurve des rotfluoreszierenden Rhodaminfarbstoffs mit den Ordinaten <Desc/Clms Page number 3> der erwähnten Durehlässigkeitskurve eine Kurve erhalten wird, die eine Fläche einschliesst, die um mehr als die Hälfte kleiner ist als die von der erwähnten Lichtabsorptionskurve eingeschlossene Fläche.
    3. Rotfluoreszierende Schicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtfilterstoff der unter der Bezeichnung Methasolaurin A. S. bekannte Farbstoff verwendet wird. EMI3.1
AT157562D 1935-10-25 1936-10-22 Rotfluoreszierende Schicht. AT157562B (de)

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DE157562T 1935-10-25

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AT144479D AT144479B (de) 1935-10-25 1934-07-05 Fluoreszenzschirm, insbesondere für Röntgendurchleuchtung.
AT157562D AT157562B (de) 1935-10-25 1936-10-22 Rotfluoreszierende Schicht.

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AT144479B (de) 1936-01-25

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